Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Donnerstag, 2. April 2020

Komplementärhits: "Song 2" und "Denise"

Zu diesem Hit:


Passt in meiner Musikwelt hervorragend dieser Song:


Adam Schlesinger von Fountains Of Wayne ist leider ein Opfer der Corona-Epidemie und verstorben.

Dienstag, 31. März 2020

Konzert aus der Konserve: The Black Crowes - Tiny desk concert

Ach ja, The Black Crowes gibt es offensichtlich auch noch. Wer erinnert sich noch an "Remedy"?

Und so klingen sie heute, wenn sie an Bob Boilens "tiny desk" auftreten.

Sonntag, 29. März 2020

Freitag, 27. März 2020

Konzert in Corona-Zeiten: Clara Clasen, 27.03.2020

Besondere Zeiten, besondere Maßnahmen. Tolle Songs funktionieren auch online. Clara Clasen.


Mit Lukas / Rabbits On Trees als Gast.

Donnerstag, 26. März 2020

Musik: Mia. - Limbo




Electropop wieder auf Spur.


Mia.s "Stille Post" war eines der ersten und wenigen Alben aus dem Bereich "Deutscher Electropop" welches ich mochte. Auch die späteren Platten der Berliner Band um Mieze Katz konnte ich mir gut anhören. Zumindest bis 2015 "Biste Mode" mein Verhältnis zur Band massiv störte. Das war mal so gar nichts. Mit dem 20. Jubiläum schien sich Mia. erledigt zu haben. 

Doch mit neuem Label, neuem Produzenten (Mic Schröder) und dem siebten Album "Limbo" unterbietet Mia. nicht mit dem gleichnamigen Tanz das Niveau des Vorgängers. Statt dessen gelingt ihr nun ein tolles Comeback. Titel wie "Limbo", "Tortenguss", "Crash" sowie "No bad days" reihen sich sowohl bezüglich Stimmung als auch Text- und Wortwitz nahtlos in die Reihe der stärkeren Titel der Band ein. Reifer und trotzdem fluffiger Electropop mit Mieze Katzes unverkennbarem Gesang sind wieder eine Marke.     

Die Videos zu "Limbo":


"No bad days":


und "Tortenguss":



Die Songs machen Lust auf die Konzerte der Band. Die Tourdaten für April und Mai teile ich hier nicht, aber die für November und Dezember:
  • 12. Nov. Frankfurt
  • 13. Nov. Hamburg
  • 14. Nov. Leipzig
  • 19. Nov. Ingolstadt 
  • 20. Nov. Basel (CH) 
  • 21. Nov. Zürich (CH) 
  • 27. Nov. Köln 
  • 28. Nov. Hannover 
  • 29. Nov. Oberhausen
  • 03. Dez. Wien (A) 
  • 04. Dez. München 
  • 05. Dez. Kaiserslautern
  • 10. Dez. Stuttgart 
  • 11. Dez. Magdeburg 
  • 12. Dez. Berlin

"Limbo" ist:

Wie wirkt sich eigentlich die aktuelle Situation auf Bandfotos aus? Offensichtlich wurde dieses bereits vor einiger Zeit angefertigt und geht nur bedingt konform mit der "Social distancing"-Etikette: 


Mittwoch, 25. März 2020

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: R.E.M. - It's the end of the world as we know it

Ach so ein fröhlicher Song, aus aktuellem Anlass. ;-)

Dienstag, 24. März 2020

Für immer in meinem Bücherregal


Danke, Albert Uderzo.

Donnerstag, 19. März 2020

Sortimentsplanung 2020

Unter einem Gesichtspunkt wird es dem Einzelhandel aktuell wirklich leicht gemacht: Die Sortimentsplanung. Produkte, die aktuell noch verfügbar sind können bedenkenlos ausgelistet werden. 

Sonntag, 15. März 2020

Buch: Yangsze Choo - Nachttiger

























Märchenhafte Spannung. 

Yangsze Choo hat chinesische Vorfahren und ist Malaysierin. Als Diplomatentochter prägten Umzüge ihre Kindheit, sie lebte in Japan, Deutschland, auf den Philippinen und in Thailand. 
Nach ihrem Harvard-Studium arbeitete sie als Consultant und in einem Start-Up. Inzwischen hat es sie mit ihrem Mann und zwei Kindern nach Kalifornien verschlagen. "Nachttiger" ist ihr zweiter Roman. 

