Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Mittwoch, 1. Februar 2023

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Jen Cloher - My witch

Als ich die Ankündigung zu Jen Clohers neuem Album "I am the river, the river is me" (kommt am 03.03.2023) stolperte, erinnerte ich mich an ihr Album aus dem Jahr 2017 und vermutete, dass ich in der Zwischenzeit einige ihrer Platten verpasst haben könnte. Tatsächlich gab es aber nur ein Gemeinschaftsprojekt als "Dyson, Stringer & Cloher". Also freue mich auf den direkten Nachfolger mit der Single "My witch" vorab: 


Im Juni wird Jen Cloher Deutschland besuchen: 
  • 22.06. Hamburg
  • 23.06. Berlin

Sonntag, 15. Januar 2023

Stadt Blankenberg

 Tolle Blicke auf eine volle Sieg. 









Freitag, 13. Januar 2023

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Pascow - Mailand

In zwei Wochen wird mit "Sieben" das neue Album von Pascow erscheinen. Für mich eine der musikalischen Vorfreunden des Jahres. Vorab der Song "Mailand":



Dienstag, 3. Januar 2023

Konzert aus der Konserve: The Smile - Tiny desk (home) concert

Tolles Album, tolles Tiny desk concert.




Samstag, 24. Dezember 2022

Freitag, 23. Dezember 2022

Konzert: Terry Hoax in der Bonner Harmonie, 25.11.2022


Stagediving selbst in harten Konzertzeiten. 

Obwohl ich im November zwei sehr gut besuchten Konzerten beiwohnen durfte, ist es kein Geheimnis: Musiker haben es diesen Herbst/Winter nicht leicht. Das merkte man leider auch beim inzwischen dank eines Terry Hoax-Enthusiaten aus Bonn fast schon traditionellem Dezember-Konzert in der Harmonie. Doch es gilt, was Olli Perau empfahl: "Nach vorne kommen und nicht umdrehen." 

Die Band (mit Ersatz-Schlagzeuger) und vor allem Olli waren gut aufgelegt, das Publikum ebenso. Letzterer scheint kurzsichtig zu sein. Daher gelang es ihm, sich selbst und seine Bandkumpels zu überraschen, da er die Setlist offensichtlich "fehlinterpretierte". Aber Profis kommen auch damit klar. 


Entsprechend routiniert lief das Set ab:

  • Perfect view
  • What are you here for?
  • Inbetween
  • 1970
  • Credible
  • Insanity
  • Policy of truth
  • Live all
  • Another face
  • Pale soul
  • When love's gone
  • From love to hate and back
  • Touch the sky
---
  • Fish named Napoleon
  • Waterland
---
  • Dreamer

Donnerstag, 22. Dezember 2022

Konzert: Kae Tempest im Gloria Theater in Köln, 22.11.22


Vielleicht das authentischste Konzerterlebnis des Jahres.

Zwei Kate Tempest-Konzerte durfte ich bereits erleben. Vom ersten als Kae Tempest erwartete ich keine echten Überraschungen. Doch ich habe Kae unterschätzt. 

Das Konzert war bis auf wenige Tickets ausverkauft. Entsprechend lang war die Schlange am Eingang und so konnten wir nur die letzten Minuten von Ivy Soles Set sehen und hören. Für einen echten Eindruck reichte das nicht. 


Der erste Teil des Sets von Kae Tempest verlief erwartungsgemäß: Aktuelles Album komplett und ohne Ansagen zwischendurch. Im anschließenden Zugabenteil (der inzwischen bereits eine eindrucksvolle Best of-Sammlung ist) zeigte sich Kaes von einer äußerst persönlichen Seite: Während "Ketamine for breakfast" ging der Faden verloren... sprich der Song musste unterbrochen werden. Die Erklärung folgte: Während der Aufnahmen zu "Let them eat chaos" war Kae noch nicht "angekommen". Alleine mit sich und ihren Gefühlen und Unsicherheiten kamen die Texte für das Album zu Stande. Das Leben von vor sechs bis sieben Jahren liegt aber inzwischen so weit entfernt, dass Kae die Songs aus dieser Zeit nur noch mit Mühen vortragen kann.... "Ketamine for breakfast" fand trotzdem sein versöhnliches Ende. 

Die Sympathie und Anerkennung, die Kae während dieser Erläuterung und auch nach dem ca. 80 minütigen Set vom Publikum entgegengebracht wurde war außergewöhnlich. Toll, was so ein Saal voller Menschen gemeinsam leisten kann. 


