Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Freitag, 9. November 2018

09.11.

Eine an diesem Tag angemessene Geste, wie ich finde.


Donnerstag, 8. November 2018

Mittwoch, 7. November 2018

Film: Bohemian Rhapsody

























Ein Film wie Freddie Mercury: Musikalisch eine Macht, ansonsten... etwas schwierig.

Ich war nie Queen-Fan. In den frühen Zeiten meiner musikalischen Prägung erschien mir die Musik der Band zu pompös und das Image Mercurys zu albern. Später hatte sich die Band wegen seines Todes erledigt und es gab keinen Grund, sich mit ihr zu befassen. Erst seit wenigen Jahren konnte ich einigen Songs der Band etwas abgewinnen und der Hauptgrund dafür ist Mercurys beeindruckende Stimme. Gestern habe ich den Höhepunkt meiner Beziehung zu der Band erlebt: Während der Vorstellung des aktuellen Films "Bohemian Rhapsody" hatte ich während mehrerer Szenen Gänsehaut. Diese Szenen waren immer gekoppelt an Songs der Band und da offenbart sich auch meine Kritik an dem Film: Alles was mit den Songs und der musikalischen Entwicklung der Band zu tun hatte ist beeindruckend dargestellt. Für die Beschäftigung mit Mercurys Leben blieb daneben aber nicht mehr viel Raum. Daher wirkten die Einblicke in sein Leben sehr verhuscht und so gerafft, dass dieser Aspekt des Films einen faden Beigeschmack bei mir hinterließ. 

Unstrittig phänomenal ist Rami Maleks (der mir bislang nur aus der Serie "Mr. Robot" bekannt war) Leistung als Darsteller des Sängers. Bevor Malek für diesen Film ausgewählt wurde, war Sacha Baron Cohen (Borat, Ali G.) für Mercurys Rolle im Gespräch. Vor allem wegen Cohens Bekanntheit für alberne Rollen hätte das m. E. nur schief gehen können. Daher erwies sich Malek als die vermutlich wesentlich bessere Wahl. Er kommt dem Original oder zumindest dem Image Mercurys so nahe, dass es stellenweise wie eine Parodie wirkt, weil Mercury zumindest zeitweise einen absurden Lebensstil pflegte. Von seiner Leistung lebt der Film, der seinen Höhepunkt in der Nachstellung des Live Aid-Auftritts findet. 

Auf dem Heimweg habe ich (auch zur Freude einiger Passanten) noch einige Songs der Band mit Inbrunst gehört und anschließend etwas zur Geschichte Queens und zum Leben Mercurys geforscht. Wer etwas für Musik empfindet, sollte sich "Bohemian Rhapsody" anschauen und hoffentlich einen ebenso unterhaltsamen Abend haben. 

Dienstag, 6. November 2018

Am und im Rhein

Der niedrige Pegelstand sorgt für Treibstoffmangel an einigen Tankstellen aber auch für die Möglichkeit, mal mitten im Rhein zu stehen.




Das alles bietet aktuell Bonn. 


Paris mag die "Axe historique" von Louvre bis La Défense haben, aber die Stadt am Rhein hat die Achse vom Konrad-Adenauer-Platz in Beuel über das Beethoven-Haus bis zur weithin erkennbaren Müllverwertungsanlage!





Montag, 5. November 2018

Konzert: Slaves im Luxor in Köln, 04.11.2018



Herzlich und brachial zugleich. 

Da lebe ich Jahre ohne Punkkonzerte und dann folgt nach dem Euternase-Auftritt im Vorprogramm zu Heim wenige Tage später mein Besuch bei den Slaves. Mit so viel Energie lassen sich Gedanken an einen trüben Herbst vertreiben.

Die Vorband im Luxir war The Goodlands (oder ähnlich). Sie stimmte passend auf den Abend ein.

Kurz nach 21 Uhr und nach einem kurzen Deppentechno-Intro betraten Isaac Holman und Laurie Vincent die Bühne. Und damit war die Band auch bereits vollständig.

Nach eigener Aussage handelt es sich um eine "two-piece boy band" die vor allem deshalb aus nur zwei Mitgliedern besteht, weil sonst niemand mit ihnen spielen wollte. Zu dem, was die beiden auf der Bühne leisten kann ich nur sagen: Unfassbar, welche Energie sie freisetzten. Spätestens ab dem zweiten Song "Bugs" war Isaac geschwitzt, nach dem dritten Titel "Magnolia" stand er erstmals im Publikum. Bevor "Cheers up London" (was zwischenzeitlich zu "Cheers up Cologne" wurde) hatte sich das Publikum noch zu umarmen. Für "Cut and run" wurden geübte Fans auf die Bühne gebeten, um den anscheinend offiziellen Tanz dazu auszuführen.


Und Laurie war auch immer mal wieder im Publikum oder sogar auf dem Tresen zu finden.


Selten habe ich ein Konzert mit so viel Publikumsnähe erlebt.

Isaac verantwortet das Schlagzeug (welches er im Stehen bedient) und den größten Teil des Gesangs. Seine Schlagzeugtechnik erlaubt ihm gleichzeitig auch noch ein umfassendes Workout und irgendwie ist das auch Ausdruckstanz. Nach einer Stunde war alles gesagt und alles geschrien. Und sowohl Publikum als auch Band hatten alles gegeben. 



Die Setlist:
  • Sockets
  • Bugs
  • Magnolia
  • Fuck the Hi-Hat
  • Live Like an Animal
  • Cheer Up London
  • The Lives They Wish They Had
  • Where's Your Car Debbie?
  • Cut and Run
  • Chokehold
  • Photo Opportunity
  • Sugar Coated Bitter Truth
  • Beauty Quest
  • The Hunter

Sonntag, 4. November 2018

Bonn leuchtete

"Wie locken wir am Abend Menschen in die Stadt?"
"Wir machen das mit den bunten Leuchten."









