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Sonntag, 12. Dezember 2010

Film/DVD: Moon

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Selten empfand ich einen Science-Fiction-Film derart realistisch, nah und greifbar wie “Moon”. Während viele Filme aktuell vor allem von schnellen Schnitten und Hektik oder 3D-Effekten leben, lässt sich “Moon” Zeit. Die Atmosphäre erinnert klar an “2001: Odyssee im Weltraum“ und “Alien”. Thematisch könnte u. a. “Blade Runner” Modell gestanden haben.

Der Protagonist Sam Bell ist Astronaut/Techniker und überwacht auf dem Mond den weitgehend automatisch betriebenen Abbau von Helium-3, welches auf der Erde zur Energieerzeugung genutzt wird. Kurz vor dem Ende seiner dreijährigen Dienstzeit leidet er unter Halluzinationen und verursacht einen Unfall, der zu einer überraschenden Entdeckung führt.

Da “Moon” recht sparsam mit Story und Spannung umgeht, verrate ich nicht mehr. Der Film kommt fast vollständig ohne Hektik und Action aus. In der ersten Hälfte wirkt sich das durch einige Längen aus. Danach erlebte ich jedoch einen sehenswerten Film. Dieser ist ein “Remix” diverser Science-Fiction-Filme und sollte es dank des breiten Kritikerlobes dem Regisseur und David Bowie-Sohn Duncon Jones ermöglichen, in seinen nächsten Arbeiten mehr Eigenständigkeit anzustreben.

Die schauspielerische Leistung muss fast vollständig von Sam Rockwell erbracht werden. Diesem Anspruch wird er mehr als gerecht. Die Stimme der Roboters Gerty stammt von Kevin Spacey. Wer Lust hat auf einen recht entspannten Science Fiction-Streifen, der durchaus einige Denkanstöße gibt, wird von “Moon” nicht enttäuscht werden.

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