Mit "Masseduction" konnte St. Vincent mich nicht so recht verführen. Vielleicht gelingt es ihr aber mit der reduzierten Neuinterpretation "Masseducation". Das Album soll bereits nächste Woche erscheinen. Hier der Song "Savior" daraus:
Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.
Samstag, 6. Oktober 2018
Donnerstag, 4. Oktober 2018
Film: Solo: A Star Wars story
Überreizt.
Die Story dieses "Nebenprodukts" der Star Wars-Reihe ist ja noch einigermaßen plausibel und grundsätzlich sollte der geneigte Star Wars-Seher auch Interesse an Han Solos Vorgeschichte haben. Aber ansonsten ist dieser Film "zu viel": Zu viele Referenzen auf bekannte Sequenzen (u. a. ein großes "Monster" im All, noch einmal schnell mit dem Millennium Falcon hochkant irgendwo durchfliegen,..), zu schnell, zu viel Action. Die Dichte an bekannten Figuren und bekannten Schauspielern in "Solo" ist so hoch, dass die Regisseure (schon während der Dreharbeiten lag offensichtlich kein Segen auf diesem Unterfangen) kaum allen gerecht werden konnten.
Spätestens dieser Film war das eindeutige Anzeichen dafür, dass Walt Disney es mit der Nutzung der Marke "Star Wars" übertreibt. Die schwachen Kinoergebnisse brachten nun die Einsicht, dass auch Star Wars-Fans Pausen benötigen. Zumindest bis zu Star Wars IX. ;-)
Dienstag, 2. Oktober 2018
Schön²
Entlang einer der angeblich schönsten Bahnstrecken Deutschlands (# 5 in dieser Aufzählung, m. E. ist diese Strecke wesentlich eindrucksvoller als "Hessen im Dunkeln", obwohl "Hessen im Dunkeln" immer noch besser ist als "Hessen bei Tag" ;-) ) fahren und dabei voller Vorfreude auf dessen Konzert Ólafur Arnalds hören.
Montag, 1. Oktober 2018
Version wars: St. Vincent vs. St. Vincent vs. St. Vincent
Gleich drei Version des Songs "Slow disco" liefert St. Vincent.
Das Original:
"Fast slow disco":
"Slow slow disco":
Das Original:
"Fast slow disco":
"Slow slow disco":
Freitag, 28. September 2018
Musik: Flavien Berger - Contre-temps
Abwechslungsreicher Synth-Pop aus Paris.
Ja, es tut mir leid, aber wenn französisch gesungen wird und ein Song eine gewisse Stimmung transportiert, denke ich nun einmal zwangsläufig an Chansons. Daher komme ich nicht ohne den Verweis auf dieses Genre bei der Vorstellung zu Flavien Bergers "Contre-temps" aus. Dabei gibt er sich wirklich Mühe, durch Electro- und Synthpop-Klänge dieses urfranzösische Klischee nicht zu bedienen. Über weite Strecken gelingt ihm das auch und an der einen oder anderen Stelle auf "Contre-temps" dachte ich gar an The Notwist. Nur eben mit weniger deutschem "Kraut" und statt dessen mehr Pariser Lounge-Atmosphäre.
Zur Musik kam Berger über "Music 2000" auf der Playstation 2. Seine Fähigkeiten hat er über die Jahre weiterentwickelt und seinen ersten Longplayer " Léviathan" veröffentlichte er 2015. Neben seinen Solo-Werken wirkt er beim französisch-belgischen Collectif-sin mit und die Eignung seines Outputs als Soundtracks stellte er auch schon unter Beweis.
Zur Musik kam Berger über "Music 2000" auf der Playstation 2. Seine Fähigkeiten hat er über die Jahre weiterentwickelt und seinen ersten Longplayer " Léviathan" veröffentlichte er 2015. Neben seinen Solo-Werken wirkt er beim französisch-belgischen Collectif-sin mit und die Eignung seines Outputs als Soundtracks stellte er auch schon unter Beweis.
Die Highlights auf seinem zweiten Album "Contre-temps" sind "Brutalism", "Maddy la nuit" und "A reculons". Allein schon wegen des Titels und der Spielzeit von neun Minuten muss ich auch das epische "999999999" (richtig gezählt, natürlich sind es neun Ziffern) nennen. Kurz aber unterhaltsam ist "Medieval wormhole", durch seinen "Mi mi mi mi mi"-Gesang die Hymne aller jammernden Menschen.
Das Video zu "Brutalism":
Und das zu "Maddy la nuit":
Flavien Berges vor wenigen Tagen auf Hamburgs Reeperbahn-Festival aufgezeichnetes Set gibt es aktuell dort zu sehen.
"Contre-temps" ist:
Donnerstag, 27. September 2018
Three seasons in one train
Die DB schafft es mal wieder auf unnachahmliche Weise, in einem Zug diverse Klimazonen nachzubilden. In dem vorderen Wagen werden die Passagiere gar gekocht. Die meisten blicken "medium rare" drein. Im nächsten Wagen werden Winterjacken getragen. Und an der Grenze, ich bin mir sicher, bilden sich Gewitterfronten, sobald sich die Türen öffnen.
Liebe Bahn, das war nicht unser Sommer. Und ich weiß nicht, ob ich mich auf Herbst und Winter freuen soll.
Mittwoch, 26. September 2018
Deutschland hat gesprochen
"My Country Talks" bzw. "Deutschland spricht" hat dieses Ziel:
"Vier-Augen-Gespräche zwischen Menschen mit völlig unterschiedlichen Ansichten vermitteln – und damit eine neue Form der politischen Diskussion begründen."
U. a. über Die Zeit und Spiegel Online konnte man auf die Aktion aufmerksam werden und sich melden.
Auch ich habe teilgenommen und ich bin angetan von der Aktion und von dem Ergebnis: Ich konnte mich bestens zu verschiedensten Themen austauschen. Wirklich kontrovers war das Gespräch nicht, dafür lagen wir dann doch in vielen Ansichten zu nah beieinander. Aber ich bekam Einblicke in Bereiche, zu denen ich sonst kaum oder keinen Kontakt habe. Ich habe nun mächtigen Respekt vor dem Job eines Gesamtschul-Lehrers.
Ich empfehle jedem (politisch) Interessierten die Teilnahme an solche Aktivitäten. Bei nächster Gelegenheit wäre ich auch wieder dabei.
Dienstag, 25. September 2018
Musik: Muncie Girls - Fixed ideals
Gereift.
Die Muncie Girls sind noch immer Lande Hekt, Dean McMullen und Luke Ellis und erneut, wie bei dem Debüt "From Caplan to Belsize", stammt der Albumtitel aus einem Gedicht von Sylvia Plath. Mit besagtem Debüt konnte mich das Trio aus Exeter nicht überzeugen, aber "Fixed ideals" zeigt eine Entwicklung, die ich begrüße: Der Sound ist einen Tick selbstbewusster und ausgefeilter, die Texte persönlicher. Schlichtweg gereift wirkt die Band auf "Fixed ideals". Die Muncie Girls haben einen guten Kompromiss gefunden zwischen Erhalt ihrer Eigenheiten und dem Blick in die Richtung von Kompatibilität mit einem breiterem Publikum.
Die Highlights auf "Fixed ideals" sind "Picture of health", "Clinic" und "Bubble bath". Und wichtig ist auch "In between bands", da dieser Song als Reaktion auf den Brand des Clubs "The cavern" entstand. Es ist also quasi das "Smoke on the water" der Muncie Girls.
Das Video zu "Clinic":
Und das zu "Picture of health":
Zur Eroberung von Deutschlands Bühnen haben sich die Muncie Girls eine schöne Tour zurechtgelegt:
- 19.10. Köln
- 20.10. Fürth
- 21.10. Regensburg
- 22.10. München
- 23.10. Stuttgart
- 25.10. Hamburg
- 26.10. Braunschweig
- 27.10. Berlin
"Fixed ideals" ist:
Montag, 24. September 2018
Anhaltspunkte
Starke Indikatoren für die Identifikation der richtigen Ausstiegsseite sind:
- Der Bahnsteig
- Die Möglichkeit, Türen zu öffnen
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