Samstag, 3. November 2018

Musik: City Kids Feel The Beat - Cheeky heart

























Frischer Pop-Punk aus Ulm. 

Oftmals preisen Promoter neue Bands an und natürlich hat man von ihnen noch nie etwas gehört. Doch als ich zu der Veröffentlichung des Debüts von City Kids Feel The Beat kontaktiert wurde konnte ich selbstbewusst antworten: Kenne ich doch schon!

Die Band kommt aus Ulm, hat sich dort sich über die letzten Jahre schon einen Namen gemacht und eine Fan-Basis erobert. Grundsätzlich war mir die Band schon immer sympathisch, nur deren Musik konnte mich nicht komplett überzeugen. Die Pressemitteilung zum Debüt "Cheeky heart" liefert mir nun die Erklärung: "Pop -Punk für eine neue Generation" und "Punk-Album mit Teenie-Attitüde". Vermutlich gehöre ich nicht zu dieser Generation und, ich muss es hier offen bekennen, dem Teenie-Alter bin ich nun auch entwachsen. Die Zeiten von College-Rock sind für mich vorbei und poppiger Punk konnte mich schon zu Blink-182-Zeiten nicht mitreißen. Aber es freut mich sehr, das solche zumindest von der Grundidee her rockige Musik eine Chance bei der besagten "neuen Generation" hat. Jung genug, um einen Song über das "Worst date" zu machen aber gleichzeitig auch schon so flügge, dass ein "Coming home" beschrieben werden kann verbinden die fünf Musiker poppige und schmissige Refrains mit prägnanten Gitarren. Man hört, dass die Band schon eine Weile zusammen musiziert und ihren Stil gefunden hat. Daher wünsche ich der Band viele erfolgreiche Auftritte und glühende Fans. In den nächsten Monaten werden die City Kids fleißig unterwegs sein:
  • 22.11. Ulm 
  • 14.12. Laupheim (Festival)
  • 15.12. Offingen (Festival)
  • 24.01. Berlin
  • 25.01. Braunschweig
  • 26.01. Göttingen
  • 01.02. Halle
  • 02.02. Aalen
  • 15.02. Köln
  • 16.02. Oberhausen
  • 15.03. Leipzig
"What I can't get" und "Rewrite" sind meine Anspieltipps auf "Cheeky heart".

Das Video zu "Coming home":


Und passend dazu im Anschluss "What I can't get":




"Cheeky heart" ist:

Freitag, 2. November 2018

Erkenntnisse eines Aufenthalts im Rotkäppchenland

1. Regentonnen können überlaufen (während andernorts der Treibstoff knapp wird, wegen des Niedrigwassers im Rhein).


2. Zu Teilen der Einrichtung fehlen mir die Worte.

Donnerstag, 1. November 2018

Konzert: Heim im Bla in Bonn, 31.10.2018

 

Eindrucksvoller Post-Punk und die vermutlich beste Dinosaur Jr.-Interpretation aus deutschen Landen. 

Dieser Konzertabend begann mit einem Schock: Im "Bla" lief keine Musik sondern auf der Leinwand hinter der Bühne das Elfmeterschießen zwischen Schalke und Köln. Aber das Elend hatte dann bald ein Ende und die Instrumente wurden aufgebaut. Den Abend eröffnete dann Euternase, eine Post-Punk-Band aus Mannheim. 



Ich weiß nicht, ob Euternases Sänger sich wegen Halloween zu Beginn des Sets noch mit Kappe und Schnurrbart getarnt hatte. Aber ab dem dritten Song hatte er sich jeder Bekleidung und Verkleidung 
oberhalb seiner Hose eh entledigt. Damit entsprach er der Stimmung und der Energie des Sets. Sehr engagiert und intensiv wirkten diese 40 Minuten. Eine Mischung aus jungem Iggy Pop und Ian Curtis schrie Texte wie "Der Zerfall ist zu normal" ins Mikro, während die Band ein kleines Post-Punk-Inferno zündete. Nach dem Set waren alle Zuschauer wach und auch ein Stück weit erleichtert, dass der Sänger nicht ins Publikum gesprungen war, um ein paar Zuschauer anzuschreien. 



Setlist Euternase:

  • Der Zerfall
  • Monolith
  • Günstig
  • Sittenstrolch
  • Verbraucht & kaputt
  • Desorientiert
  • Das schwarze Wasser
  • Ho-chi-minh-Gehirnwäsche
  • Lobotomie
Kurz vor 22.30 Uhr betraten dann die drei Herren von Heim die Bühne. Das Trio aus Franken hat dieses Jahr bereits ihr drittes Album "WS" veröffentlicht und dieses stellte sie innerhalb einer Stunde angereichert um drei ältere Songs komplett vor. 


Nicht nur wegen der Anzahl der Musiker drängt sich der Vergleich mit Dinosaur Jr. auf. Getragener Gesang, der auch auch mal im Hintergrund verschwimmt und prägende bis sympathisch ausufernde Gitarrenparts... zurückhaltender als der Support Act aber nicht minder eindrucksvoll füllten die Songs das Bla aus. Viele der Songs verleiteten gleichzeitig zum Träumen und Rocken. 

Setlist Heim:


  • Tropisch
  • Leicht
  • Heim
  • Alles da
  • Ein Freund
  • Alt
  • Wieder hier
  • Nächstes Mal
  • Nicht mehr da
  • Der letzte Halm
  • Was bleibt