Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Donnerstag, 9. November 2023

Sonntag, 29. Oktober 2023

Herbstbonn



Mittwoch, 25. Oktober 2023

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Conor Furlong - Lies

 Wow, was für ein toller Song:



Montag, 16. Oktober 2023

Rheinblick

Genau genommen über den Rhein hinweg: Dort sind Petersberg, Schloss Drachenburg und Drachenfels schön aufgereiht.  

Montag, 25. September 2023

Konzert: Gregor McEwan in Ursulas und Dirks Wohnzimmer in Montabaur, 03.09.2023


 

Die beste Möglichkeit, einen Sonntagnachmittag zu verbringen. 

Die Konzerte bei Ursula und Dirk haben mir schon einige Künstler näher gebracht oder sogar erst bekannt gemacht. Über das Comeback der tollsten Konzertreihe im Westerwald freute ich mich ohnehin. Mit Gregor McEwan war zudem ein Musiker zu Gast, der m. E. sehr gut in das nach nunmehr 14 Konzerten sehr gut eingespielte Setting passte. In Vorbereitung auf den Auftritt hörte ich mir vor allem das neue Album "Going solo" mehrfach an... um danach immer wieder zum Vorgänger "Four seasons" zu wechseln. So war ich freudig überrascht, als Gregor aka Hagen zu Beginn des Sets ankündigte, nur einen Song aus dem aktuellen Album darzubieten. Selbiges stammte nämlich aus der "traurigen" Zeit (die auch für die Konzertpause bei Ursula und Dirk verantwortlich war) und das erklärte, warum mich "Going solo" im Vergleich zu den älteren Alben trotz aller Schönheit und Klasse der Songs weniger mitriss. Live waren für den Tag, meine Stimmung und das Wohnzimmer die weniger traurigen Titel die bessere Wahl. 

Highlights des Tages waren:

  • Der Song "Halloween costume"
  • Das gelungende Comeback der Wohnzimmerkonzerte 
  • Der sympatische Künstler
  • Das wie immer liebevoll gestaltete Buffet
  • Der jüngste Konzertgast. ;-)
Der Rest ist Geschichte bzw. dort aus erster Hand dort zu erfahren

Mittwoch, 20. September 2023

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Boygenius - Cool about it

 Tolle Band, toller Song und ein tolles Video:



Dienstag, 12. September 2023

Musik: Róisín Murphy - Hit parade


Überraschende und gelungene Kollaboration. 

Vor recht genau 20 Jahren sah ich Róisín Murphy mit Moloko live. Vor recht genau fünf Jahren legte ich mir DJ Kozes Album "Knock Knock" zu. Was die beiden Sachen miteinander zu tun haben? Bis vor wenigen Wochen nichts. Doch dann kam mir zu Ohren, dass die beiden gemeinsame Sache in Form eines Albums machen. Selbiges wurde selbstbewusst "Hit parade" getauft. Bezüglich der "Hits" wird das einstündige Werk diesem Anspruch nicht ganz gerecht. Aber die Zusammenarbeit der beiden ist ansonsten rundum gelungen und so finden die eingangs erwähnten Events doch noch zusammen. Pop, Soul und Electro vertrage ich üblicherweise nur in geringer Dosierung, aber Murphy und DJ Koze haben ihr über Jahre und große Entfernungen eine atmosphärische Platte produziert, die bei vielen Stimmungen und in vielen Settings funktionieren. Die Highlights sind für mich "What not to do", "Hurtz so bad" (nur im Titel Ähnlichkeiten mit Hape Kerkeling Song), "Eureka" und für mich ganz vorne "Can't replicate". Dort schließt sich auch ein weiterer Kreis: Dieser Song erinnert mich an Gus Gus und die waren 2003 die Vorgruppe bei Molokos Konzert. 

"Hit parade" ist Murphys sechstes Album und der Nachfolger von "Róisín Machine" und meines Erachtens ihr bislang überzeugendstes Solo-Album. Nun ja, Duo-Album.    

"Fader":


"Hit parade" ist:

Sonntag, 10. September 2023

Musik: Palehound - Eye on the bat


Das Indierock-Album des Jahres?

Es wird mal wieder Zeit für eine neue Musikkategorie: "Journal-Rock". So betitelt El Kempner die Musik ihrer Band Palehound, da die Sängerin ihre Songs als Vehikel nutzt, um ihre Ängste ähnlich eines Tagesbuchs zu konservieren. "Eye on the bat" ist das vierte Album des amerikanischen Trios. Das Songwriting fiel in die Zeit, als sich die Band während der Corona-Pandemie nach dem dadurch bedingten Abbruch ihrer Tour nach Hause durchschlagen musste und eine Trennung wollte auch noch verarbeitet werden. Extreme Situationen sorgen für besondere Erlebnisse... und in diesem Fall für tolle Songs und das bisher beste Album der Band. 

Zu diesem Album stolperte ich u. a. über Referenzen zu Phoebe Bridgers, Snail Mail, Big Thief, LCD Soundsystem (berechtigterweise wegen des Songs "Head like soup"), Aimee Mann, Mazzy Star, Moldy Peaches. Trotzdem originell und entsprechend vielseitig klingt "Eye of the bat". Für mich bislang eines des besten Indierock-Alben des Jahres. 

Meine Anspieltipps sind "My evil", "The clutch" und der Titelsong. 

Das Video zu "The clutch": 


"Independence day":


Und für Fans der "Sopranos" das Video zu "My evil":



"Eye on the bat" klingt nach:


Mittwoch, 6. September 2023

Konzert: Placebo @ Kunstrasen Bonn, 10.08.2023


Überraschend Heldenhaft.

Ich hänge etwas nach mit meinen Konzertberichten... Der Besuch von Konzerten in Bonn liegt nahe und die alljährlichen Veranstaltungen am / auf dem und je nach Wetter im Kunstrasen Bonn bieten eine vielfältige Auswahl. Bon Iver war für mich gesetzt, Porcupine Tree eine Option (aber dann doch terminlich zu nahe an Bon Iver) und irgendwie reizte mich Placebo, obwohl ich der Band über viele Jahre wenig Beachtung geschenkt hatte. Doch mit dem Album "Never let me go" erschien sie wieder auf meinem Radar. Je näher das Konzert rückte, desto größer wurde meine Skepsis. Mir kamen wieder Berichte von bestenfalls mäßigen Auftritten der Band in den Sinn. Aber die Karten waren gekauft und zumindest die Vorgruppe The Murder Capital ließ einen frischen Auftritt erwarten. 


Für den frühen Abend erschienen die Mitglieder der Band schon reichlich "mitgenommen" und sie gaben sich Mühe, "prollig" rüberzukommen. Ihrer Musik tat das keinen Abbruch, wenn ich die James McGoverns Stimme von Platte auch etwas überzeugender in Erinnerung hatte. 


Placebo schickte ihrem Auftritt die Nachricht voraus, dass das Publikum von der Anfertigung von Video- und Fotoaufnahmen während des Konzert bitte Abstand nehmen sollte, um sich auf die Darbietung komplett einlassen zu können. Schon seit der Schulzeit vertrete ich die Meinung, dass der Lehrer oder Künstler oder wer auch immer auf der Bühne oder "vorne" stehe eben so interessant präsentieren soll, dass das Publikum freiwillig seine ungeteilte Aufmerksamkeit spendiert. Aber wie die meisten Besucher entsprach ich weitgehend dem Wunsch der Band. Zumal ich mit einem Oberlippenbart im Stile Brian Molkos auch nicht fotografiert werden wollen würde (glücklicherweise auf dem Bild vom Mikro verdeckt). 


Schon an der "Aufstellung" der Band auf der Bühne wurde klar gezeigt, dass die beiden Gründungsmitglieder Molko und Stefan Olsdal im Mittelpunkt stehen und ihr musikalisches Lebenswerk zelebrieren. Vor diesem Hintergrund ist erstaunlich, auf wie viele ihrer Hits die Band im Set verzichtete und trotzdem zu überzeugen wusste. Die neueren Songs kamen ebenso gut an wie die "Klassiker". Offensichtlich verfügt Placebo weiterhin über eine sehr treue Fanschar, die textsicher ihren Teil zu einem stimmungsvollen Konzert beitrug. 

"Hugz", "For what it's worth" und "Too many friends" waren für mich die Highlights des Abends. Das Cover von "Shout" war absolut verzichtbar. Ansonsten war das Konzert in meinen Augen die Wiederauferstehung alter Helden in Bestform. 

Setlist:

  • Forever chemicals
  • Beautiful James
  • Scene of the crime
  • Hugz
  • Happy Birthday in the sky
  • Bionic
  • Surrounded by spies
  • Sad white reggae
  • Try better next time
  • Too many friends
  • Went missing
  • For what it's worth
  • Slave to the wage
  • Song to say Goodbye
  • The bitter end
  • Infra-red

---

  • Shout
  • Fix yourself
  • Running up that hill