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Dienstag, 11. April 2017

Musik: Timber Timbre - Sincerely, future pollution

























Düster, überraschend und abwechslungsreich. 

Mit dem "Sewer blues" hatte mich Timber Timbre neugierig gemacht auf deren sechstes Album. Live konnte ich der Band durchaus schon einmal etwas abgewinnen, aber die Alben erschienen mir doch etwas eintönig. Meine Befürchtung, dass "Sewer blues" der einzige Höhepunkt der neuen Platte sein könnte bewahrheitete sich keinesfalls. 

Für die Aufnahmen zu "Sincerely, future pollution" hatten sich die Kanadier in die La Frette Studios im Pariser Umland eingemietet. Das dort vorhandene Equipment aus Synthesizern und Drumcomputern inspirierte die Band offensichtlich zu einer Symbiose der Blues- und Folkwurzeln mit elektronischen Klängen. Nick Cave hat sein Album "Skeleton tree" an gleicher Stelle aufgenommen und ich meine den seinen Nachhall auch auf dem einen oder anderen Song (z. B. "Moment") zu spüren. "Sincerely, future pollution" klingt nicht so traurig wie Caves letztes Album, aber die Grundstimmung ist "Cave-esque". 

Die Elekro-Spielereien tun der Band sehr gut. Überraschend ist vor allem das fast funkige "Grifting", während der Titelsong mit seinem Bass und seiner Tiefe überzeugt. Toll. 

Das Video zu "Velvet gloves & spit":


"Sewer blues":


Die Band ist aktuell auf Tour in Deutschland:
  • 11.04. Berlin
  • 15.04. Hamburg
  • 23.08. Bochum
"Sincerely, future pollution" ist:

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