Dieser versetzt den Leser nach Britisch-Malaya in den 30er Jahren. Sowohl der Ort als auch die Zeit wirkten auf mich doppelt exotisch und machten mich ebenso neugierig wir das ansprechend gestaltete Buch an sich. Auf dem Sterbebett erteilt ein aus England stammender Arzt seinem chinesischen Houseboy Ren einen letzten Auftrag: Gemäß dem Aberglauben der Einheimischen muss spätestens 49 Tage nach dem Tod der vollständige Körper beerdigt sein. In diesem Fall ist das eine Herausforderung, denn diesem Arzt wurde ein Finger amputiert. So macht sich Ren auf die Suche nach dem Finger. 

Einen solchen über hat die angehende Schneiderin Ji Lin. Im Rahmen einer Nebenbeschäftigung kommt sie nämlich ungefragt in den Besitz eines amputierten Fingers. Bis Ren und Ji Lin zusammenfinden, sind einige Hürden zu überwinden. Stellenweise schafft es der Roman, einige mysteriöse Plots anzudenken. Gerade die Verknüpfung mit einem umherstreifenden Tiger und die Idee von "Wertigern" hätte "Nachttiger" durchaus zu einem recht abgefahrenen Leseerlebnis werden lassen können. Die Absprünge in eine mehrere Personen verbindende Traumwelt gibt dem Leser Raum für Spekulationen. Bei weitem nicht alle Mysterien werden erklärt oder zu Ende gesponnen, denn irgendwann wird die Geschichte wieder in weitgehend realistische Bahnen gelenkt. 

Ich fühlte mich durch "Nachttiger" auf überwiegend fesselnde Art in die Zeit und nach Britisch-Malaya entführt. Choo versteht es, die Spannung subtil aufzubauen und mich mühelos über 550 Seiten bei der Stange zu halten. Leser sollten sich zumindest ein Stück weit für Asien interessieren und sich nicht von dem durchgehen präsenten Aberglauben abschrecken lassen. Unter diesen Voraussetzungen steht einer stellenweise märchenhaften und spannenden Lesereise in eine fremde Welt nichts mehr im Weg. Außer vielleicht der aktuell erschwerte Weg in die Buchhandlung, aber es gibt ja auch gesichert virenfreie Alternativen zur Beschaffung. 

Donnerstag, 12. März 2020

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Tomte - Die Schönheit der Chance

Tja, nun habe ich vom letzten Konzertbesuch nun schon eine Weile eine Ohrwurm. Blöd für mein Umfeld, dass ich den Song angeblich sehr oft anspiele und ansinge... dauert vielleicht eine Weile, bis mich das nächste Konzert auf neue Ideen bringt...

Dienstag, 10. März 2020

Musik: Turbostaat - Uthlande

























Starke Worte, starke Musik. 

Aktuell darf Musik wütend klingen und Stellung beziehen. Zu dieser Einstellung passt "Uthlande" von Turbostaat ganz wunderbar. Die punkrockige Band aus dem hohen Norden Deutschlands legt nach gut 20 Jahren im Geschäft bereits das siebte Studioalbum vor. Mit "Uthlande" landete Turbostaat erstmals in den Top 10. Wütend und kantig genug um Punk-Freunde zu begeistern und melodisch und raffiniert genug, um auch Indierocker anzusprechen... rundum gelungen. 

"Rattenlinie Nord", "Ein schönes Blau", "Schwienholt" und "La Hague" sind meine Empfehlungen auf "Uthlande".

Das Video zum Opener "Rattenlinie Nord":


"Ein schönes Blau":


Turbostaat live (wie alle Tourdaten aktuell mit Vorsicht zu genießen):
  • 02.04. Lübeck
  • 03.04. Bremen
  • 04.04. Düsseldorf
  • 05.04. Aschaffenburg
  • 07.04. Marburg
  • 09.04. Leipzig
  • 11.04. Rostock
  • 12.04. Leipzig
  • 30.10. Hannover
  • 31.10. Münster
"Uthlande" klingt nach:

Montag, 9. März 2020

Sonntag, 8. März 2020

Pegelschau

Laufstrecke überflutet.


