Liebes Tiefgaragenteam. Die “neuen” 5 € Scheine sind schon eine ganze Weile nicht mehr “neu”. Ich vermute das Schild war günstiger als die Umstellung der Automaten.
Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.
Mittwoch, 20. November 2013
Dienstag, 19. November 2013
Musik: Jake Bugg-Shangri La
Jake Bugg legt nach.
Als Engländer hat man es nicht leicht. Die wirklich glorreichen Zeiten endeten vor einer ganzen Weile. Die nationalen Fußballtriumphe der letzten Jahre kann man als dürftig bezeichnen und die wirtschaftliche Entwicklung war auch nicht prall. Umso größer ist auf der Insel die Freude über musikalische Hoffnungsträger. Als solcher erschien Jake Bugg letztes Jahr auf der Bühne. Rotzfrech zitierte er sich quer durch die Singer/Songwriter und Rock ‘n’ Roll Geschichte. Neben ansehnlichen Charterfolgen brachte “Jake Bugg” gar sieben Singles hervor. Die Zusammenarbeit mit Co-Songwriter Iain Archer kann man also nur als äußerst erfolgreich bezeichnen. Und verständlicherweise griff dieser Bugg auch beim Nachfolgewerk unter die Arme.
Überraschen konnte Bugg mit seinem zweiten Album “Shangri la” mit zwei Tatsachen:
- Das Album erschien bereits ca. ein Jahr nach seinem Debüt.
- Als Produzent kam Rick Rubin zum Zuge.
Ansonsten ist “Shangri la” eine fast routinierte Fortsetzung des Debüts. Aus dem Kreis der flotteren Songs kann mich nur “Slumville sunrise” ansatzweise überzeugen während mir die balladesken Titel “All your reasons”, “Kitchen table” und “Simple pleasures” gut gefallen. Vielleicht skizzieren diese die Weiterentwicklung des Herren. Sieben Singles wird “Shangri la” vielleicht nicht liefern. Aber ein übereilter Schnellschuss ist das Album auch nicht.
“What doesn't kill you” akustisch:
Aktuell stellt Bugg sein Album auf diesen Bühnen vor:
- 19.11. Berlin
- 24.11. Köln
- 29.11. Hamburg
- 03.12. München
- 05.12. Wien
- 06.12. Zürich
“Shangri la” klingt nach:
Montag, 18. November 2013
Vorhören: Shearwater-Fellow travelers
Zu Alben voller Cover-Versionen habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Doch drei Möglichkeiten gibt, mich trotzdem mit diesen zu locken:
- Es sollten nicht allzu bekannte Songs gecovert werden.
- Sie müssen als Cover-Version “überzeugend” gemacht sein und nicht einfach einen Abklatsch des Originals darstellen.
- Ein Motto welches die Songs des Albums zusammenhält ist ebenfalls willkommen.
Dem letzten Punkt wird Jonathan Meiburg von Shearwater gerecht, in dem er Bands covert, mit denen er auf Tour war. Unbekannt sind Coldplay und deren Song “Hurts like heaven” sicher nicht, aber unter den Titeln von St. Vincent, Folk Implosion, Xiu Xiu und weiteren sollte jeder doch noch ein paar unbekannte Songs finden können. Und der zweite Aspekt lässt sich nun dank des Streams des Albums “Fellow travelers” überprüfen.
Sonntag, 17. November 2013
Konzert: Moddi in Feinkost Lampe Hannover, 16.11.2013
Feinkost Lampe ist eine besondere Location für Konzerte. Bezüglich Werbung, Kartenvorverkauf oder gar einer Beschilderung halten sich die Betreiber dezent zurück. Dafür beweisen sie meist einen guten Geschmack bei der Auswahl der Acts und die Atmosphäre in diesem Keller ist ein Garant für intime Konzertmomente. So hatte ich mich auf einen gemütlichen Abend im Sessel mit tollen Songs des norwegischen Singer/Songwriters Moddi gefreut. Doch trotz zeitiger Ankunft blieb mir einer der begehrten Sessel verwehrt. Tatsächlich wurde der Raum auch irgendwann als “voll” und damit “ausverkauft” deklariert. Mit früheren Konzerten hat sich Moddi schon ein paar Fans erspielt und seine drei starken Alben trugen sicherlich ebenfalls zum großen Publikumsinteresse bei.
Gegen 21.30 Uhr betraten Moddi und Katrine Schiøtt (“Pocket symphony orchestra”, Cello, Gesang) die Bühne. Bis ca. zum Ende des ersten Songs “Magpie eggs” wirkte Moddi noch recht zurückhaltend. Im Laufe des Konzerts kam er allerdings in Erzähllaune. Schon im Zusammenhang mit “Poetry” erklärte er, dass er seine Songs nicht als vertonte Gedichte versteht. Moddis Landsleute versehen seine Musik wohl häufig mit der Bezeichnung “vise”. Dieser Name kommt von Gedichten, die um Melodien bereichert wurden, um die Erinnerung an diese einfacher zu gestalten. Doch gerade weil Moddi mit Gedichten und deren Verständnis Probleme hat, ist er mit dieser Zuordnung nicht so richtig glücklich.
