Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.
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Freitag, 11. Oktober 2019

Hörbuch: Thees Uhlmann - Sophia, der Tod und ich

























Gelungenes Roman-Debüt. 

Nach Thees Uhlmanns zweitem Solo-Album und einer mäßigen Konzert-Erfahrung hatte ich ihn erst einmal abgeschrieben und entsprechend gering war mein Interesse an seinem Debüt-Roman. Doch nun muss ich zerknirscht feststellen: Ich tat ihm Unrecht. Die Story ist witzig und stimmt nachdenklich zugleich. Die "Kampfszenen" sind etwas "drüber", aber vermutlich wollte Uhlmann auch damit was zeigen. Als Hörbuch vom Autor selbst eingesprochen überzeugt "Sophia, der Tod und ich" ebenfalls. 

Dieser Roman und "Junkies und Scientologen" sind starke Ausrufezeichen. 


Montag, 8. Mai 2017

Hörbuch: More letters of note - Briefe für die Ewigkeit























Vielseitige Einblicke in Briefform. 

"Letters of note" startete als Website und führte inzwischen zu drei Buchveröffentlichungen und einer Bühnenshow. Dahinter stehen jeweils Briefe oder sonstige Aufzeichnungen, welche Einblicke in historische Ereignisse oder in das Leben mehr oder minder bekannter Personen gibt. Der Herausgeber Shaun Usher traf mit dieser Idee offensichtlich einen Nerv, der Erfolg der Crowdfunding-Kampagnen und die Verkaufszahlen geben ihm recht. 

Das aktuelle Buch "More letters of note" ließ mich wegen einiger der prominenten Sprecher (z. B. Thees Uhlmann und Olli Dittrich) zur Hörbuchversion greifen. Ich konnte mir alle 50 Briefe gut anhören, mein Interesse wuchs aber merklich, wenn ich Verfasser oder Zusammenhang gut kannte. Daher sind meine Highlights:

  • Steve Albinis Brief an Nirvana. Mit diesem Brief empfahl er sich als Produzent für deren Album "In utereo". Allen Musikfans empfehle ich diesen Brief wärmstens. 
  • Marge Simpsons Brief an Barbara Bush, nachdem Bush die TV-Serie als "Schwachsinn" bezeichnet hatte. 
  • Che Guevaras Aufruf "Werdet gute Revolutionäre" an seine Kinder.
  • Richard Burtons Brief an Elisabeth Taylor gegen Ende ihrer ersten Ehe. 
  • David Bowies Reaktion auf den ersten Fan-Brief aus den USA.
  • Der Hilferuf eines Jungen an Ronald Reagan, nachdem die Mutter des Jungen dessen Zimmer zum Katastrophengebiet erklärt hatte. 
  • Einer von Jane Austens Briefen an ihre Schwester Cassandra. 
  • Eric Idles Gruß an den Premier John Major aus Anlass des gemeinsamen 50. Geburtstags der beiden. 

Dank der zu jedem Brief gesprochenen Einführung erhält der Hörer genug Hintergrundinformationen, um die Zusammenhänge zu verstehen. So gut wie jeder mindestens mittelprächtige informierte Mensch wird einige Briefe finden, mit denen er genug anfangen kann um gut unterhalten zu werden. Und der Rest liefert zumindest Einblicke in Welten, um die er sich vorher nie Gedanken gemacht hat. 

Montag, 30. Januar 2017

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Kakkmaddafakka - Lilac

Kakkmaddafakka feiern weiter deren Album "KMF". Rechtzeitig zur erneuten Tour gibt es ein neues Video:



Tourdaten:

  • 03.02. Marburg
  • 04.02. Erfurt
  • 05.02. Köln 
  • 07.02. Frankfurt
  • 14.02. München
  • 15.02. Bremen
  • 16.02. Berlin
  • 17.02. Münster
  • 18.02. Hamburg

Freitag, 2. September 2016

Hörbuch: Andreas Martin Hofmeir - Kein Aufwand






















Ein Muss für alle Tuba-Bläser. Und für andere Blechbläser. Und für viele Musiker.

Der Name Andreas Martin Hofmeir lässt vermutlich nur wenigen Lesern ein "ach der" über die Lippen kommen. "LaBrassBandas Tubist" ist wohl ein wirkungsvollerer Aufhänger. 

Doch Hofmeir ist eben nicht nur Tubist sondern auch ein waschechter Bayer, Kabarettist und Vollblutmusiker. Auf sympathische Art erzählt er auf "Kein Aufwand" trocken aus seinem Leben. Vieles darin dreht sich um Musik von Jugend über Studium bis zu Tourneen. Wem Barth & Co. zu platt sind, dem sei der relativ subtile Humor Hofmeirs ans Herz gelegt. Ich fühlte mich über die gesamte Laufzeit gut unterhalten und der ein oder andere Zugreisende erfreute sich auch an meiner Freude. Die Berechnung des "Pro-Ton-Einkommens" von Geigern und Tubisten ließ mich laut lachen. Für Blasmusiker ist dieses Hörbuch ein Muss.  

Erwähnenswert ist Hofmeirs Sidekick Guto Brinholi, der extra für diese Auftrittsreihe seine Gitarrenkünste aus der Kiste kramte und auf dessen Kosten der ein oder andere Witz auf "Kein Aufwand" gemacht wird. 

Bis vor kurzer Zeit hatte ich noch nie ein Hörbuch gehört. Üblicherweise greife ich lieber zum Buch. Da bedurfte es schon eines bayerischen Tubisten, um das zu ändern. Allein die Aussicht auf einige Songs boten schon genug Mehrwert. Und es ist auch sympathisch, dass man Hofmeirs Geschichten bei diesem Live Mitschnitt aus seinem eigenen Mund hört. Ein Bayer der versucht, Hochdeutsch zu sprechen ist ja an sich schon Stück weit Comedy. 

Kostprobe gefällig?

"Kein Aufwand" ist: