Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Freitag, 31. Dezember 2010

Tschüss, MTV

MTV hat sicherlich Einfluss gehabt auf meine musikalische Entwicklung. Fast zeitgleich mit dem Empfang von MTV in unserem Ort wurde auch Grunge populär. Das Video zu “Smells like teen spirit” wirkte zu Beginn noch etwas befremdlich auf mich.

Ich kann mich gar noch an Kristiane Backer als VJ erinnern:

Oder an Ray Cokes mit seiner Show “Most Wanted”:

In den Hochzeiten nahm ich Musikvideos auf VHS-Kassetten auf und für die “MTV Video Music Awards” blieb ich wach. MTV trat die “Unplugged”-Welle los.

Es gab Shows wie “Headbanger’s Ball”

und diese Alternative-Sendung, der Namen mir gerade nicht mehr einfällt.

Der Abschied wird Musikfreunden leicht gemacht. Und Fans von Klingeltonwerbung und dämlichen Shows werden sicherlich auch von anderen Sendern prächtig bedient.

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Donnerstag, 30. Dezember 2010

Telekolleg mit Sylvester Stallone

Gestern habe ich einige Szenen aus Rambo III gesehen und nun frage ich mich: Hat eigentlich irgendein Verantwortlicher für den “Einmarsch” in Afghanistan im Jahr 2001 den Film geschaut? Wohl kaum…

Eines der Highlights: Der in sowjetische Gefangenschaft geratene Amerikaner (der natürlich gefoltert wird) erklärt dem sowjetischen Oberst, dass ein Krieg gegen ein solches Land nicht zu gewinnen sei. Die Amerikaner hätten dies in Vietnam erfahren und nun müssten es die Sowjets eben in Afghanistan lernen. Ab 1.20 kommt der interessante Teil der Konversation.

Da fällt mir nur dieser Song ein:

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Standardisierung

Sachen, die mir auffallen:

  • Ich glaube, s. Oliver-Verkäufer(innen) werden darauf geschult, bei jedem Kauf zu fragen, ob man nicht noch Socken oder sonstigen Kleinkram kaufen möchte.
  • In Hannover lernt man in der Berufsschule die Frage “Außerdem?” im Falle von Verkäufen von Wurst, Käse, Fisch,… an der entsprechenden Theke. In anderen Teilen Deutschlands wird den Kunden noch ein verschwenderisches “Darf es sonst noch etwas sein” zugeworfen.
  • In mindestens einem Kaufland-Markt wird der Kunde an der Kasse gefragt, ob man mit dem Einkauf zufrieden sei. Meine Lieblingsantwort: “Es war fantastisch!”

Ich sammle weiter…

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Dienstag, 28. Dezember 2010

Science Fiction vs. Science

Schon häufig habe ich mich darüber gefreut, dass in Science Fiction-Serien und –Filmen Raumschiffe im luftleeren Raum wunderbar brennen. Nun hat sich jemand die Mühe gemacht, solchen Unsinn aus diversen Filmen des Genres zusammenzutragen. Dort.

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Montag, 27. Dezember 2010

Fahrgastrechte-Formular 2.0

Falls man diese Tage die Leistungen der Deutschen Bahn in Anspruch nehmen möchte, steht man entweder in kalten Bahnhöfen oder verbrüdert sich mit Mitleidenden in Warteschlangen.

Falls man aber dann doch mal in einen Zug gelangt (nur in Ausnahmefällen handelt es sich um den Zug, den man eigentlich nutzen wollte), kann man Passagiere entdecken, die sich mit dem neuen Fahrgastrechte-Formular vergnügen. Vergleicht man das alte mit dem neuen Formular und hat zusätzlich noch die Ankündigung “alles einfacher und schneller” im Hinterkopf, kann man tatsächlich beeindruckt sein (links das neue Formular):

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Ernüchtert stellt man dann jedoch fest, dass das neue Formular über zwei Seiten verfügt. Ein paar unnütze Angaben müssen nun nicht mehr gemacht werden, ansonsten sind wenig Änderungen zu vermelden.

Der trainierte Bahnfahrer sollte in knapp zwei Minuten mit dem Formular durch sein.

Sonntag, 26. Dezember 2010

Song: Elbow – Lippy kids

Das Jahr ist noch nicht zu Ende, aber musiklisch gibt es schon den einen oder anderen Grund, sich auf 2011 zu freuen. Elbow werden den Nachfolger zu ihrem mit dem Mercury Music Prize bedachten 2008er Album “The seldom seen kid” ins Rennen schicken. “Build a rocket boys!” soll im März erscheinen der Song “Lippy kids” daraus klingt so:

Dort gefunden.

