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Samstag, 1. November 2014

Musik: Foxygen-… and star power

fasp

Zerrissen aber nie langweilig. Ein Trip.

Die kalifornische Band Foxygen lief sich bereits seit dem Jahr 2005 mit EPs warm, bevor sie 2012 ihr erstes Album “Take the kids off Broadway” veröffentlichte. Ungefähr seit diesem Zeitpunkt erschien sie mir dank der jährlichen Albumveröffentlichungen immer wieder in irgendwelchen Vorschlagslisten und in von mir be- und beachteten Jahresbestenlisten. Irrtümlich unter “Folk” abgelegt blieb es dabei, bis mir “… and star power” in die Hände fiel. Die stattliche Anzahl von 24 Titeln wirkte natürlich erst einmal abschreckend, aber die Neugier siegte.

Foxygen besteht im Kern aus Jonathan Rado and Sam France. Man kann sich nur vermuten, welche Musik die beiden Freunde während ihrer High School Jahre gemeinsam hörten. Ich denke The Rolling Stones, Pink Floyd, The Doors, ELO, The Velvet Underground, The Beatles und Bands die deren Sounds später aufgegriffen haben waren auf jeden Fall dabei.

Aus diesen Einflüssen und Folk und Indie mixt die Band auf ihrem dritten Album “… and star power” einen wilden Cocktail. Vor allem in der zweiten Hälfte klingt dieser über eine weite Strecke nach einer drogeninspirierten 60er/70er Jahre Rock Party. Das erste ohne ihren bisherigen Mentor Richard Swift produzierte Album markiert einen selbstbewusster Schritt.

24 Titel auf über 80 MInuten sind schwer zu umgreifen, aber die Einteilung in fünf Teile (= vier LP Seiten und eine davon “logisch” zweigeteilt) gibt Foxygen netterweise vor: Leicht verdaulich beginnt die Reise mit “Hits”, und dort finden sich auch meine Favoriten “How can you really”, “Cosmic vibrations” und “You & I”.

Die folgende “Star power suite” ist der Konzeptalbum-Teil auf “… and star power” und besteht aus vier Tracks, die am Stück gehört werden sollten.

Richtig psychedelisch wird es dann über sieben Titel während “The paranoid side”. Der Song “Cannibal holocaust" ist meine Empfehlung für diese Stufe des Wahnsinns. Selbsterklärend ist die Bezeichnung für die folgenden sechs Songs auf “Scream: Journey through hell”. Zu einem versöhnlichen Abschluss leitet “Hang on to love” mit dem kleinen Höhepunkt “"Everyone needs love” über.

“… and star power” ist ein Trip und für Freunde musikalischer Herausforderungen empfehlenswert. Mutige können auch das Konzert am 05.11.2014 in Berlin besuchen.

Das Video zu “How can you really”:

“… and star power” ist:

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