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Donnerstag, 11. Februar 2010

Buch: Robert Löhr – Der Schachautomat

cover

Bei “Der Schachautomat” handelt es sich um das Buch zum Ausdruck “einen Türken bauen” bzw. “getürkt”. Im 18. Jahrhundert wollte ein findiger Mann seine Königin und die Welt durch die Erfindung eines Schachautomaten begeistern. Grundsätzlich gelang ihm das, allerdings funktionierte dieser Automat nur, weil während der Schachspiele ein kleinwüchsiger Mensch in ihm saß und die ganze Zahnradtechnik nur zur Schau mitlief. Wolfgang von Kempelen war der Kopf hinter dem Automaten (nicht zu verwechseln mit dem Kopf Spieler im Automaten). Der Automat brachte im Ruhm und Einkünfte, sorgte aber auch für Ärger und Missgunst. Recht trickreich ging er mit diesen um. Obwohl das nie schweißtreibend spannend wird, liest sich das Buch sehr gut.

Im “Schachautomat” treffen belegte Fakten auf Fiktion und interessante Einblicke in das Leben des 18. Jahrhunderts und formen einen kurzweiligen Roman, der hiermit allen wissbegierigen und einigermaßen historisch interessierten Leseratten empfohlen wird.

Bestimmt findet sich in absehbarer Zeit ein Regisseur, der sich des Stoffes annimmt. Oder gab es den gar schon?

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