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Freitag, 24. Dezember 2010

Musikalisches Weihnachtsgeschenk des Jahres?

Na das nenne ich mal ein Weihnachtsgeschenk. Die beiden Muse-Songs “Uprising” und “Citizen erased” als “interaktive” Konzertvideos. Dort.

Weihnachtsgruß des Jahres

Ich denke alle notwendigen Weihnachtsgrüße wurden bereits ausgesprochen. Daher zitiere ich aus einem Brief:

Ölpest, Feuer, Erdbeben – Das Katastrophen-Jahr 2010

Bereits am 12. Januar startete die Serie an Schreckensmeldungen mit dem verheerenden Erdbeben in Haiti. Es folgten Überschwemmungen in China und Pakistan, riesige Waldbrände in Russland und nicht zuletzt die gigantische Ölpest im Golf von Mexiko. Zurück bleiben nicht nur hundertausende Menschen, die um ebenso viele Tote trauern, sonder auch eine verwüstete Umwelt. Die vielen bekannt gewordenen Missbrauchsfälle in der Kirche gehören zu den schmerzhaftesten Themen des Jahrs. Hätten Sie ein solches Ausmaß für möglich gehalten?

Die deutsche Tragödie des Jahres: Bei einer Massenpanik auf der Loveparade in Duisburg kommen 21 Menschen ums Leben, 511 Teilnehmer werden verletzt”

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Ja, diese Textpassagen stammen aus einem Weihnachtsgruß. Danach folgen noch Verweise auf die Fußball-WM, Lena, Chiles “Wunder von San José” und den sich abzeichnenden wirtschaftlichen Aufschwung um dann noch einmal die Kurve zu bekommen und sich um die wirklich erfreulichen Tatsachen zu kümmern:

“Trotz der noch nicht ganz ausgereiften Rahmenbedingungen wollen wir positiv denken und handeln. Zahlreiche Neuentwicklungen stehen in den Startlöchern. So können wir Ihnen, bedingt durch die Vertriebsumstrukturierung von TORO, im Frühjahr 2011 einige neue Rasenmäher- und Traktorenmodelle zu attraktiven versprechen. Auch unsere neue Modellmarke “Weibang” ist beim Endkunden sehr gut angekommen, so dass wir auch hier unsere Produktpalette erweitern werden. STIHL hat due erste Akku-Motorsäge (mobil, leise, kraftvoll) auf den Markt gebracht und kann ab sofort bei uns in Augenschein genommen werden.”

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Na, ich sage mal: Wie schlimm kann eine Ölpest sein, wenn es inzwischen schon Akku-Motorsägen gibt?!

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Web 2.0 = Verdummung 3.0?

Wahrscheinlich ist meine Entdeckung bereits “sooo frühes 2010”, aber mir kam erst kürzlich die “Award” Funktion in Myspace vor die Augen. Diese schaut so aus:

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Besonders die Erklärungen der Awards haben es mir angetan. Z. B. zu "Vernetzt”:“Adde einige Freunde, und dieser Award geht klar.” Oder zu “Alle lieben dich”: “Dafür musst du wirklich viele Besucher auf deinem Profil haben.”

Mich wundert, dass die Wikileaks-Veröffentlichungen zwischen solchem Unsinn überhaupt auffallen…

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Mittwoch, 22. Dezember 2010

Musik: The Walkmen - Lisbon

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The Walkmens Mitglieder stammen aus New York und Philadelphia. In den zehn Jahren seit der Gründung hat die Band mit ihren fünf Alben bereits einige Fans und wohlwollende Kritiker hinter sich versammelt, so dass im Vorfeld der Veröffentlichung zu “Lisbon” im September dieses Jahres durchaus eine gespannte Vorfreude in diesen Kreisen zu vernehmen war.

“Lisbon” widmet sich wenig überraschend Lissabon. Die grundsätzlich melancholische Grundstimmung des Albums wird durch eine unbeschwerte Offenheit beim Einsatz diverser Musikstile konterkariert. Das beginnt noch recht harmlos, um sich über Surf-/Indierocknummern zu “Stranded” zu steigern. Dieser Song läuft bei mir dem massiven Bläsereinsatz wegen unter dem Label “Indievolksmusik” und soll dadurch keinesfalls abschrecken.

