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Donnerstag, 18. Oktober 2012

Musik: David Byrne & St. Vincent–Love this giant

cover

Das beste Bläser-Trip-Hop Album des Jahrtausends!

Es treten gemeinsam an:

    • 60 Jahre
    • Geboren in Schottland und in der Kindheit in den USA gelanded, lebt in New York City
    • Acht zum Teil wegweisende Studioalben mit den Talking Heads
    • Autor diverser Bücher, u. a. das lesenswerte “Bicycle diaries
    • Labelgründer
    • Künstler, dessen Werke anscheinend deren Präsentation in Ausstellungen rechtfertigen
    • Diverse Soloalben und Soundtracks (z. B. “Here lies love”)
    • Unzählige Kollaborationen
    • Schauspieler und Regisseur
    • Eigentlich Annie Erin Clark
    • 30 Jahre
    • Geboren in den USA, lebt inzwischen in New York City
    • Arbeitete in sehr frühen Jahren als Tourmanagerin für die Band ihres Onkels (Tuck & Patti)
    • War eine Weile Mitglied der Polyphonic Spree
    • Unterstützte anschließend Sufjan Stevens in dessen Tourband
    • Brachte es bislang auf drei Soloalben

Das Ergebnis ist über einen Zeitraum von drei Jahren entstanden und nennt sich“Love this giant”. Ebenso kantig wie auf dem Albumcover präsentieren sich die beiden Musiker. Bringt der Hörer jedoch ein Mindestmaß an “Bläsertoleranz” mit, wird er mit “Bläser-Trip-Hop” erster Klasse belohnt. Die stellenweise betörenden Melodien sind verteilt auf die Gesangs- und Bläserparts. Üblicherweise sind Duette mit David Byrne eine schwierige Sache, weil nicht viele Stimmen mit seiner wirklich gut harmonieren. Doch St. Vincent ist offensichtlich selbstbewusst genug, neben ihm zu bestehen. Bei einigen Songs tritt sie sogar eindeutig in den Vordergrund.

Der “A. V. Club” beschreibt sehr passend die Aufgabenteilung zwischen den beiden:

On Love This Giant, the album that Byrne and St. Vincent have been recording off-and-on for the past three years, Byrne largely sticks with the sound that’s served him well over the past decade or so of solo projects, drawing on complex worldbeat rhythms and pumping R&B horns to lend his quirky lyrics and jittery vocals some vigor. And St. Vincent does what she does best: mixing sketchy electronics, cinematic orchestrations, and eruptions of guitar beneath her cool, even voice. The two musicians’ styles fit neatly over each other, sounding mutually rhythmic, arty, and full of hermetic insight.

Trotzdem war das Ergebnis dieser Kollaboration keinesfalls vorgezeichnet. Ich hätte mir auch ganz andere Auswüchse vorstellen können. “Love this giant” ist gewöhnungsbedürftig aber stellenweise einfach nur frech und “funky” und eine willkommene Abwechslung in einem bislang ansonsten wenig überraschenden Musikjahr.

“Weekend in the dust”, “The one who broke your heart”, “Lazarus” und “I should watch TV” sind meine Lieblingssongs auf “Love this giant”.

“Love this giant” klingt nach:

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Den Opener “Who” gibt es auf der Album-Website als kostenlosen Download.

Die Tour verschlägt die beiden Künstler bis nach Tasmanien. Deutschland-Termine sind leider noch nicht geplant.

Und es gibt auch bislang kein Video zum Song “Who”:

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