Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Samstag, 19. August 2017

A Summer's Tale 2017 (5)

Als Nachlese auf das gelungene "A Summer's Tale"-Festival 2017 empfehle ich noch die Berichte von Festival-Veteranin U. und die 13 Beobachtungen des Rolling Stone. 

Freitag, 18. August 2017

Welcome back? The Knife

Noch mehr hätte ich mich über ein neues Studioalbum gefreut, aber jedes Lebenszeichen der Band ist willkommen. So ist es halt ein Live-Album geworden.

Donnerstag, 17. August 2017

Musik: The Sherlocks - Live for the moment


Frischer Indierock. 

Als Bands aus Geschwisterpaaren fallen mir spontan ein: Radiohead, Oasis, Arcade Fire, Bee Gees (ok, 2 + 1), Beach Boys (2 + 1), AC/DC, Kings Of Leon, Van Halen, The Kinks, First Aid Kit, The Bangles und The Stooges. Dieser Liste kann ich nun The Sherlocks hinzufügen, bei denen gleich zwei Brüderpaare (also 2 + 2) musizieren. Mir ist keine ähnliche Konstellation bekannt, aber ich lasse mich gerne belehren. 

Doch nicht nur diese Tatsache qualifiziert sie für eine Vorstellung, sondern auch das Ergebnis ihrer musikalischen Aktivitäten: "Live for the moment" klingt erfreulich frisch versprüht viel Energie. Erst in der zweiten Hälfte mit "Was it really worth it?" und "Turn the clock" werden mal Momente zum Luft holen gewährt. Bei fast jedem der Songs des Debüts der vier Männer aus South Yorkshire dachte ich entweder an Maximo Park oder an die Arctic Monkeys. Und wenn wir schon bei Vergleichen sind: Seit den Arctic Monkeys waren The Sherlocks die erste Band ohne Plattenvertrag, welche die nahe der jeweiligen Heimat gelegene Konzert-Lokation Sheffield Leadmill ausverkaufte. Seit der Tour im Vorprogramm der Kings Of Leon und spätestens mit diesem Album sollte sich die Begeisterung für diese Band nicht mehr auf Sheffield und Umgebung beschränken lassen. 

Besonders gut gefallen mir "Will you be there?", "Chasing shadows", "Nobody knows", "Heart of gold" und "Motions".  

Einen Eindruck der Live-Atmosphäre der Band bietet das Video zu "Chasing shadows":

"Will you be there?":


"Live for the moment" klingt nach:

Mittwoch, 16. August 2017

Auch Wasserfälle sind relativ

Der Leyenbach-Wasserfall gilt als der eindrucksvollste Wasserfall an der Westerwälder Basalthochfläche. Jetzt weiß ich, dass es eine Westerwälder Basalthochfläche gibt und ich bin froh, dass ich diesen Wasserfall kurz nach einer Regenperiode besuchen konnte:


Übrigens ist dieser Wasserfall auch der einzige Wasserfall der Westerwälder Basalthochfläche. ;-)

Dienstag, 15. August 2017

Musik: UNKLE - The road., pt. 1

























Der Straße weiter folgend...

Eigentlich ist es unnötig zu erwähnen, dass UNKLE damals als Kollaboration zwischen Mastermind James Lavelle und DJ Shadow mit "Psyence fiction" eines meiner Lieblingsalben der 90er Jahre veröffentlichte. Aber nächstes Jahr ist das 20. Jubiläum der Veröffentlichung... ;-)

Das einzige konstante Mitglied der "Band" ist James Lavelle (Chef des Mo' Wax-Labels). Die Anzahl der Gäste auf seinen Alben ist umso länger. Hier die Liste der "Associated acts" aus Wikipedia: Josh Homme, Queens of the Stone Age, Ian Brown, Mark Hollis, South, Badly Drawn Boy, Mike D, Beastie Boys, Lupe Fiasco, Richard Ashcroft, The Verve, The Duke Spirit, Autolux, Oasis, Gavin Clark, Cattle Decapitation, Robert Del Naja, Ian Astbury, Massive Attack, The Stone Roses, Alice Temple, Kool G Rap, Thom Yorke, Radiohead, The Black Angels, John Debney, Mike Shinoda, Linkin Park, Elliott Power. Wenn James Lavelle ruft, kommen sie offensichtlich. So funktionierte auch das Londoner Meltdown Festival, welches er 2014 kuratierte (2015 wurde diese Ehre übrigens David Byrne und 2016 Guy Garvey zuteil). Das Festival inspirierte Lavelle zu diesem fünften Studioalbum (nicht gezählt sind die zahlreichen Remixe, Sampler,...), welches sieben Jahre nach "Where did the night fall" erscheint. 

Auch dank seiner Gäste wandelt Lavelle mit UNKLE souverän zwischen diversen Welten. Weitgehend setzt "The road., pt. 1" dort an, wo "Where did the night fall" begann, UNKLEs bisheriges Output zusammenzuführen. Der im Vergleich zu den Vorgängern reguzierte Rock-/Alternative-Teil wird von Andrew Innes von Primal Scream, Chris Goss (Kyuss, Queens Of The Stone Age), Twiggy Ramirez (Marilyn Manson), Troy Van Leuwson (ebenfalls QOTSA) und mal wieder von Mark Lanegan vertreten. Ansonsten liefert UNKLE die bekannte Mischung aus Trip Hop und Electro. Vermutlich wird "The road, pt. 2" keine sieben Jahre auf sich warten lassen. 

