Nein, die Metro habe ich für die Strecke nicht bemüht.
Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.
Donnerstag, 21. März 2013
Mittwoch, 20. März 2013
Dienstag, 19. März 2013
Musik: John Grant-Pale green ghosts
Während mich Grants Debüt etwas ratlos zurückließ, bin ich von “Pale green ghosts” vor allem wegen der Gus Gus-Beats angetan.
Angeblich waren es einige Mitglieder Midlakes, die John Grant Jahre nach dem Ende seiner Band The Czars dazu brachten sein Solodebüt anzugehen. “Queen of Danmark” erschien 2010 und war erfolgreicher als die The Czars Alben. Während bzw. nach den Arbeiten an "Queen of Danmark” ging Grants Beziehung in die Brüche, er erfuhr von seiner HIV Infektion und er zog nach Reykjavík. Die Eindrücke der Insel prägen das Artwork und seine persönlichen Rückschläge die Stimmung des Albums. Offensichtlich verbrachter Grant einige Zeit mit Birgir Þórarinsson von Gus Gus, denn sein zweites Soloalbum “Pale green ghosts” klingt über weite Strecken erfreulich stark nach Gus Gus. Zum Albumtitel wurde Grant angeblich von kleinen hellgrünen Blättern entlang des Highways zwischen Denver und Boulder inspiriert, die im Mondlicht wie kleine Geister schimmern sollen. Ebenso schimmern die Beats in den meisten der balladesken Songs.
“Pale green ghosts” ist stringenter, leichter zu erfassen und düsterer als “Queen of Danmark”. Die Comedy-Momente entfallen komplett. Neben den prägenden Gus Gus-Beats scheint die Zusammenarbeit mit Sinéad O’Connor durch. Sie schrieb mit an einigen der Songs und steuerte Background-Vocals bei. Beide Elemente bilden einen angemessenen Rahmen für Grants Stimme.
Grundsätzlich gefallen mir auf “Pale green ghosts” die Songs mit starkem Gus Gus-Einfluss wie der Titelsong, “Black belt” und “Sensitive new guy” besonders gut. Die in Zusammenarbeit mit O’Connor entstanden Songs bilden die Brücke zu “Queen of Danmark” und vor allem “It doesn’t matter to him” und “Why don’t you love me anymore” sind interessierten Hörern hiermit ans Herz gelegt. Der Unterschied zwischen “Queen of Danmark” und dem aktuellen Werk zeigt Grants Wandlungsfähigkeit. Ich bin gespannt, wohin ihn seine musikalische Reise nun führen wird.
Die Deluxe-Edition liefert sechs Remixe (u. a. von Hercules & Love Affair) der Songs “Black belt”, “Pale green ghosts” und “Why don’t you love me” im Dance-Gewand.
Das Video zum Titelsong:
John Grant live in Deutschland:
- 07.04. Köln
- 08.04. Hamburg
- 09.04. Berlin
Erwähnens finde ich diesen Kommentar aus der “Wiener Zeitung”:
Heute gibt sich der fabelhaft sprachbegabte 44-Jährige, der besser Deutsch spricht als drei Viertel aller Österreicher, ebensogut Russisch beherrscht, solide auf Spanisch und Französisch parliert und sich auf niedrigerem Level sogar in skandinavischen Sprachen und selbst im Holländischen zurechtfindet, als rastloser Kosmopolit.
“Pale green ghosts” klingt nach:
Montag, 18. März 2013
Vorhören: Wavves-Afraid of heights
Diese Beschreibung sollte einige “Jugendliche der 90er Jahre” neugierig machen:
But, as the new Afraid of Heights demonstrates, there's a good band in there — a worthy heir to obvious influences from Nirvana to Green Day to Weezer, all of whom share Wavves' mix of self-flagellation and pop hooks. Wavves lacks its forebears' studio slickness, opting instead for a rougher and dirtier sound.
Dort gibt es noch mehr dazu und den Stream des Albums “Afraid of heights”.
Sonntag, 17. März 2013
Musik: Jim Kroft-Lunatic lullabies
Der Botschafter britischen Pops in Berlin führt seine Missionstätigkeit fort.
Von einem Exil-Schotten in Berlin würde ich eigentlich ein Singer/Songwriter-Album erwarten. Doch Jim Kroft sieht sich offensichtlich als Botschafter der Popmusik. Wie auf dem Vorgängerwerk “The hermit & the hedonist” holte sich Kroft Unterstützung vom Produzenten Matt Ingram (Laura Marlings Drummer) und gemischt wurden die Titel von Richard Wilkinson (Adele, Kaiser Chiefs). Das Ergebnis in Form seines dritten Albums “Lunatic lullabies” ist eine solide Platte und im Kern Popmusik, die durch einige Indierock- und Wave-Einflüsse eine eigene Note erhält. Jim Kroft wirkt allein schon deshalb sympathisch, weil er sich so hemmungslos zum Pop bekennt und dabei authentisch zu wirken weiß.
Die Highlights auf “Lunatic lullabies” sind “Through my weakness” und “The loneliness of the vampire”.
Das Video zu “Tell me (where to begin)”:
Jim Kroft | TELL ME (WHERE TO BEGIN) from Jim Kroft on Vimeo.
Und ein Live-Video zu “Through my weakness”:
In dieser Form ist Jim Kroft bei diesen Gelegenheiten zu erleben:
- 23.03. Frankfurt
- 29.03. Berlin
- 21.05. Köln
- 22.05. Unna
- 24.05. Mannheim
- 25.05. Kaiserslautern
- 27.05. Zürich (CH)
- 29.05. Frankfurt
- 30.05. München
- 01.06. Osnabrück
- 02.06. Hamburg
Zur Schilderung der "Album story” wurde eine eigene Website eingerichtet.
“Lunatic lullabies” klingt nach:
Freitag, 15. März 2013
Quotennuss
Grundsätzlich ärgere ich mich nicht über Produktverpackungen, die irreführend sein könnten. Aber diesen Hinweis eines findigen Mitmenschen nehme ich gerne auf. Was erwartet man, wenn man diese Mischung kauft?
Vermutlich mehr als die EINE Haselnuss, die in der Packung enthalten war. Hier die Quotennuss:
Donnerstag, 14. März 2013
Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Everything Everything-Duet
Luft auf Schneefall? Dem Song “Duet” des Albums “Arc” spendiert Everything Everything ein Video:
Everything Everything "Duet" from phil tidy on Vimeo.
Mittwoch, 13. März 2013
Dienstag, 12. März 2013
Bahn Mehrkampf
Winterlicher Mehrkampf mit Zügen:
Auf den ersten ICE 20 Minuten warten. Dort gab es nicht einmal Zeitungen, weil die wohl noch in einem anderen ICE hingen. Nach der ersten Ankunft des Tages zweites Frühstück in der DB Lounge.
Anschließend mit dem Thalys (fünf Minuten Verspätung. Die Innengestaltung hat schon etwas von Edelbordell, aber dafür gibt es WLAN und kleines drittes Frühstück.) von Köln in Richtung Paris.
So die Theorie. In Aachen wieder aus dem Thalys, weil dieser wegen Schnee doch nicht nach Paris wollte. Auf dem Bahnsteig gegen den Erfrierungstod kämpfen (ins Warme gehen und auf die Durchsagen hoffen? Nicht empfehlenswert)und mit der Regionalbahn (ca. 60 Minuten verspätet, daher nicht auf die andere gewartet, die mit ca. 60 Minuten Verspätung angekündigt war) zurück nach Köln.
Dort auf einen verspäteten (20 Minuten) ICE warten. Kleine Stärkung im Zug:
Zwischenstation am Flughafen Frankfurt.
(Suchspiel: Finde den Zug ohne Verspätung oder Gleiswechsel.)
In der DB Lounge trifft Spreu (z. T. ausfällige und vor allem gefrustete Fluggäste, die heute nicht flogen) auf Weizen (wartende Bahnfahrer, die sich stumm ihrem Schicksal hingeben).
Letzte Stärkung im für mich letzten ICE des Tages (15 Minuten Verspätung).
Mit den mir von der Bahn/Thalys in Form von Kalorien verabreichten Energie hätte ich selbst einen ICE antreiben können. Und nach einem Tag mit Blick auf weiße Landschaften erwartet mich in Süddeutschland das:
Hier fallen gerade die ersten Schneeflocken…