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Freitag, 28. Juli 2017

Musik: Lyenn - Slow healer




















Der fragile Gegenpol zu Mark Lanegans "Gargoyle". 

Bei Musik aus Belgien denke ich an dEUS, Soulwax, K's Choice, Ghinzu, Hooverphonic, Douglas Firs, Triggerfinger und Plastic Bertrand. Ich den letzten Jahren habe ich bestimmt Musik weiterer belgischer Künstler gehört. Mit dem Label "Belgien" hat sich davon aber nichts in meinen Erinnerungen verewigt. In den letzten Tagen hat Lyenn daran gearbeitet. Doch falls er bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen wird, werde ich diesen eher mit Island verbinden. Aufgenommen wurde "Slow healer" nämlich auf dieser Insel im Studio von Sigur Rós' Jón Þór Birgisson und Alex Somers (eine Hälfte von Jonsi & Alex). Lyenns fragile Songs passen sehr gut zu dem Bild, welches man nun einmal im Allgemeinen zu Island und isländischer Musik hat. Als Produzent agierte Shahzad Ismaily, den ich bislang nur von Colin Stetsons "New history warfare vol. 2" kannte. Da große Teile des Albums als Improvisation aufgenommen wurden, war sein Einfluss vermutlich auch begrenzt. 

"Slow healer" ist verdammt ruhig aber stellenweise erstaunlich bedrückend und atmosphärisch geraten. Auf dieses Album muss man sich einlassen. Oder es lassen. ;-) Das Cover des Albums beschreibt die Musik m. E. treffend. "Lion's heart", "Show me the way" und "Fading" sind meine Empfehlungen auf "Slow healer". 

Vor acht Jahren veröffentlichte Frederic Lyenn Jacques sein Debüt "The jollity of my boon companion". Zwischendurch erschien noch fünf Tracks auf "Vowels fade first". "Slow healer" ist sein zweiter Longplayer. Aktuell ist er als Bassist und Support auf Mark Lanegans Tour zu dessen Album "Gargoyle" unterwegs. Sein Set stelle ich mir als einen sehr ruhigen aber auch sehr intensiven Einstieg in ein Mark Lanegan-Konzert vor. 

Das Video zu "Fading":


"Slow healer" ist:

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