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Samstag, 5. März 2011

Musik: The Low Anthem – Smart flesh

cover

Ich mache es mir mal leicht und beginne mit dem direkten “Kuchenvergleich”.

Das Vorgängeralbum “Oh my god, Charlie Darwin” klang nach:

Oh my god Charlie Darwin

Das aktuelle (und dritte) Album “Smart flesh” hingegen klingt so:

image Die Verschiebung in Richtung “Folk” und “American” ist offensichtlich. Durch diese umgeht The Low Anthem den direkten Vergleich mit dem starken Vorgängerwerk. “Smart flesh” ist sehr ruhig geraten aber stellenweise fesselnd beruhigend. Mir fiel es schwer, nicht mit der Musik in die Ferne oder in die relative Ruhe zu schweifen.

Ich bin kein Folk-Fan, aber bei The Low Anthem wirkt das so authentisch, dass mich diese Einflüsse auf “Smart flesh” nicht stören.

Bemerkenswert ist die Abwesenheit der Bluesrock-Songs, die das Vorgängerwerk aufgelockert haben. Überhaupt wurde der Rockanteil stark heruntergefahren. Vor allem im Song “Boeing 737” wird er noch einmal zelebriert. Daher ist “Boeing 737” auch der auf- und gefälligste Track auf dem Album. Der Rest ist so stark Americana/Folk-geprägt, dass er für nichtamerikanische Ohren wesentlich gewöhnungsbedürftiger ist als “Oh my god, Charlie Darwin”. Fans des Vorgängerwerks werden m. E. nicht automatisch von “Smart flesh” überzeugt sein. Wer sich aber auf die ruhigen Songs einlässt, wird die ein oder andere Perle entdecken. Folk-Fans können ungehört zugreifen.

Ich brauchte etwas Zeit, aber inzwischen gefällt mir auch dieses Album. An “Oh my god, Charlie Darwin kommt es aber nicht heran.

Die “Limited Edition” wird um drei Outtakes bereichert, die entsprechend unbearbeitet aber auch sympathisch intim daherkommen.

Der Song “Boeing 737”:

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