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Donnerstag, 19. September 2013

Musik: Okkervil River-The silver gymnasium

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Wäre Will Sheff ein rebellischer Teenager gewesen hätte dieses Konzeptalbum über seine Jugend ruppiger ausfallen müssen.

Von Okkervil River in der Formation des Gründungsjahrs 1998 ist nur noch Will Sheff übrig. Vielleicht ist er bezüglich Zusammenarbeit ein schwieriger Zeitgenosse. Doch wer möchte ihm zahlreiche Zu- und Abgänge vorwerfen wenn dabei ca. alle zwei Jahre hörenswerte Alben und als Nebenprodukt Bands wie Jonathan Meiburgs Shearwater entstehen?

Grundsätzlich bin ich von jedem Okkervil River Album enttäuscht, welches keinen Song wie “For real” enthält. Schon der direkte Coververgleich zwischen “Black sheep boy” und “The silver gymnasium” ließ vermuten, dass auch die aktuelle siebte Platte diesbezüglich nicht punkten werden kann. “The silver gymnasium” beschäftigt sich mit Will Sheffs Jugend in Meriden, New Hampshire und fällt sehr harmonisch aus. Am Produzenten John Agnello allein kann es nicht liegen. Durch seine Arbeit mit Sonic Youth, Madrugada und Dinosaur Jr. kann man ihm keine Weichspülmentalität vorwerfen. Vielleicht wollte Sheff seinem neuen Label ATO Records einen Ausblick auf mögliche Mainstream-Erfolge geben. “The silver gymnasium” ist ein solides Indierock-Album und als solches für ein paar launige Durchläufe gut. Leider wird das Niveau älterer Okkervil River-Werke nicht erreicht.

“It was my season”, “On a balcony”, “Down down the deep river” und “Where the spirit left us” sind die frühen Höhepunkte des Albums. Danach plätschert “The silver gymnasium” vor sich hin.

“It was my season”:

Okkervil River auf Tour:

  • 16.11. Hamburg
  • 17.11. Berlin
  • 18.11. Frankfurt
  • 19.11. Köln

“The silver gymnasium” klingt nach:

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