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Dienstag, 14. Januar 2014

Musik: James Vincent McMorrow–Post tropical

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Die erste musikalische Überraschung des Jahres.

James Vincent McMorrow begeisterte mich 2011 mit seinem Song “If I had a boat”. Die anderen Titel seines Debüts “Early in the morning” rissen mich weniger mit. Trotzdem blickte ich erwartungsvoll auf die neue Platte des irischen Singer/Songwriters und ich freute mich auf neue akustische Songs und potentielle Hits. Und dann erschien Ende des letzten Jahres vorab der Song “Cavalier” und dieser passte so gut zu meinen Erwartungen wie ein Eisbär auf ein in Pastelltönen gehaltenes Albumcover mit einer Palmeninsel. So etwas kennt man ansonsten ja nur von “Lost”.

Nachdem ich den ersten Schock überwunden hatte ließ ich mich auf das neue Album “Post tropical” ein. Die Songs sind weitgehend so zarghaft und zurückhaltend wie James Vincent McMorrows Stimme, aber die teils akustische und teils elektronische Instrumentierung passt nicht weniger gut zu dieser als die fast ausschließliche akustischen Untermalung des Debüts. Im Gegenteil: Sie lässt dieser mehr Raum in den ergreifenden Momenten und an den anderen Stellen ergänzen die Bläser, Synthesizer, Handclaps vor allem McMorrows Falsett-Gesang oftmals perfekt. Ich halte die musikalische Entwicklung von “Early in the morning” zu “Post tropical” für mutig aber weitgehend gelungen.

Für die Aufnahmen des Albums zog sich James Vincent McMorrow in die texanische Wüste zurück und heraus kam er mit der elektronischeren Version von Bon Ivers “For Emma, forever ago”. Ähnlich viele Albumdurchläufe sollte man auch “Post tropical” gönnen, bis man sich zu einem endgültigen Urteil durchringt.

Als Einstiegssongs empfehle ich ”Gold”, “All points”, “Repeating” und “Glacier”. Einen sich aufdrängenden Hit konnte ich bislang nicht ausmachen, aber in seiner Gesamtheit ist “Post tropical” eine runde Sache die zwar nicht durchgehend fesselt aber für einen netten Start ins neue Musikjahr sorgt.

Das Video zu “Cavalier”:

Cavalier - James Vincent McMorrow from AOIFE MCARDLE on Vimeo.

Und das zu “Red dust”:

Red Dust - James Vincent McMorrow from AOIFE MCARDLE on Vimeo.

Demnächst soll ein weiteres Video des Regiesseurs Aoife Mcardle eine Kurzfilmtriologie zum Album vervollständigen.

James Vincent McMorrows Tour führt ihn im Februar nach Deutschland:

  • 08.02.14 Dortmund
  • 14.02.14 München
  • 15.02.14 Frankfurt
  • 17.02.14 Berlin
  • 18.02.14 Hamburg

“Post tropical” klingt nach:

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