Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Sonntag, 31. Juli 2011

Musik: Bon Iver – Bon Iver

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“Bon Iver” schwebt über den hinreichend erforschten Grenzen der üblichen Wahrnehmung aussagekräftiger Musik… um mit dem letzten Song unerfreulich gewöhnlich zu werden. Bis auf einen Song ist Vernon das “Upscaling” seiner Songwriterkunst wunderbar gelungen.

Auf leisen Sohlen sorgte Justin Vernon aka Bon Iver 2008 für viel Aufsehen. In fast allen Jahresbestenlisten war sein in einer isolierten Hütte entstandenes Debütalbum “For Emma, forever ago” zu finden. Ich anerkannte seine Fähigkeit, wunderbare Melodien zu erschaffen und diese wirken zu lassen. Allerdings war mir das Album zu reduziert und die Stimme über die komplette Spielzeit zu weinerlich. Die “Blood bank”-EP zeigte mir, dass Vernon durchaus kein verschrobener Langweiler ist und seine Zusammenarbeit mit Kanye West verleitete mich gar dazu, dessen Album “My beautiful dark twisted fantasy” zu erwerben.

Auf seinem Zweitwerk “Bon Iver” beweist Vernon nun, dass seine Kunst durchaus skalierbar ist und dass seine Melodien und Stimmungen auch komplette Orchester beschäftigten können. Die im Vergleich zum Vorgängeralbum umfangreichere Instrumentierung entschärft die Dominanz von Vernons Gesang und steigert für mein Empfinden die Wirkung der Songs. War “For Emm, forever ago” ein stimmungsvoller 8mm-Film, so bietet “Bon Iver” das Breitwand-Kinoerlebnis. 

In genialen Momenten entstehen so Indiefolk-Songs wie “Tower”, “Calgary” und “Perth”. In guten Momenten kommen zumindest noch akzeptable Coldplay-Songs ("Hinnom, TX") heraus. Doch beim letzten Song "Beth/Rest” geht die Pop-Anbiederung zu weit. Selten habe ich einen derart unwürdigen Abschluss für ein ansonsten wundervolles Album gehört. In einer Endlosschleife laden die ersten acht Songs zu einer nicht enden wollenden Reise durch und in Vernons Welt ein. Diese Einladung sollte jeder Fan solider Songwriter-Kunst annehmen.

Das Video zum Song “Calgary”:

“Bon Iver” ist:

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Samstag, 30. Juli 2011

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Smashing Pumpkins – Tonight, tonight

Welch großartiger Song, welch großartiges Album. 2005 habe ich meinen damaligen CD-Bestand gerippt und damals auf 192 kbit/s-Qualität gesetzt (Apple verkaufte zu diesem Zeitpunkt noch ernsthaft Songs mit 128kbit/s). Ich glaube ich muss da bei den wirklich wichtigen Alben noch einmal ran. “Mellon Collie & The Infinite Sadness” gehört definitiv in höchstmöglicher Qualität gespeichert.

Freitag, 29. Juli 2011

Podcast: All Songs Considered – Cry baby cry… songs that make you weep

Abgesehen davon, dass man NPRs “All songs considered”-Podcast wöchentlich hören sollte, ist die Ausgabe “Cry baby cry – songs that make you weep” besonders hörenswert. Die Moderatoren und Hörer wünschen sich Songs, welche sie zu Tränen rühren. Zusammen mit den dazu passenden Geschichten liefert der Podcast den idealen Soundtrack für den morgigen Tag…. falls dieser so trübe wird wie vorhergesagt.

Dort gibt es die Episode als Stream und Download oder alternativ im Dingsbums-Store als Podcast.

Donnerstag, 28. Juli 2011

Service und Kommunikation

Häufig erfordert Service Kommunikation. Man muss nun einmal mit dem Gegenüber abstimmen, um was es geht.

Daher finde ich es erstaunlich, dass gerade in der Kommunikationsbranche zwar kommuniziert wird, aber der Service annähernd komplett auf der Strecke bleibt. Ich wundere mich nicht mehr darüber, dass sich die Mitarbeiter bezüglich Vertragsbedingungen und technischen Angaben widersprechen.

Aber dass ich von einer Support-Mitarbeitern während eines (kurzen) Gesprächs angegähnt wurde, empfinde ich als den persönlichen Höhepunkt der Telefonerlebnisse dieser Woche.

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Mittwoch, 27. Juli 2011

Musik: My Morning Jacket - Circuital

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Die Mischung aus Indierock, Folk und Country wirkt auf Platte etwas gedämpft, doch sie macht Lust die Band einmal entfesselt im Konzert zu erleben.

Bei der aktuellen Wetterlage fällt die morgendliche Auswahl der Garderobe schwer: Wird es die leichte Sommerjacke, die Regenjacke oder doch ein wärmeres Kleidungsstück? Ähnlich ergeht es mir mit My Morning Jacket: Ich weiß nie, was der Song so bringen wird und was ich davon halten soll. Die Band wandelt auf “Circuital” zwischen Indierock teil monumentaler Ausprägung, poppigen Einschlägen und Folk / Country.

Auf Anhieb fallen mir nicht viele für mich relevante Musiker ein, die aus Kentucky kommen. My Morning Jacket ist eine der Bands, die im “Bluegrass state” beheimatet sind. Obwohl sie bereits seit 1998 fünf Alben veröffentlicht hatte, war mein Interesse bislang gering, weil ich sie unter “bestimmt zu Country-lastig” abgespeichert hatte. Doch dann kam mir einer der vielschichtigen und rockigen Songs zu Ohren und meine Neugier erwachte. Spätestens das unten eingebettete Video zeigt, dass ich mit meiner Vorstellung langweiliger Gitarrenzupfer falsch lag.

My Morning Jackets Frontman Jim James fungiert als Sänger und Songwriter der Band. Glaubt man dem Rolling Stone, gehört er gemeinsam mit den weiteren Gitarristen Carl Broemel zu den “20 New Guitar Gods”. Falls ihre Fähigkeiten an diesem Instrument wirklich besonderes Lob verdienen, setzen Jams und Broemel diese sehr subtil auf “Circuital” ein. Auch hier verweise ich auf das Video, welches einen tieferen Einblick in die Gitarrenarbeit der Band gibt. 

Als besonders eindrücklich empfinde ich den Opener “Victory dance”, den Titelsong, der auch von Bon Ivers aktuellem Werk stammen könnte und das rockige “Holdin’ on to black metal”. Und außerdem fesselt mich das Cover des Albums.

Ich weiß noch immer nicht so recht, was ich von “Circuital” halten soll, aber Indierock-Fans sollten sich von den Country- und Folk-Passagen nicht abschrecken lassen und Liebhaber der traditionelleren Musikrichtungen können dieser Mixtur bestimmt etwas abgewinnen. Und wenn ich dieses Live-Video zu “Holdin’ on to black metal” als Indiz werte bin ich mir sicher, dass mir eine Show der Band gefallen würde:

“Circuital” ist:

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Dienstag, 26. Juli 2011

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Björk - Crystalline

Ein recht typisches Björk-Video. Was bei Björk halt so “typisch” ist. Man könnte hoffen, dass das neue Album “Biophilia ” wieder etwas leichter verdaulich werden wird als einige der letzten Brocken, die uns so vorgeworfen wurden. Trotzdem werde ich nicht 500 Pound sterling für die “Ultimate Edition” des neuen Albums “Biophilia” ausgeben.

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Montag, 25. Juli 2011

Song: Noel Gallagher's High Flying Birds - The death of you and me

Beady Eyes Debütalbum hat mich nicht umgehauen. Ich bin gespannt, ob Noel Gallagher sein Potential mit seinen High Flying Birds “auf die Rille” bringt. Das Video zum Song “The death of you and me” gibt es dort. Nicht überraschend, aber nicht enttäuschend ist ja auch schon gut.

Sonntag, 24. Juli 2011

Musik: Apparat Organ Quartet - Pólýfónía

 

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Heavy Metal-Keyboards auf einer berauschen Verfolgungsjagd durch mit 8-Bit Technik generierte Weltraumwelten. Wunderbar.

