Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Samstag, 21. September 2019

Konzert: Clara Clasen in Herrn Schlössers Wein & Genuss in Bonn, 20.09.19



Musikalischer und kulinarischer Genuss. 

Herrn Schlössers "Wein & Genuss" besuche ich gerne. Und gestern gab es dort "Quiche & Clara": Quiche aus der Küche und Clara Clasen auf der Bühne. Und leckeren Wein gab es natürlich auch. 

Die beschauliche Atmosphäre des Cafés war der dezente Rahmen für eine erfreulich rockige Singer/Songwriter-Show. Nur mit der akustischen Gitarre und ihrer prägnanten Stimme wusste Clara den Raum für sich und ihre mehrheitlich tiefgründigen bis melancholischen Songs einzunehmen. Eine rundum gelungene Veranstaltung, die Lust auf mehr "Wein & Genuss" und mir eine tolle Sängerin näher gebracht hat. 

Besonders gut gefielen mir die Songs "Big boy", "Back into boxes" und Claras Version von "Creep". 


Freitag, 20. September 2019

Konzert aus der Konserve: Nilüfer Yanya - Tiny desk concert

Nilüfer Yanya und ihre Band an Bob Boilens Schreibtisch:



Dienstag, 17. September 2019

Lächelbank

Nette Idee.

Sonntag, 15. September 2019

Spätsommer

Ich denke alle paar Monate kann man den Ausblick mal bringen:


Freitag, 13. September 2019

Song: Wildwood Kin - All on me

Einfach schön. Wildwood Kins gleichnamiges Album wird am 04.10. veröffentlicht.

Donnerstag, 12. September 2019

Konzert: Eels in der Batschkapp in Frankfurt, 11.09.2019


Blues-Rock overkill!

Schon seit ihrem Debüt verehre ich die Band. Vor 21 Jahren sah ich sie erstmals live, damals in der Royal Festival Hall in London. Bemerkenswert finde ich, dass Mark Oliver Everett aka E sowohl die Band als auch die Songs für jede Tour neu ausrichtet. Da gab es schon rockige Touren, solche mit Orchester und nicht minder beeindruckend vornehmlich akustisch dargebotene Sets. Seit "The deconstruction" kann die Band Songs aus einem Pool von zwölf Alben auswählen. Obwohl die Musik der Eels seit einigen Platten nicht mehr überraschen kann, ist somit durchaus für Abwechslung gesorgt.


Den Abend eröffnete das amerikanische Duo Chaos Chaos. Unsere späte Ankunft hinderte mich daran, mir ein ein klares Bild der Band zu machen. Als Vorgruppe der Eels drängte sie sich m. E. nicht auf, aber ordentlichen Job machten die beiden Damen auf jeden Fall.

Um 21 Uhr betraten die Eels die Bühne. Von der ursprünglichen Band ist nur noch E geblieben. Bis auf die Neubesetzung im letzten Jahr an den Drums durch Little-Joe ist die Konstellation seit 2012 stabil. E und damit die Eels sind für mich ein Stück weit der Inbegriff von "Verschrobenheit". Meiner Erwartung wurde die Band gerecht. Zu "Fanfare for Rocky" die Bühne zu betreten ist ebenso ein Statement wie die Tatsache, dass das Set mit drei Cover-Versionen eröffnet wurde. Den Lesern von Everetts Buch "Things the grandchildren should know" (lesenswert!) ist klar, warum diese Verschrobenheit vielleicht auch ein Stück weit Überlebensstrategie ist. Hinzu kommt inzwischen sicherlich auch noch sein Alter, welches dieses Phänomen sicherlich verstärkt. Ich denke mit drei Cover-Songs zu Beginn eines Sets macht man deutlich, dass Erwartungshaltungen des Publikums bestenfalls toleriert werden. 



Die aktuelle Tour klingt rockig und stellenweise so trocken, dass ich sie gar "blues-rockig" nenne. Entsprechend überraschend klangen einige der älteren Titel (z. B. "Novocaine for the soul", "Today is the day" und "My beloved monster") in diesem Gewand. 

Die Highlights des Sets waren für mich "Souljacker, Part I" und "Fresh blood". Nach ca. 1.45 Stunden endete die Vorstellung. Damit war ich auch für gestern gesättigt, ich denke ein paar Songs weniger wären "mehr" gewesen. Aber Spielfreude und Fleiß möchte ich der Band wahrlich nicht vorwerfen. 



Das Set (mit kleinen Fragezeichen):
  • Fanfare for Rocky
  • Out in the street (The Who)
  • Mississippi Delta (Bobbie Gentry)
  • Raspberry Beret (Prince)
  • Bone dry
  • Flyswatter
  • Dog faced boy
  • I need some sleep
  • Dirty girl
  • That look you give that guy
  • Prizefighter
  • She said year (The Rolling Stones)
  • Tremendous dynamite
  • Open my present
  • You are the shining light
  • My beloved monster
  • I like the way this is going
  • Little Joe (Vorstellung des neuen Drummers)
  • Today is the day
  • Novocaine for the soul
  • Souljacker, Part I
  • I like birds
  • P.S. You rock my world
-- 
  • Fresh feeling
--
  • Mr. EÄs beautiful blues
  • Fresh blood
  • Love and mercy (Brian Wilson) / Blinking lights (for me) / Wonderful, glorious
  • The end (The Beatles)

Mittwoch, 11. September 2019

Musik: The S.L.P. - The S.L.P.

























Experimentierfreudiger Ausbruch aus dem inzwischen stadiontauglichen Kasabian-Tross. 

Kasabian ist eine tolle Band. Auf vier starke Alben seit Veröffentlichung des Debüts vor 15 Jahren folgte das mittelprächtige "48:13". Mit "For crying out loud" fand die Band aus Leicester wieder zurück in die Spur.  

Nun veröffentlichte Gründungsmitglied und Gitarrist / musikalisches Multitalent / Songwriter Sergio Pizzorno als The S.L.P. sein erstes Soloalbum. Wenn der musikalische Kopf einer Band eine Solowerk veröffentlicht, drängt sich natürlich der Vergleich mit seiner Stammmannschaft auf: "The S.L.P." verleugnet die Nähe zu Kasabian nicht, doch an die Stelle von "Rock" tritt Pizzornos Experimentierfreude. Über die Jahre und seine Arbeit für TV Musik hat er offensichtlich genügend Ideen und Fragmente gesammelt, um ein intensives, extrem vielseitiges und rundum gelungenes Album zu füllen. Experimentierfreudig war sicherlich auch "48:13", aber "The S.L.P." geht im besten Sinn wesentlich souveräner mit den Ideen um. 

Die Highlights sind der atmosphärische Einstieg "Meanwhile... in Genova", "Lockdown", "The Wu" und "Favourites" (auch dank Little Simz' Gastbeitrag). Irgendwie "besonders" ist auch "Nobody else". 

Das Video zu "Nobody else":


"Favourites":


"The S.L.P." klingt nach:

Dienstag, 10. September 2019

Musik: Eamon McGrath - Guts

























"Canadiana" meets Okkervil River. 

Gleich zwei Zitate aus den Promomitteilungen übernehme ich in diesem Fall gerne:

  • "Musikalisch je 33 % Okkervil River, Dan Mangan und vielleicht Frank Turner"
  • "Canadiana - der dunkle, kühle, nordische Cousin des warmen, lebensfrohen Americana"

Grob eingeordnet ist Eamon McGraths Album "Guts" damit schon einmal. Seit gut zehn Jahren veröffentlicht der Kanadier bereits Musik und in der Zeit hat er es bereits auf ein halbes Dutzend Veröffentlichungen gebracht. Die entsprechende Erfahrung und Gelassenheit meine ich auf "Guts" herauszuhören. Da sind sind ruhigen und betörenden Tiel wie der Titelsong und "Givin up" sowie die Indierocker "Yellow sticker on an empty fridge" und "City of glass" die unweigerlich an Okkervil River erinnern. 

Das Video zum Titelsong:


"Guts" ist ein kurzweiliges und abwechslungsreiches Album, welches gerade genug "Canadiana" mitbringt, um athenisch zu wirken und tolle Indierock-Songs, die eine intensive Live Show versprechen. 

McGrath live:
  • 09.10. Berlin
  • 10.10. Bremen 
  • 11.10. Bremerhaven
  • 15.10. Oberhausen 
  • 16.10. Dortmund 
"Guts" klingt nach:


Montag, 9. September 2019

Kabarett: Hagen Rether in der Bonner Oper, 08.09.2019


Schonungs- aber nicht humorlos.

Mit seinem Programm "Liebe" ist Hagen Rether bereits seit vielen Jahren unterwegs. Gestern war er in Bonn zu Gast und gerne nahm ich diese Gelegenheit war, sowohl die Bonner Oper als auch ihn erstmals zu besuchen. 3,5 Stunden saß Rether auf seinem Bürostuhl, er trank, aß einen Banane und sinnierte über den Zustand der Gesellschaft. Langweilig war die Vorstellung trotz der Dauer zu keinem Zeitpunkt. Der eine oder andere Lacher blieb mir durchaus im Halse stecken, denn Rether beleuchtet nun einmal nicht die schönen Seiten des Lebens. So ging ich mit einigen Denkanstößen nach Hause.