Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Montag, 25. September 2017

ICE 4 mal wieder

Es ist fast ein Jahr her, dass ich erstmals mit dem ICE 4 fuhr. Seitdem ist er mir bereits bei einigen Gelegenheiten im üblichen Bahnbetrieb begegnet. Heute gibt das "Flaggschiff" der Bahn ein besonders gutes Bild ab: WLAN und Reservierungsanzeige tun es nicht. Und die Sitze sind auf einer längeren Strecke wirklich gewöhnungsbedürftig bis unbequem. Aber es gibt zumindest eine Steckdose pro Fahrgast. 

Sonntag, 24. September 2017

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Fazerdaze - Bedroom talks

Pünktlich zu einigen Konzerten in Deutschland erinnert Fazerdaze aus Neuseeland mit einem neuen Video noch mal an ihr Album "Morningside":



Übrig von den Konzerten bleibt noch der Auftritt auf dem "Way back when"-Festival in Dortmund am 29.09..

Freitag, 22. September 2017

Musik: The National - Sleep well beast
























Souverän.

Da hob ich kürzlich noch hervor, dass bei The Sherlocks gleich zwei Brüderpaare am Werk sind und nun fällt mir auf, dass bei The National die gleiche Konstellation vorliegt. Verrückte Musikwelt.

Mit "Alligator" war The National die Indierock-Band der Stunde, der Nachfolger "The boxer" deutete bereits das Potential für eine längefristige Wirkung der Band an. Spätestens nun mit "Sleep well beast" meldet die amerikanischen Band ihren Anspruch auf den Titel der "Indierock-Band des noch jungen Jahrtausends" an. Arcade Fire hat sich mit deren aktuellem Werk "Everything now" m. E. aus dem Wettbewerb verabschiedet. 

Dafür haben The National ihren Wirkungsbereich weit über die Strahlweite der Band ausgedehnt. Sänger Matt Berninger überzeugte mit seiner prägenden Baritonstimme auch auf El Vys "Return to the moon", während Hauptsongwriter Aaron Dessner als Produzent, Komponist oder in sonstigen Funtionen u. a. Sharon van Etten, Birdy, Frightened Rabbit und viele andere unterstützen durfte. Gitarrist Bryce Dessner ist ein nicht weniger gefragter Komponist, dessen Arrangements nicht nur im Klassikbereich überzeugen sondern auch gefragte Musiker wie u. a. Sufjan Stevens, Johnny Greenwood und Justin Vernon überzeugten. Die Devendorf-Brüder wissen sich auch nebenher zu beschäftigen, u. a. bei LNZNDRF. 

Trotz all dieser Ablenkungen fanden die Herren mal wieder zusammen und so kam vier Jahre nach "Trouble will find me" das siebte Album "Sleep well beast" zustande. Hier bei PvG erhielt "Trouble will find me" durchweg positive Bewertungen. Die glatte Produktion gab aber durchaus Anlass zur Kritik. "Sleep well beast" erscheint mir als vielfältigere und gelungenere Kombination aus gebügelt-relaxten und kantigeren Titeln. Meine Favoriten sind "Day I die", "Turtleneck", "I'll still destroy you" und vor allem "The system only dreams in total darkness". Bei dem letztgenannten Titel freue ich mich vor allem über die Rückkehr des Gitarrensolos.

Das Video zu "Day I die":


Die Tour ist ausverkauft, ich denke um Karten für den Auftritt in der Elbphilharmonie wird sich öffentlich geprügelt:
  • 21.10. Hamburg
  • 23.10. Berlin
  • 24.10. Berlin
"Sleep well beast" ist:

Dienstag, 19. September 2017

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Björk - The gate

Björks neues Album kommt bald, vorab gibt es dieses Video. Björk halt.

Montag, 18. September 2017

Sonntag, 17. September 2017

Musik: Angus & Julia Stone - Snow
























d

Für das letzte Album der Stone-Geschwister hatte ich deren kombinierte Diskographie zusammengestellt. Aus Anlass der Veröffentlichung des zweiten gemeinsamen Machwerks "Snow" führe ich diese gerne fort:
  • “A book like this” – Angus & Julia Stone (2007)
  • “Smoking gun” – Angus Stone als Lady Of The Sunshine (2009)
  • “Down the way” – Angus & Julia Stone (2010)
  • “The memory machine” – Julia Stone (2010)
  • “By the horns” – Julia Stone (2012)
  • “Broken brights” – Angus Stone (2012)
  • “Angus & Julia Stone” – Angus & Julia Stone (2014)
  • "Honey bones" - Angus Stone als Dope Lemon (2016)
  • "Snow" - Angus & Julia Stone (2017)
Viel ist bei den beiden in den letzten Jahren also nicht gelaufen. Der Erfolg der gemeinsamen Anstrengungen als Angus & Julia Stone begünstigt wahrscheinlich die Konzentration auf selbige. Rick Rubins Rat zur engeren Zusammenarbeit war vielleicht tatsächlich der Schüssel dazu. Dem Konzept blieben die beiden auch für "Snow" treu. Statt einzelner Titel schrieben sie alle Songs gemeinsam. Acht Wochen verbrachten die Geschwister dafür alleine in einem Landhaus in der australischen Heimat. Entsprechend intim und intensiv klingt das Ergebnis. Erfreulicherweise wurde daraus aber keine introvertierte Folk-Platte, sondern ein vielseitiges Indie-Album. Es lebt vom Kontrast und gleichzeitig vom harmonischen Zusammenspiel der beiden Stimmen. Angus steht dabei etwas im Vordergrund, während Julia vornehmlich Harmonien und eine laszive Stimmung beisteuert.

Meine Favoriten sind "Snow", "Oakwood", "Cellar door" und "My house your house". 

Das Video zu "Chateau":


Und das zum Titelsong:


Die Stones live:
  • 11.10. Köln
  • 13.10. Stuttgart
  • 29.10. Wiesbaden
  • 30.10. Berlin
  • 03.11. München
  • 05.11. Hamburg
"Snow" klingt nach:


Samstag, 16. September 2017

Musik: Prophets Of Rage - Prophets of rage
























Rage Against The Machine + Public Enemy + Cypress Hill = Prophets Of Rage. 

Der Einfluss Rage Against The Machines wirft lange Schatten. Nach Zack de la Rochas Ausstieg wurde der Mythos in Form von Audioslave mit Chris Cornell wiederbelebt und nun, 17 Jahre nach der ersten Auflösung der Band, wird das Konzept mit Mitgliedern von Public Enemy und Cypress Hill erneut bemüht. Und wenig überraschend klingt das Ergebnis wie eine Mischung aus Rage Against The Machine, Public Enemy und Cypress Hill. 

Zum Ausdruck von Wut eignet sich die Kombination aus Metal/Alternative und Rap offensichtlich hervorragend. Und es ergeben sich immer wieder politische und gesellschaftliche Situationen in den USA, welche diese Wut (auch) unter Musikern offenbar befeuern. Rage Against The Machine und Body Count wurden während George Bushs Präsidentschaft gegründet. Zur Wiedervereinigung Rage Against The Machines kam es in der zweiten Amtsperiode George W. Bushs und nun unter Donald Trump lieferte Body Count mit "Bloodlust" ein starkes Album ab und die Prophets Of Rage treten in die Fußstapfen Rage Against The Machines. Trotz der großen Namen Chuck D. und B-Real aus der Rap-Fraktion vermisst man Zack de la Rochas verbale Attacken stellenweise. Trotzdem liefert "Prophets of rage" solide das, was Fans der frei Bands erwarten. Das Ergebnis entspricht weitgehend der Summe der Teile. 

"Unfuck the world", "Strength in numbers" und "Hands up" sind die Höhepunkt des Albums. "Take me higher" fällt als funkigste Nummer auf. 

Das Video zu "Living on the 110":


"Unfuck the world":


Am 15.11. wird die Truppe in Düsseldorf auftreten.

"Prophets of rage" klingt nach:

Freitag, 15. September 2017

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Kate Tempest - Tunnel vision

Für den Mercury Prize hat es für Kate Tempest nicht gereicht, aber ihr neues Video zu "Tunnel vision" schafft es locker hierhin:




Donnerstag, 14. September 2017

Musik: The Knife - Live at Terminal 5
























"Without you my life would be boooring."

The Knife waren schon immer eher ein Gesamtkunstwerk als eine Band. Die Show zum Album "Silent shout" wurde korrekterweise als "An Audio Visual Experience bezeichnet. Mit "Tomorrow, in a year" veröffentlichte die Band anschließend so eine Art Oper / Tanztheater, die live gut funktionierte. Das letzte Album der Band war "Shaking the habitual" im Jahr 2013. Die Tour dazu hatte also einen Ruf zu verteidigen. Als Vermächtnis (es ist aktuell nicht bekannt, dass von den Geschwistern Dreijer neue Musik als The Knife erscheinen wird) wird nun mit "Live at Terminal 5" die Aufnahme der New Yorker Aufführung im Rahmen der "Shaking the habitual"-Tour aus dem Jahr 2014 veröffentlicht. 

Die Songauswahl "Live at Terminal 5" berücksichtigt die ersten beiden Alben der Band mit jeweils einem Song, "Silent shout" ist mit drei Titeln vertreten und der Schwerpunkt liegt mit sieben Beiträgen auf "Shaking the habitual". Als besonderes Schmankerl wird noch das Gedicht "Collective body opossum" des Autors Jess Arndt vorgetragen.

Im Mittelpunkt dieses Kunstwerks steht die tänzerische Umsetzung. Diese finde ich gelungen. Der 80er Jahre Aerobic-Video-Stil passt vor allem zu den Songs mit treibenden Rhythmen. Gegen Ende der Vorstellung wirkt der Gesang etwas kurzatmig, aber unter Berücksichtigung der Tanzeinlagen ist das mehr als verständlich.    

Drei der während der Show genutzten und einzigartigen Instrumente ("The bell", "The harp" und "The cone") werden aktuell von der Band für einen wohltätigen Zweck versteigert. Im Video zu "Live at Terminal 5" sind die Instrumente im Einsatz:



"Live at Terminal 5" gibt es in diversen Formaten. Echte Fans kaufen dazu natürlich das Buch und den Sportbeutel.

Die Songs auf "Live at Terminal 5" stammen von: