Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Sonntag, 10. Dezember 2017

Cyber Kniffel

Als ich das vorerst letzte Mal "Kniffel" spielte, kannte ich Excel noch nicht.

Kürzlich spielte ich "Cyber Kniffel 3D"... als mit echtem Becher und Würfeln und Ergebnissen in Excel. Hätte mich auch gewundert, wenn es entsprechende Vorlagen nicht zum Download gegeben hätte.

Samstag, 9. Dezember 2017

Buch: David Grann - Das Verbrechen

























Spannend und lehrreich. 

Der Untertitel "Die wahre Geschichte hinter der spektakulärsten Mordserie Amerikas" machte mich neugierig. Bücher aus dem Bereich "True crime" konnten mich schon häufig fesseln.

Der Autor David Grann arbeitet als Redakteur für "The New Yorker". Für darin und in anderen Magazinen erschienene Artikel hat er schon einige Auszeichnungen eingeheimst. Sein Buch-Debüt "The Lost City of Z: A Tale of Deadly Obsession in the Amazon" widmete sich Nachforschungen rund um das Verschwinden des britischen Forschers Percy Fawcett im Amazonas. Der Erfolg des Buchs führte zur schnellen Veröffentlichung einer Sammlung von Essays zu zwölf Kriminalfällen. Sein drittes und aktuelles Buch "Das Verbrechen" basiert ebenfalls auf tatsächlichen Vorgängen. 

Vor ca. 100 Jahren kamen die amerikanischen Osage-Indianer zu Reichtum, da sie nach vielen Vertreibungen und Umsiedlungen auf Land angesiedelt wurde, welches sich später durch Erdölfunde als wertvoll erwies. Die Einnahmen aus der Förderung bzw. aus Handel mit den Förderrechten bescherte den Stammesbrüdern und -schwestern sprudelnde Einnahmen. Diese wiederum lockten findige Menschen an, die auf vielerlei Weise von diesem Reichtum profitieren wollten und dabei nicht vor Mord, Korruption und anderen Intrigen zurückschreckten.

"Das Verbrechen" gliedert sich in drei Teile: Zu Beginn werden recht sachlich die Todesfälle und Vorkommnisse um diese herum geschildert. Der zweite Teil widmet sich den Ermittlungen des FBI. Hier entwickelt sich Spannung, dank der ich das Buch erstaunlich schnell las. Die Mordserie an den Osage-Indianern war einer der Auslöser für die Neuausrichtung bzw. Gründung des FBI in seiner heutigen Form durch J. Edgar Hoover. Besonders die Schilderungen dieser Aspekte sind sehr interessant. Die Hinweise auf die im Vergleich zu den heutigen Methoden primitiven Möglichkeiten der Forensik erinnerten mich an "Anatomie des Verbrechens". Im dritten Teil darf dann Grann sogar von eigenen Nachforschungen und deren Ergebnissen berichten. 

Die in "Das Verbrechen" geschilderten Vorfälle liegen fast ein Jahrhundert zurück. Entsprechend großen Respekt habe ich vor Granns vermutlich akribischer Arbeit. Einige seiner eigenen Nachforschungen wirken sehr bemüht. Über den Wahrheitsgehalt seiner Schlussfolgerungen kann man sicherlich streiten. Sie zeigen aber, dass dieses komplett niemals ganz aufgelöst werden konnte.

Die der Idee des Buchs geschuldeten zahlreichen Quellenverweise störten ein wenig meinen Lesefluss, trotzdem ist "Das Verbrechen" eine spannende Lektüre und man lernt etwas über die Entstehung des FBI. 

Freitag, 8. Dezember 2017

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: A Tale Of Golden Keys - In the far distance

Auf dem "A Summer's tale"-Festival hatte ich den Song schon gehört, nun hat A Tale Of Golden Keys diesen veröffentlicht und ein Video dazu gibt es auch:



Das neue Album wird 2018 erscheinen und während dieser Konzerte wird es vorgestellt:

  • 21.03. Dresden
  • 22.03. Berlin
  • 23.03. Nürnberg
  • 24.03. Würzburg
  • 04.04. Hamburg
  • 05.04. Köln
  • 06.04. Göttingen
  • 07.04. Mainz
  • 17.05. Reutlingen
  • 20.05. Zell (Festival)

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Interaktiver Bahnhof Münster

Die lange Zeit der Baustellen am Bahnhof Münster wurde durch neue Technik belohnt: Dort gibt es  nun einige interaktive Hinweistafeln als Prototypen.


Die Bedienung läuft flüssig und ich habe die Infos gefunden, die mich üblicherweise an einem Bahnhof interessieren. Die Wagenstandsanzeige war auch dabei. Wenn diese allerdings auch nur die "Absichtserklärungen" der Bahn anzeigen und die Züge trotzdem einlaufen, wie es ihnen gerade passt, ist der Wert dieser Informationen zweifelhaft. 

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Montag, 4. Dezember 2017

Musik: The Indelicates - Juniverbrecher

























Die gute Seite des Brexits.

Selbst für englische Verhältnisse erscheinen The Indelicates verschroben. Da hängen die beiden Masterminds Simon Clayton und Julia Clark Lowes (im Umfeld dieser Band ändern sich ihre Nachnamen jeweils zu "Indelicate") auf einem Albumcover auch mal am Strick und dem Sektenführer David Koresh wird gleich ein ganzes Album gewidmet. Während eines Wohnzimmerkonzerts konnte ich mich schon vom eigenwilligen Humor der beiden überzeugen. 

Am Jahrestag des Brexit-Referendums digital und im Oktober auch auf Datenträgern veröffentlichte die Band ihr eindeutig benanntes sechstes Album "Juniverbrecher". Die Brexit-Entscheidung stellte für die Band einen willkommenen Anlass dar, ihren humorvoll-sarkastischen Umgang zwischen Cabaret und Kasperletheater mit Großbritanniens Großartigkeit erneut zu zelebrieren. Weder Verweise auf britische Institutionen wie die "Tea time" oder "Punch and Judy" noch auf den Missbrauchsskandal um Jimmy Savile dürfen da fehlen. Fans sollten das Album direkt von der Band erwerben. Auch wenn "Juniverbrecher" musikalisch keine Überraschungen bietet, ist dessen Produktion und Veröffentlichung doch als einer der Benefits des Brexits zu nennen. 

"Top of the pops":


"Everthing English is the enemy":


"By the sea":


Am 04.04. wird die Band in Hamburg auftreten.

"Juniverbrecher" ist:

Sonntag, 3. Dezember 2017

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: The National - The dark side of the gym

Diese Stimme... ich mag The National. Hier deren aktuelles Video:

Samstag, 2. Dezember 2017

Musik: Philip Selway - Let me go
























Ein paar Songs und der Rest ist eben "Soundtrack".


Philip Selway ist Schlagzeuger bei einer nach einem Talking Heads-Song benannten Band aus Oxford. Bereits 2010 und 2014 veröffentlichte er Solo-Alben, nun liefert er den Soundtrack zum Film "Let me go". Dieser schildert die Geschichte der Österreicherin Helga Schneider, die im Alter von vier Jahren von ihre Mutter verlassen wurde, weil sie einen Job in einem NS-Konzentrationslager annahm. 

Den Film habe ich nicht gesehen, aber ich stelle ihn mir nur mäßig heiter vor. Dazu liefert Philip Selway die passende Musik. Die Instrumentals werden meist von Piano, Streichern und Akustik-Gitarren getragen. Wie es sich für einen Soundtrack gehört, stören diese nicht weiter und Stimmungen vermögen sie zweifellos zu transportieren. 

Darüber hinaus liefert Philip Selway aber auch einige vollwertige Songs: "Walk" glänzt vor allem dank Louise Rhodes' (Lamb) Gesang, "Wide open", und der Titelsong (jeweils mit Selways Gesang)  sind ebenfalls eine willkommene Abwechslung zwischen den Instrumentals.

Der Titelsong:


"Let me go" ist: