Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Samstag, 9. Mai 2009

Musik: Bat For Lashes – Two suns

cover

Starke Frauen im Musikbusiness scheinen über mehr Persönlichkeit zu verfügen, als man sie in einer Rolle unterbringen kann. Björk lebt schon seit Jahren gleichzeitig in mehreren Welten, Tori Amos trat auf “American doll posse” als Pip, Santa, Isabel, Clyde und Tori auf und Natasha Khan aka Bat For Lashes (als würde ein Pseudonym nicht schon reichen) hat es auf “Two suns” mit dem Dualismus. Sie selbst erscheint zusätzlich als blonde “Pearl”, in den Texten geht es häufig um solche Gegensätze und im Booklet findet sich diese Aussage:

This album was born out of the coming together and journeying apart of two suns, two half hearts, celestial twins, a King and a Queen, and is dedicated to W – always connected.

“W” kenne ich nicht. Dualismus ist mir auch egal. Aber das Album gefällt mir. Neben Pearl unterstützen auf “Two suns” u. a. Mitglieder von Yeasayer rhythmisch und Scott Walker als Duettpartner.

Laut.de:

Zwischen Kate Bush und Björk angelegt, hat ihr Organ einen ungeheuren Reifegrad erreicht. Der Bat For Lashes-Kopf wechselt mit Leichtigkeit zwischen Arie und Native-American-Gesängen, lässt der 80s-Synth-Ballade "Daniel" eine samtige Liebe entspringen und setzt den spooky Hexensabbath "Two Planets" glaubwürdig in Szene. Hier hat offensichtlich jemand den Unterschied zwischen intensiv und forciert verstanden. […] Khans Zweitwerk ist reich an künstlerischer Kraft und ziemlich wahrscheinlich der zurzeit spannendste Popwurf aus Großbritannien ... ach was: Platte des Jahres!

Neben Kate Bush (ist es die ähnliche Stimme oder der ähnliche Hall-Effekt?) und Björk vervollständigen Tori Amos und PJ Harvey die Riege der beeindruckenden Referenzen. Trotzdem liefert Bat For Lashes ein eigenständiges Werk ab.

Besonders die Songs “Daniel” und “Pearl’s dream” helfen beim Einstieg in dieses Album, welchem man durchaus einige Durchgänge gewähren sollte. 

Das Video zu “Daniel”:

Nicht auf dem Album enthalten aber hörenswert sind eine Lo-Fi Version dieses Titels und eine Cover-Version des Kings Of Leon-Songs “Use somebody”. Beide gibt es bei Stereogum.

Technorati-Tags: ,

Keine Kommentare: