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Dienstag, 28. August 2012

Film: The Dark Knight Rises

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Wurden inzwischen schon alles Rezensionen zu diesem Film geschrieben? Ich vermute man wird diesen krönenden Abschluss der Nolan-Batman-Triologie nicht so schnell vergessen und spätestens bei Veröffentlichung des nächstens Batman-Films als Benchmark bemühen. Daher lasse auch ich noch ein paar Kommentare dazu los.

Direkt nach dem Besuch drängte sich die Frage auf: Ist der letzte Film der unter Christoper Nolans Regie entstandenen Batman-Triologie besser als “The Dark Knight”? Mir fällt der direkte Vergleich schwer, da die Filme doch sehr unterschiedlich sind. In “The Dark Knight” fiel dem Joker eine entscheidende und prägende Rolle zu und er rüttelt an den Grundpfeilern von Batmans und Bruce Waynes Leben. Dass er ganze Arbeit geleistet hat erkennt der Zuschauer zu Beginn von “The Dark Knight Rises”. Und nachdem Nolan Batmans Grenzen derart wirkungsvoll aufgezeigt hat wendet er sich höheren Zielen zu: Er lässt den aktuellen Bösewicht Bane mal gleich Gotham City an den Rand des Abgrunds bringen.

Auf die komplette Zerstörung der Stadt arbeitet der brutale Bane in “The Dark Knight Rises” hin. Vor allem Catwoman und der umtriebige Police Officer Blake holen Bruce Wayne aus seiner selbstgewählten Isolation heraus. Nicht in Höchstform aber dank Lucius Fox wieder sehr gut mit Equipment ausgestattet tritt er wieder als Batman in Erscheinung. Während Gotham City komplett von der Außenwelt isoliert auf das unausweichliche Ende der Stadt zusteuert nimmt er mit wenigen Verbündeten in diesem Endzeitszenario den Kampf gegen die übermächtige Armee des Gegners in einer anarchistisch-totalitär beherrschten Stadt auf. Vor allem diese Voraussetzungen machen “The Dark Knight Rises” besonders. Die ganze Stadt in der Hand eines Bösewichts (ein harmloses Wort für Bane), James Gordon und Blake als Anführer einer kleinen Gruppe von “Aufständischen”, Dr. Jonathan Crane / Scarecrow aus “Batman Begins” als Richter eines Tribunals der über Leben und Tod entscheidet und die anstehende Auslöschung der Stadt schreien nach einem Auftritt des “schwarzen Ritters”.

In “The Dark Knight Rises” werden einige Fäden aus “Batman Begins” und “The Dark Knight” aufgenommen und zu einem Strang verflochten. Die Kenntnis dieser Filme ist keine Voraussetzung für den Genuss des aktuellen Werks aber hilfreich. Am Ende werden sogar einige Anknüpfungspunkte für weitere filmische Interpretationen der Batman-Saga geliefert.

Die neu in Nolans Batman-Welt eingeführten und bereits in “Inception” von ihm promoteten Schauspieler Marion Cotillard (“Miranda Tate”), Tom Hardy (“Bane”, der zu seinem Glück eine Maske trug und so hoffentlich nicht für alle Zeiten mit dem Image des Bösewichts leben muss) und Joseph Gordon-Levitt (“Blake”) leisteten ganze Arbeit. Ich freue mich schon darauf, sie dank Nolans Schauspielertreue in weiteren Werken sehen zu dürfen. Anne Hathaway überrascht positiv als Catwoman und im direkten Vergleich mit Scarlett Johansson als Black Widow in “The Avengers” wirkt sie gar überzeugend (ich zitiere meine wissbegierige Kinobegleitung “Wie fandest Du Catwoman im Vergleich zu der anderen Frau aus dem anderen Film?”).

Vor allem ein Gedanke half mir dabei, die Qualität von “The Dark Knight Rises” zu bewerten: Unbestritten waren die Erwartungen an ihn nach dem gelobten und kommerziell sehr erfolgreichen “The Dark Knight” enorm hoch. Und üblicherweise können solche Erwartungen ja nur enttäuscht werden. Egal als wie “gut” man “The Dark Knight Rises” empfindet, kaum jemand wird behaupten können, dass er im Vergleich zum Vorgänger wirklich enttäuscht wurde. Und mit etwas Abstand betrachtet ist das die wirklich erstaunliche Leistung, die Nolan damit vollbracht hat. Aktuell liegt der Film im Einspielergebnis noch ca. 60 Millionen Dollar hinter dem Vorgänger. Das sollte zu schaffen sein…

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