Setlist:

  • Priority boredom
  • I saw light
  • Nothing to prove
  • No prizes
  • Salt coast
  • Don't you ever
  • There are the days
  • Smoking
  • Water in the rain
  • Move
  • More pressure
  • Grace
---
  • The woman the boy became (Spoken word)
  • Europe is lost / Marshall law (Medley)
  • Ketamine for breakfast (unterbrochen, s.o.)
  • Circles
  • Firesmoke
  • Holy elixir
  • People's faces

Dienstag, 20. Dezember 2022

35 Jahr Fury in 59 Minuten

Tolle Rockpalast-Doku über Fury In The Slaughterhouse. Vor allem wird deutlich, wie es nach "Mono" mit der Band schwer wurde. Und warum die Band heute den Lauf ihres Lebens hat. 

Montag, 21. November 2022

Konzert: Kishi Bashi im Kölner Artheater, 19.11.2022


Rampensau mit Violine. 

Auf Kishi Bashis (aka Kaoru Ishibashi) Musik wurde ich im Rahmen der Veröffentlichung seines Debüts "151a" aufmerksam. Mit "Manchester", "Bright Whites", "Atticus, in the desert" und "I am the Antichrist to you" enthält dieses Perlen, die mich über Jahre und vor allem auch in später veröffentlichten Varianten immer wieder begeisterten. Aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums machte sich Kishi Bashi auf, seine Fans und geneigte Konzertbesucher zu erfreuen. Als durchaus positiv gestimmter Zuhörer kam ich zum Gig, ich ging als Fan.

Pünktlich um 19.30 Uhr betrat zuerst Mike Savino die Bühne. Er begleitet Ishibashi bereits seit einigen Jahren musikalisch. Als Vorgruppe nutzt er aber seinen Namen Tall Tall Trees und die Gunst der Stunde: Mit seinem Banjo / Leuchtding / Schlaginstrument und mit vielen Loops bot er die ideale Einstimmung auf Kishi Bashi. Während des halbstündigen Sets wurde er zeitweise vom Drummer Josiah Wolf des Hauptacts unterstützt. Spätestens beim Song "Waiting on the day" mit Cornershop-Anleihe war das Eis gebrochen und das Publikum heiß.


Etwas ältere Bilder zeigen Savino mit wesentlich zahmerer Haarpracht. Das Rätsel wurde später im Dialog mit Ishibashi gelöst: Savino wird in seinem Freundeskreis als "COVID Jesus" bezeichnet.

Die Spielfreude nach der pandemiebedingten Zwangspause merkte man sowohl ihm als auch dem Hauptact an. Ishibashi wurde von Savino, dem besagtem Drummer und Quinn Humphrys an Bass und Gitarre begleitet. Letzterer war durch eine Beinschiene in seiner Bewegung eingeschränkt, aber durch seine aus England angereiste Familie mehr als motiviert, trotzdem alles zu geben. 


Doch nun zum eigentlichen Knaller: Kaoru Ishibashi. Durch seine Alben hatte er mich bereits von seiner Musikalität und Vielseitigkeit mehr als überzeugt. Ich hatte ihn als Violinist / Multiinstrumentalist "kennengelernt" und abgespeichert. Wie hätte ich eine solche Rampensau vermuten können? Er sprang, hüpfte, improvisierte, jammte und feuerte sich und das Publikum während der 100 Minuten wieder zu Höchstleistungen an. Gerade im Zusammenspiel mit Savino ergaben sich einige magische Momente. 


An dieser Stelle verweise ich gerne auf sein Live-Album "String Quartet Live". Es zeigt zumindest ansatzweise, welche Energie der Künstler live entwickelt. "I am the Antichrist to you" war für mich der Song des Abends. Aus Anlass des Jubiläums wurde das Debüt in der bekannten Reihenfolge komplett gespielt und anschließend um einige Hits und das obligatorische Talking Heads-Cover "This must be the place" ergänzt. 

Für nächstes Jahr hat Kishi Bashi ein neues Album und einen Film angekündigt. Ich freue mich auf beides. 

Setlist:

  • Intro / Pathos, Pathos
  • Manchester
  • Bright Whites
  • It all began with a burst
  • Wonder Woman, wonder me
  • Chester's burst over the Hamptons
  • Atticus, in the desert
  • I am the Antichrist to you
  • Beat the bright of me
  • Q&A
  • Penny Rabbit and Summer Bear
  • Carry on phenomenon 
  • Philosophize in it! Chemicalize in it!
  • The ballad of Mr. Steak
  • Honeybody
--
  • Summer of '42
  • This must be the place

Im Artheater war ich vor diesem Gig bereits bei Sam Vance-Law im Jahr 2019. Meine Location-Bilanz: Bislang waren alle Konzerte dort toll und Anwärter auf die Gigs des Jahres.