Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Donnerstag, 2. März 2017

Musik: Einar Stray Orchestra - Dear bigotry

























Souverän pompös und einfühlsam. 

Einar Stray und Moddi haben eines gemeinsam: Sie kommen beide aus Norwegen und machen tolle Musik. 2008 haben sie früh in ihren jeweiligen Karrieren die gemeinsame Split-EP "Rubato" herausgebracht und auch später musikalisch zusammengearbeitet. Doch da enden schon bald die Gemeinsamkeiten. Zwischen Moddis Heimat Senja im hohen Norden und Einar Strays Wohnort Sandvika bei Oslo mehr als 1.500 km. Auch musikalisch liegen sie ein Stück weit auseinander. Während Moddi als Singer/Songwriter zwar in jüngerer Zeit mit starken Botschaft ("Unsongs") aber trotzdem meist schüchtern-zurückhaltend und nur mit seinem “Pocket symphony orchestra“ Katrine Schiøtt auftritt, scheuen Einar Stray und sein Orchestra die pompösen Töne nicht. Die Einordnung zwischen Sufjan Stevens und Arcade Fire auf der Website der Band ist da schon recht passend. Ich fühle mich an einigen Stellen an Fanfarlo erinnert. Es ist beeindruckend, dass ein solches "Orchester" gleichzeitig nach Indiepop, Post-Rock und Kammerpop klingen kann. 

"Bigotry" kann man dabei dem Einar Stray Orchestra also nun wirklich nicht nachsagen. Souverän wandelt die Band selten (aber wirksam) auf Zehenspitzen und häufig mit Pauken und Trompten bzw. Streichern zwischen orchestralen Momenten und nachdenklicheren Einwürfen.  

Auf dem nunmehr dritten Album der Band "Dear bigotry" hat sich eine Band von fünf Musikern gefunden, nachdem Einar Stray in den frühen Tag der Band auch mit bis zu elf Menschen musizierte. Die Wirkung der fünf ist eines Orchesters würdig. Mit "Last lie", dem Titelsong und "Penny for your thoughts" startet "Dear bigotry" stark. Mein Favorit "Glossolalia" folgt in der Mitte des Albums.

Das Video zu "Penny for your thoughts":


Und "As far as I'm concerned".

Das Einar Stray Orchestra live in Deutschland:

  • 11.04. Dresden
  • 12.04. Nürnberg
  • 17.04. Freiburg
  • 18.04. Köln

"Dear bigotry" klingt nach:

Keine Kommentare: