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Freitag, 4. November 2016

Konzert: Kate Tempest@Muffathalle in München, 03.11.2016


Mein Konzert des Jahres. Und am Ende ein Gedicht. 

"Let them eat chaos" ist ein starkes Album, die Aufmerksamkeit des interessierten Publikums ist Tempest aktuell sicher und ich war noch nie auf einem Hip Hop Konzert (oder gilt Deichkind?). Die Vorzeichen standen also günstig... und meine Erwartungen wurden übertroffen. 



Vom Support Act Muso hörte ich die letzten beiden Titel und das reichte mir auch für einen umfassenden Eindruck. Punkt 21 Uhr betraten Tempest und ihre drei Mitstreiter (u. a. der Produzent des Albums Dasn Carey) die Bühne. Die Dame bat das Publikum auf die Nutzung von Handys während des Konzert zu verzichten und sich statt dessen auf sie und die Show zu konzentrieren. Im Gegenzug versprach sie ein nachhaltiges Konzerterlebnis. 



Die Story zu "Let them eat chaos" bot den starken Rahmen für das Set, die meisten Songs wurden im Vergleich zum Album merklich härter aufgeführt. Und Kate Tempest konnte sich als die engagierte Künstlerin präsentieren, die sie nun einmal ist. Man fühlt sich geneigt, ihrem Aufruf "to wake up and love more" zu folgen. Ich scheue mich, "Hits" aus diesem Gesamtkunstwerk hervorzuheben, aber "Ketamine for breakfast", "Europe is lost", "Don't fall in" und vor allem "Perfect coffee" wirkten schon besonders intensiv auf das komplett mitschwingende Publikum. 





Im Vorfeld fand ich keine Setlist zu Kate Tempests aktueller Tour. Entsprechend groß war meine Spannung im Hinblick auf ihr Konzert in München. Im Nachhinein ist mir klar, dass es sich aufdrängte, dass Tempest ihr Album "Let them eat chaos" komplett und in der bekannten Reihenfolge aufführt: 

  • Picture A Vacuum
  • Lionmouth Door Knocker
  • Ketamine For Breakfast
  • Europe Is Lost
  • We Die
  • Whoops
  • Brews
  • Don't Fall In
  • Pictures On A Screen
  • Perfect Coffee
  • Grubby
  • Breaks
  • Tunnel Vision
Kate Tempest wies darauf hin, dass sie bei dem "Zugabe"-Spiel nicht mitmacht und statt dessen noch ein Extrakt aus dem Gedicht "Brand new ancients" vorträgt und danach die Bühne verlässt. Hat sie gemacht. 



Wenn Pfarrer derart engagiert und zu relevanten Themen predigen würden wie Kate Tempest, wäre ich regelmäßig in Gottesdiensten zu finden. 

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