Hier kein Video zu diesem Song:

Danach nimmt das Album noch einmal Fahrt auf, um mit zwei Balladen zu enden. Hamilton Leithausers charismatische Stimme bildet die Klammer um die musikalischen Experimente der Band. Ganze fünf Tage nahm man sich für die Aufnahmen Zeit. Nach einem Schnellschuss hört es sich aber definitiv nicht an. An den Reglern saß Chris Zane, der auch schon den Toyko Police Club, Les Savy Fav, The Rakes und Mumford And Sons zur Seite stand.

“Lisbon” vereint und versöhnt viele Stile und Ideen und bildet damit nicht nur wegen des Songs “While I shovel the snow” einen Soundtrack für einen mäßig gedämpften Jahresausklang. Das Album ist eher ein Liebhaberstück als ein Aspirant auf Top 10-Ränge in Jahresbestenlisten. Aber da in solchen Kanye West zu finden ist, kann diese Tatsache durchaus als Qualitätsmerkmal interpretiert werden.

“Lisbon” klingt nach:

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Dienstag, 21. Dezember 2010

Song: Tori Amos – Winter

Der Song hat ein paar Jahre auf dem Buckel. Aber er passt einfach zu gut zur aktuellen Wetterlage: 

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Montag, 20. Dezember 2010

Song/Video: PJ Harvey - The Last Living Rose

Ein weiterer Vorgeschmack auf PJ Harveys neues Album “Let England shake”:

Sonntag, 19. Dezember 2010

Wintereindrücke 2010

Münster: P1030474 P1030475 P1030476

Westerwald: P1030484P1030485

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Samstag, 18. Dezember 2010

Freitag, 17. Dezember 2010

Musik: Villagers – Becoming a jackal

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Die beste Mischung aus tollen Melodien und düsterer Stimmung 2010

Manchmal zögere ich schöne Erlebnisse gerne etwas hinaus. Mir war recht kurz nach der Veröffentlichung des Album “Becoming a jackal” klar, dass mir dieses durchaus gefallen könnte. Und nun tat es das auch.

Das Debütalbum der Villagers war sowohl für den “Mercury Prize” (mitgenommen hat den Preis The XX) als auch für den “Q Award” in der Kategorie “Breakthrough artist” (Plan B) nominiert. Auch in meiner Jahresendabrechnung wird es nicht für den ersten Platz aber für die Top 10 reichen.

Der Ire Conor J. O'Brien ist der Mastermind der Band. So richtig konnte die sich anscheinend nicht zwischen echtem Bandsound und Singer-/Songwriterattitüde entscheiden. Und diese beiden Pole machen neben den tollen Melodien  und der vorwiegend düsteren Grundstimmung den Reiz des Albums aus. Den direkten Vergleich mit Junip haben die Villagers dank O’Brians charismatischer Stimme knapp für sich entscheiden können.  

“That day” und “Set the tigers free” sind meine Lieblingssongs.

“The meaning of the ritual” in der "Bathroom session in a bedroom”-Version:

“Becoming a jackal” klingt nach:

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Donnerstag, 16. Dezember 2010

Eindeutig Winter

Eindrücke eines Schneelaufs in der Dämmerung:

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Mittwoch, 15. Dezember 2010

Mixtape-Wichteln #2: Motto “Kontinente” (aktiv)

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Der endgültige Sascha rief erneut zum Mixtape-Wichteln auf und viele machten mit. Auch ich ließ mir das nicht entgehen. Mein Paket wird inzwischen bei seinem Empfänger angekommen sein. Hier meine Gedanken dazu:

Obwohl es sich bei dem Thema „Kontinente“ anbot, wollte ich keine musikalische Reise um die Welt beginnen. Dafür sind meine musikalischen Lücken zu groß: Weder Südamerika noch Afrika noch große Teile Asiens hätte ich in adäquater Weise berücksichtigen können.

Daher wählte ich einen anderen Blickwinkel, wenn schon die gesamte Welt zur Auswahl steht: Die Mix-CD hat den bescheidenen Anspruch, die gesamte Welt in zeitlicher Hinsicht darzustellen. Da während der Spielzeit einer CD über alle Kontinente hinweg ein gesamter Tag gleich mehrfach abläuft, stellt der Teil „One day in music“ einen solchen dar.

