Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Montag, 27. Februar 2017

Nach Hause


Ich denke bei einer Sammlung käme eine stolze Summe zusammen... aber ich dachte er kommt von dort.

Sonntag, 26. Februar 2017

Konzert: Ken Stringfellow und Hanna Fearns in der "Pellenzstraße 20" in Mendig, 24.02.2017


"Statt Karneval", Ken Stringfellow und vor allem ein Wohnzimmerkonzert in der Pellenzstraße waren gleich drei Argumente, Mendig erneut zu besuchen. Jacob Bellens und die Atmosphäre hatte ich in bester Erinnerung, offensichtlich stehen Konzerte hier buchstäblich unter einem guten Stern. Das Wohnzimmer und die Küche waren wie schon letztes Jahr mit netten Menschen und leckerem Essen gefüllt. Ein Konzert in der Pellenzstraße scheint immer auch eine Party zu sein.  

Ken Stringfellow mag als Solo-Musiker nicht jedem untergekommen sein. Da er auf ca. 200 Alben und darunter auch bei R.E.M. mitgewirkt hat, dürfte ihn so gut wie jeder Musikfreund in der westlichen Welt schon gehört haben. Sein Konzert in Mendig war für mich eine gute Gelegenheit, mich intensiver mit ihm zu befassen.

Unbekannt war mir bis zu diesem Abend Hanna Fearns. Ihr Lebenslauf machte allerdings neugierig. Eine Dame die im Alter von 47 Jahren ihren ersten Plattenvertrag unterschrieb, hat sicherlich einige Geschichten zu erzählen. Und das tat sie auch.

Schon zu Beginn wurde angekündigt, dass sich Hanna und Ken jeweils in Blöcken ablösen und auch einige Titel gemeinsam darbieten. So wurde die in diesem Fall unnötige Trennung von Support und Main Act aufgelöst. Da beide Musiker sich schon länger kennen, klappte es mit den Abstimmungen annähernd perfekt, spätestens wenn man sich verständigt hatte, ob die vier Stücke des jeweiligen Blocks doch schon vorbei waren. ;-)


Hannas erster Block bestand aus zwei neuen Titeln, einem Lucinda Williams-Cover und "Beyond expectations". Ich brauchte einen Moment, um mich mit der Country-Stimmung anzufreunden. Doch ab diesem Zeitpunkt hörte ich Hannas gerne zu. 


Kens erste Block begann mit "Scattered" der Posies. Nach dem zweiten Titel "110 or 220V" macht er bereits klar, dass man nicht nicht auf "upbeat happy music" hoffen sollte. "Known diamond" und "One morning" bestätigten diese Behauptung. 


Hannas zweiter Block beinhaltete u. a. die beiden einprägsamen Titel "You stole my crown" und "9 mm" von ihrem 2014er Album "Sentimental bones". Ich glaube zu diesem Zeitpunkt äußerte Hanna auch die "Drohung", dass sich Menschen in ihrer Umgebung schnell mal in ihren Texten wiederfinden können. 

Für seinen zweiten Block begab sich Ken ans hauseigene Klavier. "Superwise" und "History buffs" gefielen mir besonders gut. 


Wie angekündigt traten Hanna und Ken im nächsten Block gemeinsam an. Die übliche Angst des deutschen Publikums vor der "Country Western Opera" nahm er den Anwesenden mit einer vorgeschickten Entwarnung und dem Nachweis, dass die beiden Musiker gut miteinander funktionieren. 

Ab diesem Zeitpunkt spielten sich die beiden munter die Bälle zu, so u. a. mit Kens "Find yourself alone" und Hannas Cover des Wolke-Songs "Weg ins Nichts". Den Abschluss bildete nach ca. zwei Stunden "Something stupid".


Es war keinesfalls dumm an diesem Abend in Mendig gewesen zu sein. Danke, Maike, Carsten, Hanna & Ken. 

Samstag, 25. Februar 2017

Freitag, 24. Februar 2017

Musik: Deep Throat Choir - Be OK
























"Deep Throat". Die einen denken an einen Charakter aus den X-Files, andere vielleicht an einen Film aus den 70er Jahren. Der Deep Throat Choir hat mit dem allem nichts zu tun und hört sich auch nicht so an. Aber er ist ein tolles Beispiel dafür, wie vielseitig Musik sein kann. Während sich King Gizzard & The Lizard Wizard eigens Instrumente bauen lassen, reichen dem Deep Throat Choir ein paar Schlaginstrumente und Frauen. Viele Frauen. Es kommen auch ein paar weitere Instrumente zum Einsatz. Aber dies geschieht so zurückhaltend, dass die Grundidee nicht gestört wird.

