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Donnerstag, 7. Januar 2010

Buch: James Wesley, Rawles - Patriots: A Novel of Survival in the Coming Collapse

 Patriots

Über einen Querverweis stieß ich auf dieses Buch. In Amerika wird es als ideale Vorbereitung auf einen eventuellen Zusammenbruch unserer Zivilisation gehandelt und entsprechend hoch hinaus ging es in einigen Verkaufscharts.

Aufgrund eines Finanzcrashs existiert keine öffentliche Ordnung mehr. Plünderer ziehen durch das Land und entsprechend unsicher ist die Lage. Eine Gruppe von Menschen, die sich schon lange vor dem Crash auf diese Situation vorbereitet haben, findet sich in ihrem “Stützpunkt” zusammen. Nicht alle Mitglieder schaffen es auf Anhieb bis dorthin. Andere Menschen werden aufgenommen, einigen geholfen, Angreifer abgewehrt und getötet. Als die Lage etwas übersichtlicher wird, bilden sich Allianzen zwischen einigen Milizen. Und als sich eine selbsternannte Regierung etablieren möchte, kämpfen die Milizen (nur ihren freiheitlichen Idealen verpflichtet) erfolgreich gegen den drohenden Tyrannenstaat.

Besonders viel Wert legt der Autor auf eine detailgenaue Schilderung der angelegten Vorräte und Ausrüstung. Das mag für den ein oder anderen Leser eine perfekte Einkaufsliste darstellen, ich hingegen empfand diese Schilderungen als langweilig. Ungefähr das erste Drittel des Buches widmet sich fast ausschließlich solchen Aufzählungen. Als sich das Buch dann eine Weile auf die tatsächliche Handlung konzentriert, wird es erträglich. Als dann aber der Patriotismus gefeiert wird, ist jede Schmerzgrenze erreicht. Dieser Teil des könnte aus einem Werbeflyer der NRA stammen.

Lange blockierte dieses Buch meine “Lesepipeline”. Wahrscheinlich entgingen mir einige spannende Lesemomente, die ich mit anderen Büchern hätte haben können.

Der aufmerksame Leser könnte meinen Ausführungen entnommen haben, dass ich nur sehr bedingt eine Leseempfehlung ausspreche. Man kann sich auch einfach einige Minuten über den Survivalblog des Autors amüsieren.

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