Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Sonntag, 10. Mai 2020

Film: Once upon a time in... Hollywood


Tarantino halt.

Tarantino-Fans haben diesen Film vermutlich schon vor geraumer Zeit geschaut. Die z. T. mäßigen Kritiken dämpften meinen Enthusiasmus. Nun habe ich auch diesen 9. Film des Regisseurs gesehen und ich bin positiv überrascht: Die Kulissen entführen glaubhaft in die Zeit der späten 60er Jahre. Stellenweise ist "Once upon a time in... Hollywood" schon etwas langatmig, aber "damals" hat man der Handlung ja auch noch Zeit zur Entwicklung gelassen. DiCaprio spielt großartig und war es auch eine gute Entscheidung, ihm so viel Raum zu geben. Vor allem die vielen Referenzen zu Filmen und Schauspielern / Prominenten der damaligen Zeit sind wirklich erkundenswert. Durch die Lektüre des Buchs "The Manson Murders" von Vincent Bugliosi bin ich mit den Namen und den Taten der Manson Family einigermaßen vertraut. Alles in dem Film um Charles Manson und seine Gang fans ich super spannend, auch wenn Tarantino vor allem am Ende sehr kreativ wurde. 

Samstag, 9. Mai 2020

Konzert in Corona-Zeiten: Kate Tempest

Im Pub "The Birds Nest" fühlt sich Kate Tempest anscheinend wohl. Dort hat sich schon einen Plattenvertrag unterschrieben und ihre Freundin kennengelernt. 

Daher passte es auch ganz gut, dass Kate in ihrem tatsächlichen Wohnzimmer saß. als sie mit dem zugeschalteten Producer Dan Carey ein wirklich tolles Set ablieferte im Rahmen der "Nest TV"-Reihe des Pubs. Alle ihre drei Solo-Alben wurden bedacht und für ein online Konzert klappte es mit der Atmosphäre richtig gut. 


  • Happy end
  • Theme from Becky
  • Lionmouth door knocker
  • Europe is lost
  • Pictures on a screen
  • Holy elixir
  • Firesmoke

 

Freitag, 8. Mai 2020

Donnerstag, 7. Mai 2020

Konzert in Corona-Zeiten: Sam Vance-Law

Sam Vance-Law hat mich sowohl mit seinem Album "Homotopia" als auch mit seinem Konzert im letzten Jahr begeistern können. Nett, das Konzert des Jahres 2019 bereits im Januar erlebt zu haben. ;-)

Bedingt durch die aktuelle Situation habe ich ein umfangreicheres Angebot an Online-Konzerten erwartet. Aber zumindest bei den Online-Konzerten hatte Sam Vance-Law so beste Voraussetzungen, seinen Titel in meiner Rangliste aus dem letzten Jahr zu verteidigen. Organisiert wurde das Event vom Künstler-Kollektiv "Berlin Culture Cast".

Sam trat mit Ment als Support an. Die sympathische Musikerin wurde in einem kurzen Interview vorgestellt. Danach betrat sie allein die Bühne, um das Publikum mit diesen Songs in ihren Bann zu ziehen:  

  • Gold
  • Promise
  • Already now
  • Name
  • Leading the waltz
  • Triangular light
  • OK blue
  • Hover (mit Sam Vance-Law)

Für den letzen Song "Hover" (der auf ihrem neuen Album erscheinen soll) bekam sie Unterstützung von Sam Vance-Law. Obwohl ich keinen ihrer Songs vorher kannte, fühlten sie sich zum Teil schon sehr vertraut an. 

Nachdem auch Sam Vance-Law interviewt wurde (im Vergleich zu der bei "vor Ort-Konzerten" üblichen Umbaupause bot dieses Interview einen nur geringfügig höheren Unterhaltungswert. Aber für die Fragen konnte der Künstler ja nichts. Erfreulich nahe am vorab veröffentlichten Zeitplan erklomm er dann die Bühne. 


Mit diesem Set machte Sam Vance-Law es mir erfreulich leicht, das Online-Konzert mit dem im Artheater zu vergleichen:
  • Let's get married 
  • Narcissus 2.0
  • Isle of man
  • Stat. Rap. 
  • Wanted to
  • Blissful times
  • My old man (Mac DeMarco-Cover)
  • Gaybe
  • Eisbär (Grauzone-Cover)
  • Prettyboy
  • Faggot
  • I think we should take it fast
Auf die Zugabe verzichtete er, ansonsten war das Set nur minimal abgeändert. 

So sehr ich Sam Vance-Laws Show vor zwei Jahren bewundert habe, ohne Publikum wirkten einige Gesten und "Showelemente" irgendwie deplatziert. Die Songs waren natürlich trotzdem stark. Die Veröffentlichung seines zweiten Albums wurde bereits auf Anfang 2021 verschoben... es wird nun aber auch wirklich langsam Zeit! 




Mittwoch, 6. Mai 2020

Konzert aus der Konserve: Sylvan Esso - With

Sylvan Essos Konzertfilm "With" ist eine tolle Gelegenheit, sich mit dem Electropop des Duos zu beschäftigen. 


Für mich sind "Wolf" (ab 05:20) sowie "Radio" (ab 27:55) die Höhepunkte dieser Konzertaufzeichnung, die es übrigens auch im Audio-Format gibt. 

Dienstag, 5. Mai 2020

Film: Parasite



Sehenswert!

Lustig, hintergründig, stellenweise richtig böse und Einblicke in eine Kultur, die Hollywood in dieser Form schwer bieten kann. 

Ein toller Film.

Montag, 4. Mai 2020

May, the fourth

Natürlich ist das mit dem "Star Wars"-Tag Quatsch. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Lasagne gestern und heute besser geschmeckt hätte, wenn sie nicht in diesem Han Solo-Ofendings zubereitet worden wäre. ;-)


Sonntag, 3. Mai 2020

Musik: Austra - Hirudin

























Neue Klänge und textliche Tiefen als Teil der Neuerfindung Austras. 

Häufig verweisen Künstler bei neuen Alben auf vorangegangene schwierige oder gescheiterte Beziehungen. Und häufig kommen dabei sehr gute Platten heraus. Katie Stelmanis aka Austra viertes Werk "Hirudin" wurde sowohl durch eine musikalische Unzufriedenheit als auch durch eine belastende Beziehung geprägt. Berste Voraussetzungen für einen großen musikalischen Wurf. Sowohl im privaten Bereich als auch bei der Produktion ihrer Musik ging sie neue Wege: In einer dreitägigen Session traf sich Stelmanis mit Musikern, mit denen sie noch nicht gearbeitet hatte: Zwei Mitglieder des Improvisationstrios c_RL, das Steicherduo Kamancello, für die Buckelgongs war die Band Pantayo verantwortlich und ein Kinderchor vervollständigte die bunte Truppe. Mit den Aufnahmen und Ideen im Gepäckt machte sich die Kanadierin anschließend auf den Weg nach Spanien, um mittels Sampling das Rohmaterial in Songs zu überführen. Dabei ließ mehr Einfluss von Produzenten zu als in der Vergangenheit, z. B. von Rodaidh McDonald (u. a. bekannt für seine Arbeit mit David Byrne, Hot Chip, The XX, Savages und Daughter) und Joseph Shabason (Session Musiker u. a. für Destroyer und The War On Drugs). 

Das Vorgängeralbum "Future politics" erschien am Tag der Amtseinführung des 45. US-Präsidenten. Es hätte gar nicht so düster klingen können, wie es der Titel und der Tag verlangt hätten. Schon damals gefiel es mir besser als "Olympia", ohne die Stimmung des Debüts "Feel it break" erreichen zu können. Die Lightman-/Tasseomancy-Schwestern fehlen natürlich auch auf "Hirudin", aber die musikalische Entwicklung kann das kompensieren: Die Songs wirken organischer und das passt hervorragend zur Tiefe, die Stelamnis persönliche Texte verlangen. Weniger Dance und Electro, mehr Artpop... eine tolle Entwicklung, die ich gerne weiter verfolgen werde.   

"Anywayz", "How did you know", "Mountain baby" und vor allem "I am not waiting" sind die Höhepunkte auf "Hirudin".

"Anywayz":


"Risk it":


"Mountain baby":



Geplant waren Konzerte zum Zeitpunkt des Releases im Mai, nun kann man zumindest noch auf den Auftritt am 15.11. in Berlin hoffen.

"Hirudin" ist:



Freitag, 1. Mai 2020

Auch Musikern kann geholfen werden...

Bandcamp ist eh super, doch heute ist bereits der zweite Tag, an dem die Seite auf Umsatzbeteiligung verzichtet und somit die Einnahmen aller Verkäufe komplett den Musikern bzw. Labels zufließen. Unterstützenswert!

Jeweils der erste Freitag in Juni und Juli werden diese Gelegenheit erneut bieten.