Radstrecke überflutet. 

Trotzdem schön anzusehen:


x

Freitag, 6. März 2020

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Elias - Need you now

Tolle Stimme, da verzeihe ich sogar den großen Soul-Anteil:

Donnerstag, 5. März 2020

Analoge vs. digitale Wegelagerer

Das hat ein Notar verschickt:

Ein Notar! Warnt vor Wegelagerern... anscheinend fürchtet sich da eine Gilde vor Disruption. ;-)

Mittwoch, 4. März 2020

Song: Coriky - Clean kill

Toller Song. Das Debüt der Band mit Mitgliedern von Fugazi und Minor Threat soll Ende des Monats erscheinen.

Dienstag, 3. März 2020

Linsendiskriminierung

Unabhängig von der Tatsache, dass offensichtlich Mitbürger Angst vor Linsenknappheit haben. Ich erkenne da eine klare Form von Linsendiskriminierung, die sich nicht über den Preis erklären lässt. Die armen Restlinsen kommen sich ja vor wie Vollkorn-Nudeln. 


Montag, 2. März 2020

Sonntag, 1. März 2020

Konzert: Thees Uhlmann im Brückenform Beuel / Bonn, 29.02.2020



Nun auch live versöhnt. 

Tomte sah ich erstmals 2006 beim "Simon, die alte Frau van Cleef und ich - Festival" in Bonn. Nach Thees Uhlmanns Solo-Konzert in Ulm 2013 und seinem mäßigen zweiten Solo-Album hatte ich ein Stück weit mit ihm abgeschlossen. Aber über "Sophia, der Tod und ich" sowie vor allem sein starkes drittes Solo-Album "Junkies und Scientologen" hat er sich eindrucksvoll zurückgekämpft.

Während des oben erwähnten Festivals übernahm Olli Schulz die Rolle des Unterhalters mit Musik. Gestern fiel diese Rolle Grillmaster Flash zu. Bei ihm lag der Schwerpunkte etwas mehr auf der Musik, gut unterhalten fühlte ich mich aber auch von seinen Sprüchen.

Um 20.30 Uhr erschienen fünf Musiker und eine Musikerin als Thees Uhlmanns Band. Als er kurz später die Bühne betragt war die Stimmung schon mehr als angemessen. "Fünf Jahre nicht gesungen" funktionierte als Opener für das Konzert ebenso gut wie auf seinem aktuellen Album.  


Mit jeweils neun Songs wurden sein Solodebüt und "Junkies und Scientologen" umfangreich gefeiert. Vom schwachen zweiten Album schaffte es zumindest "Zugvögel" ins Set. Die vier Tomte-Songs zeigten, dass selbst die jüngeren Konzertgäste auch diese zu schätzen wissen. Und das Cover des Tote Hosen-Songs "Reisefieber" war eine gute Gelegenheit, auf Thees' kürzlich erschienenes Buch zu dieser Band zu verweisen. Laut seiner eigenen Beschreibung klang der Song als hätten Death Cab For Cutie und Kettcar eine Band geformt, diese aber wieder verlassen. So blieb eben Thees mit seiner Akustikgitarre. In dieser Form war selbst ein Hosen-Song gut zu ertragen. 

Sowohl Thees, als auch seine Band und das Publikum haben die gut zwei Stunden des Sets offensichtlich genossen. Ich denke dieses Bild zeigt Thees' Enthusiasmus:


Ich bin von dem Konzert rundum begeistert. In dieser Form wird Uhlmann noch über einige Jahre reiche Ernte einfahren können.

