In größter Not musste ich kurz einkaufen gehen. Wenn ich schon die Rente der Leute die vor mir in der Schlange stehen bezahle, muss ich dann nicht auch automatisch vorgelassen werden? Ich denke das sollte im Rahmen der nächsten Kaffeefahrten mal ausgiebig diskutiert werden. Alternativvorschläge sind natürlich willkommen.
Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.
Freitag, 29. Juni 2007
Erlebt und erlitten: Einkauf an einem Freitagvormittag
Mittwoch, 27. Juni 2007
Lebensweisheiten (3)
Früher passte das vielleicht mal zu dem faulen Apfel, aber die Zeiten sind vorbei!
Bilderreise: Paris
Zum Pflichtprogramm zählte natürlich ein Besuch von Sacre Coeur.
Dienstag, 26. Juni 2007
Buch: Arto Paasilinna - Der wunderbare Massenselbstmord
In den Pausen zwischen den Durchläufen der neuen Editors-CD habe ich Arto Paasilinnas „Der wunderbare Massenselbstmord“ zu Ende gelesen. Ich stieß auf den Autor, als mir sein Buch „Nördlich des Weltunterganges“ geschenkt wurde. Der „Schenker“ hatte in einer Buchhandlung nach einem sarkastisch-ironischen Autor gefragt um ein passendes Buch für mich zu finden. Er meinte wohl, dass sich Gegensätze anziehen. „Nördlich des Weltunterganges“ hat mir so gut gefallen, dass ich nun auch „Der wunderbare Massenselbstmord“ gelesen habe.
Die Geschichte beginnt in Finnland und dreht sich um ein typisch finnisches Thema. Nein, nicht gesteigerter Alkoholkonsum (obwohl auch dieser in dem Buch ab und zu Erwähnung findet), das andere finnische Thema: Selbstmord. Ein Mann entschließt sich, Selbstmord zu begehen und macht sich mit dem Revolver auf dem Weg in seine Scheune. Dort trifft er einen Mann, der sich gerade erhängen will. Man kommt ins Gespräch und verschiebt das Vorhaben. Aus der Erkenntnis, dass sie sich auf Grund der Todessehnsucht verstehen, wächst die Idee, weitere Gleichgesinnte zu suchen. Das resultiert in kuriose Situationen und einem Bus voller potentieller Selbstmörder auf dem Weg quer durch Europa.
Neben der Story möchte ich vor allem Arto Paasilinnas Erzählstil hervorbeben, oder zumindest das, was nach der Übersetzung davon übrig bleibt. Ich las jeden Satz „vorsichtig“ und mit einem Lächeln im Gesicht, weil ich wusste, dass gleich wieder pure Ironie aufblitzt. So lässt sich auch aus einem „schwierigen“ Thema ein mehr als unterhaltsames Buch machen.
Für Einsteiger empfehle ich eher „Nördlich des Weltunterganges“, weil der Autor dort seine Stärken noch besser ausspielt. „Der wunderbare Massenselbstmord“ ist aber definitiv lesenswert. Ich denke auch noch weitere Werke des Autors zu lesen, demnächst dann vielleicht mehr darüber an dieser Stelle.
Montag, 25. Juni 2007
Blogs sind das Volk!
Wer bloggen zu den unnützen Dingen des Lebens zählt (ok, die Tatsache, dass dies auf Leser dieses Blogs zutrifft ist gering, aber der Pfarrer in der Kirche regt sich ja auch immer erst nach Weihnachten über die "Weihnachten only" Besucher des Gotteshauses auf, anstatt denen in der Christmette den Marsch zu blasen) lasse sich bitte hier vom Gegenteil überzeugen. Ich prüfe mal schnell nach, ob nicht einer meiner älteren Einträge zum Fall der Mauer beigetragen haben könnte.
Herr Freud ist immer dabei
Sonntag, 24. Juni 2007
Vorfreude: Interpol - Our love to admire
Musik: Editors - An end has a start
Das erste Album der Editors (“The back room”) war bei mir, wie auch bei vielen anderen Menschen ein Spätzünder. Eigentlich sollte ich mich ärgern, dass ich so einige Wochen bis Monate meines Lebens ohne die Editors verbracht habe, obwohl die Möglichkeit ja schon bestanden hätte. Obwohl ich das Album sehr häufig gehört habe und nach und nach fast jeder Song ein Hit für mich wurde, war die Gruppe in Ihrem Bild für mich irgendwie ambivalent. Düster aber doch nicht so richtig, poppig aber auch Kanten,… also alles außer langweilig.Wie schon mal hier angedeutet, hat sich der Eindruck durch das Konzert im Mai in London bei mir komplett geändert. Tom Smith ist definitiv für die große Bühne gemacht. Das lies mich auch auf den Verweis zum bevorstehenden Eintritt in die Muse-Liga greifen. Auch das Klavier, welches im Gegensatz zu den früheren Konzerten auf der Bühne auftaucht macht einen Wandel offensichtlich. Um es vorweg zu nehmen: „And end has a start“ ist bei weitem nicht so nah an Muse, wie ich es nach dem Konzert vermutete. Ich denke da kann man eher mal den Namen Coldplay in den Raum werfen, und das meine ich als Prädikat. Vor allem beim Vergleich der DVD des Konzertes von Januar 2006 mit den aktuellen Auftritten wird die Entwicklung deutlich. Und erst jetzt, nach Veröffentlichung des neuen Albums geht es richtig los, können sich die Fans doch nun erst wirklich auf die Konzerte „vorbereiten“. Die Zeiten des interessierten Rumstehens und Mitwippens bei den neuen Songs sind vorbei.
Wer Editors sagt, muss natürlich auch Interpol sagen. Auch deren neues Album erscheint in Kürze und wird sicher von vielen an „An end has a start“ gemessen (oder umgekehrt). In gewohnter britischer Manier hatte ich in einem Konzertbericht zu dem Londoner Konzert eine Aussage gefunden, die mal wieder die „Konkurrenz“ zwischen zwei Bands aufbauscht. Dort hieß es sinngemäß „Auf der definitiv anstehenden Stadien-Tour der Editors darf Interpol als Vorgruppe auftreten“.
„An end has a start“ lebt natürlich weiter stark von Smith’ Stimme und einer teilweise „bombastischen“ Produktion. Einige Hörer mögen sich am mitschwingenden Pathos stören, aber wenn diese Musik nicht pathetisch sein darf, welche dann? Die Gitarrenriffs erscheinen durchdringender als auf dem Vorgänger. Die Anzahl der Single-Kandidaten ist wieder überwältigend, neben dem Titelsong ist natürlich „The racing rats“ zu nennen. Mein Favorit ist aktuell aber „Escape the nest“. Ich bekomme schon wieder eine Gänsehaut, da ich den Titel hier nur erwähne. Das Album habe ich seit Freitag vor allem auf der Autobahn gehört. Ich entschuldige mich hiermit bei allen Autofahrern, die ich durch meine teilweise deutlich erkennbaren Reaktionen auf den Song erschreckt habe. Wenn ich mir die Anspieltipps zu dem Album im Web anschaue, wird so gut wie jeder Song genannt.