Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Mittwoch, 9. Januar 2019

Ross und Reiter... äh Bahn und Beschmierer



"Danke", dass es Züge gibt, die man beschmieren kann? Oder wofür soll die Dame nun schon wieder die Schuld tragen?

Dienstag, 8. Januar 2019

Musik: Tiflis Transit – Mondaene Dysfunction EP


























Hoffnungsvoller Indiepop aus Wuppertal.

Bei Wuppertal dachte ich bislang vor allem an die berühmte Schwebebahn und diverse Industrieunternehmen. Dank Tiflis Transit werde ich Zukunft die Stadt auch Indiepop verbinden. Die Band um Fabian Till steht für eine relaxte Variante dieses Genres mit Soul-/Funk-Einschlag. Die EP besteht aus vier Songs, von denen ich "May" und "Mosaic" als Highlights hervorhebe. 

"Mondaene Dysfunction" macht nicht nur wegen des Titels Lust auf mehr. Ich bin gespannt, ob die Band das Niveau auch über einen Longplayer halten kann. Vor allem hoffe ich, das bald ein komplettes Album erscheinen wird. 

"May":


"White wall":


"Mondaene Dysfunction" ist:

Montag, 7. Januar 2019

Sonntag, 6. Januar 2019

Botanischer Garten im Winter

Ich denke, ich werde zu anderen Jahreszeiten auf dieses Motiv zurückkommen. Also mir fehlt der Schnee nicht.


Samstag, 5. Januar 2019

Buch: Miska Rantanen - Kalsarikänni

























Endlich ein Lifestyle für ganz normale Menschen! ;-)

Hygge, Lagom, Achtsamkeit... eigentlich sollte für jeden Geschmack ein Lebensstil "verfügbar" sein. Doch bereits ohne mich bis ins letzte Detail mit solchen befasst zu haben, erscheinen sie mir auf den ersten und zweiten Blick doch sehr gewollt und mit einer gewissen Erwartungshaltung beladen. Darüber hinaus sind einige Gepflogenheiten durchaus mit landestypischen Gepflogenheiten, Eigenarten oder Voraussetzungen verknüpft, die sich m. E. nicht authentisch in unseren Breitengraden nachleben lassen. 

So sehr ich Schweden mag und unseren dänischen Nachbarn ihr Glück gönne, wenn man nach Skandinavien blickt kommen doch einzig die pragmatischen Finnen als Vergleichspopulation für deutsche Otto-Normal-Verbraucher in Frage. Daher war ich sehr gespannt, was sich hinter "Kalasarikänni" verbirgt. Gut, dass Miska Rantanen ein Buch darüber geschrieben hat. 

Der Untertitel "Vom großen Spaß, sich allein zu Hause in Unterwäsche zu betrinken" führt ein wenig in die Irre. Denn tatsächlich geht es bei Kalasarikänni um eine entspannte Zeit in entspannter Kleidung, durchaus auch in zwangloser Gesellschaft und in seiner Wirkung unterstützt durch maßvollen Alkoholkonsum. Vor allem gilt es aber, keine Verpflichtungen zu erfüllen. Tolle Idee oder, wie es im Buch genannt wird, die "unkomplizierteste Party der Welt" und totale Entspannung. 

Durchaus humorvoll aber nicht ohne Ernsthaftigkeit erklärt Rantanen das Konzept und die Rahmenbedingungen Kalsarikännis. Exemplarisch seien hier die Kernelemente erwähnt:
  • Alkohol
  • Kleidung
  • Unterhaltungsgeräte und
  • Energieversorgung (süß und salzig)
Für mich besonders wichtig ist das Kapitel "Musik und Kalsarikänni - eine glückliche Verbindung". Dort liefert der Autor gar Playlists für das jeweilige Luftinstrument (Gitarre, Schlagzeug, Bass, Gesang und Tamburin (!)) der Wahl. Interessanterweise scheint "Blitzkrieg Pop" der Ramones für alle Fälle anwendbar zu sein. 

Falls es noch weiterer Überzeugung braucht, liefert der Autor einhundert weitere Vorwände für einen oder gar mehrere Kalsarikänni-Abende (ich liebe # 31 "Ich müsste mal mein E-Mail Postfach aufräumen." und # 32 "Ich habe mein E-Mail Postfach aufgeräumt!").

Und er denkt noch einen Schritt weiter und listet die Dinge auf, die man während einer solchen Session nicht tun sollte, z. B. "Nach drei Staffeln Breaking Bad eine super Geschäftsidee haben." und "Flüge und Hotelzimmer buchen.". 

"Kalsarikänni" ist ein sehr unterhaltsames und kurzweiliges Buch, welches aber auch eine durchaus interessante Idee promotet. Und es ist ein tolles Gegengift gegen das aktuelle Übermaß an Hygge- und Lagom-Vorschlägen. 

Freitag, 4. Januar 2019

Mitgedacht

Brillenträger verstehen mich... ein willkommener Service am Eingang eines Gewächshauses.


Donnerstag, 3. Januar 2019

Musik: Chapel Of Disease - …And as we have seen the storm, we have embraced the eye


























Death Metal, garniert mit Dire Straits-Moment.

Durch einen Jahresrückblick auf Musik härterer Art stieß ich auf "…And as we have seen the storm, we have embraced the eye" der Band Chapel Of Disease. Üblicherweise hält mich das übliche Gebrüll davon ab, Death Metal wirklich genießen zu können. Doch hier wurde ich neugierig, weil der Moderator auf Parallelen zu Dire Straits hinwies. Nun sind meine Hochzeiten der Verehrung der Band um Mark Knopfler eine Weile vorbei, aber die Kombination wollte ich mir doch mal anhören. Und siehe da, ab Minute 05:45 des Openers "Void of words" erklingt tatsächlich ein Gitarrensolo, welches auf jedem Dire Straits-Album hätte erscheinen können. Und auch der dritte Titel "Song of the gods" beginnt recht zahm, bevor nach knapp zwei Minuten die Zügel angezogen werden. 

Aber gerade solche Momente sind es, die "…And as we have seen the storm, we have embraced the eye" für mich hör- und vor allem wirklich genießbar machen. In meinen Ohren ist es auch kein reines Death Metal-Album, dafür erinnern mich zu viele Passagen an Alternative oder Prog Rock. 

Chapel Of Disease wurde vor gut zehn Jahren in Köln gegründet und "…And as we have seen the storm, we have embraced the eye" ist der dritte Longplayer des Quartetts. 

Wer ein Death Metal-Album des vergangenen Jahres hören möchte, sollte getrost zu "…And as we have seen the storm, we have embraced the eye" greifen. Meine Anspieltipps sind das Monster "Oblivious / Obnoxious / Defiant" und "Song of the gods". 

"Song of the gods":


"Null":


Chapel Of Disease auf Tour:
  • 02.03. Hamburg (Festival)
  • 23.03. Ulm
  • 25.05. Berlin (Festival)
  • 13.07. Torgau (Festival)
  • 20.07. Crispendorf (Festival)
"…And as we have seen the storm, we have embraced the eye" ist:

Mittwoch, 2. Januar 2019

Aachen

Ach, ich war ja kürzlich in Aachen. Der Dom kann sich wirklich sehen lassen.




Und der "Kreislauf des Geldes"-Brunnen


ebenso wie die eine oder andere nette Ecke der Stadt.






Dienstag, 1. Januar 2019

Buch: Marie Cochard - Lust auf Frische


























Interessante Ideen vor zweifelhaften Hintergrund.

So kurz nach den Feiertagen mögen einige vermutlich nicht einmal mehr an Essen denken müssen. Aber es geht bei "Lust auf Frische!" weniger um den Konsum und die Zubereitung als um die Lagerung von Lebensmitteln. Dazu hat sich die Französin Marie Cochard einige Gedanken gemacht. Sie spielt dabei mit dem Gedanken, wie ein Leben ohne Kühlschrank aussehen könnte. Sie betont allerdings auch mehrfach, dass sie niemanden überzeugen möchte, den Kühlschrank abzuschaffen. Man gewinnt ja auch nicht viel, wenn man zwar den Kühlschrank spart, aber dafür regelmäßig der Krankenwagen an Lebensmittelvergiftungen erkrankte Menschen abholen muss. ;-)

Cochard schildert in kurzen und unterhaltsam aufgebauten Abschnitten verschiedene Möglichkeiten zur Haltbarmachung und Lagerung von Lebensmitteln. Eier soll man zum Beispiel nicht kühlen, da die Schutzmechanismen der Schale geschwächt werden, diese porös wird und Keime eindringen können. Am besten wickelt man sie einzeln in Zeitungspapier und lagert sie an einem kühlen Ort von etwa 5-8° C. Das ist in meiner Wohnung sommers wie winters die Tür meines Kühlschranks. So viel zu der These mit dem Kühlschrank. Da ich in Ermangelung eines eigenen Gartens keine Notwendigkeit sehe, größere Mengen an Obst oder Gemüse haltbar zu machen machen möchte, wurden viele Ideen von mir wohlwollend wahrgenommen aber auch gleichzeitig als für mich nicht umsetzbar verworfen. 

Aber ein paar Anregungen, wie z. B. Gemüse mit Wurzeln (Frühlingszwiebeln, Lauch,...) in Wasser zu stellen, damit diese weiterwachsen können haben den Weg in meinen Alltag gefunden. So sieht aktuell die Küche aus: 


Die Frühlingszwiebeln gedeihen hervorragend. 

Ich bin auch nach der kurzweiligen Lektüre von "Lust auf Frische!" froh einen Kühlschrank zu besitzen. Für einige Lebensmittel habe ich aber Anregungen zur alternativen Unterbringung gefunden. Das schafft Platz im Kühlschrank und vielleicht fühlen sich einige Nahrungsmittel ja nun tatsächlich wohler bei mir.