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Dienstag, 9. Mai 2017

Musik: Kasabian - For crying out loud

























Stadionfutter.

Bei den ersten Durchläufen tat ich mich schwer: Insgeheim erhoffte ich mir von Kasabian ein großartiges Album wie "Velociraptor!", aber das letzte Werk "48:13" ließ mich erfahren, dass auch die Band aus Leicester weniger gute Musik produzieren kann. Erst nachdem ich mir die Bonus-CD mit Live-Songs angehört hatte verstand ich "For crying out loud": Es ist überwiegend kraftvolles Material für die Stadion-Ambitionen der Band. Titel wie "Ill ray (the king)", "Twentyfourseven", "Wasted" und "Comeback kid" werden sich nahtlos in das Set der älteren Hits integrieren lassen. Warum Kasabians Roadie Rick Graham auf dem Cover weint, verstehe ich im Hinblick auf die anstehende Tour nicht (vielleicht ist er ein Anhänger von Leicesters Premier League-Team). Spätestens mit dem Funk-/Soul-/Disco-infizierten "Are you looking for action?" sollte sichergestellt sein, dass sich der Titel des vorangegangenen Songs "The party never ends" bewahrheiten wird.

Bahnbrechende Neuigkeiten bietet "For crying out loud" nicht und das "Velociraptors!"-Niveau wird nicht erreicht. Trotzdem verbindet Kasabian von Madchester über Britpop bis zu Mitgröhl-Balladen vieles von dem, was britischen Musik in den letzten Jahrzehnten ausgezeichnet hat. Nach dem Schnellschuss "48:13" wird vielleicht nun erst mal die Ernte eingefahren und dann hoffentlich Anlauf genommen für eine weitere Großtat. Netterweise hat die Band das Cover mit der Jahreszahl und dem Verweis auf das sechste Album unverwechselbar gemacht. Das wird in einigen Jahren die Einordnung einfacher machen. 

Ich habe mal wieder Lust, Kasabian live zu sehen. Vielleicht gelingt mir das bei einer dieser Gelegenheiten:
  • 30.10. München
  • 31.10. Berlin
  • 01.11. Hamburg
  • 07.11. Köln
"You're in love with a psycho":

"For crying out loud" ist:

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