Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Samstag, 6. Juni 2009

Buch: Mark Oliver Everett - Glückstage in der Hölle: Wie die Musik mein Leben rettete

Machen wir es kurz: Diese deutsche Übersetzung habe ich nicht gelesen. Aber “Things the grandchildren should know” ist ein überwältigendes Buch. Trotz des unglücklichen Titels kann selbst die Übersetzung nicht alles vermiesen. Daher gilt weiter meine uneingeschränkte Empfehlung für “Things the grandchildren should know” und für alle, die sich nicht an das Original heranwagen wollen, der dringende Tipp sich zumindest die Übersetzung zu Gemüte zu führen. Und danach die neue Eels-CD “Hombre lobo”.

Übrigens widmet auch die Zeit Everett einen Artikel.

Video: Incubus - Black Heart Inertia

Dann entdecke ich gerade einen neuen Incubus Song und denke: “Oh, Incubus ist wieder da”. Und während ich das Video sehe: “Nun ja, so richtig gefehlt haben die Jungs mir eigentlich nicht.”

Aber alte Heldentaten wirken nach, daher haben sie noch ein paar Chancen.

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Freitag, 5. Juni 2009

Fauststadt Staufen

1539 soll Faust bei einer selbstverschuldeten Explosion in Staufen ums Leben gekommen sein. Das und die Nähe zu meinem Hotel waren die Gründe, die mich in die Stadt lockten. Und ich wurde mehr als angenehm überrascht.

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Donnerstag, 4. Juni 2009

Musik: Dredg - The Pariah, The Parrot, The Delusion

cover

Die Band Dredg stammt aus Kalifornien und veröffentlichte kürzlich mit “The Pariah, the Parrot, the Delusion” ihr viertes Album. Während sie bislang eher Kritiker- als (Massen-)Publikumslieblinge waren, könnte ihnen die aktuelle Single “Information” durchaus einen beachtlichen Zuwachs an Aufmerksamkeit bringen. Dank seiner Pop-Anleihen schaffte der Song es gar in die Niederungen des Formatradios. Dredg haben sich bislang mit jeder Platte neu definiert. Obwohl “The Pariah, the Parrot, the Delusion” keinen Schreit weiter geht sondern eher die Alben “El Cielo” und “Catch without arms” miteinander kombiniert, ist Whiskey Soda offensichtlich davon angetan:

'The Pariah, The Parrot, The Delusion' ist nach vier Jahren Abstinenz und sieben Monaten im Studio ein Album geworden, wie man es sich nur wünschen kann. Eine ganze Stunde Spielzeit, 18 Tracks und davon keiner wie der andere. Hier herrscht die Liebe zum Detail: Zahlreiche vertrackte Schlagzeugfills, Breaks einzelner Stimmen, die ausgiebige Verwendung von Keyboards, Metallophonen und anderen "rockfremden" Intrumenten. Insgesamt klingt die Platte konzentrierter, dichter, ausgefeilter. Gerade verzerrte Gitarren kommen groovelastiger daher, weil sie nicht mehr so dumpf und hallend klingen wie auf den beiden Vorgängeralben.

Prog-Rock klingt noch an, setzt sich aber nicht gegen den Teppich aus Pop-Elementen durch. Für mich klingt das, als träfe Incubus auf A-ha und Keane. Zum Teil wirklich starke Songs stehen einigen Lückenfüllern gegenüber. Ein dichtes Werk ist das Album zweifellos. Ich weiß noch nicht recht, ob man es durchdringen muss oder als überladen abheften.

Der Deluxe-Edition liegt eine DVD bei, die Studioeindrücke und Kommentare der Band zu den Songs liefert und der unnütze FSK-Aufkleber lässt sich gut abpiddeln.

Das Video zu “Information”:

The Pariah, the Parrot, the delusion in a nutshell:

Dredg 

Saisonangebote

Heute im Lufthansa-Newsletter: Bis Dienstag sind Flüge in die USA (über den Atlantik...) besonders günstig.

Mittwoch, 3. Juni 2009

Seen Tag

Eine Fahrrad-Tour führte nicht nur zum Pferderennen sondern auch an einige Seen im Norden Hannovers. Der Wietzesee

Wietzesee

beeindruckt durch seine Größe und den anliegenden Wietzepark. Dieser ließ mich durch ein an einem anderen See gelegenes überfülltes Strandbad und sehr weite Parkanlagen inklusive Hundeauslaufzonen erstaunen. Ich vermute, da mussten irgendwo Ausgleichflächen geschaffen und / oder einfach Steuergelder verbrannt werden.

Versöhnlich stimmte da der “Silbersee”.

Silbersee

Abseits der beiden Standbäder bot dieser durchaus ruhige Liegeflächen und ein eine angenehme Wassertemperatur, da der See anscheinend nicht sehr tief ist (trotzdem habe ich den Schatz nicht gefunden). Im Spätsommer kann das natürlich zu den bekannten Problemen führen, aber das war an dem sonnigen Pfingsttag egal.

Dienstag, 2. Juni 2009

A day at the races

Hunderennen hatte ich schon mal gesehen. Ein Pferderennen fehlte noch auf meiner imaginären Liste. Da bot sich ein Besuch bei dem “Großen Preis der Hannoverschen Volksbank” auf der Pferderennbahn “Neue Bult” in Hannover-Langenhagen an. Echtes “Ascot”-Feeling erwartete ich natürlich nicht, ein paar alberne Hüte wurden trotzdem zur Schau getragen. Sehr interessant fand ich das “hin und her” zwischen Geläuf (hier ein Blick auf die Tribüne kurz vor dem Start eines Rennens)

Tribüne

und den Nebenkriegsschauplätzen wie den Essensbuden und dem Führring, in welchem jeweils vor dem Rennen die Gladiatoren Pferde und Jockeys präsentiert wurden

Jockey

Als sportlichen Höhepunkt empfand ich das Pferd, welches seinen Jockey kurz vor Rennstart in dem Startdings (der Jockey ist auf dem Bild nicht zu sehen)

Startdings

abstellte und statt dessen allein losrannte (im Eifer des Gefechts erwischte ich es nur am linken Bildrand)

Pferd

Überhaupt machten die Pferde nicht den Eindruck, als hätten sie eine glückliche Kindheit auf saftigen Weiden verbracht.

Montag, 1. Juni 2009

Song: Julian Plenti – Fun that we have

Interpols Paul Banks “firmiert” unter dem Namen "Julian Plenti” und macht mit dem Song “Fun that we have” Lust auf mehr. Hier gibt es gegen eine E-Mail Adresse den Song als .mp3-File.

Hier gefunden.

Interviews: Jarvis Cocker und Nicky Wire

Guardian.co.uk sendet wöchentlich den “Music weekly” Podcast. Dieser ist nicht immer komplett hörenswert, da die Moderatoren oft arg affektiert wirken (wollen) und z. T. Hip-Hop und Dance Acts Beachtung finden. Sie schaffen es aber immer wieder, interessante Interview-Gäste ins Studio oder zumindest ans Telefon zu bekommen. Die kompletten Interviews werden dann häufig in Form eines “Music weekly extra” verfübar gemacht. Besonders ans Herz legen möchte ich geneigten Musikfreunden die Interviews mit Jarvis Cocker und Nicky Wire von den Manic Street Preachers.