Der Tag beginnt mit dem morgendlichen Weckruf („Morning Bell / Amnesiac“ von Radiohead), um dann recht beschwingt den Tag einzuläuten („Every morning“ von Sugar Ray). Nach dem ersten Teil der Arbeit („Finest worksong“ von R.E.M) geht es dann gegen Mittag etwas entspannter zu („High noon“ von Kruder & Dorfmeister), um Kraft zu sammeln für einen recht adrenalingeladenen Nachmittag („The view from the afternoon“ von Arctic Monkeys) und Frühabend („06:00 P.M. Hello time bomb“ von Matthew Good Band). Die Abendsonne wird noch mal etwas ruhiger betrachtet („Evening sun“ von The Strokes). Das Abendessen wird dezent begleitet („O the evening“ von Feist) und in dann wird in die Nacht gestartet („Tonight, tonight“ von The Smashing Pumpkins), die zuerst in eine Jazzkneipe („Never stop“ von The Bad Plus) und dann in einen Club führt („David“ von Gus Gus). Nach dem chilligen Ende dort („Be there“ von UNKLE) wird noch ein Blick auf die Sterne geworfen („Stars“ von Terry Hoax).

Voller Energie beschränkte ich mich jedoch nicht nur auf einen Tag, sondern deckte die vier Jahreszeiten gleich mit ab. Während hier der Winter regiert („A hazy shade of winter“ von Simon & Garfunkel und „White winter hymnal“ von Fleet Foxes) kann man sich auf der anderen Seite der Welt aktuell des Sommers („Feel good hit of the summer“ von Queens Of The Stone Age, „Summersong“ von The Decemberists und „Summer rain“ von U2) erfreuen und irgendwo ist es auch herbstlich („Autumn“ von Malcolm Middleton, während in anderen Regionen Frühlingsgefühle aufkommen („First days of spring“ von Noah And The Whale). Diesem Aspekt des Mottos werde ich hoffentlich mit dem „Four seasons in one day“-Teil der CD gerecht.

Auf der CD finden sich wenige meiner „Lieblingsstücke“. Aber ich hoffe einige der Songs und die doch recht bunt geratene Zusammenstellung gefallen dem Empfänger.

Ich habe mein “Mixtape” auch im Briefkasten gefunden und werde mich natürlich dazu noch äußern.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Musik: Grinderman – Grinderman 2

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Und aus dem wilden Affen wurde ein Wolf

Grinderman ist das Bluesrock-affine Extrakt aus Nick Cave And The Bad Seeds. Mit “Grinderman 2” legte die Band nach dem Debüt im Jahr 2007 ihr zweites Album vor. Auch auf dem Nachfolgewerk werden keine Gefangenen oder Zugeständnisse gemacht. Bluesrock-Kracher treffen auf entschärfende  balladeske und psychedelische Momente und Einschläge anderer Spielarten des Rock. Der mit dem ersten Album skizzierte Weg wird so um ein paar Schleifen erweitert aber darüber hinaus konsequent weitergeführt. “Grinderman 2” klingt etwas polierter aber weiter zornig und direkt. Die Abgrenzung zur Hauptband macht in meinen Ohren Sinn. Ich mag die Energie, die in diesem Album steckt. Besonders intensiv finde ich “Bellringer blues” und “Worm tamer”.

Das Video zu “Heathen child”:

“Grinderman 2” klingt:

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Sonntag, 12. Dezember 2010

Film/DVD: Moon

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Selten empfand ich einen Science-Fiction-Film derart realistisch, nah und greifbar wie “Moon”. Während viele Filme aktuell vor allem von schnellen Schnitten und Hektik oder 3D-Effekten leben, lässt sich “Moon” Zeit. Die Atmosphäre erinnert klar an “2001: Odyssee im Weltraum“ und “Alien”. Thematisch könnte u. a. “Blade Runner” Modell gestanden haben.

Der Protagonist Sam Bell ist Astronaut/Techniker und überwacht auf dem Mond den weitgehend automatisch betriebenen Abbau von Helium-3, welches auf der Erde zur Energieerzeugung genutzt wird. Kurz vor dem Ende seiner dreijährigen Dienstzeit leidet er unter Halluzinationen und verursacht einen Unfall, der zu einer überraschenden Entdeckung führt.

Da “Moon” recht sparsam mit Story und Spannung umgeht, verrate ich nicht mehr. Der Film kommt fast vollständig ohne Hektik und Action aus. In der ersten Hälfte wirkt sich das durch einige Längen aus. Danach erlebte ich jedoch einen sehenswerten Film. Dieser ist ein “Remix” diverser Science-Fiction-Filme und sollte es dank des breiten Kritikerlobes dem Regisseur und David Bowie-Sohn Duncon Jones ermöglichen, in seinen nächsten Arbeiten mehr Eigenständigkeit anzustreben.

Die schauspielerische Leistung muss fast vollständig von Sam Rockwell erbracht werden. Diesem Anspruch wird er mehr als gerecht. Die Stimme der Roboters Gerty stammt von Kevin Spacey. Wer Lust hat auf einen recht entspannten Science Fiction-Streifen, der durchaus einige Denkanstöße gibt, wird von “Moon” nicht enttäuscht werden.

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Samstag, 11. Dezember 2010

Taschen 3.0

In ein paar Jahren sollen Autos über Internetzugänge verfügen und entsprechend komfortable Funktionen bieten. Doch anscheinend sind die aktuellen “Messenger Bags” bereits in dieser Zukunft angekommen.

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Freitag, 10. Dezember 2010

Musik: Glasser - Ring

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Das Fever Ray-Album 2010?

Dieses Video zeigt ein Musikinstrument namens “Auerglass”:

Ich bin mir nicht sicher, ob es auf “Ring” zu hören ist, aber auf jeden Fall tritt im Video die Amerikanerin Cameron Mesirow auf. Ihr Vater ist oder war ein Mitglied der Berliner Ausgabe der “Blue Man Group”, ihre Mutter war ein Mitglied der Band Human Sexual Response. Und Cameron Mesirow ist Glasser. Sie hat nicht nur mit zusammen mit Tauba Auerbach dieses einmalige Instrument erfunden, sondern auch ihr Debütalbum “Ring” vor ein paar Monaten herausgebracht.

In Sterogums Liste der Top 50-Alben des Jahres schaffte es dieses auf Platz 40. Gefühlt steht ihm in meiner Liste eine bessere Platzierung zu.

Glasser klingt wie eine Mischung aus Fever Ray in gut gelaunt, einer zahmen Björk und Bat For Lashes. Der klare Gesang stand in der Frühphase der langwierigen Entstehung des Albums recht allein da. Die meist treibenden Rhythmen könnten auch von einem der frühen Peter Gabriel-Album stammen. Darüber hinaus versüßte Cameron Mesirow ihre Schätze noch mit einigen Schichten Synthiesounds. Als dies geschah mittels GarageBand. U. a. Fever Ray-Begleitmusiker unterstützen daher Glasser bei der Umsetzung ihrer Songs für die Bühne.

Wer Fever Ray eine sterile und kühle Atmosphäre vorwarf, kommt um Glasser nicht herum. Auch von Björks “Kreativität” überforderte Hörer könnten sich mit “Ring” ein nettes Weihnachtsgeschenk machen. Definitiv wird es Glasser in meine Top 5 der weiblichen Stimmen 2010 schaffen.

Das Video zum Opener “Apply”:

Nach zwei Minuten “Dokumentation” zur Live-Umsetzung startet der Song “Treasury of we”:

Den Song “Tremel” gibt es dort als Download.

“Ring” erinnert mich an:

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Donnerstag, 9. Dezember 2010

Like the way I do 2.0

Die Ähnlichkeit ist nicht offensichtlich, aber mir drängt sich diese Erkenntnis auf: Gossips “Heavy cross” ist das “Like the way I do” des neuen Jahrtausends. Die Indizien:

  • Beides sind rockige, radiokompatible Songs, die es der Verwaltungsfachangestellten ermöglichen, mal wieder so richtig abzurocken, wenn einer der Songs im Formatradio kommt.
  • Sowohl Beth Ditto als auch Melissa “machen ihr Ding” und sind unangepasst und somit ideale Vorbilder für unterdrückte und missverstandene Frauen.
  • Ich habe schon auf beide Songs Männer in Latzhosen tanzen sehen.
  • Zu beiden finde ich keine offiziellen Videos auf Youtube.

