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Samstag, 7. Januar 2012

Affen in ihrem natürlichen Lebensraum besuchen (7): Gorilla Tracking im Bwindi Impenetrable Rainforest

Eine der Attraktionen, die Uganda (fast) einzigartig machen ist die Möglichkeit, Berggorillas in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen. Aktuell gibt es in Uganda und Ruanda Gorilla-Familien, die auf solche Besuche vorbereitet sind. Zu diesen Familien werden täglich bis zu acht Besucher geführt. Sobald sich eine Familie über die Grenze in den Kongo verzieht, werden keine Touren zu ihnen durchgeführt. Anscheinend ist der Kongo schon Abenteuer genug… Für ausländische Touristen ist Gorilla Tracking ein recht teurer Spaß ($ 500, man kann auch mehr zahlen, wenn man sich Unterkunft, An- und Abreise ebenfalls organisieren lässt), Einheimischen wird fairerweise weniger Geld abgeknöpft.

Unsere Unterkunft war das Buhoma Community Rest Camp. Dieses wird durch die Dorfgemeinschaft betrieben und somit fließen die Erlöse Buhoma zu. Vor Ort wird eindrücklich gezeigt, welche Aktivitäten mit diesen Mitteln durchgeführt werden. Je nach Geschmack kann man auch für z. T. wesentlich höhere Beträge in komfortableren und privat (sprich: Meist von Investoren) betriebenen Lodges absteigen.

Im Bwindi Impenetrable Rainforest gibt es acht Gorilla-Gruppen, die für Besuche durch ihre entfernten Verwandten konditioniert wurden. Die Besuchserlaubnis (“Gorilla Tracking Permit”) erwirbt man wegen des begrenzten Kontingents bereits Monate im Voraus und damit ist auch schon festgelegt, welche Gruppe man besucht. Für uns war die “Rushegura” das Ziel, die mit 20 Tieren eine der größten Gruppen ist. Je nachdem, welcher Familie man für den Besuch zugeordnet ist, stehen der Besuchergruppe Anmärsche von 30 Minuten bis zu mehreren Stunden bevor. Da müssen natürlich alle Akkus voll sein, so dass am Morgen die Tourteilnehmer noch einmal zentral Strom an den knapp bemessenen Steckdosen für den Tag sammelten:

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Nach Anmeldung am Eingang des Nationalparks wurde ein Einweisung gegeben. Wegen der genetischen Ähnlichkeit von Gorillas und Menschen besteht die Gefahr, dass die Tiere durch von Menschen eingeschleppte Krankheiten infiziert werden. Besonders vor Atemwegserkrankungen sollen sie geschützt werden, so dass ein Mindestabstand von 7 Metern zwischen Mensch und Gorilla einzuhalten ist. Anscheinend wurde den Gorillas diese Einweisung nicht zu teil, hielten diese sich eben nicht an diese Regel.

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Außerdem wurden uns die Familienmitglieder anhand von Bildern vorgestellt. Die Namen sagen jeweils etwas über den Charakter der Tiere aus.

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Besucher können “Porter” engagieren, welche deren Utensilien schleppen und auch an der einen oder anderen Stelle die “nicht bewegungsaffinen” Touris unserer Gruppe schiebend oder ziehend über Hindernisse bugsieren. Sehenswert war auch der Träger, der für wohlhabende Amerikaner deren drei Flaschen Wasser und zwei Lunchdosen tragen durfte.

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Ansonsten gestaltete sich der Weg zu den Gorillas “regenwaldmäßig” aber trocken.

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Die Gorilla-Familien werden jeden Tag besucht. Daher ist der Aufenthaltsort des Vortags jeweils bekannt und “Tracker” starten bereits früh am Morgen, um die Tiere aufzuspüren und so der Besuchergruppe die Richtung vorgeben zu können. Unsere Tracker

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machten einen tollen Job und nach einigen zusätzlichen Anweisungen und der Entledigung unserer Rucksäcke ging es zur “Rushegura-Familie”:

Anschließend führten uns die Männer mit der Machete und dem Gewehr netterweise wieder aus dem Wald:

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Der Besuch bei der Gorilla-Familie war sicherlich ein erinnerungswürdiges Erlebnis. Doch es war für mich weniger packend oder gar ergreifend, als es vielleicht für andere Menschen sein kann. Das “Drumherum” und vor allem der Marsch durch den Regenwald war aber für mich mindestens ebenso spannend. Da ich mich vor Ort davon überzeugen konnte, dass das Geld der Besucher nachhaltig eingesetzt wird, kann ich das “Gesamtpaket” empfehlen.

Donnerstag, 5. Januar 2012

Affen in ihrem natürlichen Lebensraum besuchen (6): Reise in den Regenwald

Berggorillas leben aus zumindest teilweise verständlichen Gründen im Regenwald. Daher war eine Autofahrt angesagt. Wegen der Abgelegenheit des Ziels waren öffentliche Verkehrsmittel keine Alternative. Doch erst einmal galt es die Unterkunft in traumhafter Lage über der Savanne

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zu verlassen. Mit scharfem Blick und / oder etwas Fantasie lässt sich “unsere” Hütte (vergleiche drittletztes Bild dort) in der Bildmitte erkennen.

Über stellenweise abenteuerliche aber vor allem stets staubige Wege,

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Brücken,

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Flüsse und

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entlang diverser Affen

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durchfuhren wir auch Ishasha. Dort verziehen sich Löwen um die Mittagszeit gerne AUF schattige Bäume. Leider fanden wir nicht die Bäume, welche an diesem Tage als Sonnenschutz besonders geeignet erschienen und so mussten wir uns die Löwen auf den Feigenbäumen eben vorstellen.

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Anschließend wurde die Landschaft bergiger.

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Auch in entlegenen Teeplantagen

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darf es in Uganda an Kirchen nicht fehlen.

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Schließlich kamen wir in Bwindi an.

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Dieses Banda war unsere Unterkunft für die nächsten Tage.

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Das Camp wird von der Dorfgemeinschaft betrieben. Diese sorgte auch für die den weihnachtlichen Schmuck

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und für die traumhafte Aussicht aus dem Gemeinschaftsraum.

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Das Internetcafé war recht luftig konstruiert, aber massive Wände werden eh überbewertet.

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Solche Ziele rechtfertigen jede Anfahrt.

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Mittwoch, 4. Januar 2012

Affen in ihrem natürlichen Lebensraum besuchen (5): Nature walk um Kichwamba

Nach der Safari mit vielen “Tiersichtungen” in der Savanne ging es als Kontrastprogramm auf einen “Nature walk”.
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Während dieser Wanderung stießen wir auf eine private Bananenbierbrauerei,
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neugierige Kinder
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und Lebensmittel, die man ansonsten in unseren Breitengraden eher im Supermarkt “erntet”:
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Vanille
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Papaya
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Avocado
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Kaffee
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Zuckerrohr
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Erdnüsse
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Bananen
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Soja
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Guave
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Baumwolle
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Hirse
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Banane als Kanisterverschluss
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Sonntag, 1. Januar 2012

Affen in ihrem natürlichen Lebensraum besuchen (4,9): Silvester Special

Das Schicksal führte uns heute zu einen Streetjam. Und ich muss zugegeben: Reggae und Dancehall funktionieren hervorragend an einem Sommerabend unter freien Himmel an Silvester. Und obwohl ich keinen weiteren Mzungu unter den Gästen erspähte, fühlte ich mich nicht fehl am Platz. Ich bin mir aber sicher, dass mein Musikgeschmack nicht nachhaltig beeinflusst wurde.
Als Neujahrsgruß gibt es Bild aus Kabale, aufgenommen bei einem der geschäftstüchtigen “Inder um die Ecke”:
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