Mit “Krokstav-emne” brachte Moddi im Mittelteil des Sets den einzigen Song in seiner Muttersprache. Da mit “Kæm va du?” vor wenigen Wochen sein erstes komplett norwegisch gesungenes Album erschien, ist dies wohl ein Zugeständnis an das deutsche Publikum. Über den ein oder anderen zusätzlichen Titel des aktuellen Albums hätte ich mich aber trotzdem gefreut.
Anschließend zollte Moddi Joanna Newsom Tribut in Form eines Covers des Songs “Bridges & balloons”. Ein weiteres Cover war der “Train song” von Vashti Bunyan, den er auf “Kæm va du?” in der norwegischen Version als “Togsang” verewigt hat.
Moddi berichtete, dass er nach dem Ende der letzten Tour eine schwere Phase durchmachte und es eine ganze Weile dauerte bis er wieder einen Song schrieb. Dieser trägt den Namen “Northern line” und mit diesem beendete er das Konzert.
Insgesamt dauerte dieses ca. 110 Minuten. Die Netto-Spielzeit war merklich kürzer, gab Moddi doch zu fast allen Songs eine mehr oder minder ausführliche Einführung. Diese reichten von seinen Umweltschutzambitionen und der Bedeutung der Ölförderung in seinem Heimatland über einen Exkurs zu den Erkenntnissen seines Soziologie-Studiums und ein Computerspiel in dem böse Deutsche mit Elefanten seine Stadt zerstörten (“Rubbles”) bis zu Anekdoten aus dem Tourleben. Besonders sympathisch wirke er auf dem Verstärker sitzend, die barfüßigen Beine von sich gestreckt und mit den großen Augen eines begeisterten Kindes. Manchmal hatte ich das Bedürfnis, ihn zu schütteln und in die Realität zu holen… aber welch schöne Songs würde er uns dann vorenthalten?
Setlist:
- Magpie eggs
- Soon you’ll be somebody else
- Poetry
- A sense of grey
- Smoke
- Krokstav-emne
- Bridges & balloons (Joanna Newsom Cover)
- Run to the water
- Train song (Vashti Bunyan Cover, auf dem aktuellen Album “Kæm va du?” als “Togsang” in Moddis Muttersprache)
- Stuck in the waltz
- Rubbles
- House by the sea
- The architect
- Northern line
Die letzten beiden Songs galten als Zugabe. Diese wurden als solche aber angekündigt, weil die Bühne das übliche "wir verschwinden kurz und kommen dann wieder”-Spiel nahezu unmöglich macht. Erstaunlicherweise wurde das Set zur Hälfte aus Titeln des ersten Album “Floriography” gestaltet. Einige starke Songs des ebenfalls dieses Jahr veröffentlichten “Set the house on fire” fielen so leider unter den Tisch.
Moddi ist die nächsten Tage in Deutschland in Wohnzimmern und größeren Locations unterwegs. Seine Facebook-Seite gibt dazu Auskunft. Den Besuch eines solchen Konzerts kann ich nur wärmstens empfehlen.
Freitag, 15. November 2013
Der Löwenmensch von Schwaben
Also ich glaube der Löwenmensch von Schwaben
war einfach nur der Prototyp für Merchandising Produkte dieses Gesellen.
Donnerstag, 14. November 2013
Vorhören: Jake Bugg-Shangri la
Morgen erschein Jake Buggs Album “Shangri la”. Spannend finde ich die Tatsache, dass Rick Rubin dem jungen Mann als Produzent zur Seite stand. Dort gibt es das Album schon jetzt als Stream.
Und hier das Video zu “Slumville sunrise”:
Jake Bugg - Slumville Sunrise on MUZU.TV.
Mittwoch, 13. November 2013
Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: These New Puritans-V (Island song)
Schon auf dem Album “Field of reeds” hat mich dieser Song beeindruckt. Und mit diesem Video erst…
Dienstag, 12. November 2013
Welcome back: Shearwater
Seit “Animal joy” ist eine Weile vergangen und nun meldet sich Shearwater mit dem Cover-Album “Fellow travelers” zurück. Vorab gibt es das Video zum Song “I Luv the Valley Oh!”:
Montag, 11. November 2013
Stream: Public Service Broadcasting-Inform-Educate-Entertain
Das Album “Inform-Educate-Entertain” der Band Public Service Broadcasting gibt es aktuell als Stream bei NPR.org. Wer relativ entspannte elektronische Soundcollagen mag kann die Platte allerdings auch schon fast einem halben Jahr käuflich erwerben. Hörenswert ist vor allem der Song “Spitfire”.