Die Songs sollte (leider) jeder auswendig kennen, aber trotzdem:

Und für hartgesottene Menschen eine Live-Version von “Like the way I do” 1.0:

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Dienstag, 7. Dezember 2010

Musik: Admiral Fallow - Boots met my face

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Die Band Admiral Fallow nannte sich früher Brother Louis Collective. Die Namensänderung macht Sinn, könnte man doch ein Singer-/Songwriter-Album als Ergebnis erwarten. Über weite Strecken der Spielzeit von "Boots met my face" läge man damit auch nicht falsch. Unterbrochen wird diese romantische Idee durch einige Indierock-Songs und Indiepop, welcher durch die Wahl einiger Instrumente zum Kammerpop wurde.

Die Band nennt u. a. Tom Waits, Elbow, Low, Midlake und Bruce Springsteen als Einflüsse. Mir scheint auch die Produktion durch den ehemaligen Delgados-Drummer Paul Savage ebenfalls nicht ohne Wirkung zu sein. Dieser ist offensichtlich bei Aufnahmen schottischer Bands stets willkommen, wirkte er doch u. a. für Arab Strap, Malcolm Middleton, Franz Ferdinand und The Twilight Sad.

Die im Gesang zelebrierte schottische Herkunft des Sängers Louis Abbott macht den Charme des Albums aus. Darüber hinaus erfreuen die Duette mit Sarah Hayes.

Leider fehlt den meisten Songs auf “Boots met my face” Dynamik, so dass mich das Album nicht wirklich fesseln konnte. Schottland-Fans können sich aber bestimmt für das Album begeistern. Ich greife erst mal wieder zu einem The Twilight Sad-Werk.

"Old balloons" erscheint mir als der beste Song des Albums:

“Boots met my face” klingt nach:

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Montag, 6. Dezember 2010

Der Zeit voraus

Man kann unseren Freunden aus Österreich nicht nachsagen, sie würden in der Vergangenheit leben.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Musik: Menomena - Mines

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Die Band Menomena aus Portland, Oregan beschert uns mit “Mines” bereits ihr viertes Album. Während der Vorgänger “Friend and foe” mich nicht komplett überzeugte, erscheint mir das aktuelle Werk wesentlich schlüssiger.

“Mines” ist ein Versatzstück diverser Stilrichtungen. Grundsätzlich sollte man es wohl “Indierock” zurechnen, doch dann unterschlägt man die Electro-, Lo-Fi- und Folk-Ideen. Versuchen wir es mal mit Künstlerreferenzen: Während der Opener nach Blur oder einem anderen Damon Albarn-Projekt klingt, könnte bei “TAOS” Kele am Mikro stehen. “Tithe” würde einen guten Babybird-Song abgeben. Auch die Flaming Lips kamen mir immer mal wieder in den Sinn.

Als Gesamtwerk ist “Mines” die Brücke zwischen “echten” Songs und dem “TV On The Radio”-Phänomen. Hier wird mit Loops und Co. gespielt, aber der Song steht weiter im Vordergrund. Damit dürfte “Mines” Anhängern beider Lager gefallen. Man muss sich etwas reinhören, aber es lohnt sich. Das Album wird in einigen Jahresbestenlisten auftauchen.

“Killemal” und “Tithe” sind aktuell meine Lieblingssongs auf “Mines”.

Hier der Song “Killemal” aufgenommen während einer Radio-Session:

Der Song “Five little rooms” lässt sich über dieses Widget als Download ergattern.







“Mines” klingt nach:

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Samstag, 4. Dezember 2010

“Du kannst auch nichts außer in Berlin wohnen”

Gibt es den Button bei Facebook bereits? So häufig, wie ich den Satz schon im Kopf hatte bestimmt…

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Freitag, 3. Dezember 2010

Musik: Senore Matze Rossi – Vier Geschichten von Geistern, Mädchen, Elefanten und Schildkröten

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Senore Matze Rossi macht es mir schwer. Mir gefällt der Bandname einfach nicht. Eigentlich wäre mir "Vier Geschichten von Geistern, Mädchen, Elefanten und Schildkröten" auch an dem auf dem Cover abgebildeten Körperteil vorbeigegangen. Doch dann merkte ich, dass es sich gar nicht um Schlager oder sonst irgendeinen albernen Kram sondern um Alternative Rock handelt. Damit fiel diese EP grundsätzlich in mein Beuteschema.

Matze Nürnberger war früher in der Band Tagtraum aktiv. Seit 2004 veröffentlicht er Musik unter seinem Namen bzw. als Senore Matze Rossi. Die heute veröffentlichte EP ist nur online zu beziehen. Nach diesem Muster sollen noch zwei Werke folgen, bis im Juli 2011 ein Album aus den Songs zusammengestellt wird.

