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Donnerstag, 23. Juni 2011

Buch: Ian Rankin – Tooth & Nail

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Ich kann mich nicht mehr entsinnen, warum ich alle Ian Rankin-Krimis um Inspector Rebus lesen wollte. Auch das dritte Werk der Reihe habe ich nun durch und meine Begeisterung hält sich in Grenzen.

Rebus wird aus seinem schottischen “Revier” nach London gebeten, um dort bei der Suche nach einem vermutlichen Serientäter zu unterstützen. Anscheinend hat sich Rebus mit seinen Ermittlungen im Rahmen der Morde an jungen Mädchen (siehe “Knots & crosses”) bereits einen inselweit bekannten Namen gemacht. So schließt er sich der Jagd nach dem brutal mordenden “Wolfman” an. Mit London und seinen Kollegen tut er sich anfangs recht schwer, so dass man durchaus Mitleid mit dem Ermittler bekommen könnte. Das schwierige Verhältnis zu seiner in London lebenden Ex-Frau und der gemeinsamen Tochter macht die Situation nicht leichter. Wie in den ersten beiden Krimis der Rebus-Reihe erfährt der Leser erneut viel über den Protagonisten.

Ach so, daneben gibt es ja noch den Kriminalfall. Dieser löst sich wie ein Puzzle, welchem man dabei zuschaut, wie es sich selbst zusammensetzt. Einige Geschehnisse sind vorhersehbar. Natürlich landen Rebus und die junge Psychologin im Bett und natürlich gerät diese später ins Visier des “Wolfman”. Ian Rankin hat sich für “Tooth & nail” nach eigenen Angaben auch von Thomas Harris’ “The silence of the lambs” inspirieren lassen. Bei der Spannung hat er aber ganz klar gespart.

Ursprünglich war “Wolfman” auch der Titel des Buchs. Der amerikanische Verleger meldete Bedenken an, weil dieser auch einen Horror-Roman kennzeichnen könnte. Einer solchen Erwartung würde “Tooth & nail” keinesfalls gerecht. Bis auf die Brutalität des “Wolfman” handelt es sich um ein recht harmloses Werk.

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