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Montag, 2. November 2015

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Kakkmaddafakka-Galapagos

Six months is a long time” hieß das letzte Album von Kakkmaddafakka aus Norwegen. Das erschien schon vor über zwei Jahren und das ist nun wirklich eine lange Zeit. Der Nachfolger “KMF” ist für Februar 2016 angekündigt, der Song Galapagos daraus klingt so:

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Freitag, 30. Oktober 2015

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Musik: Luke Haines - British nuclear bunkers

BritishNuclearBunkers

Elektronisch und abgefahren.

Ich zitiere den einführenden Text zu diesem Album:

“Beneath the surface of the UK lies a vast and secret network of abandoned nuclear bunkers. Sometime in the future the population of Great Britain has retreated into these bunkers. The reason for this exodus is not clear. Nuclear attack? Chemical attack? Germ warfare? Or perhaps even free will. What is known is that beneath the surface, in the bunkers, people live the utopian dream, communicating wordlessly via a highly developed new subconsciousness. There is no need for money and food is plentiful. The old gods have been forgotten. People now offer prayer to a piece of silverware, referred to as the 'New Pagan Sun', found in a bunker at Stoke on Trent, near to the location of the 1980 Darts World Championship final between Eric Bristow and Bobby George.”

Luke Haines war der Protagonist der Auteurs. Was der Erfolg und unverdient ausbleibende Erfolgt der Band mit ihm gemacht hat, lässt sich in seinem Buch “Bad Vibes: Britpop and My Part in Its Downfall” nachlesen. Mit “British nuclear bunkers” legt er nun seinen “Maximum electronic rock n roll” zu dem oben beschriebenen Szenario vor.

Zuor hat er dieses Jahr seine Fans bereits mit 75 (!) Versionen seines Albums “Raving” und seiner 15 minütigem Micro-Oper “Adventures in dementia” erfreut. Sein letztes einigermaßen konventionelles Werk stammt mit “New York in the '70s” aus dem letzten Jahr. 

“British nuclear bunkers” wurde fast komplett mit analogen Synthesizern erzeugt. Einige Gesangsspuren und die Aufnahme von Haines’ nächtlicher Attacke auf einen Bunker in Camden bilden die Ausnahmen. Das Ergebnis liegt irgendwo zwischen Electronica und einem Soundtrack zu alten Konsolen-Spielen. Die Songs mit Gesang sind einen Tick zugänglicher als die reinen Electro-Titel. Letztere stellen aber natürlich die Reinform des “Maximum electronic rock n roll” dar.

“British nucler bunkers” gefällt mir, weil es eine willkommene Abwechslung darstellt und wie von Luke Haines nicht anders zu erwarten sich nicht durch Konventionen beschränken lässt. Von einer ausschweifenden Huldigung sehe ich aber ab… ich vermute Luke Haines sitzt besoffen in seinem Sessel zu Hause und lacht sich schlapp über die positiven Kritiken zu seinem jüngsten Machwerk.

Das Video zum Titelsong:

“British nuclear bunkers” klingt nach:

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Mittwoch, 28. Oktober 2015

Musik: Rigna Folk-Nova void

Nova-Void-Cover_1440

Selbstbewusster Post-Rock aus dem Schwabenland.

Da bin ich seit vielen Jahren regelmäßig in Ulm, doch von einer der “angesagtesten Bands der Region” erfahre ich erst über einen Promoter. Da habe ich bestimmt schon die ein oder andere Möglichkeit zum Konzertbesuch verpasst. Die Band selbst beschreibt ihre Musik als “Art rock from a parallel universe”. Mit “Klangmalerisch wie Sigur Rós, bildhaft wie Pink Floyd, experimentierfreudig wie Radiohead..” legt die Pressemitteilung selbstbewusst und nicht ohne Grund nach.

Rigna Folk ging im Jahr 2008 aus dem Elektoprojekt Retrokult FM hervor. Über Besetzungswechsel und die Zeit änderte die Band ihre musikalische Ausrichtung. Mit dem aktuellen Album “Nova void” legt sie eine atmosphärische Post-Rock Variation vor. Die instrumentalen Titel und Passagen stehen nicht im Mittelpunkt sondern sie setzen einen Gegenpol zu den teilweise indierockigen Melodien. Wegen der Stimme fülle ich mich ab zu an Placebo, musikalisch stellenweise an Mansun erinnert.

Produziert wurde “Nova void” von Achim Lindermeir, der u. a. auch schon bei Die Happy, Itchy Poopzkid und Emil Bulls die Finger an den Reglern hatte. Gemeinsam mit Rigna Folk ist ihm ein vielseitiges Album gelungen, welche so gar nicht nach der Heimat der Band klingt. Ich bin gespannt was Rigna Folk noch leisten kann, wenn noch ein Tick Eigenständigkeit hinzukommt.

“Option one”, “Grow beyond”, “Jailbird” und “Altrusim overdose” sind bislang meine Lieblingssongs auf “Nova void”.

“Altruism overdose”:

Die Live Show der Band soll recht eindrücklich sein. Bei diesen Gelegenheiten kann diese Behauptung überprüft werden:

  • 29.10.15 Köln
  • 30.10.15 Hamburg
  • 31.10.15 Hamburg
  • 13.11.15 Landau
  • 14.11.15 Tübingen
  • 28.11.15 Mannheim
  • 11.12.15 Stuttgart
  • 12.12.15 Emerkingen

“Nova void” ist:

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Presspic_RignaFolk1

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Dienstag, 27. Oktober 2015

Musik: Julia Holter-Have you in my wilderness

JH

Irgendwie Pop und auch irgendwie Kunst.

Schon mit der Wahl der High School war für Julia Holter klar, dass Musik einen bedeutenden Teil ihres Lebens ausmachen soll. Das manifestierte sich in ihrem Studium am California Institute of the Arts. Nach dem Abschluss widmete sie sich ihrer musikalischen Karriere. 2011 erschien dann mit “Tragedy” das Debüt der Singer/Songwriterin. Ihr Zweitwerk “Ekstasis” gefiel mir nicht, “Loud city song” hingegen war merklich interessanter.

Mit “Have you in my wilderness” legt sie nun ihr bereits viertes Album vor und solch positive Reviews sollten neugierig machen auf die neuen Songs der Kalifornierin.

The Guardian (Höchstpunktzahl):

The result is a genuinely exceptional and entrancing album, opaque but effective, filled with beautiful, skewed songs, unconventional without ever feeling precious or affected. From the title downwards, you’re struck by the sense of an artist who once seemed austere and forbidding beckoning you into their world. It’s an invitation that’s hard to resist.

Plattentests.de (8 von 10 Punkten):

Julia Holter, 30-jähriger Liebling der Kritiker, hatte ihre Probleme mit dem Erschaffen dieses Albums. Das hört man. In jedem einzelnen Song. Und genau das macht ihre vierte Platte so einzigartig, so großartig. Denn dem flüchtigen Sound des Vorgängers "Loud city song" hat sie eine bestechende Dringlichkeit hinzugefügt – mehr Rhythmen, mehr Strukturen, mehr Ausdruck. Klar ist das hier immer noch Nachtmusik in Pop, geschmückt mit Anleihen an Ambient und Folk. Wer sich durch die Nebenarme diverser urbaner Systeme treiben lassen mag, findet hier immer noch den entsprechenden Soundtrack mit den hellschwarzen Melodien. […] Sie ist Geschichtenerzählerin. Vermittlerin zwischen den Welten. Damit erschafft Holter nicht nur sich als Künstlerin, sondern auch ihre Musik, ihre Ästhetik – nachtdurchflutete Töne in untergehenden Songs, die in die Gassen führen, die keinen Namen haben.

In den Lobgesang kann ich nicht vorbehaltlos einstimmen, aber die Entwicklung seit “Ekstasis” ist zugegebenermaßen bemerkenswert. Irgendwo zwischen Art- und Kammer-Pop und einigen experimentellen Passagen weiß Frau Holter durchaus erinnerungswürdige Melodien und Einfälle zu verstecken.

“Feel you”, “Silhouette”, “Everytime boots” und “Vasquez” sind in meinen Ohren gute Gründe, “Have you in my wilderness” Freunden anspruchsvoller Pop-Musik zu empfehlen.

Das Video zu “She calls me home”:

JULIA HOLTER - Sea Calls Me Home from Claire Marie Vogel on Vimeo.

Julia Holter besucht aktuell Deutschland:

  • 28.10. München
  • 29.10. Frankfurt
  • 30.10. Hamburg
  • 05.11. Berlin

“Have you in my wilderness” ist:

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Montag, 26. Oktober 2015

Buch: Asterix–Der Papyrus des Cäsar

Asterix36

Der stärkste Asterix seit mehr als 25 Jahren.

Schon “Asterix bei den Pikten” als Debüt des neuen Zeichner/Texter Gespanns Jean-Yves Ferri und Didier Conrad machte Hoffnung auf eine Rückkehr der Gallier zur Höchstform. Mit “Der Papyrus des Cäsar” legen die beiden nun nach.

Die Zeichnungen sind eng angelehnt an die Originale und die Story ist unterhaltsam. Der Verweis auf Wikileaks und Julian Assange ist sicherlich nicht so zeitlos wie die ein oder andere ältere Geschichte… aber vielleicht ist das auch der Kompromiss, den man für einen aktuell erfolgreicher und interessanten Plot eingehen muss. Ich freue mich schon auf Band 37, hoffentlich in spätestens zwei Jahren…

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Sonntag, 25. Oktober 2015

Samstag, 24. Oktober 2015

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Adele-Hello

Adele ist zurück. Zumindest die erste Ziffer des Albumtitels war vorhersehbar. Nun erscheint das Album tatsächlich schon nächsten Monat und daher lautet der Titel “25”. Ich denke da muss man nicht wetten, welches Album auf die 1 im UK schießen wird. Hierzulande erscheint es am 20.11..

Das Video zum Opener “Hello” gibt es auch schon:

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Freitag, 23. Oktober 2015

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Placebo-The bitter end (unplugged)

20 Jahre Placebo. Da fehlt eigentlich nur noch ein Unplugged Album, oder? Ein solches wird hier in Deutschland am 27.11. erscheinen. “The bitter end” klingt darauf so:

“MTV unplugged” wird in den üblichen Audio- und Video-Formaten angeboten.

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