Der Chor bestand ursprünglich aus fünf Damen. Unter ihnen war Luisa Gerstein, die bereits in den Bands Landscapes und Totally Enormous Extinct Dinosaurs aktiv war. Über die Zeit entwickelte sich ein Chor aus bis zu 30 Mitgliedern und die Idee, daraus mehr als ein wöchentliches Treffen in Hackney zu machen. Aus der Idee wurde das Album "Be OK".

Wenig überraschend sind die schmeichelnden Melodien und Harmonien, welche der Deep Throat Choir auf diese Weise erzeugt. Erstaunlich ist allerdings, dass die karge Instrumentierung kaum auffällt und einige Songs recht viel "Drive" entwickeln.

"Be OK" ist ok und besonders OK sind die Titel "Ritual union", "In my bed", "Stonemilker" (ein Cover des Björk-Songs), "In Berlin", "Burning" und dieser: 



"Stonemilker":


"Be OK" klingt nach:


Donnerstag, 23. Februar 2017

Köln²

Da schaut man nach einigen Stunden Bahnfahrt gedankenverloren aus dem Zug und denkt:

"Was ist denn da los?"
"Ach so, Köln."
"Aber schlimmer als sonst, oder?"
"Ah, Karneval."

Musik: King Gizzard & the Lizard Wizard - Flying microtonal banana

























Abgefahren as usual, aber nun mikrotonal.

Bandname, Albumtitel, Promofoto, Video, Musik: Bei King Gizzard & the Lizard Wizard passt alles zusammen. Auch für dieses neunte Album haben die sieben Musiker aus Melbourne alles herausgekramt, was für einen psychedelischen Trip nötig ist. Kleinster gemeinsamer Nenner auf "Flying microtonal banana" war eine mikrotonale Gitarre, die eigens für Stu Mackenzie angefertigt wurde. In Konsequenz mussten die anderen Musiker mit ihrem Equipment nachziehen. Die 

Glaubt man der Ankündigung der Band, werden dieses Jahr noch vier weitere Alben erscheinen. Nach neun Alben seit 2012 habe ich keinen Zweifel daran, dass die Band genug Material dafür in der Tasche hat oder eben noch im Verlauf des Jahres produzieren wird. Ich bin skeptisch, dass es selbst für Fans bei gleicher musikalischer Ausrichtung der Alben nicht irgendwann etwas langweilig wird. So viele Instrumente kann sich die Band doch gar nicht bauen lassen.

Das Video zu "Rattlesnake":

"Flying microtonal banana" ist:


Mittwoch, 22. Februar 2017

Rock "Nursery rhymed"

Da gibt es doch tatsächlich "Musiker", welche aus Rock-Titeln Kinderlieder machen. Musikalische Frühsterziehung.







P.S.:
Gruß an Felix. ;-)

Dienstag, 21. Februar 2017

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Laura Marling - Next time

"Wild fire" hatte ich bereits vorgestellt, nun folgt das Video zu "Next time":


Das Album "Semper femina" soll am 10.03. erscheinen.

Montag, 20. Februar 2017

Musik. Dirty Projectors - Dirty projectors

























Amber Coffman und Indierock sind raus, neue Ideen sind da. 

David Longstreth ist der Mastermind hinter Dirty Projectors. Ein paar Jahre war Amber Coffman musikalisch und auch privat an seiner Seite. In dieser Zeit entstanden erfolgreiche und von den Kritikern gelobte Alben wie "Bite Orca" und "Swing lo Magellan". Nach der Trennung von Coffman half Longstreth anderen Künstlern (z. B. Solange Knowles und Joanna Newsom) bei der Erfüllung ihrer musikalischen Projekte, bevor er sich wieder seinem eigenen Projekt zuwandte. Dank Rick Rubins Fürsprache behielt Longstreth den Bandnamen für das siebte Album und der Albumtitel wurde dieser gleich auch. Musikalisch wandelte sich Longstreth allerdings. Statt Indierock-Elementen verwurstet er nun R 'n' B-Elemente. Das klingt weiter ähnlich zerhackt wie die Musik auf den Vorgängeralben, aber der Zugang fällt mir einen Tick schwer. 

Mir fehlt der Indierock auf "Dirty projectors", aber ich anerkenne die Kreativität Longstreths. Meine Empfehlungen sind "Keep your name", "Up in Hudson", "Winner take nothing" und "Cool your heart".

Das Video zu "Cool your heart":


Und das zu "Little bubble":


"Dirty projectors" ist:

Allein im Studio: