Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Dienstag, 10. Oktober 2017

Rentensongs

Nein, es handelt sich nicht um Songs für Rentner sondern um solche, die ihren eigenen Ruhestand redlich verdient hätten. Schöne Auflistung von NPRs "All songs considered", auch als Podcast:

Montag, 9. Oktober 2017

Die Untiefen des Musik-Streamings

Das könnte eine Reihe werden...

Es ist verlockend und gefährlich, im Musikstreaming-Portal seines Vertrauens einfach mal nach Liedern zu suchen, die einem aus nicht nachvollziehbaren Gründen in den Sinn kommen. 

Der "Hit" und Titelsong dieses Albums lockte mich an und dabei entdeckte ich dann solche Perlen wie den "Arbetlose-Marsch" vom Zupfgeigenhansl, "ABVV-mars" vom Bundschuhchor Oldenburg und "Brüder, zur Sonne, zur Freiheit" von Hein und Oss Kröher. 

Unabhängig von ideologischen Inhalten: Wie geil kann die Party sein, wenn das der Soundtrack ist?

Sonntag, 8. Oktober 2017

Musik: Tom Adams - Silence
























Traumhaft.

Während seiner Konzerte gibt Nils Frahm offenbar interessierten Zuhörern die Chance, ihn am Klavier zu begleiten. Auf diese Weise kam Tom Adams auf die Bühne. Das Ergebnis gefiel Frahms Manager so gut, dass er ihm zu einem Plattenvertrag verhalf. Adams' Debüt-Album "Silence" erschien bereits vor knapp einem halben Jahr, aber erst jetzt hörte ich es mir an und ich war auf Anhieb begeistert. Das liegt vor allem an den himmlischen Songs "Tides" und "Sparks". Mit zerbrechlicher Kopfstimme und überwiegend fragilen Arrangements zaubert der Wahlberliner Klanglandschaften und kleine Perlen, wie man man sie von Scott Matthew, Jónsi und Jon Hopkins kennt. "Silence" ist eine recht homogene Aufnahme, "Falling with you" fällt wegen seines Indie-Touchs auf. 

Aufgewachsen ist Tom Adams in Cambridge. Schon früh wurde er an das Piano herangeführt, erst später entdeckte er auch die Gitarre. Dieses Album wurde angeblich innerhalb weniger Stunden aufgenommen. Ich bin gespannt was der Herr zaubert, wenn man ihm noch mehr Raum und Zeit einräumt. Bereits 2014 komponierte er den Soundtrack zum Film "The knife that killed me" und erstellte einen Remix für Max Richters "Berlin by overnight".

Das Video zu "Come on, dreamer":


Und das zu "Time":


Am 04.12. wird Tom Adams im Berliner Pfeffertheater auftreten.

"Silence" ist:

Samstag, 7. Oktober 2017

Film: Blade Runner 2049
























Langatmig

Ich beginne mit den positiven Aspekten: Die Stimmung des ersten Blade Runner-Films hat Denis Villeneuve gut auf die 30 Jahre später handelnde Fortsetzung übertragen (von wegen Erderwärmung, draußen regnet es fast ständig und Ryan Gosling benötigte auch ständig seinen dicken Mantel) und die hochkarätigen Schauspieler wissen durchaus zu überzeugen.


Schade ist allerdings, dass in den ca. 2,5 Stunden gar nicht mal so viel passiert und schon gar nicht genug für diese Spieldauer. Warum dieser Film in 3D produziert wurde ist mir ein Rätsel. Die höheren Ticketpreise rechtfertigen vielleicht aus Produktionssicht den Aufwand, aber da nur wenige Szenen die Tiefe dies Raumes ausnutzen ist es schade um die zusätzliche Last auf der Nase. Negativ fielen mir zusätzlich  die Szenen mit viel Hall in den großen, weitgehend leeren Räumen auf. Es war stellenweise schon arg anstrengend den Gesprächen dort zu folgen. Es würde mich interessieren, ob dieser Effekt auch in der Originalversion so ungeschickt eingesetzt wurde. 

Die Story an sich in nicht doof, aber wie gesagt... zu wenig für 2,5 h. 

Kleiner Spoiler:

Ich erkenne ein Muster: In den Filmen, in den Harrison Ford eine alte Rollte wieder aufnimmt, geht es anscheinend immer um seine (vermeintlichen) Söhne. Siehe Star Wars und Indiana Jones. 

Freitag, 6. Oktober 2017

30 Jahre in drei Kurzfilmen

Zwischen den beiden "Blade Runner"-Filmen sind 30 Jahre zu überbrücken. Dazu hat Regisseur Denis Vielleneuve drei Kurzfilme "authorisiert". 


"2036: Nexus dawn" (mit Jared Leto)


Nun fühle ich mich gut vorbereitet für den tatsächlichen Film. 

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: The Shins - Cherry hearts

Das aktuelle The Shins-Album "Heartworms" erschien im Frühjahr, nun gibt es das zuckersüße Video zum zuckersüßen Song "Cherry hearts":

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Konzert: Kafka Tamura im Roxy in Ulm, 27.09.2017


Warm laufen für die Tour und ein früher Appetizer für das neue Album. 

Kafka Tamuras Debüt "Nothing to everyone" gefiel mir 2015 richtig gut, da freut es mich, dass ich die Band nun in Ulm live sehen konnte. In der Vorbereitung auf dieses Konzert gewannen einige der Songs sogar noch etwas bei mir. Schön, dass die Band alle Songs ihres Debüts spielte und noch dazu mit einigen neuen Titeln auftrumpfen konnte. So konnte die vierköpfige Band um Emma Bradshaw und Gabriel Häuser ein gut einstündiges Programm darbieten. 


Sobald die Sängerin Emma die Gitarre umlegte war dies (bis auf "Month of May") ein sicheres Zeichen für einen neuen Song. Diese klangen durchweg einen Tick düsterer und weniger fragil als das Debüt. Die Unterschiede zwischen "alten" und neuen Titeln waren offenkundig und sie machen mir Lust auf das neue Werk. In den nächsten Monaten werden noch einige Songs einzeln veröffentlicht, bevor dann endlich das zweite Album auf dem Markt kommen soll. 


Das Roxy war wie immer eine äußerst angenehme Konzert-Lokation, ein paar Zuschauer mehr hätte ich der Band und dem Roxy aber schon gegönnt. 

Nach einem recht ausführlichen Intro erfreute mich die Band mit diesen Songs:

  • Nothing to everyone
  • Lullabies
  • "Neuer Song"
  • Month of May  (neuer Song)
  • Bloodstains
  • Somewhere else
  • "Neuer Song"
  • Bones
  • Bruises
  • Feral child
  • Take me home
  • Find me well (neuer Song, aktuelle Single)
  • Liar
  • "Neuer Song"
  • 1.000 (neuer Song)
  • No hope (Zugabe)

Der Auftritt in Ulm war einer der ersten Termine der aktuellen "Find me well"-Tour. So ein wenig fühlte sich das noch alles nach Generalprobe an. Aktuell stehen diese Konzerte noch an:
  • 08.10. Regensburg
  • 10.10. Nürnberg
  • 11.10. Dresden
  • 12.10. Leipzig
  • 13.10. Stuttgart
  • 14.10. München
  • 15.10. Berlin

Dienstag, 3. Oktober 2017

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: St. Vincent - Los Ageless

Die Auskopplung "New York" konnte mich nicht überzeugen, "Los Ageless" macht mir nun etwas mehr Lust auf St. Vincents neues Album:

Montag, 2. Oktober 2017

Musik: Torres - Three futures
























Drei Wege zum gleichen Ziel.

Die unterschwellige Grundstimmung ihrer Musik legte die Amerikanerin Mackenzie Scott aka Torres bereits mit Anfang 20 und ihrem ersten Album fest. Auf dem Nachfolger "Sprinter" erinnerten die Gitarren und ihr Gesang stellenweise stark an den Alternative Rock der 90er Jahre. Nun, zwei Jahre später, setzt sie verstärkt auf Electro und Synthies, aber die Variationen der "Werkzeuge" ändert wenig an der Wirkung der Songs. Metacritic belohnt diese Tatsache mit einer auf relativ hohem Niveau konstanten Wertung von 81 von 100 Punkten. Mit ihren 26 Jahren hat Torres bereits einige Facetten gezeigt, ich erwarte von ihr in der Zukunft durchaus noch die eine oder andere überraschende Weiterentwicklung. 

Wie bereits "Sprinter" wurde auch "Three futures" von Rob Ellis (u.a. PJ Harvey, Bat For Lashes) produziert. Der Vergleich zu PJ Harvey drängt sich für die aktuelle Platte "Three futures" nicht mehr auf (abgesehen vom Song "Helen in the woods"), wegen Scotts Stimme fühle ich mich aber erneut während einiger Passagen an St. Vincent erinnert.

Der Opener "Tongue slap your brains out" kommt aus der Tiefe der (Klang-)Raums bevor die Gitarren die Spannung auflösen, "Skim" ergänzt dieses kraftvolle Kombination noch durch poppige Einwürfe. Diese luftige Leichtigkeit zelebriert der nächste Höhepunkt "Righteous woman". Der Hit des Albums ist "Helen in the woods", der es auf Anhieb auf meine Longlist der Songs 2017 schaffte:



Der Titelsong:


Torres live:
  • 13.11. Köln
  • 14.11. Hamburg
  • 15.11. Berlin
  • 16.11. München
"Three futures" ist: