Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Freitag, 3. Juni 2016

Musik: The Kills - Ash & ice

























Über Kontinente und Genregrenzen hinweg gut. 

Als ich durch die aktuelle Veröffentlichung wieder an The Kills erinnert wurde, dachte ich zuerst an die Kombination einer amerikanischen Sängerin (Alison Mosshart, aka "VV") mit einem britischen Gitarristen (Jamie Hince, aka "Hotel"). Direkt danach kamen mir die (blues-)rockigen Gitarren und elektronischen Elemente in den Sinn. Diese sich in diesem Fall gut ergänzenden Gegensätze sind mit dem aktuellen Albumtitel "Ash & ice" gut beschrieben. Denn offensichtlich passen sie besser zusammen als Feuer und Eis. 

Mosshart und Hince fanden musikalisch bereits im Jahr 2000 zueinander. Fünf Alben in 16 Jahren sind sicherlich zumindest zahlenmäßig eine magere Ausbeute. Beide sind allerdings auch in anderen Bands tätig, so z. B. Mosshart in The Dead Weather mit Jack White. Hince ist zudem (noch) mit Kate Moss verheiratet, man kann nur vermuten, dass sie ihn gelegentlich von dessen Musik abgelenkt hat.

Auch wenn die Ausbeute an Alben bislang gering war, konnte man sich bezüglich ihrer Qualität nicht beschweren. 2008 führe ich als Referenzen PJ Harvey, LCD Soundsystem und die Soho Dolls an. Abstrakter beschreibe ich es heute als eine Mixtur aus Indierock, Garage Rock und Electro. Stellenweise geraten die Gitarren recht bluesrockig, so dass Vergleiche mit Jack White nahe liegen. Auch mit einem nutzbaren Finger weniger (Autotür und Ärztepfusch) bleibt Hince ein guter Gitarrist. Mossharts Stimme hat in meine Wahrnehmung über die Jahre gewonnen. Sie kann sich gut gegen  die prägnanten Gitarren und Beats behaupten. Die Synths und Rhythmen nehmen eine prominentere Stellung ein als auf den früheren Alben. Vielleicht ersetzen sie den Finger. Einige Ecken und Kanten gingen verloren, aber "Ash & ice" wird auch über die 13 Songs nie langweilig. Meine Favoriten sind "Doing it to death", "Heart of a dog", "Days of why and how", "Let it drop", "Impossible tracks" und "Echo home". 

Bis zur Albumveröffentlichung wurden bereits drei Videos spendiert. Das Video zu "Siberian nights":

"Heart of a dog":

"Doing it to death":



The Kills live:
  • 08.08. Leipzig
  • 22.10. Berlin
  • 23.10. Hamburg
  • 25.10. Köln
  • 26.10. München
"Ash & ice" ist:

Keine Kommentare: