Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Mittwoch, 10. Februar 2010

Fahrplan, Flugplan, Streikplan

Schlimm genug, dass man bei der Wahl des Verkehrsmittels je nach Start und Ziel nur zwischen Pest und Cholera wählen kann. Dass aktuell bei der Reiseplanung aber auch noch eventuelle Streiks einkalkuliert werden wollen, finde ich mehr als ärgerlich. Was nützt mir ein flotter Flug, wenn er dann doch nur verspätet oder gar nicht fliegt geht. Vielleicht doch lieber Bahn und vorsorglich das besorgen.

Apropos: Der öffentlichen Dienst wartet weiter auf ein Angebot. Die IG Metall startet ohne konkrete Forderung. Die beiden könnten sich doch schnell einigen. Und Verdi soll halt mit der Wunschmaschine des Sams’ verhandeln. Vielleicht gibt die 5%.

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Dienstag, 9. Februar 2010

Musik: Midlake – The courage of others

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Mit Midlake hatte ich mich bis vor wenigen Wochen noch nicht befasst. 1999 gegründet, veröffentlichte die Band aus Denton, Texas mit “The courage of others” kürzlich ihr drittes Werk.

Courage benötigt der Hörer nicht, um sich an dieses Album heranzutrauen. Es ist so auf Wohlklang ausgelegt, dass es kaum jemandem wehtun kann. Zu Beginn dachte ich, die Fleet Foxes hätten sich sehr intensiv mit Instrumenten befasst oder eine richtig gute Band engagiert. Stattdessen aber geht Midlake auf die Zusammenrottung einiger Jazzstudenten im Jahr 1999 in Texas zurück. Das erste Album folgte 2004, zwei Jahre später folgte das Zweitwerk. Nach einigen Konzerten zog sich die Band 2007 komplett zurück, um sich der Arbeit an “The courage of others” zu widmen.

Das Ergebnis vereint Gesang und Instrumente zu einem Volksfest der Harmonien. Viele Songs tragen den geneigten Hörer auf Adlerschwingen in selten erreichte Höhen. Doch leider gibt es zwischendurch einen argen Rückschlag "(“Fortune”), welcher meine Stimmung im Expressaufzug nach unten befördern. Gegen Ende lässt das Album noch einmal nach. Vielleicht ist es “unfair”, die wenigen Ausfälle so stark zu bewerten, aber “The courage of others” kann in meinen Ohren nur als Gesamtwerk bestehen. So hinterlässt das Album keine ungetrübte Begeisterung, aber staunende Bewunderung für die Mehrzahl der Songs. Fleet Foxes- und Fleetwood Mac-Fans können bedenkenlos zugreifen. Damit sollten mindestens zwei Generation von Musikfans adressiert sein. In der richtigen Stimmung sollte das Album auch viele weitere Hörer ansprechen.

Das Video zu “Acts of man”:

“The courage of others” klingt nach:

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Montag, 8. Februar 2010

Vorhören: Shearwater – The golden archipelago

Einige Songs des Vorgängeralbums “Rook” klingen mir noch in den Ohren. In einigen Tagen erscheint “The golden archipelago” und hier kann man es sich im Stream anhören.

Sonntag, 7. Februar 2010

Video: Karpatenhund - Wald

In einem Wald bei Hannover entstand das Video zu einer der besten deutschen Singles des Jahres 2009:

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Samstag, 6. Februar 2010

Eine schöne Seite der Bahn…

…sah kürzlich ungefähr so aus:

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Hauptbahnhof Frankfurt.

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Freitag, 5. Februar 2010

Musik: Massive Attack - Heligoland

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Wenn eine Vielzahl illustrer musikalischer Gäste versammelt sind, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein Benefiz-Veranstaltung… oder um ein neues Massive Attack-Album.

“Mezzanine” aus dem Jahr 1998 war m. E. ein Jahrtausendalbum. Der Nachfolger "100th window” aus dem Jahr 2003 konnte dieses Niveau nicht erreichen, war aber mit etwas Abstand betrachtet nicht wirklich schlecht. Wirkliche Überraschungen erwartete ich von der Band aber nicht mehr, bis ich sie 2008 live erlebte. Ich hätte nicht gedacht, dass der ideale Soundtrack für coole Lounges auch auf der Bühne derart mitreißend funktionieren könnte.

Horace Andy, Damon Albarn (Blur, Gorillaz,…), Tunde Adebimpe (TV On The Radio), Guy Garvey (Elbow), Hope Sandoval (Mazzy Star) und Martina Topley-Bird (Massive Attack-Urgestein) trugen mit ihren Stimmen zu “Heligoland” bei. Die Liste der Songs mit anderen Gästen, die seit 2003 aufgenommen wurden und nicht auf dem Album landeten ist nicht kürzer.

In den mehr als 20 Jahren ihres Bestehens brachte es die ehemals als “Wild bunch” gestartete Band erst auf fünf Studioalben. Hinzu kommen Remix-Platten und viele Soundtrack-Beiträge. Konstant geblieben ist die grundlegende Bedeutung der zum Teil schleppenden Beats und die Tatsache, dass vor allem die Gastsänger zu den Höhepunkten der Band beitrugen. Das Konzept funktioniert auch wieder auf der aktuellen Platte. Wirklich Neuerungen sind nicht zu entdecken und jeder Songs ist unverkennbar Massive Attack. Musik für viele Stimmungen und viele Käufer. Und vor allem ist jedes Album der Band aus Bristol eine tolle Gelegenheit, sich dem nun umfangreicheren Gesamtwerk hinzugeben.

Das Video zu “Splitting the atom”:

Und “Saturday come slow” mit Damon Albarn:

“Heligoland” klingt nach:

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Donnerstag, 4. Februar 2010

Video: Mein Mio - Frag mich nochmal

Mein Mios Album “Irgendwo in dieser großen Stadt” hatte ich bereits vorgestellt. Demnächst erscheint die die Single “Frag mich nochmal” und das ist das Video dazu:

Schön.

Mittwoch, 3. Februar 2010

Knietief

Mal wieder ein paar Schneefotos, aufgenommen im Westerwald am letzten Wochenende.

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Dienstag, 2. Februar 2010

Konzert: Fanfarlo in der Prinzenbar Hamburg, 01.02.2010

In Bezug auf Konzert bin ich in den letzten Monaten etwas orientierungslos. Wirklich große Konzerte interessieren mich kaum noch. Viele wirklich gute Bands habe ich schon häufig genug gesehen. Da kam mir ein Fanfarlo-Konzert gerade recht und die Prinzenbar in Hamburg erwies sich als ideale Lokation.

Der Wahl-Hamburger und Exil-Würzburger Spaceman Spiff lieferte vorab ein solides Set ab. Der Multiinstrumentalist Felix Weigt an seiner Seite glänzte mit  lustigen Einfällen. Vor allem die “wilderen” Songs rissen mich und einige andere Besucher mit.

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Gegen 21.30 Uhr war die Zeit reif für Fanfarlo. Simon Balthazar und Cathy Lucas wärmten das Publikum auf, bevor der Rest der Band die Londoner Rasselbande komplettierte. Nicht nur durch seine Stimme sondern auch durch seine Präsenz beeindruckte mich Simon. Zu einigen Zeitpunkten fühlte ich mich an David Byrne zu “Stop making sense”-Zeiten erinnert.

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Auch jeder der weiteren Musiker hinterließ durchaus Eindruck. Ich wusste nie, ob ich mich der Musik hingeben oder der Band bei ihrem Treiben zuschauen sollte. 

Diese Songs wurden innerhalb einer knappen Stunde und ohne viele weitere Worte dargeboten:

  • Drowning men
  • I'm a pilot
  • Harold T. Wilkins, or how to wait for a very long time
  • We live by the lake
  • Finish line
  • Atlas
  • The walls are coming down
  • Ghosts
  • Waiting in the wings
  • Comets
  • Luna
  • Zugabe: Fire escape

Freundliche Songs trafen auf ein freundliches Publikum. So hinterließ das Konzert bei fast allen Besuchern ein Lächeln. P1000154 (Small)