Die vier Songs / Geschichten der EP sind irgendwo zwischen den Polen Tomte / Kettcar (allerdings weniger charmant) und den Sportfreunden Stiller anzusiedeln. Nürnberger macht recht eindeutigen Alternative Rock mit deutschen Texten. Fans dieser Richtung dürfen gerne mal ein Ohr riskieren. Mich persönlich erinnert der Gesang zu sehr nach Gegröle aus dem Hals einiger Fußballfans, aber das ist Geschmackssache. 

Das Video zu “Dein Elefant”:



“Vier Geschichten von Geistern, Mädchen, Elefanten und Schildkröten” klingen nach:

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Erster!

Was macht die NASA ein Fass auf, nur weil sie eine Lebensform entdeckt hat, die viele bisherige Annahmen über das Leben auf den Kopf stellt. Mir fiel die Lebensform (auf dem Bild im Hintergrund zu erkennen) bereits 2007 auf, nur war es mir keine Pressekonferenz wert…

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Donnerstag, 2. Dezember 2010

Song: Noah And The Whale - L.I.F.E.G.O.E.S.O.N

Auf den Frühling darf man aktuell wohl noch nicht hoffen. Trotzdem erinnere ich mich weiter sehr gerne an eines der besten Alben des letzten Jahres: “The first days of spring” von Noah And The Whale. Die Band kündigt bereits den Nachfolger an und der erste Song daraus lässt mich der Veröffentlichung freudig entgegenfiebern. Dort oder hier

Noah And The Whale - L.I.F.E.G.O.E.S.O.N by ListenBeforeYouBuy

anhören.

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Mittwoch, 1. Dezember 2010

Download: Gorillaz - “Crystalised” (The XX cover)

Mehr als ein paar gute Songs hat noch kein Gorillaz-Album geliefert. Das hochgelobte The XX-Album hat mich trotz vieler Anläufe noch immer nicht gepackt. Aber “-“ mal “-“ gibt ja bekanntlich “+” und daher empfehle ich den Download der Gorillaz-Coverversion des The XX-Songs “Crystalised”:

Dienstag, 30. November 2010

Song: PJ Harvey – Written on the forehead

Das neue PJ Harvey-Album “Let England shake” erscheint zwar erst im Februar, aber den neuen Song “Written on the forehead” gibt es bereits als Vorgeschmack im Stream. Dort. Ich hätte PJ nicht herausgehört….

Hier gefunden.

Montag, 29. November 2010

Informationen sind relativ

In den letzten Monaten machte ich mir verstärkt Gedanken um den Umgang mit “sensiblen” Informationen im Internet. Die Meldungen um die jüngsten Wikileaks-Veröffentlichungen haben mich nun beruhigt: Die Verbreitung von Daten über das Internet ist geschützt vor gezielter “Spionage”. Denn offensichtlich sind weder amerikanische Diplomaten noch deutsche Medien in der Lage, wichtige von unwichtigen Information zu trennen.

Ich werde mir sicherlich nicht die heutige Spiegel-Ausgabe kaufen, die wirklich erwähnenswerten Aspekte dieses “Skandals” werden in den nächsten Tagen noch mindestens ausreichend häufig wiederholt werden.

Zwei Aspekte bitte ich im Rahmen der Berichterstattung zu beantworten:

  • Wie lautet das Originalzitat zur Übersetzung “schräge Wahl”?
  • Dürfen Politiker gegen Wikileaks und den amerikanischen Staat klagen, falls sie in den Veröffentlichungen nicht erwähnt werden?
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Sonntag, 28. November 2010

Video: Dead Man’s Bones – Dead heart

Ich habe hier noch nicht auf das Video zu Dead Man’s Bones’ Song “Dead heart” hingewiesen. Sehr nachlässig. Warum? Seht selbst:

Das Album muss ich hier auch noch vorstellen. Oder kennt Ihr es bereits?

Samstag, 27. November 2010

Für diesen Weihnachtsmarkt musste kein Tier sterben

Heute fand in Hannover der “erste vegane Weihnachtsmarkt” statt. Kein Tier musste für diese Veranstaltung leiden… laut Veranstalter. Vegane Ernährung gut und schön, aber warum ein Weihnachtsmarkt mit politischen Messages überfrachtet werden muss, verstehe ich nicht. Leider habe ich keinen Pelzmantel, den ich zu diesem Event gerne getragen hätte.

