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Donnerstag, 28. April 2011

Musik: Yuck - Yuck

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Die Gnade der späten Geburt lässt Yuck die Früchte ernten, die andere Bands vor langer Zeit gesät haben.

Die Hälfte der Mitglieder der Band Yuck kommt aus England und war vorher bei der Cajun Dance Party aktiv. Die beiden anderen Musiker stammt aus Japan und den USA. Ähnlich bunt wie diese Mischung ist das musikalische Ergebnis “Yuck”. Da werden so ziemlich alle gitarrenlastigen Stile zitiert, die Anfang der 90er Jahre in geneigten Kreisen den Ton angaben. Der Hörer wird fast unausweichlich an Pavement, Dinosaur Jr. und Sonic Youth erinnert.

Die Spannung bis zur Veröffentlichung des Debütalbums hielt die Band lange aufrecht und die kaum überhörbaren Lobeshymnen der schreibenden Musikfans tragen diese nun noch ein Stück weiter. Obwohl die Vorzeichen auch für ein wohlwollendes Urteil meinerseits durchaus gut waren, hat mich das Album nicht überzeugt. Die Songs “Get away”, “Operation” und “Rubber” erfreuten mich bei jedem Durchlauf. Viele Titel dazwischen langweilen jedoch.

Die oben erwähnten Referenzband waren ihrer Zeit jeweils voraus und daher kann Yuck nun von dem ein oder anderen Feld ernten, welches vor 15-20 Jahren bestellt wurde. Doch Yuck wäre damals nur in der zweiten oder dritten Reihe mitgelaufen und heute überraschen sie wirklich nicht mit neuen Ideen. Vielleicht möchte die musikalische Welt auch einfach gerecht sein und die beiden Ex-Cajun Dance Party-Mitglieder für die damals zu Unrecht entgangenen Erfolge entschädigen.
Jeder Indierock-Fan wird sich mit dem Album anfreunden können. Ein Muss ist “Yuck” aber definitiv nicht.

Das Video zu “Get away”

und das zu “Rubber”

Am 13.08. tritt die Band im Rahmen des Dockville-Festivals in Hamburg auf.

“Yuck” klingt nach:
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