Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Konzert aus der Konserve: Florence + The Machine - Tiny desk concert

Hinter Bob Boilens Schreibtisch ist sogar Platz für eine Harfe. "June", "Patricia" und "Ship to wreck" sind die Titel, die Florence + The Machine im Rahmen ihres Tiny desk concerts darboten.



Mehr dazu direkt an der Quelle.

Dienstag, 16. Oktober 2018

Musik: Adam Naas - The love album

























Wenn schon Soul, dann bitte mit solch einer Stimme. 

Nein, ich werde nicht zum Soul- oder gar R 'n' B-Fan. Aber ich blicke immer mal wieder gerne in andere musikalische Richtungen (oder gar Abgründe). Aus dem Jahr 2017 blieb mir Algiers mit "The underside of power" in Erinnerung, dort passten Gospel, Soul und Punk-Rock zueinander. Dieses Jahr hat mich bereits Zeal & Ardors "Strange fruit" gefordert aber auch belohnt. Mit "The love album" habe ich nun Soul und sogar R 'n' B in "reinerer" Form eine Chance gegeben. Und auf diese Weise eine tolle Stimme kennengelernt. 

Adam Naas ist Mitte 20, doch mit rauchiger Soul-Stimme erklärt er seinen Hörern die Liebe oder zumindest seinen Blick auf diese. Aber er wohnt ja auch in der Stadt der Liebe und gilt daher per Definition als diesbezüglicher Experte. Darüber hinaus ist die Vielseitigkeit seines Gesangs beeindruckend. Ohne Vorkenntnisse würde ich bei jedem Titel überlegen, ob es sich um die Stimme einer Frau oder eines Mannes handelt. 

Musikalisch gewinnen bei mir vor allem die Titel mit flotteren Rhythmen. Namentlich sind das "True intimacy", "Cherry lipstick" und "Strange love". Wer ist besonders gefühlvoll mag, sollte an den letzten beiden Titeln "Love is never to blame" und "When you're holding me" seine Freude haben. 

Ich empfehle selten Soul-Alben. "The love album" ist hiermit geneigten Lesern empfohlen. 

Das Video zu "Cherry lipstick":

"The love album" ist:

Montag, 15. Oktober 2018

Bahnrekord

OK, die Bahn kann nichts für eine Geiselnahme... 

Aber alle Fahrgäste vom Hauptbahnhof mit Taxis auf die andere Rheinseite schicken und dort ohne Informationen auf Züge warten lassen, die nicht kommen... nun ja. Blöd für alle Menschen, die in irgendeiner Uniform rumliefen. Pawlow-mäßig bedeutet für einigen Menschen anscheinend "Uniform" = "Information". 

Dafür war die Stimmung unter den Reisenden fast durchgehend sehr freundlich und hilfsbereit. Sich vor einem Italiener für die Zustände in Deutschland rechtfertigen zu müssen war allerdings hart. 

Aktuell 3,5 h Verspätung. Das ist mein persönlicher Rekord.

Sonntag, 14. Oktober 2018

Drachenfels

Ich wusste gar nicht, welche Tourimassen der "Drachenfels" anzieht. Aber der Ausblick ist es wert, sich diesen mal anzuschließen.



Samstag, 13. Oktober 2018

Insekten und Gin

Bislang kannte ich "Chefkoch" nur als Rezeptseite im Internet. Zu dem offensichtlichen Zweck nutze ich sie ab und zu und auch zur Unterhaltung: Einfach mal die Kommentare unter den Rezepten lesen. Highlights sind Rückmeldungen von Usern wie "Das Rezept kannte ich schon." oder "Das kenne ich anders.".

Auf jeden Fall aus dieser Seite wohl ein kleines Kochuniversum entstanden mit Zeitschriften und einer Foodmesse, die heute im Hotel "Kameha Grand" in Bonn stattfand. 

Die Veranstaltung bestand aus drei Teilen: Der besagten Messe mit Ausstellern rund um das Thema essen. Gefühlt gab es an jedem zweiten Stand Gin. Darüber hinaus scheint das mit den Insekten wirklich zu versuchen, ein Trend zu werden. Vorträge und Workshops bildeten das Programm rund um die Stände. Und natürlich durfte der Foodcourt mit Foodtrucks nicht fehlen.

Sowohl Snackriegel als auch Nudeln mit Insekten waren absolut essbar und ohne das Wissen, dass ein Teil der Zutaten aus gemahlen Kerbtieren besteht wären diese Lebensmittel unauffällig gewesen. 



Weitere Stände griffen aktuelle Trends auf oder wollen welche starten: Smoothies als getrocknete Snacks (schmackhaft aber mit gewöhnungsbedürftiger Konsistenz)


Tsampa (was Sherpas schätzen, muss für den gesundheitsbewussten Großstädter gut sein), natürlich Sushi, Tee, Kaffee,... Positiv überraschten mich die aus der Jackfruit produzierten Lebensmittel. 

Es ist schön zu sehen, welche Vielfalt dem Konsumenten angeboten wird. Ich bin gespannt, welche Produkte und für unsere Breitengrade ungewohnten Lebensmittel den Weg auf den Teller der "Masse" finden werden.