Glaubt man der Länge der Schlange vor dem Stand, war der vegane Döner das kulinarische Highlight des Tages. Aber so wirklich gelockt hat er mich nicht:

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Einen ausführlichen Bericht gibt es beim Frontbumpersticker.

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Freitag, 26. November 2010

Vorfreude: Editors – The complete collection

Ein paar nette Infos flattern da per Newsletter in die Mailbox: Die Editors haben schon ein paar Ideen für das neue Album. Diese sollen erneut mit Flood an den Reglern umgesetzt werden. Ich hoffe, dass die Band die Wirkung der Gitarren wiederentdeckt.

Vorher wird im Februar 2011 aber noch “The complete collection” als Box veröffentlicht. Mit Material aus dem Archiv werden Sieben LPs / sieben CDs gefüllt, einige Bilder und Texte werden das Paket komplettieren. Ich freue mich auf die Resteverwertung.

Wer auf dem aktuellen gehalten werden möchte, muss nur dort seine E-Mail Adresse angeben. Zusätzlich gibt es den Song “Last day” als Download geschenkt.

Song: Smashing Pumpkins – Tom Tom

Keine Werbung für einen Navi-Hersteller, aber ein neuer Song aus dem “Teargarden by kaleidyscope”-Pool ist “Tom Tom”. Dieser stammt aus der zweiten EP (“Teargarden by Kaleidyscope Vol II: The Solstice Bare”) und ist hörenswert:

Donnerstag, 25. November 2010

Musik: Morning Boy – We won’t crush

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“New Wave – Indierock – Pop” aus Frankfurt a. M.

Es kommt nicht häufig vor, dass im Booklet eines Albums Eppstein als Aufnahmeort erscheint. Da liegt die Vermutung nahe, dass es sich um eine Musik aus Deutschland handelt. Und in der Tat kommt die Band Morning Boy aus Frankfurt am Main. Das nehme ich vorweg: Die Herkunft höre ich dem Album nicht an.

Vor allem im Hinblick auf die Tatsache, dass es sich bei “We won’t crush” um das selbstproduzierte Debüt der Band handelt muss man die Homogenität des Werks anerkennen. Während Hurts aktuell die Synthieaspekte der 80er Jahre hochleben lässt, orientieren sich Morning Boy an New Wave-Ausprägungen dieses Zeitraums. Diese kombinieren sie mit Indierock und daraus resultieren äußerst gefällige Songs. Könnte Bono singen, läge ein Vergleich mit einigen U2-Songs nah. Placebo, Bloc Party und Mansun sind weitere Referenzen. Vielleicht würden auch die Jeremy Days ähnlich klingen, wären sie noch aktiv. Die meisten Songs erinnern an irgendein Vorbild. Der Beginn des Openers “Pilot” gar an die Fine Young Cannibals, aber durch den untpyischen Song sollte man sich nicht verwirren lassen. Ein wenig an der eigenen Identität könnte die Band noch arbeiten, aber das Handwerkzeug ist bereits vorhanden.

Ich habe versucht, das Album wegen des Eingängigkeit und des Pop-Appeals nicht zu mögen. Doch nach wenigen Durchläufen hatten sich einige Songs bereits merklich in Erinnerung gerufen. Besonders der “Linkin Park light”-Song “Just 19” und “Every whisper” leisteten dazu ihren Beitrag.

“We won’t crush” wird die Jahresbestenlisten nicht mehr durcheinanderwirbeln, aber es kann ohne Anspruch auf Tiefgang gut unterhalten.

Das Video zu “Tripping children”:

Die Debüt-EP “For Us, The Drifters. For Them, The Bench” aus dem Jahr 2008 gibt es auf der Homepage der Band als kostenlosen Download.

Heute Abend (25.11.) wird im Silbergold in Frankfurt eine Releaseparty veranstaltet. Und im Dezember geht es dann auch noch auf Tour:

  • 07.12.10   Zurmöbelfabrik, Berlin
  • 08.12.10   Nochbesserleben, Leipzig
  • 09.12.10   Slow Club, Freiburg
  • 10.12.10   Glaskasten der Kunstakademie, Stuttgart
  • 11.12.10   Kessel, Offenburg
  • 14.12.10   Klüpfel, Nürnberg
  • 14.01.11   Jazzkeller, Hofheim am Taunus

“We won’t crush” ist:

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