Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Donnerstag, 8. Mai 2008

Meine Neue

Über einen Zeitraum von Jahren habe ich sie gesucht, ohne es zu wissen. Erst jetzt, da ich meine sie gefunden zu haben, merke ich, wie sie mir gefehlt hat.

Es war keine Liebe auf den ersten Blick. Es war die Idee, mal wieder was Neues zu probieren. Ich war vorher nicht wirklich festgelegt, der ständige Wechsel war vielleicht ein Anzeichen für eine unbewusste Unzufriedenheit.

Sie stand da eine Weile. Ich traute mich nicht direkt an sie heran. Gestern war es so weit. Erstmals ertaste ich ihre weichen Rundungen und spürte sie so, wie es gedacht ist. Ich spürte bis in den letzten Winkel, dass es einfach passt.

Mal schauen, ob sich um ein Strohfeuer handelt oder ob sich eine dauerhafte Beziehung daraus entwickelt.

Hier das Bild meines neuen Schwarms.

Mittwoch, 7. Mai 2008

Buch: Thees Uhlmann - Wir könnten Freunde werden

Bei diesem Buch handelt es sich um eine Liebeserklärung des damaligen Backliners und inzwischen hauptamtlichen Tomte-Sängers/Frontmanns/Labelchefs Thees Uhlmann an Tocotronic.

Einst begleitete Hilmar Bender die Band Tomte auf einigen ihrer Touren. Das Ergebnis "Die Schönheit der Chance" stellte ich hier bereits vor. Vielleicht war dieses Buch die Belohnung für Thees Uhlmanns Mühen. Dieser begleitete nämlich 1999 die Band Tocotronic auf deren K.O.O.K.-Tour. Seine Notizen wurden auf deren Homepage erstmals veröffentlicht und landeten später in "Wir könnten Freunde werden". Thees beschreibt vor allem seine Beziehung zur Band und zum Tour-Zirkus. Dabei werden auch ein paar Bilder und Eindrücke aus dem harten Leben eines Roadies einer relativ erfolgreichen deutschen Indieband vermittelt. Ansonsten stehen vor allem Anekdoten und Thees' Sicht auf die Welt im Vordergrund. So steigt und fällt die Meinung zu diesem Buch wohl auch mit dem der Fähigkeit des Lesers, sich mit der Ausdrucksweise und den Ansichten des Autors anzufreunden. Ich persönlich höre Thees lieber singen als labern, aber trotzdem zähle ich mich zum erweiterten Kreis der unbekannten Freunde. Das Buch bietet kurzweilige Unterhaltung für Szene-Freunde.

Dienstag, 6. Mai 2008

Mal ehrlich

Darf man öffentlich bekennen, dass man Madonna doof findet? Für mich spielt sie in der Liga "Konsenskünstler" mit den Rolling Stones und anderen Pop-Phänomenen. Ja klar, für ihre fast 50 Jahre hat sie sich gut gehalten, sehen möchte ich sie trotzdem nicht mehr. Und hören? Trends hat sie nie gestartet, sondern diese bestenfalls massenkompatibel gemacht. Ihre Stimme ist wirklich keine Sensation und inzwischen wird sie so weit hinter einer Wall of sound vergraben, dass sie gar neben den ebenfalls nicht sehr ausdrucksstarken Justin Timberlake-Lauten kaum noch auffällt.

Ihre Leistung besteht ausschließlich darin, sich ihren Status als Pop-Ikone (wie auch immer) erarbeitet zu haben. Der Rest des Phänomens ist den Hörern der Format-Radios zuzuschreiben, und die bekommen mit der neuen Madonna-Platte das, was sie verdienen: Ein dünnes Stimmchen, aufgepeppt mit aufwändigen Produktionen und Gästen. Besonders die erste Single mit Justin Timberlake setzt dem Ganzen die Krone auf: Zwei personifizierte Hypes in einem Song.

Plattentests.de spricht mir da mit einigen Kommentaren zu Madonnas neuem Album aus der Seele:

Mal ehrlich: Irgendwie waren die ganzen Queens, Kings, Princesses und Princes of Pop immer noch dann am besten, als noch niemand so recht wusste, welche Titel sie mal verliehen bekommen würden. George Michael, Prince, Michael Jackson - für was waren sie nicht alles verantwortlich: für sexuelle Liberalisierung, die bilderschwingende Öffnung der Popgesellschaft zur differenzschaffenden Twilight Zone und die linkspopulistische Aufbrechung verhärteter Kulturindustrie-Fronten allemal. Das Problem an der ganzen Kiste: Sie funktioniert nur in der Retrospektive. All das, was hier verhandelt wurde, war per definitionem (habe ich so aus der Quelle kopiert) schon ein paar Jährchen her. So bekam Wacko Jacko die Krone erst auf den Kopf gesetzt, als er gerade drauf und dran war, sich zwischen "Bad" und "Dangerous" sämtliche Zacken auf einmal aus ihr zu brechen. Gegen retrospektive Lobhudelei kann egal welches Alterswerk von egal welchem Pop-Aristokraten halt nur noch abstinken.

Aus dem Klüngel rausgehalten hat sich eigentlich immer nur Madonna. Dennoch glauben heutzutage nur noch Grinsebacken wie Thomas Herrmanns oder mentale Solen-Abbaugebiete wie die taff-Redaktion, dass sie nach wie vor Stile kreieren oder die Pop-Welt wirklich durcheinanderwirbeln würde.

Wie Madonna wird sich natürlich auch "Hard Candy" sehr gut verkaufen. Und wir werden wieder über Monate die Single-Auskopplungen ertragen müssen.

Montag, 5. Mai 2008

NINN - Nine Inch Nails Nachschlag

Beflügelt vom Erfolg der Online-Vermarktung des Werks "Ghosts I-IV" schickt Trent Reznor nun das Album "The slip" hinterher. Dieses besteht aus 10 Songs, die mehrheitlich mit Vocals gesegnet wurden und den Preis (0 $ / €) auf jeden Fall wert sind.

Hier wird das Album als Download angeboten. Man hat die Wahl zwischen mp3-, FLAC-, M4A- und hochwertigen WAVE-Files.

Technorati-Tags: ,,

Sonntag, 4. Mai 2008

Kettcar - aber wirklich

Zeitnah zur Veröffentlichung des Kettcar-Albums stolperte ich über mein altes Kettcar. Das war schon ein tolles Ding... Man beachte auch den tollen Helm!

Kettcar

Technorati-Tags:

Samstag, 3. Mai 2008

Die gute alte Währung

Ein Drittel der Deutschen wünscht sich die D-Mark zurück. Das ist ihr gutes Recht. Ich denke allen wäre geholfen, wenn wir die Fans der D-Mark umsiedeln in Länder, in denen die D-Mark noch als Zahlungsmittel genutzt wird. Solche Staaten gibt es doch bestimmt noch irgendwo. Und die Straßen in Deutschland wären auch nicht mehr voll mit Autos, die von Leuten mit Hut gefahren werden.

Technorati-Tags:

Freitag, 2. Mai 2008

Rettung in der Not

Kürzlich wurde mir bewusst, dass es durchaus Situationen gibt, in denen man schnell und einfach Hilfe benötigt. Zwei Sachen sind da m. E. erwähnenswert:

  • ICE: Zu dieser Aktion wurde vor längerer Zeit mal über das Internet aufgerufen und beruht auf der Idee, die Telefonnummer einer im Notfall zu informierenden Person im Handy zu hinterlegen und für eventuelle Helfer leicht auffindbar zu machen. Bei mir ist diese Nummer unter "ICE Next of kin" abgelegt. ICE steht hier für "in case of emergency". Im deutschen Sprachraum scheint sich eher "IN" für "im Notfall" oder "IN case of emergency" eingebürgert zu haben.
  • Björn-Steiger-Stiftung: Hier kann man sich kostenlos registrieren und so die Ortung über das eigene Handy im Notfall ermöglichen. Gefunden habe ich den Hinweis im Lawblog.

Kuschelschule

Die Schüler des Landes Rheinland-Pfalz möchten gerne die Lehrer duzen. Dadurch soll "Distanz abgebaut werden". Die Schüler wollen die Lehrer als "Lernbegleiter" und nicht als "Lernbosse" erfahren. Außerdem ist das "Sie" ein Ausdruck der "undemokratischen Strukturen" der Schulen. Damit wird auch zugleich die Politikverdrossenheit der Schüler erklärt. Die Schüler fordern Klassenräte, Stufen- und Schulparlamente, um u. a. bei Entscheidungen über Gebäudefarben mitentscheiden zu dürfen.

Na klar, und bald werden Schülergewerkschaften gegründet (oder gibt es die gar schon?).

Mich hat es nie gestört, Lehrer zu siezen. So habe ich schon früh gelernt, dass die Anrede Respekt nichts mit Respekt zu tun hat. Respekt und Anerkennung verdienen sich Lehrer durch ihre Art (oder eben nicht), nicht durch die Anrede. Aber es ist nun einmal eine Tatsache, dass wir in Deutschland die förmliche Anrede "Sie" pflegen und die Schule ist sicher nicht der schlechteste Ort, um sich daran zu gewöhnen.

Für mich zeigt diese ganze Aktion vor allem, dass trotz des ganzen Gejammers ("Abi in zwölf Jahren, das ist zu viel Stress") die Schüler immer noch zu viel Zeit für Unsinn haben. Zur Strafe sollten die Verfechter dieser Idee 1.000 mal "Sie" an die Tafel schreiben. Obwohl, fordert der Lehrplan überhaupt noch, dass die Kids so weit zählen können sollen?

Technorati-Tags:

Donnerstag, 1. Mai 2008

Buch: Frank Goosen - Liegen lernen

Das Buch wurde mir schon vor längerer Zeit geliehen und hat nichts mit meiner aktuellen Lage zu tun!

Warum soll Nick Hornby nicht auch funktionieren, wenn man die Idee in das Deutschland der 80er und 90er Jahre verfrachtet? Das dachte sich wohl auch Frank Goosen und fabrizierte ein kurzweiliges Buch. Viele Leser dürften sich in einigen Situationen wiedererkennen und in Erinnerungen schwelgen. Die Welt verändert dieses Werk nicht, aber es kann dabei helfen, ein paar "Jugendsünden" zu verstehen und zu lernen, dass sich das Leben eigentlich nur um die Liebe dreht, oder um Musik.

Technorati-Tags: ,