Meine Song-Empfehlungen sind "Looking for the rain" (mit Mark Lanegan), "Cowboys or indians", "No where to run / Bandits" und "Arms lenght". 

Das Album erscheint mit einem 36-seitigen Booklet, welches vermutlich wie immer auch optisch ansprechend gestaltet sein wird und der Instrumental-Versionen der Songs. 

"The road":


"Looking for the rain":


"The road, pt. 1" ist:



Montag, 14. August 2017

Film: Dunkirk

























Für einen Kriegsfilm absolut ok. 

Eigentlich interessieren mich Kriegsfilme nicht. Doch Christopher Nolan als Regisseur sowie Tom Hardy und Cillian Murphy als Schauspieler lockten mich ins Kino. Gut, Murphy spielte einen geschockten Soldaten und Hardy einen Piloten. Mit der Maske erinnerte er zwar an Bane (siehe "The Dark Knight Rises"), aber ansonsten flog er halt. Bezüglich der Auftritte dieser Herrn war ich enttäuscht, "Dunkirk" konnte mich trotzdem weitgehend überzeugen: An wenigen Personen und gar nicht so blutig wurde der Sachverhalt um die "Operation Dynamo" im 2. Weltkrieg dargestellt. Zu patriotisch geriet der Film auch nicht, mehr konnte man eigentlich nicht erwarten. 

Sonntag, 13. August 2017

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Terry Hoax - Shining

Dank einer äußerst erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne konnte Terry Hoax ein neues Album finanzieren. Und vielleicht gerade dank dieser Kampagne fand sich auch wieder ein Label, welches "Thrill!" im September veröffentlichten wird. Unterstützter der Kampagne konnten das Album bereits herunterladen. :-)

Hier der Song "Shining" daraus:

Freitag, 11. August 2017

Musik: Paul Draper - Spooky action






















Hohe Erwartungen annähernd erfüllt. 

Der erste Titel auf diesem Album ist "Don't poke the bear". Wenn ein Künstler fast 15 Jahre auf sein Solo-Album warten lässt, ist der Vergleich zu einem Bär nicht weit hergeholt. 

Paul Draper ist langsam aus seinem (zum Teil krankheitsbedingten) Winterschlaf erwacht. Mit Mansuns Ende im Jahr 2003 blieben viele Fans erst einmal ratlos zurück. Aus den letzten Aufnahmesessions kreierte Draper noch das Box-Set "Kleptomania". Dann wurde es sehr ruhig um ihn. Fans starteten gar Petitionen um ihn zur Arbeit an seinem Solomaterial zu motivieren. Wirklich ernst zu nehmende Lebenszeichen waren ab 2013 zu vernehmen. Zuerst verlautbarte er, dass er überlege, Material seines nie abgeschlossenen Albums "Spooky action at a distance" zu veröffentlichen. Ein strahlender Hoffnungsschimmer war seine Zusammenarbeit mit The Anchoress aka Catherine Anne Davies. Einige der daraus entstandenen Titel (vor allem "You and only you") wären seines Solo-Debüts würdig gewesen. 

Ab Mitte 2016 veröffentlichte Draper "EP One" und "EP Two". Ab da lief die Marketingmachine für das nun erschienen "Spooky action". Jeweils die ersten Titel der EPs fanden auf der aktuellen Platte Verwendung.

"Spooky action" erinnert weniger an Mansun, als es sich die hard-Fans vielleicht gewünscht hätten. Wegen Drapers Stimme und Stukturen, die man auch auf den späteren Mansun-Alben gehört hat, ist die Verwandschaft zwar unverkennbar, aber Draper setzt klar eigene Marken. Der Abstand zu "Kleptomania" tut dieser Platte gut, aber bis zum Nachfolger möchte ich nicht wieder so lange warten müssen.

"Don't poke the bear", "Who's wearing the trousers", "Friends make the worst enemies" und "Feeling my heart run slow" sind bislang meine Favoriten auf "Spooky action".  

Das Video zu "Things people want":

"Friends make the worst enemies":

Die Tour in Drapers Heimat ist annähernd ausverkauft. Ich hoffe er traut sich auch über den Kanal. 

"Spooky action" klingt nach: 

Donnerstag, 10. August 2017

Musik: Jen Cloher - Jen Cloher

























Erfreulich kantig aber ein Schliff hätte gut getan.

Jen Cloher ist schon länger als zehn Jahre im Geschäft und in ihrer australischen Heimat eine größere Nummer. Ihr letztes Album "In blood memory" war für den "Australian Music Prize" nominiert. Ihre Partnerin Courtney Barnett hat den gleichen Preis 2016 gewonnen. Gemeinsammit betreiben die beiden das Label Milk! Records, auf dem auch Clohers viertes Album "Jen Cloher" erscheint.


Sowohl textlich als auch musikalisch zeigt Cloher Ecken und Kanten. Sie widmet sich den Themen Musikindustrie ("Shoegazers", absolut hörenswert), Einsamkeit und den Herausforderungen homosexueller Frauen. Die Musik dazu ist vornehmlich schrammelig-rockig (das meine ich positiv). Das Album zeigt diverse Ansätze und Ideen, nur komplett ausgegoren wirkt es nicht. Aus meiner Sicht könnte Cloher sich gerne noch einen Tick selbstbewusster und ihrer Musik eine klare Linie geben.

Meine Empfehlungen sind "Regional echo", "Shoegazers" und "Strong woman".

Das Video zu "Regional echo":


Und das zu "Forgot myself":


Jen Cloher live in Deutschland:

  • 17.09. Berlin
  • 20.09. Hamburg (Festival)

"Jen Cloher" klingt nach: