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Sonntag, 20. Februar 2022

Konzert/Austellung/Performance: Ingo Bracke - Es werde Licht im Bonner Münster, 19.02.2022


Tolle Nutzung eines Sakralbaus. 

Ausgehungert bezüglich Konzerten und nach der Ausstellung "Licht und Transparenz" interessiert an dem, was sich auf dem renovierten Münster machen lässt war die Performance "Er werde Licht" eine verlockende Gelegenheit, sich mal wieder unter größere Menschenmassen zu begeben. Die Vorstellungen waren auf drei Tage und jeweils vier Vorstellungen pro Abend angelegt. 

Vor Beginn sammelten sich die Besucher in der Basilika um von einem Posaunisten eingestimmt und schließlich ins Münster gelockt zu werden. Lichtinstallationen gab es von Beginn an und durchgehend aber tatsächlich "geführt" wurde selten. Entsprechend ungelenkt machten sich das Publikum auf Erkundungstour. Diese Kombination aus Licht und Rauch beeindruckte mich besonders: 


Dieser Anblick versetze mich kurz in eine "Death Metal"-Stimmung:





Musikalisch begleitet wurden diese Lichter durch Rhythmen, Klänge und Songs von "Band" (inkl. einen Snippet von "Hey boy hey girl" der Chemical Brothers als einem der "wilderen" Höhepunkte) sowie dem, was die beiden Musiker live produzierten. Besagter Posaunist (kleiner Höhepunkt der "Imperial March") und ein Multiinstrumentalist ergänzten sich hervorragend. Letzterer benutzte dabei recht alltägliche Utensilien, wie einen handelsüblichen Schlauch oder Tontöpfe und eine Art Besen zur Erzeugung hypnotischer Klänge. Selten passte eine "Show" in einer Kirche so gut zum ebenfalls präsenten Weihrauchduft. Für Psychedelic -Fans ohne Zweifel ein Gesamtkunstwerk. 


Mittwoch, 23. Juni 2021

Ausstellung: Hits & Hymnen @ Haus der Geschichte, Bonn

Mit Musik locken mich sogar Museen und nach so langer Ausstellungs-Abstinenz sowieso. Im Haus der Geschichte gibt es noch bis Oktober die Sonderausstellung "Hits & Hymnen - Klang der Zeitgeschichte". 

Welches Songs dürfen dort nicht fehlen? Natürlich "99 Luftballons", "Ein bisschen Frieden" und unvermeidbar "Wind of change":


Gefühlt nahmen die Exponate und Schilderungen zu Udo Lindenberg den größten Teil ein. Die eine oder andere Überraschung war auch dabei, wer hätte z. B. erwartet, dass eine mäßig begabte Pop-Sängerin aus Delmenhorst eine kleine Ecke gewidmet würde:

Besonders interessant fand ich übrigens den Abschnitt zu Punk und zum "Ratinger Hof". 

Und das Zitat der Ausstellung stammt vom Politbüro des Zentralkomitees der SED und aus dem Jahr 1963: 


Sonntag, 7. Juni 2020

Welterbe aus der Konserve

Deutsche Welterbestätten von der Couch erkunden. Viel Spaß!

Samstag, 20. Mai 2017

Ausstellung: Comics! Mangas! Graphic Novels!@Bundeskunsthalle, Bonn















Bonns Bundeskunsthalle kannte ich bislang nur vom "Simon, die alte Frau van Cleef und ich"-Festival im Jahr 2006. Eine Regenphase und der im Rahmen des Festivals freie Eintritt verschlugen mich in eine Sammlung moderner Kunst. Das brauchte es einige Jahre und nun die Comics! Mangas! Graphic Novels!-Ausstellung, um mich wieder neugierig zu machen.

Besagte Ausstellung wird als die bislang umfangreichste Sammlung dieses Genres in Deutschland beworben und viel mehr darf m. E. auch gar nicht mehr aufgefahren werden. Nach meinem gut zweistündigen Besuch war ich erschlagen. Von den Ursprüngen der Comics in amerikanischen Zeitungen über die unvermeidlichen Superhelden und europäische Ausprägungen  bis zu Graphic Novels sowie Mangas ist alles dabei, wenn auch mein Superheld "Asterix" etwas kurz kam. Die Ausstellung ist sehenswert und man kann dort sicher auch drei bis vier Stunden verbringen. 

Die Form der Ausstellung ist natürlich weitgehend vorgegeben: Comics werden in Auszügen gezeigt, erläuternde Tafeln liefern Hintergründe. An drei Stationen kann man mit Ocolus Rift in VR-Welten reinschnuppern, ansonsten hält sich der Multimedia-Firlefanz erfreulicherweise in Grenzen. 

Nun ist es passiert: Ich habe das Label "Ausstellung" erstellt.

Montag, 17. April 2017

Ausstellung: Rot - Deutsches Filmmuseum, Frankfurt

Es soll niemand behaupten können, ich ließe Kunst keine Chance. Das Deutsche Filmmuseum bietet aktuell eine Sonderausstellung unter dem Titel "Rot" an. Ich war da.

Was benötigt man für eine solche Ausstellung?
  • Eine kurze Einführung zum Hintergrund des Sehens. Also das mit den Stäbchen und Zäpfchen. 
  • Ein paar Menschen (Filmstudenten?), die Filme nach markanten Szenen mit rotem Licht, Blut, Make-Up, Gegenständen oder Kostümen durchsuchen und diese zusammenschneiden.
  • Als besonderen Clou: Projektionen, die von der Decke senkrecht nach unten strahlen. Die Projektionsfläche hält der geneigte Besucher dann selbst in Form des Begleitblatts.
Eindrucksvoll erschien mir der "Raum" in der Mitte der Ausstellung. Dort ist der Besucher von vier Projektionsflächen umgeben und zeitweise werden aus allen Richtungen Ausschnitte gezeigt. 

Sonntag, 23. August 2015

Ausstellung: Doug Aitken@Schirn Kunsthalle, Frankfurt

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Nein, das wird kein Kunst-Blog. Einige von Doug Aitkens Werken werden aktuell in Frankfurt ausgestellt und ich wurde wegen eines Podcasts neugierig. Vor allem eine Schilderung der Installation im Eingangsbereich lockte mich an: Wasser tropft zufällig aus einer Apparatur an der Decke und von dort in ein Bassin. Die dabei entstehenden Klänge werden durch Mikrophone unter Wasser aufgenommen und über Lautsprecher zu den Besuchern geleitet.
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Für die Schwaben: Diese “Sonic fountain II” befindet sich im frei zugänglichen Teil. Doch auch die 10 € für den Rest lohnen sich. Denn es gibt noch weitere Installationen mit denen man durchaus einige Stunden rumbringen kann. In Erinnerung blieben mir vor allem “Migration (Empire)”, weil sich dort diverse Tiere von Mustang über Büffel und Puma bis zum Waschbär in Motel-Zimmern austoben durften sowie “Song 1”. Dafür wurden verschiedene Cover-Versionen des Songs “I only have eyes for you” eingespielt, u. a. von Beck und No Age. Das daraus zusammengestellte Video wird auf einer 360° Projektionsfläche abgespielt.
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