Interessant war das Gespräch mit einem Unternehmen, welches u. a. Lebensmittelhersteller bei der akustischen Gestaltung ihrere Produkte unterstützt. Wie knacken hochwertige Chips und wie die günstigen Varianten?







Freitag, 12. Oktober 2018

Musik: Slaves - Acts of fear and love

























(T)rotzig wie der Brexit. 

Die Stimmung auf der Insel stelle ich mir so vor: Ein Teil der Bevölkerung möchte trotzig endlich raus aus der EU und ein anderer Teil ist trotzig, weil dieser Schritt bevorsteht. Die Slaves liefern den Soundtrack für beide Gruppen. 

Genug Punk, um frech zu wirken und gleichzeitig genug musikalischer Hubraum, um eine breitere Hörerschaft anzusprechen: Den kleinen Clubs sollten die Slaves mit diesem Album dauerhaft entwachsen sein. Irgendwie fühle ich mich an die Ärzte erinnert, und das liegt nicht nur am Sänger Isaac Holman, der nebenbei stehend die Drums bedient. Die Tatsache, dass er auf diesem Album verstärkt singt, trägt stark zu der "Harmonisierung" der Band bei. Bei einigen Songs muss ich Art Bruts Eddie Argos denken.  


Das Duo aus Kent veröffentlicht seit 2015 Alben und wie alle Vorgänger schaffte es auch das dritte Werk "Acts of fear and love" in ihrer Heimat in die Top 10. 


"The lives they wish they had", "Magnolia" und vor allem "Artifical intelligence" sind meine Anspieltipps für dieses kurzweilige Album. 

Das Video zu "Cut and run":


Und ähnlich ansprechend choreographiert "Magnolia":


Die Slaves haben gute Chancen, mich auf einen ihrer Auftritte zu locken:
  • 21.10. Berlin
  • 22.10. Hamburg
  • 25.10. München
  • 04.11. Köln
"Acts of fear and love" klingt nach:

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Razorlight - Carry yourself

Die Bremer Stadtmusikanten als Musikvideo:


Das neue Album "Olympus sleeping" der Band um Johnny Borrell wird am 26.10. erscheinen.

Dienstag, 9. Oktober 2018

Mainz







Montag, 8. Oktober 2018

Konzert: Ólafur Arnalds im Kurhaus in Wiesbaden, 07.10.2018

Annähernd klassische Musik im Kurhaus. 

Vor fünf Jahren lieferte der Isländer Ólafur Arnalds in der Wiesbadener Ringkirche ein nach meiner damaligen Einschätzung perfektes Konzert in perfekter Atmosphäre ab. Dieses Jahr bot das Kurhaus den Rahmen für Arnalds aktuelle Tour.



Sowohl in der Instrumentierung (Klavier(e), vier Streicher + Rhythmus) als auch im Ergebnis kommt Arnalds Output klassischer Musik sehr nahe. Aber auch in diesem Umfeld gibt es offensichtlich noch Innovationen: Arnalds hat eigens die Software "Stratus" entwickelt. Diese ermöglicht es ihm, drei Klaviere gleichzeitig zu spielen / anzusteuern. Das Zusammenspiel der Instrumente entwickelt sich dynamisch, d. h. grundsätzlich entstehen durchaus unerwartete Sequenzen. Schon vor Beginn des Konzerts "unterhielten" sich die Klaviere zur Unterhaltung der neugierigen Besucher. 



Während des Konzerts in Wiesbaden überraschte "Stratus" offensichtlich sogar seinen Entwickler durch Eigenleben. Bug oder feature? Es wäre interessant zu erleben, zu welcher Musik ungefesselte künstliche Intelligenz führen würde. 

Recht pünktlich gegen acht Uhr betrat Arnalds die Bühne. Die Stimmung war rasch sehr bedächtig. Das Publikum vieler Altersklassen wusste sich weitgehend der Location entsprechend angemessen zu benehmen. 


Wie bereits beim letzten Konzert wirkte Arnalds durch seine Ansprachen (z. B. zu der Aussicht auf ca. 150 weitere Konzerte in den nächsten 18 Monaten auf Tour und zu absolut stillen Neujahrstag im März auf einer indonesischen Insel) zum Publikum sehr nahbar und bodenständig. Nach diesen unterhaltsamen Einlagen tauchte er aber immer wieder rasch in seine eigene musikalische Welt ab, an der er seine Hörer teilhaben lässt. 


Ähnlich wie die beiden zusätzlichen Klaviere wirkten auch die weiteren Musiker gut eingespielt.





Stellenweise ist mir das Konzert über mehr als 100 Minuten etwas sehr ruhig geraten. Und so ein wenig Gesang an der einen oder anderen Stelle hätte ich auch vertragen. Aber das Gesamtkonzept der Tour ist stimmig und ich wünsche Ólafur Arnalds und seiner Band erquickliche 18 Monate auf dieser Tour. Es würde mich nicht wundern, wenn er danach mal wieder an die Punkrock-Zeit seiner musikalischen Frühentwicklung anknüpfen würde. ;-)