Bei aller Ehrfurcht vor den musikalischen Pioniertaten in den 60er und 70er Jahren finde ich den Progrock dieser Zeit meist nur in homöopathischen Dosen erträglich. Das liegt an den unverkennbaren Keyboard- bzw. Synthesizer-Orgien, die jedem später geborenen Hörer einfach peinlich sein müssen. Und dann kommt eine isländische Band um die Ecke, die solche Klänge geschickt in ihr Gesamtwerk einbaut und damit einen ungetrübten Genuss erlaubt. Naive Melodien, Keyboards die Heavy Metal-Gitarren in ihrer Intensität imitieren und Stimmungen zwischen Heiterkeit und Bedrohung reißen während jedes Hördurchgangs mit. Das Debütalbum umschrieb ich vor Jahren mit “Kraftwerk on speed”. Das neueste Album wirkt vielseitiger und wird erst im September offiziell veröffentlicht, obwohl im Heimatland bereits seit letztem Jahr erhältlich ist.

Das Apparat Organ Quartet wurde 1999 gegründet und die aus vier Keyboardern und einem Schlagzeuger bestehende Band bringt es mit “Pólýfónía” erst auf zwei Alben. So nett die grundsätzliche Idee hinter der Musik ist, ein wesentlich größeres Output auf diesem Niveau würde sie wohl nicht erlauben. So freue ich mich alle paar Jahre auf ein wirklich nettes und hörenswertes Album der Band.

Die Band um den künstlerischen Tausendsassa Jóhann Jóhannsson verzichtet zur Erzeugung ihrer Musik auf moderne Computer und Sequencer. Statt dessen setzt sie auf teilweise vor der Verschrottung gerettete Technik.

Musikalisch begeistern mich besonders die Songs “Cargo frakt”, “Pentatronik” und “123 Forever”. Des Songtitels an sich wegen muss ich auch noch “Macht parat den Apparat” nennen.

Hier der Song “Cargo frakt”:

“Pólýfónía” klingt nach:

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Samstag, 23. Juli 2011

Freitag, 22. Juli 2011

Musik: Miss Li – Beats & Bruises

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Schwedenpop. Nicht mehr und nicht weniger.

Schaut man sich Miss Lis Website an, wird man von dieser Aussage aus dem schwedischen Aftonbladet begrüßt:

”Miss Li is amongst the most delightful things you can imagine ever to hit the swedish music scene in the 21st Century. She sounds like a wild mix of circus-cabaré-balkan-music hall- gypsy pop… Yes there are some quite easy identified influences from Kinks, Kate Bush, Tori Amos…and yet – She sounds like nothing else you have ever heard”

Nun preist eine schwedische Tageszeitung mit diesen Worten die schwedische Sängerin Linda Carlsson an, aber das Land ist bezüglich hörenswerter Musik bekanntlich kein Entwicklungsland und da Miss Li mit “Beats & bruises” bereits ihr fünftes Studioalbum vorlegt, scheint ja zumindest Substanz vorhanden zu sein. Obwohl ihre Songs schon für diverse TV-Serien (“Lost”, “24”, “Grey's Anatomy” und “Weeds”) und Werbespots (Apple und Volvo) herhalten mussten, scheint die Künstlerin immerhin noch zum verwöhnten Publikum des diesjährigen Haldern Pop-Festivals zu passen.

Obwohl Miss Li durchaus mit den Elementen einiger Musikgenres spielt, ist “Beats & bruises” ein recht eindeutiges Pop-Album. Doch dank der im Vergleich zur Musik gedämpften Texte und einem gewissen Einfallsreichtum hinsichtlich Instrumentierung und Einsatz der Stimme ist es nicht steril sondern angenehm “organisch”. Natürlich nenne ich nicht Kate Nash als Referenz, um die Fraktion der Nash-Hasser nicht auf den Plan zu rufen.

“You could have it (so much better without me)”, “My man” und “Hit it” sind aktuell die am ehesten von mir angesteuerten Songs auf “Beats & bruises”.

Das Video zu “I can´t get you off my mind”

und das zu “You could have it (so much better without me)”:

“Beats & bruises” ist:

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Donnerstag, 21. Juli 2011

Musik: Motopony - Motopony

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Folk mit kraftvollem Unterbau aus Rhythmen und Stromgitarren. Passt.

Diese Bands sollen laut last.fm ähnlich wie Motopony klingen:

  • We Are Augustines
  • Thieving Irons
  • The Quit
  • Get People

Ich kenne keine der Bands, fühle mich jedoch an

  • die Fleet Foxes
  • Radiohead
  • TV On The Radio
  • José Gonzalez
  • und die Eels

erinnert. Ich könnte noch weitere aufzählen, was vor allem auf Daniel Blues vielseitigen Gesang zurückzuführen ist.

Das 2009 gegründete Quartet aus Seattle verbindet auf seinem gleichnamigen Debütalbum “Motopony” Folk mit Trip Hop-Rhythmen und würzt die Mischung mit Indierock. Auf der Website der Band findet sich die u. a. Bezeichnung “hard-soul” und darunter fasse ich die Einflüsse zusammen, die ich nicht zuordnen kann. Im Folkkontext könnten die eben erwähnten Rhythmen sicher deplatziert wirken. Doch auf diesem Album geben sie in friedlich-erquickender Koexistenz Antrieb. Die Band vergleicht es mit dem Kontrast von Natur zu Maschinen sowie der Reise aus Amerikas Südwesten an die nordwestliche Pazifikküste.

Besonders gut gefallen mit der Song “Seer”, der von TV On The Radio stammen könnte, das gefühlvolle “God damn girl”, “27” und vor allem das spannende “Wake up”, welches einen wirklich guten Wecksong abgibt. Zum Einstieg kann ich “King of diamonds” empfehlen.

Hier ein Video einer Radio-Session des Songs “Seer”

und das zum Song “King of diamonds”:

Diesen gibt es in einer Akustik-Version dort als kostenlosen Download und an dieser Stelle wird das gesamte Album als Stream angeboten.

“Motopony” klingt nach:

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Mittwoch, 20. Juli 2011

Farbenlehre

Endlich mal eine nachvollziehbare Farbskala. Wenn jetzt noch die unnützen Farben zwischen “Orange” und “Rot” vereinheitlicht werden, kann auch ich mitreden.

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Dienstag, 19. Juli 2011

Vorfreude: The Dark Knight Rises

Viel gibt der Trailer für den in ca. einem Jahr anlaufenden dritten Teil der von Christopher Nolan inszenierten Batman-Triologie nicht preis. Aber auf die Stimmung kommt es an:

Song: Puscifer – Man overboard

Thom Yorke verhält sich zu Radiohead wie Maynard James Keenan mit seinem Projekt Puscifer zu Tool. Daher freue ich mich sehr über die Nachricht, dass über diesen Kanal ein neues Album entstanden ist. Im Oktober wird “Conditions of my parole” erscheinen und den Song “Man overboard” daraus gibt es dort als Stream.

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Montag, 18. Juli 2011

Sonntag, 17. Juli 2011

Trailer zu Captain America und vor allem: Tool – Forty six & 2

Captain America ist halt eine weitere Comic-Verfilmung und in dieser kämpft ein heroischer Amerikaner gegen böse Nazis. Doch dieser Trailer verschaffte mir Gänsehaut, weil ab 1:08 Minuten Tools “Forty six & 2” als musikalische Untermalung einsetzt. Ich glaube damit im Hintergrund würde mir sogar ein Bericht über Dressurreiten gefallen.

Daher hier noch einmal der ganze Song:

Samstag, 16. Juli 2011

Song: Red Hot Chili Peppers - The Adventures of Rain Dance Maggie

Die Red Hot Chili Peppers sind mal wieder ohne John Frusciante aber mit der neuen Single “The Adventures of Rain Dance Maggie” am Start. Das Album “I’m with you” erscheint erst in gut einem Monat, aber den ersten Eindruck gibt es bereits jetzt als Stream.

Freitag, 15. Juli 2011

Harry Potter = Stars Wars (The next generation)?

Das erste Harry Potter-Buch hatte ich noch gelesen. Da ich es spannungsmäßig in etwa auf Hanni & Nanni-Niveau einordnete, war mein Interesse damit auch schon erloschen. Erst dieser Vergleich zwischen Harry Potter und Star Wars macht mich wieder neugierig. Aber spätestens der Anblick eines weiteren Buches aus der Reihe wird mich heilen.

Donnerstag, 14. Juli 2011

Musik: Lamb - 5

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Stil- und stimmungssichere Mischung aus Trip Hop, Drum and bass und Singer/Songwriter. Wie sehr hat die Band Lamb doch in den letzten Jahren gefehlt.

Bereits vor 15 Jahren gründeten Lou Rhodes und Andy Barlow die Band Lamb. Auf dem gleichnamigen Debüt fanden sich der relativ erfolgreiche Song “Gorecki” und mit “Merge” eines der tollsten Instrumentals überhaupt. Nach vier Alben stellten die beiden Musiker im Jahr 2004 fest, dass sie als Band zu diesem Zeitpunkt weder künstlerisch noch in Bezug auf ihren Einfluss in den engen Grenzen eines Majorvertrages genug zu sagen hätten. Daher zogen sie einen Schlussstrich und auf Solopfaden los.

Obwohl die beiden in oder in der Nähe von Manchester leben, würde man sie wegen der prägenden Trip Hop-Rhythmen musikalisch eher in Bristol vermuten. Diese zum Teil beschleunigt in Drum and Bass-Regionen verbindet die Band mit vor allem durch Rhodes verkörperter Singer-/ Songwriterkunst, die an einigen Stellen auch stimmlich an Tori Amos erinnert. In dieser Schnittmenge manövriert die Band souverän und schüttelt die ein oder andere musikalische Schönheit aus dem Ärmel. Besonders gut gefielen mir Lamb in der Vergangenheit, wenn sie düstere Atmosphären ausloteten. Auf dem aktuellen Werk “5” erklimmen sie in dieser Richtung keine neuen Höhen bzw. Tiefen. Dafür beweisen sie, dass schleppende Rhythmen die Wirkung starker Singer-/Songwritersongs steigern können.

Besonders empfehlen muss ich die Songs “Butterfly effect”, “Wise enough” und “She walks”. Und dann gibt es da noch “Back to beginning”, ein intensives Duett mit Damien Rice, welches als Bonustrack auf “5” getarnt wurde, weil es sich nicht in die Reihenfolge der Titel einpassen wollte.

Das Video zu “Another language”:

Und hier der ältere Song “Transfatty acid” in der Version vom ebenfalls 2011 erschienenen Live-Album “Live at KoKo”:

Wer die bewegten Bilder dazu sehen möchte, kann und sollte dies dort tun.

Auf der Website der Band werden die Songs auszugsweise als Stream bereitgestellt.

Dieses Wochenende spielt die Band im Somerset House in London. Ich möchte nicht daran denken, was ich das verpassen werde.

“5” klingt nach:

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Mittwoch, 13. Juli 2011

Song: Austra – Lose it

Album und vor allem Konzert haben mich von Austras musikalischen Qualitäten überzeugt. Als Nachhilfe für Nachzügler gibt es den Song “Lose it” nun als kostenlosen Download.

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Montag, 11. Juli 2011

Konzert: PJ Harvey @ Jahrhunderthalle in Frankfurt, 10.07.2011

P1040172 (Small)PJ Harveys aktuelles Album “Let England shake” wurde in einer alten Kirche aufgenommen. Diese Umgebung inspirierte nicht nur die Musik sondern auch das Bühnenbild der aktuellen Tour. Kirchenmobiliar und in alte dicke “Gewänder” verpackte musikalische Begleiter (inklusive Mick Harvey und John Parish) standen nicht im Hintergrund sondern neben der komplett schwarz gekleideten Engländerin. P1040156 (Small)

Das passte vielleicht nicht zur Jahreszeit aber zu den Songs der aktuellen Platte. Diese wurde komplett dargeboten und darüber hinaus “The big guns called me back again”, die “B-Seite” von “The word that maketh murder”. Mit sieben älteren Songs wurde auch die Besucher eingefangen, die sich mit “Let England shake” noch nicht komplett angefreundet hatten. Für mich erstaunlich erklang kein Song meines PJ-Lieblingsalbums “Stories from the city, stories from the sea”. Ich würde gerne mal wissen, wie viele komplett verschiedene Setlists PJ Harvey auf die Beine stellen kann, ohne dass es viele Überschneidungen bei den Songs gibt oder das Publikum am Ende nicht begeistert ist.

P1040165 (Small)PJ überließ dem Bühnenbild und den Songs die Wirkung. Und das funktionierte. Ihre kühle Aura wurde erstmals gebrochen, als sie ihren Einsatz bei “In the dark places” verpatzte. Auch später konnte man sie ab und zu lächeln sehen. Leider kamen ihr außerhalb der Songs nur wenige Worte über die Lippen. Als derart scheues Reh hatte ich sie mir live nicht vorgestellt. 

Bei Ticketpreisen bis über 60 Euro ist es nicht erstaunlich, dass nicht alle Plätze in der Jahrhunderthalle besetzt waren. Da es keine Vorgruppe gab und das gut 90minütige Konzert recht pünktlich begann, verlief es bis auf die mitreißende Musik recht entspannt. Schön!

Die Setlist:

  • Let England Shake
  • The Words That Maketh Murder
  • All & Everyone
  • The Big Guns Called Me Back Again
  • Written On The Forehead
  • In The Dark Places
  • The Devil
  • Dear Darkness
  • The Glorious Land
  • The Last Living Rose
  • England
  • Pocket Knife
  • Bitter Branches
  • On Battleship Hill
  • Down By The Water
  • C'mon Billy
  • Hanging in the Wire
  • The Colour of the Earth

Zugaben:

  • The Sky Lit Up
  • Angelene

Sonntag, 10. Juli 2011

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: PJ Harvey – Down by the water

Früher im Musikfernsehen und heute live in Frankfurt, vielleicht machte mir das Video wegen der Vorfreude gerade eine Gänsehaut… oder weil es stark ist:

Samstag, 9. Juli 2011

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Focus – Hocus Pocus

Im Bereich Prog Rock wurden schon einige akustische Verbrechen begangen. Es gibt tatsächlich Menschen, die “Hocus Pocus” der Band Focus für einen Meilenstein der Rockmusik halten. Besonders die Gesangseinlagen bei 1:00 und 1:40 sind beachtenswert.

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Freitag, 8. Juli 2011

Musik: King Oliver’s Revolver - Gospel of the jazz man's church

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Überraschend unterhaltsame Mischung aus Swing, Gospel und Balkandisco. Nichts für Feiglinge aber für Menschen auf der Suche nach musikalischer Abwechslung.

Wenn sich einige Mitglieder einer Tangoband mit einer Bläserfraktion zusammentun bedarf es als Schmiermittel nur noch eines charismatischen Sängers und einiger weiterer Musikverrückter, um eines der buntesten Alben des Jahres zu fabrizieren. Und mit “bunt” meine ich nicht nur das ansprechend abstoßende Cover.

King Oliver's Revolver ist eine schwedische Band. Für deren Debüt “Gospel of the jazz man’s church” wurden neben den acht Bandmitgliedern noch ca. ein Dutzend weiterer Musiker angeheuert, um 14 beschwingte Songs einzuspielen.

king oliver

Das klingt mal nach Gipsy / Balkandisco, Filmmusik, Indiefolk, Swing, Polka und gesanglich ab und zu nach “Michael Bublé in cool”. Es ist nicht einfach, das Gesamtkunstwerk zu beschreiben. Ich greife auf Worte aus der Pressemitteilung zurück:

Das Stockholmer Oktett berauscht mit einem wilden Soundtrack voll zeichentrickartiger Ideen und einer lyrischen Bandbreite vom Alten Testament bis hin zu den Opiumhöhlen in Shanghai.

Texte in Songs sind mir meist egal. Doch im Falle von King Oliver’s Revolver dienen sie mir als Indikator: Obwohl man wegen der vielen und vielseitigen Instrumente und der zahlreichen Ideen und Stile ein überladenes Werk erwarten könnte, ist noch genug Raum für den stilsicheren und beeindruckenden Gesang und Textzeilen, die immer wieder erfolgreich um die Aufmerksamkeit des Hörers werben. Meine Lieblingstextzeile auf dem Album ist eindeutig “we all sleep to close to our ancestor’s graves”.

Diese stammt aus dem Song “The absence of love”. Neben diesem gefallen mir “Why did you go”, “On the day of reckoning” und “Bel tambouyé” besonders gut.

“Gospel of the jazz man’s church” ist nicht nur ein Ersatz für nicht besuchte Sonntagsgottesdienste sondern auch ein wirklich beschwingt-spaßiges Album für alle, die ab und zu etwas Abwechslung in ihren Hörgewohnheiten suchen.

Ein offizielles Video kann ich nicht bieten aber einen Clip, der zumindest einen Eindruck der Band vermittelt, wenn auch mit “Aushilfssinger”:

Auf der Bandcamp-Seite gibt es das gesamte Album in gewohnter Aufnahmequalität als Stream oder auch zum Download.

“Gospel of the jazz man’s church” klingt nach:

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Donnerstag, 7. Juli 2011

Hypothetische Coachella-Plakate

Das Coachella-Festival in USA konnten in den letzten Jahren immer wieder durch äußerst reizvolle Line-Ups glänzen. Da es die Veranstaltung erst sein 1999 gibt, hat da doch glatt jemand Plakate entworfen für die Festivals, die es nicht gab… und zwar in den Jahren 1969, 1972, 1975, 1982, 1984, 1987, 1990, 1992, und 1997. Nett!

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Mittwoch, 6. Juli 2011

Vorhören (zumindest auszugsweise): Radiohead – The king of limbs remixes

Zu Radioheads “The king of limbs” werden einige Remixe veröffentlicht. Die Songs “Little by little” bearbeitet von Caribou und “Lotus flower” im Jacques Greene Remix gibt es hier als Stream:

Dienstag, 5. Juli 2011

Radiocomedy – WARUM?

Nur in Ausnahmefällen höre ich Radio. Der Gipfel der akustischen Umweltverschmutzung sind sicherlich “Morning shows”. Und das Gipfelkreuz sind die “Radiocomedy”-Beiträge. Kürzlich passierte es mir an zwei aufeinander folgenden Tagen, dass ich beim CD-Wechsel im Auto von “Supermerkel” gequält wurde. Diese beiden Episoden waren so schlecht, dass ich wissen musste, wer so etwas produziert. Und siehe da: Dahinter verbergen sich der unvermeidliche Elmar Brandt und Peter Burtz.

Beide waren schon für den “Steuersong” verantwortlich (mit der Musik des „Ketchup Songs“ von Las Ketchup), Darüber hinaus arbeitet Burtz laut Wikipedia mit Showgrößen wie Toto & Harry, Gaby Köster und Bodo Bach. Bei so viel Originalität würde es mich nicht wundern, wenn er auch hinter der ein oder anderen Dissertation steckt, die Politikern zu ihren Titeln verhalf.

Wenn jedes Volk das Radioprogramm bekommt, welches es verdient…

Montag, 4. Juli 2011

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Jim Kroft - Ulysses

Im September wird Jim Krofts Album “The hermit and the hedonist” erscheinen. In der Reihe der Vorveröffentlichungen gibt es seit heute das Video zum Song “Ulysses”:


Jim Kroft - Ulysses von Revolver_Promotion

Aus den bisher erschienen Songs kann ich mir noch immer kein rechtes Bild über das Album machen. Mal sehen, wie es weitergeht…

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Sonntag, 3. Juli 2011

Buch: Ulrich C. Schreiber - Die Flucht der Ameisen

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Der Autor Ulrich C. Schreiber ist ein Geologie-Professor. Eines seiner Fachgebiete ist die Geologie des Westerwaldes. Da sein erstes Buch “Die Flucht der Ameisen” als Wissenschaftskrimi angepriesen wurde und mich der Hintergrund Vulkanismus rund um das Mittelrheintal interessiert, erwartete ich durchaus spannende Unterhaltung und noch ein wenig Horizonterweiterung.

Der Protagonist des Romans Gerhard Böhm ist ebenfalls Geologe und beschäftigt sich leidenschaftlich mit geologischen Exkursionen, die ihn u. a. in die Eifel, den Westerwald und ans bzw. ins Rheintal führen. Dabei folgt er Besonderheiten in der Bodenbeschaffenheit und stellt einen Zusammenhang zwischen diesen und dem Vorkommen von Ameisenhügeln fest (diese Idee verfolgt auch der Autor in der Realität). Böhm meint sogar aus dem Verhalten der Ameisen einen Vulkanausbruch vorhersagen zu können. Doch dann kommt es bereits zu dieser Katastrophe. Als Folgen des Ereignisses kommt es zur Bildung eines Lavadammes im Rheintal, welcher das Neuwieder Becken in eine Seenlandschaft verwandelt. Den Rest der Story schildere ich im nächsten Absatz, den potentielle Leser überspringen sollten.

“Die Flucht der Ameisen” beginnt recht verheißungsvoll. Doch bevor die Idee mit den Ameisenhügeln wirklich trägt, kommt es schon zum Vulkanausbruch. Auch dieser wird dann recht flott in den Hintergrund gerückt von den Folgen des Hochwassers, welches komplette Regionen überschwemmt. Anschließend wird kurz die Spur wertvoller Funde (vermeintlich der Nibelungenschatz) verfolgt. Bei Nachforschungen zu diesem Thema verunglückt Böhms Ex-Freundin tödlich, so dass anschließend einige familiäre Verwirrungen in den Mittelpunkt rücken. Böhm selbst gerät bei der Schatzsuche auch noch in Lebensgefahr, wird aber gerettet. Am Ende überwinden er und seine Frau die Ehekrise und der Lavadamm wird durch eine neuerliche Eruption weggesprengt und alles kann wieder gut werden.

Auf 300 Seiten werden also mindestens

  • Wissenschaftskrimi
  • Geologievorlesung
  • Katastrophenroman
  • Drama / Liebesgedöns
  • Schatzsuche und
  • Ameisengeschichte

miteinander kombiniert. Doch leider wurden diese Komponenten nicht sorgsam ineinander verwoben, sondern eher wie bei einem schlechten Remix aneinandergereiht. Dabei geht auch die anfänglich mühsam erarbeitete Spannung schnell verloren. Wenn Schreiber in seiner Lehrtätigkeit ähnlich strukturiert vorgeht, fühle ich mit seinen Studenten.

Ein Vulkanausbruch im Bereich Eifel / Westerwald kann irgendwann mal wieder vorkommen. Es bräuchte nicht viel Geschick eine Autors, auch eine daraus resultierende Hochwasserkatastrophe einigermaßen glaubhaft darzustellen. Gerade im Hinblick auf die aktuelle Restrisikopanik in Deutschland könnte eine solche Story wirklich ziehen (zumal Schreiber in seinem Buch auf die Folgen für die im Umkreis liegenden Atomkraftwerke eingeht). Aber dieses Potential wird mit “Die Flucht der Ameisen” ebensowenig gehoben wie der Nibelungenschatz. Das Buch erschien bereits 2006. Vor dem aktuellen Hintergrund würde sich der Autor vielleicht auf die Aspekte “Ameisen”, “Vulkanausbruch” und “Hochwasser” beschränken und daraus einen fesselnden Plot machen.

Freitag, 1. Juli 2011

Musik: The Black Lips – Arabia mountain

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Von Mark Ronson produzierter trockener Retro-Rock mit für das Genre untypisch hohem Unterhaltungsfaktor.

“Flower-Pop” nennen die Black Lips (der Link gebt zwar nicht viel an Inhalt her, aber das Bild ist einfach sehenswert) ihre Musik. Seit 1999 existiert die Band aus Atlanta, Georgia und “Arabia mountain” ist deren sechstes Album. “Newcomer” kann man sie also wohl kaum nennen und daher sträube ich mich dagegen, die Musik “rotzfrech” zu nennen. Daher ersetzte ich “rotzfrech” einfach durch “trocken”. Trocken rockt sich die Band durch einige Musikgenres und gibt ihnen fast allen die Atmosphäre der 60er Jahre (oder das was ich als Außenstehender mit der Zeit verbinde).

In musikalischen Referenzen ausgedrückt erinnert “Arabia mountain” u. a. an die Hives, Kinks, Weezer, Rolling Stones sowie an Kings Of Leon und die Eels jeweils in deren raueren Momenten.

Erstmals übernahm Mark Ronson die Produzentenrolle für diese Band. Gemeinsam gelang dem Team ein Album, welches trotz oder gerade wegen der grundsätzlichen Rohheit erstaunlich homogen aber nicht langweilig wirkt.

Die frühen Höhepunkte des Album sind für mich die Songs “Modern art” und “Mad dog”. Während mich ähnliche “Retro”-Alben häufig nach wenigen Songs ermüden lassen, weiß “Arabia mountain” durchaus über die gesamte Laufzeit zu unterhalten. Ein empfehlenswertes Album für Genrefreunde.

Ein aktuelles Video fand ich nicht, daher gibt es hier den Song “Bad kids” aus dem Jahr 2007:

Daytrotter hält übrigens dort Aufnahmen einer Session mit der Band bereit.

“Arabia mountain” ist:

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