Das Set:
  • Fünf Jahre nicht gesungen
  • Danke für die Angst 
  • Die Toten auf dem Rücksitz
  • Zugvögel 
  • & Jay-Z singt uns ein Lied
  • Das Mädchen von Kasse 2
  • Ich bin der Fahrer, der die Frauen nach HipHop Videodrehs nach Hause fährt
  • Was wird aus Hannover
  • Ich sang die ganze Zeit von dir (Tomte)  
  • Hier komme ich her
  • 100.000 Songs
  • 17 Worte
  • Reisefieber (Die Toten Hosen Cover)
  • Ein Satellit sendet leise 
  • Junkies und Scientologen
  • Katy Grayson Perry
  • Vom Delta bis zur Quelle
  • Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf
--.
  • Korn & Sprite (Tomte)
  • Schreit den Namen meiner Mutter (Tomte)
  • Avicii
---
  • Römer am Ende Roms
  • Die Nacht war kurz (ich stehe früh auf)
---
  • Die Schönheit der Chance (Tomte)

Freitag, 28. Februar 2020

Google Bloopers

Es ist ja nicht so, als gäbe ich Google und Konsorten nicht die Chance, meinen Geschmack und meine Vorlieben zu kategorisieren und mir entsprechend angepasste Vorschläge in Form von Werbung zu offerieren. Nervig finde ich es, wenn mir Sachen gezeigt werden, die ich bereits besitze. Und wirklich etwas angepisst war ich, als mir kürzlich in der Seitenleiste das vorgeschlagen wurde:



In welchem Universum würde ich so etwas tragen? ;-) 

Mittwoch, 26. Februar 2020

Dienstag, 25. Februar 2020

Musik: Alex Ebert - I vs I



Auf Irrwegen. 

Alex Ebert kenne ich als als Gründer und Sänger von Edward Sharpe and the Magnetic Zeros. Mit dieser Band steht er für einige tolle Titel, so z. B. "Home". Neben der Musik interessiert er sich stark für die große Leinwand. Verknüpfen konnte er seine Fähigkeiten und Interessen bei der Komposition von Soundtracks, u. a. für "All is lost". Für diesen heimste er gar einen Golden Globe Award für die beste Filmmusik ein.

"I vs I" ist nun sein zweites Soloalbum, welches neun Jahre nach seinem Solo-Debüt "Alexander" erschien. "I vs I" könnte für eine gewisse Zerrissenheit stehen, der sich Ebert ausgesetzt fühlt. Mit dem Indiepop / Indiefolk von Edward Sharpe and the Magnetic Zeros (die Band war damals mit Mumford & Sons auf Tour) hat dieses Album nicht mehr viel zu tun. Sanfte Hip Hop-Klänge und souliger Gesang sind die Markenzeichen, für die Ebert sich aktuell offensichtlich begeistern kann. 

Wirklich gut gefällt mir der Titel "I smoke", aber da hört meine Begeisterung für diese Platte auch schon weitgehend auf. "I vs I" klingt für mich zu konzeptionslos, als das ich die Hip Hop-/Soul-Ausrichtung tolerieren könnte. 

Das Video zu "Her love":


"Gold":



"I vs I" ist:

Montag, 24. Februar 2020

Bonpflicht

Soll noch mal jemand behaupten, die Bonpflicht sei sinnlos...


Donnerstag, 20. Februar 2020

"Komm' wir machen was mit Pipi"

"Die pipigelbe Hose macht sich bestimmt gut im Schaufenster."
"Oh ja. Und dazu noch der Pullover der ausschaut, als würde er sich langsam von unten vollsaugen."


Dienstag, 18. Februar 2020

Film: X-Men: Dark Phoenix

























Einfach schlecht. 

Von der Idee her hätte der Film klappen können. Praktisch ist er Mist.

Montag, 17. Februar 2020

Konzert: Wolf & Moon in Ursulas und Dirks Wohnzimmer in Montabaur, 16.02.2020



Die willkommene Invasion der stillen Niederländer. 


Bereits ihr 13. Wohnzimmerkonzert veranstalteten gestern Ursula und Dirk. Zweifellos bilden sie damit die Speerspitze des Angebots an gepflegter Indiemusik in Montabaur. Die durchgehend exquisite Musikauswahl und die Gastfreundschaft sind Garanten für tolle Konzertabende. 

Gestern wurde mit Aidan & the Wild und Wolf & Moon erstmals ein Doppelpack geboten. Der Eindhovener Diederik van den Brandt aka Aidan & the Wild eröffnete mit filigranem Gitarrenspiel und feinsten Songs den Abend. Da hätte man über weite Strecken des Sets die berühmte Stecknadel fallen hören. Mit seinen Landsleuten von Wolf & Moon war er bereits seit einigen Konzerten unterwegs und entsprechend halfen sich die Musiker gegenseitig bei einigen Songs aus.     


Wolf & Moon veröffentlichten vor gut einem Jahr deren Debüt "Before it gets dark". Gestern brachten sie Songs daraus und aus dem für September angekündigten neuen Album weitgehend akustisch ins Wohnzimmer. 


Besonders gut gefielen mir "Before" und "Getaway". Die Geschichten zu einigen der Songs und zum Tourleben der beiden sorgten für ein ausgesprochen unterhaltsames Set.


Dort gibt es einen Bericht aus erster Hand.

Samstag, 15. Februar 2020

Buch: Marco Reggiani, Sabrina Ferrero - Japan

























So bunt wie Japan. 

Ich habe schöne Erinnerungen an meine Reise durch Japan und mein Interesse an der Kultur und für die Besonderheiten des Landes haben mich seitdem begleitet. Eine tolle Auffrischung stellte daher "Japan - Der illustrierte Guide" von Marco Reggiani und Sabrine Ferrero dar.

Tokio, grundlegende Verhaltensregeln, streiflichtartige Beschreibungen von für Touristen attraktive Orte, natürlich Essen und Trinken, Kultur, Traditionen und Ausländern bizarr erscheinenden Gegebenheiten sowie ein Überblick über besondere Termine und Anlässe über das Jahr sind die Themen, denen sich das ansprechend gestaltete Buch widmet. 

Dieser Guide ist kein Reiseführer sondern einfach eine Einstimmung auf oder Erinnerung an ein sehenswertes Land. 

Freitag, 14. Februar 2020

TV/Serie: Bad Banks - 2. Staffel















Überreizt.

Die erste Staffel von "Bad Banks" war eine echte Überraschung und gelungen. Die zweite Staffel ist von allem zu viel. Das können die Intrigen noch so raffiniert tun, die Charaktere sind nun mal weitgehend eindimensional und leider gibt es keine Rolle, mit der der Zuschauer sympathisieren kann. 

Dienstag, 11. Februar 2020

Internationale Essensliste

Das jeweils "beste" Essen pro Land. Schön gemachte Liste.

Montag, 10. Februar 2020

Musik: Sløtface - Sorry for the late reply

























Frischer Pop-Punk aus Norwegen.

Ich glaube es liegt an Pascows "Jade" aus dem letzten Jahr, dass ich aktuell ungewöhnlich anfällig für Punk bin. Üblicherweise hört dann aber bei Pop-Punk der Spaß bei mir auf. Daher hätte ich den Durchlauf des Albums "Sorry for the late reply" auch beinahe während des zweiten Songs "Telepathetic" (welcher als erste Single ausgekoppelt wurde) bereits abgebrochen. Aber die Textzeile "Begging for something exciting to happen" gab mir etwas Hoffnung. Im Laufe des Albums überraschten mich dann tatsächlich noch einige spannendere Passagen, die nicht durch eine Überdosis "Pop" vergällt werden. 

Die norwegische Band tänzelt Sløtface souverän zwischen Punk-Rock und Pop-Punk. Eine wichtige Rolle kommt dabei der Sängerin Haley Shea zu: Sie kann bissig an ein "Riot girl" erinnern und an der einen oder anderen Stelle eher an Metrics Emily Haines. Ab dem dritten Titel "Stuff" gefällt mir "Sorry for the late reply" sogar merklich besser als das Debüt "Try not to freak out" aus dem Jahr 2017. "Laugh at funerals" und "Static" sind zwei weitere Titel, die mir das Album für noch ein paar weitere Durchläufe empfahlen. 

"Stuff":


Tourdaten:
  • 03.04. Hamburg
  • 04.04. Berlin
  • 05.04. München
  • 06.04. Köln 
"Sorry for the late reply" ist:

Sonntag, 9. Februar 2020

Laufstrecke wieder frei

Aber knapp. :-)


Samstag, 8. Februar 2020

Rhein voll

Der Rhein kann so aber offensichtlich auch so:


Freitag, 7. Februar 2020

Musik: Ásgeir - Bury the moon

























Several shades of Bon Iver. 


Zugegeben: Man kann viele Singer/Songwriter mit Bon Iver / Justin Vernon vergleichen. Doch während ich mir "Bury the moon" anhörte, dachte ich sehr häufig an ihn. Das liegt natürlich vor allem an Ähnlichkeiten im Gesang. Zusätzlich schafft es Ásgeir aber auf diesem Album, gleich an mehrere von Bon Ivers Schaffensphasen zu erinnern. Da klingen sowohl der zerbrechliche Mann in der Hütte als auch die elektronischen Spielereien durch. Ach ja, und Ásgeir verzog sich mit gebrochenem Herzen in eine Hütte zurück, um die Songs zu schreiben. Allerdings entriss er sie ein Stück weit der selbstgewählten Isolation, als er sie später mit anderen Musikern im Studio aufnahm. 

"Bury the moon" ist das dritte Album des Isländers, wenn man die isländische und englische Version seines Debüts als ein Werk zählt. Wir auf seinem Debüt bedient er sich zum Teil bei den Texten seines Vaters Einar Georg Einarsson. Und selbstredend wurde Ásgeir zum Teil von Islands Natur beeinflusst. Es ist toll, dass die Insel diese und so viele tolle Musiker zu bieten hat, die uns konservierte Island-Grüße bereitstellen. Als "Sátt" gibt es das Album auch in Ásgeirs Muttersprache. 

"Pictures", "Lazy giants", "Rattled snow" und der finale Titelsong sind meine Favoriten auf diesem wunderschönen Album.

Bewegte Bilder zu "Pictures":


"Lazy giants":


Ásgeir auf Tour:
  • 28.02. Hamburg
  • 29.02. Berlin
  • 20.04. Darmstadt
  • 22.04. Köln
  • 23.04. München
  • 24.04. Leipzig
"Bury the moon" klingt nach:



Donnerstag, 6. Februar 2020

Konzert: Moddi im Schon schön in Mainz, 05.04.2020


Intimst. 

Moddi habe ich bereits im Jahr 2014 im "Schon schön" gesehen. In einer gerechten Welt würde dieser sympathische Musiker seine nicht selten ergreifenden Songs inzwischen vor größerem Publikum darbieten. Aber ich bin dankbar, statt dessen solch ein intimes Konzert wie gestern erleben zu dürfen.... und dann noch eines mit einem für die arbeitende Bevölkerung freundlichen Beginn um 20.15 Uhr. 



Mir imponiert, dass Moddi diese Tour mit dem Zug (beginnend in Norwegen!) als Verkehrsmittel bestreitet. Das hat er bereits 2014 erprobt, dieses Jahr ist er allerdings komplett solo und ohne sein “Pocket symphony orchestra” (Katrine Schiøtt am Cello) unterwegs. Das limitiert Moddi zwar in seiner Instrumentierung aber nicht in seiner Wirkung auf das Publikum. Zumal auf seine Aufforderung hin das Mainzer Publikum den Violinen-Part von "Smoke" gerne singend übernahm. Schon zu Beginn hob der sympathische Norweger die Grenze zum Publikum auf, indem er allen Interessierten Plätze auf der Bühne anbot. Und spätestens während des a capelle vorgetragenen Covers von Pussy Riots "Punk prayer" konnte sich kein Zuhörer mehr Moddis Bann entziehen. 

Moddi spielte Songs aus all seinen Schaffensphasen inklusive des vor 9 Jahren und 364 erschienenen Debüts. Spannende Erläuterungen ließ er vor allem den Titeln von "Unsongs" zu teil werden. Er hob hervor, dass diese Songs politische Aussagekraft und Stärke mit ihrer jeweiligen musikalischen Schönheit vereinen. Und von dieser Sorte hat Moddi auch beeindruckend viele eigene Lieder zu bieten.

Mit "Spor i sand" stellte er einen neuen Song vor, der auf dem neuen Album (vielleicht 2021?) erscheinen soll. Zwischen den Titeln unterhielt er das Publikum bestens mit seinen (überwiegend auf deutsch!) vorgetragenen Erläuterungen und Geschichten. Ein besonderes Zeichen an seine Fans in Deutschland war zweifellos auch "Haus am Meer". Und ich denke er sprach mit seinem Abschiedsgruß "auf Wiedersingen" allen aus dem Herzen. 

Das Set:
  • Oh my father, I am Joseph
  • Like in 1968
  • Spor i sand (neuer Song)
  • A matter of habit
  • Punk prayer
  • Army dreamers
  • 12.7
  • Haus am Meer
  • Smoke
  • A sense of grey
  • Togsang
  • A rabbit in the headlights
  • Little by little
  • En sang om fly
  • Northern line

Mittwoch, 5. Februar 2020

Konzert: Like Lovers im Schon schön in Mainz, 04.02.2020



Post-Rock mit Elektro-Endstufe.

Den Abend eröffnet der Mainzer GHvC-Künstler Oliver Burghardt aka Pink Lint. Seine Fans sorgten für eine positive Rückmeldung, ansonsten verlief sein Set recht unauffällig.



Like Lovers ist der Musikproduzent Jan Kerscher. Mit ihm und Hannes Neunhoeffer habe ich bereits die Hälfte der aktuellen Like Lovers Live-Besetzung als A Tale Of Golden Keys auf dem A Summer's Tale Festival 2017 live erlebt. 

Und so weit weg von A Tale Of Golden Keys ist Like Lovers auch gar nicht. Es ist noch mehr Post als Rock und des gibt präsentere Elektro-Elemente.  


Dank der außergewöhnlichen Bühnenaufstellung wirkten einige der Songs wie packende Duelle und entsprechend stimmungsvoll gestaltete sich trotz düsterer Grundstimmung dieser Konzert.


Dienstag, 4. Februar 2020

Buch: Marianne Falck - Zuckerfrei von Anfang an

























Mal wieder über Ernährung Gedanken machen.  

"Zuckerfrei von Anfang an" schaffe ich nicht mehr, aber für eine kleine Kurskorrektur bezüglich Ernährung ist es auch bei mir noch nicht zu spät... hoffe ich. Dass Zucker nicht gesund ist weiß vermutlich jeder, dass er schädlich ist die meisten aber wie viel zu viel wir davon essen die wenigsten.

Marianne Falcks Buch richtet sich zwar an Eltern, doch eine entscheidende Botschaft ist, dass es nicht ohne die Eltern als Vorbild geht und damit ist das Buch für alle Erwachsenen relevant, die selbst ohne die Verantwortung für ein Kind gut für sich selbst sorgen wollen.

Falck erklärt einfach verständlich was Zucker ist, welche Zuckerarten es gibt und wie diese in unserem Körper und auf unseren Körper wirken. An vielen Beispielen zeigt sie wie seit Jahrzehnten die Lobbyisten der Zucker- und Lebensmittelindustrie Einfluss auf Forschung und Meinungsbildung zur Schädlichkeit bzw. Unbedenklichkeit von Zucker nehmen. 

Auf Basis der Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt die Autorin, wie viel zu viel Zucker in unseren Lebens- und Genussmitteln enthalten ist und wie gerade Kinder von der ersten Beikost an auf süß gepolt werden. Sie klärt darüber auf, wie die versteckten Zucker in den Lebensmitteln und die „Maschen“ der Werbung erkannt werden und wie Eltern trotz Medien und Kontakt zur Außenwelt (Kita, Freunde,…) eine zuckerfreie Homebase für ihre Kinder schaffen können. 

Von der Empfehlung der WHO maximal 10 % des Gesamtenergiebedarfs aus freien Zuckern zu decken sind die meisten Menschen in Deutschland weit entfernt. Frauen nehmen aktuell 40 %, Männer 30 % und Kinder 75 % mehr Zucker zu sich als empfohlen.

Sie erklärt, wie Zucker und ungesunde Ernährung uns Menschen krank machen aber zeigt auch auf wie wir uns statt dessen ernähren können. Mit vielen Tipps und Rezepten möchte sie auch die Menschen mit wenig Zeit – Berufstätige, Eltern oder eben diejenigen, die es bisher nicht geschafft haben selbst zu kochen – motivieren ihre Ernährung eigenverantwortlich, mit Freude und Genuss in die eigenen Hände zu nehmen.

Obwohl ich dachte mich gesund zu ernähren und „einiges über Ernährung zu wissen“ war das Buch auf jeden Fall lesenswert. Zukünftig weiß ich wo ich es gut mache und wo ich mich bewusst entscheide Zucker zu essen.