Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Mittwoch, 26. Januar 2011

Musik: Pearl Jam – Live on ten legs

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Pearl Jam hat tolle Songs und tolle Alben gemacht und die Konzerte der Band sind sehr beliebt. Auf bislang neun Studioalben waren knapp 120 Songs zu finden. Dazu kamen noch B-Seiten, Soundtrackbeiträge u. ä.. Mit einigen Cover-Versionen kommen die Grunge-Veteranen also auf ein Repertoire von ca. 130 Songs. Fast alle Kombinationsmöglichkeiten dieser Auswahl müssten inzwischen auf den unzähligen offiziellen Live-Alben, offiziellen Bootlegs und inoffiziellen Bootlegs dokumentiert sein.

Anscheinend hat die Band aber in den Liveaufnahmen der Jahre 2003-2010 noch eine imaginäre Setlist entdeckt, welche die Vorlage für die Reihenfolge der Songs auf “Live on ten legs” bildete. Die Gestaltung lehnt sich an die des ersten offiziellen Live-Album “Live on two legs” aus dem Jahr 1998 an.

Mit zwei Coverversionen (“Arms aloft” und “Public image”) und der B-Seite “Yellow ledbetter” sind einige Raritäten auf dem Album enthalten. Darüber hinaus sollten die grundsätzliche Qualität der Songs und die auch Live beeindruckend perfekt abgemischten Gitarren für jeden Fan genug Kaufanreize bieten. Hardcore-Fans greifen natürlich zur “Deluxe Limited Box”, die sich so auspackt:

Ansonsten ist es halt einfach ein weiteres Live-Album der Band.

“Rearview mirror” ist auf “Live in ten legs” etwas zu sehr hingerotzt, dafür entschädigt eine beeindruckende Interpretation von “Porch”.

Die Songs auf “Live on ten legs” stammen von:

image Keiner der auf “No code” veröffentlichten Songs hat es auf die CD geschafft.

Dienstag, 25. Januar 2011

Musik: Wire – Red barked tree

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Mit den Bezeichnungen “Post-Punk” und “Post-Rock” tue ich mich immer schwer. Mit “Red barked tree” veröffentlichte dieses Jahr allerdings eine Londoner Band ihr zwölftes Studioalbum, welche das Präfix “Post” verdient, hat sie doch die vielen Wirrungen des Punk und des Rock der letzten Jahrzehnte zum Teil aktiv und zum Teil im Winterschlaf überlebt. Wire wurde bereits 1976 gegründet. Bis heute wurden allerdings “nur” 21 Jahre aktiv genutzt. Drei Bandauflösungen wollten schließlich auch noch in der Bandgeschichte untergebracht werden. Dabei ging bislang nur eines der vier Gründungsmitglieder “verloren”.

Zu Beginn ihrer Karriere stand die Band dem Punk nahe und sie beeinflusste dessen Entwicklung auf der Insel. Dieses engen Korsetts entledigte sie sich aber bald um weitere musikalische Möglichkeiten zu erforschen. Ende der 70er Jahre setzte Wire gar in begrenztem Umfang Synthesizer ein. 

Heute müssen sie anscheinend weder sich noch ihren Zuhörern etwas beweisen. Sie konzentrieren sich auf ihre erprobten Stärken. Wirklich experimentell ist “Red barked tree” daher nicht nicht. Aber erfreulich geerdet.

Und was können junge aufstrebende Bands von den “alten Herren” lernen? Klischeeverzicht! Wenn es atmosphärisch-düster klingen soll, kommt Wire ohne verwaschene und dämpfende Shoegaze-Wälle aus. Soll es punkig sein, muss es nicht nerven. Ist es Rock, dann wird er nicht breitbeinig zelebriert. 

“Red barked tree” ist ein tolles Rockalbum und allen Genrefans empfohlen.

Live kann man sich von der Vitalität der Band überzeugen:

  • 25.02. München
  • 26.02. Berlin
  • 28.02. Köln
  • 01.03. Hamburg

“Red barked tree” ist:

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Montag, 24. Januar 2011

Mixtape-Wichteln #2: Motto “Kontinente” (passiv)

Heuni hat mich im Rahmen des “Mixtape-Wichteln Kontiente” mit einer Mix-CD bedacht. “The sounds of earth” nennt sich die Zusammenstellung und Heuni bemühte gleich zwei Kontinente, um dem Motto gerecht zu werden.

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Ich bediene mich mal ganz frech der Erläuterungen, die Heuni mir netterweise begleitend zur CD zukommen ließ:

“Bei meiner Reise durch die Welt sollen Dir ein paar tolle Songs begegnen.

Beginnen werden wir unsere Reise zwar in Deutschland, aber die ersten beiden Songs sollen geprägt sein durch den schottischen Dudelsack, Geigen, Schalmeien und natürlich auch Gitarren, Bass und Schlagzeug.

Wir beginnen und zählen das Hexeneinmaleins der Band Schandmaul und begeben uns weiter mit dem flotten Titel Tulla von Saltatio Morits.

Weiter geht es runter nach England, wo eine der einflussreichsten Heavy Metal Bands der Welt ihr Unwesen treiben und stimmen ein zu dem live absolut fantastischen Blood Brothers von Iron Maiden um darauf eine völlig andere Art der Musik von The Beatles mit Hey Jude geboten zu bekommen

In Deutschland angekommen lauschen wir einer Gruppe, die ohne Instrumente, dafür mit dem Mund und der Stimme Musik macht. Die Wise Guts singen Schiller.

Etwas härter wird es dann wieder mit Letzte Instanz und Unsterblich.

Wir fliegen, fahren oder schwimmen über den großen Teich, um Folk Rock aus Amerika zu hören. Die Counting Crows heizen mit Mr. Jones und Anna begins ein.

Wir bleiben auf diesem Kontinent, werden aber der "schwarzen" Musik Beachtung schenken und jazzen mit Louis Armstrongs When the Saints go marching in und Miles Davis' So What.

Abschließend werden wir dem Blues eine große Chance geben und dem Duett zwischen B.B. King und Eric Clapton, den Three O'Clock Blues und Ryan Adams Firecracker lauschen.”

Die Zusammenstellung ist abwechslungsreich und daher unterhaltsam. Bis auf den Bruch zwischen Iron Maiden und den Beatles und “Unsterblich” sind die Übergänge gut gewählt. Mit den bandgewordenen Soundtracks für Mittelalterfans konnte ich noch nie viel anfangen. Aber es ist ok, mal wieder einen Standortabgleich gemacht zu haben. “Schiller” der Wise Guys ist eine nette Entdeckung für mich und danach gibt es mit “Unsterblich” nur einen kurzen Rückschlag bevor sich der Sampler mit dem Transfer auf den amerikanischen Kontinent in sichere Fahrwässer begibt und mein ungetrübtes Gefallen findet.

Eine gelungene Zusammenstellung, die mir Spaß bereitet hat und mich mit Musik in Kontakt brachte, die ich ansonsten nicht beachte. So soll es sein. Vielen Dank, Heuni!

Sonntag, 23. Januar 2011

Musik: Helgi Jónsson - Blindfolded

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Helgi Jónssons vorletztjähriges Album “For the rest of my childhood” war für mich eine der Entdeckungen des Jahres 2009. “Between tours” hat er an einem neuen Album gearbeitet, welches noch dieses Jahr erscheinen soll. Es fielen aber auch sieben Songs für die EP “Blindfolded” ab. Diese ist bereits seit dem 21.01. erhältlich.

Das knapp 25 minütige Werk beginnt überraschend indierockig/britpoppig mit “Make me fall” um danach Helgis Stärke mit zwei Singer/Songwriter-Nummern zu unterstreichen. An ein kurzes Bläserzwischenspiel schließt die triefende Ballade “Wild hearts run out of time” an. “Thu matt alltaf gista her” fischt ansprechend in Sigur Rós-Gewässern. Abgeschlossen wird der Trip mit einem sphärischen Instrumental.

Gerade im Hinblick auf die knappe Spielzeit sind recht viele Ideen auf “Blindfolded” enthalten. Obwohl jeder Song seine Reize hat, fühle ich mich konzeptionell an die Vorauswahl für den nächsten Lena-Eurovision Song Contest Song erinnert. Ich bin gespannt, ob sich Helgi auf seinem nächsten Album für eine Richtung entscheiden kann oder ob er ein vielseitiges aber hoffentlich homogenes Konzept vorzieht. Einen guten Überblick über seine Möglichkeiten gibt “Blindfolded” auf jeden Fall. Gerade an trüben Tagen kann man sich der gedeckten Stimmung hingeben.

Vorsicht Klingentonwerbung: Bitten nach der Verwendung seiner Songs als Klingelton kam Helgi nicht nach. Statt dessen komponierte er “Helgitones”, die es dort und dort als kostenlosen Download gibt.

Helgi Jónsson finanziert die EP über Pledgemusic.

Im deutschsprachigen Raum tritt Helgi demnächst hier auf:

  • 27/01/2011 Berlin PrivatClub, DE
  • 29/01/2011 Graz Orpheum, AT

Weitere Solodaten sollen folgen. Bis dahin kann man ihn auch als Support für Tina Dico erleben:

  • 21/03/2011 Hamburg Fliegende Bauten, DE
  • 22/03/2011 Osnabrück Rosenhof, DE
  • 23/03/2011 Düsseldorf Savoy, DE
  • 24/03/2011 Mülheim a.d. Ruhr Stadthalle, DE
  • 25.03.2011 Münster Jovel, DE
  • 27.03.2011 Mainz Frankfurter Hof, DE
  • 28.03.2011 Karlsruhe Tollhaus, DE
  • 29.03.2011 Leipzig Theaterfabrik, DE
  • 30.03.2011 Kiel Kieler Schloss, DE

“Blindfolded” klingt nach:

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Samstag, 22. Januar 2011

Song: Smashing Pumpkins – The fellowship

Der bunte Reigen der “Teargarden by kaleidyscope”-Veröffentlichungen geht weiter. Hier “The fellowship” und die älteren Songs:

Freitag, 21. Januar 2011

Amerika entdeckt die Welt

Vor vielen Jahren sah die Welt in den Augen vieler Amerikaner ungefähr so aus.

Nach hauptsächlich unter dem Vorwand der Friedenssicherung und Kriegsführung gesponserten Reisen hat sich ein differenzierteres Bild herausgebildet. Kriegen bildet.

Donnerstag, 20. Januar 2011

Song / Konzert aus der Konserve: The Low Anthem – Ghost woman blues @ Letterman

Bis zur Veröffentlichung des Albums “Smart flesh” von The Low Anthem dauert es leider noch einen Monat. Viel Zeit um sich noch einmal oder erstmals mit dem hörenswerten Vorgänger “Oh my god, Charlie Darwin” zu befassen.

Eine Live-Version des neuen Songs “Ghost woman blues” bot die Band bei David Letterman dar:

Alternativ gibt es auch ein offizielles Video zur Studioversion:

Mittwoch, 19. Januar 2011

Musik: Sarsaparilla – Everyone here seems so familiar

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“Sarsaparilla” ist der englische Ausdruck für Stechwinden. Verschiedene Getränke wurden und werden aus dieser Zutat hergestellt. Yosemite Sam bestellte es gerne und in Europa wurde es vor vielen Jahren als Mittel gegen Syphilis verwendet.

Sarsaparilla ist aber auch der Name einer Band aus Berlin, die sich laut Myspace dem Genre “Andere / Folk” verschrieben hat und auf dem Album “Everyone here seems so familiar” nicht minder vielseitig erscheint als die Verwendung der oben genannte Pflanze.

Hinter der Band steckt der gebürtige Amerikaner und Wahlberliner Brandon Miller. Als musikalische Einflüsse nennt er Led Zeppelin, die Pixies, Tom Waits, Radiohead und Beethoven. Letzteren hörte ich auf dem Album nicht heraus, dafür aber Damien Rice und Gomez. Melancholische Singer/Songwriter-Nummern machen den Großteil der Songs auf “Everyone here seems so familiar” aus. Hin und wieder wird Miller aber experimentierfreudig. Das stört vielleicht etwas die Grundstimmung des Albums, sorgt aber für Abwechslung. Und so ein paar Rock- und Indiefolksongs oder ein Trompetensolo hat bislang selten einem Album geschadet.

Seit 2006 ist Miller musikalisch aktiv. Vier Platten hat er bereits in Eigenregie fabriziert. Mir scheint viele der dort erprobten Ideen wurden auf “Everyone here seems so familiar” zusammengeführt. Vielleicht könnte etwas Fokussierung das Album noch “zwingender” machen und noch weiter unter die Haut gehen. Aber vielleicht macht auch gerade die Abwechslung den Reiz aus. Mein endgültiges Urteil steht noch aus.

Wer auf einen visuellen Eindruck zum Album besteht, kann diesem Drang mit diesem Live-Video nachkommen.

Im “Grünen Salon” in Berlin wird am 21.01.2011 die Veröffentlichung des Album gefeiert.

“Everyone here seems so familiar” klingt nach:

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Dienstag, 18. Januar 2011

Video: Best Coast – Crazy for you

Das gleichnamige Album warf vor allem den Hit “Boyfriend” ab und nun gibt es auch ein sehenswertes Video zum Titelsong:

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