Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.
Sonntag, 10. Juni 2007
Bilderreise: Neuseeland
Donnerstag, 7. Juni 2007
Buch: Jonathan Franzen – „The corrections“
Enid, die Mutter von drei inzwischen erwachsenen Kindern und Frau eines an Parkinson erkrankten Mannes wünscht sich noch einmal ein Weihnachtsfest mit der gesamten Familie in ihrer Heimat, einem kleinen Ort im Mittleren Westen der USA. Die Spannung des Buches beschränkt sich auch schon auf die Frage, ob wirklich alle kommen werden, ein Thriller ist es also nicht. Auf dieser Basis werden die relevanten Aspekte des Lebens der fünf Personen aufgerollt. Vordergründig eine Bilderbuchfamilie, kommt dabei sehr viel zu Tage: Die Krankheit des Vaters, die Unzufriedenheit und Medikamentenabhängigkeit der Mutter und die Wirren der Leben der Kinder.
Mir wird vor allem die Diskrepanz zwischen Außendarstellung dieser Leben und Realität und die Unterschiede der Haupthandlungsorte (Mittlerer Westen, Philadelphia, New York, Litauen) im Gedächtnis bleiben. Es handelt sich tatsächlich um einen „Gesellschaftsroman“ (steht so bei Amazon), die satirischen Momente habe sich mir nicht häufig erschlossen. Richtig umgehauen hat es mich nicht, mal sehen, ob ich das neuere Werk auch in Angriff nehmen werde.
P.S.: Irgendwie ist "Blocksatz" aus dem Menu verschwunden. Doof. Aber in HTML fummel ich deshalb nicht rum.
Naturgesetze
Es ist in Dörfern nicht ungewöhnlich, dass die Familie über Generationen dem Heimatort treu bleibt. Das manifestiert sich z. B. darin, dass die Enkel ihr Haus in dem Dorf bauen, in dem die Großeltern begraben sind. Nun aber zu den größeren Zusammenhängen: Die Dauer des Hausbaues des Enkels verhält sich antiproportional zur Intensität der Grabpflege der Großeltern durch die Eltern (des Enkels). Dieser Zusammenhang wurde mir durch den folgenden Dialog bewusst. "Wohnt X eigentlich schon in seinem neuen Haus?"
"Nein, der wollte eigentlich schon lange drin sein. Aber so sind die. Die Eltern haben das Grab der Großeltern auch noch nicht gemacht..."
Falls es jemals eine Weltformel geben sollte, müsste diese sich an solchen Zusammenhängen messen lassen, finde ich.
Mittwoch, 6. Juni 2007
Globalisierung
Als Folge der Globalisierung müssen sich die Menschen in der U2 (nicht die Band, Bono ist doch aktuell missionarisch tätig, die U-Bahn ist gemeint) in Berlin noch mehr drängen als sonst (steht so in den Nachrichten (Welt Online), einen Link füge ich nicht ein, wer weiß wie lange der aktuell ist... ;-) ). Gerne würde man acht Wagen pro Zug einsetzen, es gibt aber nur sechs, weil der Stahl für die anderen in China gebraucht wird. OK, wem dieser Zusammenhang plausibel erscheint der folge bitte meinen Gedanken: Wenn China verstärkt Schulden aufbaut, ist Berlin dann nicht mehr pleite? Wer jetzt nickt, der wird auch die nächste These mögen: Was wären wir ohne die Spinger-Presse und RTL? Ein Volk potentieller Nobelpreisträger?
Dienstag, 5. Juni 2007
Bilderreise: München
- Ein Fluss oder Zugang zum Meer
- Kultur
- Mindestens eine Party-Location mit Menschen, die sich unterhalten wollen und dabei unterhalten werden wollen
- Öffentlicher Nahverkehr
- Ca. 1 Mio. Einwohner
Das Bild zeigt einige Elemente: Die Isar, den „Strand“, wo gestern einiges los war und das Deutsche Museum.
2. Nun ja…
Sonntag, 3. Juni 2007
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier
Die Engländer sind da ein wenig anders gestrickt. Da werden neue Maßeinheiten einfach mal über Jahrzehnte mehr oder weniger ignoriert. SI-Einheiten sind in etwa so verpönt wie Autos, die auf der falschen Seite fahren und werden höchstens toleriert. Ein schönes Beispiel habe ich in England gefunden:
Samstag, 2. Juni 2007
Musik: Ehre wem Ehre gebührt
Musik: „Eigentlich alles“-Schafe
Das ist der Punkt, bei dem ich aufhorche. Sicher kann man darüber streiten, wie wichtig einer Person Musik ist oder sein sollte. Trotzdem lässt die Antwort auf die Frage "Was hörst Du denn so?" Rückschlüsse auf eine Person zu. Jetzt kommen wir nämlich zu meiner Lieblingsantwort auf diese Frage in einigen verschiedenen Ausprägungen:
- "Eigentlich alles."
- "Charts."
- "Was halt so im Radio läuft."
Beispiele für m E. akzeptable Antworten auf die o. a. Frage sind:
„Kein Hip Hop.“
„Alles was nicht nach Xavier Naidoo klingt.“
„Alles außer dem, was im Radio läuft.“
„Tool.“
„Ich höre keine Musik.“
Web 2.1: "Me too"-Anbieter
Nach dem Erfolg der Web 2.0 Netzwerkseiten "Xing" und "StudiVZ" dachten sich anscheinend Koblenzer Studenten: "Warum sollten wir so etwas nicht schlechter können und trotzdem irgendwann mal Geld damit verdienen?" Das Ergebnis ist ein aktuell noch regional begrenztes Phänomen (ja, auch so etwas gibt es im Internet), welches sich aber gerade in der Region um Koblenz anscheinend großer Beliebtheit erfreut. Die besonderen Merkmale dieser Seite (den Namen schreibe ich nicht, sucht gefälligst, falls Ihr es tatsächlich sehen wollte. Ihr werdet sehen, was Ihr davon habt) sind eine miese Performance (was sich sicher durch die hohe Zahl der Zugriffe entschuldigen lässt) und die Tatsache, dass da nun jeder "rein darf" der irgendwie mal an einen Computer rankommt. Ein guter Name für die Seite wäre "die virtuelle Dorfkneipe": Ich denke das wird ein gute Location um rauchende Alkoholiker zu treffen, falls die irgendwann wegen eines vielleicht dann tatsächlich geschaffenen Nichtraucherschutzgesetzes für die Gastronomie nicht mehr in ihre geliebte Dorfkneipe dürfen.
Unabhängig von den Unzulänglichkeiten dieser speziellen Seite sehe ich eine unschöne Wendung in der ansonsten teilweise interessanten Web 2.0-Welt herannahen. Vielleicht werden durch redundante Angebote z. T. zusätzliche Nutzergruppen erschlossen. Generell wird aber der "Nutzen" der Web 2.0 Angebote verwässert: Weiß man heute meist noch, wo man was findet, wird das natürlich schwerer, wenn es mehr Angebote gibt, die sich inhaltlich ähneln. Das könnte dann irgendwann so enden, dass man eben mehrere Telefonbücher hat und erst einmal alle durchblättern muss, um dann zu raten, welches die aktuelle Information enthält.