Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Beste Alben 2014

Diese Alben habe ich 2014 gehört und für besonders gut befunden:

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  1. The Twilight Sad - Nobody wants to be here and nobody wants to leave
  2. Wild Beasts - Present tense
  3. Elbow - The take off and landing of everything
  4. TV On The Radio - Seeds
  5. We Were Promised Jetpacks - Unravelling
  6. ALT-J - This is all yours
  7. St. Vincent - St. Vincent
  8. The Afghan Whigs - Do the beast
  9. Eels - The cautionary tales of Mark Oliver Everett
  10. Tori Amos - Unrepentant geraldines
  11. Caribou - Our love
  12. My Brightest Diamond - This is my hand
  13. Angus & Julia Stone - Angus & Julia Stine
  14. Orenda Fink - Blue dream
  15. Sharon Van Etten - Are we there
  16. First Aid Kit - Stay gold
  17. Interpol - El pintor
  18. Honig - It's not a hummingbird, it's your father's ghost
  19. Royal Blood – Royal blood
  20. Morrissey - World peace is none of your business
  21. Notwist - Close to the glass
  22. Shellac - Dude incredible
  23. Asgeir - In the silence
  24. Broken Bells - After the disco
  25. William Fitzsimmons - Lions
  26. Kaiser Chiefs - Education, education, education and war
  27. Esben And The Witch - A new nature
  28. Erland And The Carnival - Closing time
  29. Luke Haines - New York in the 70'ies
  30. Weeping Willows - The time has come
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Dienstag, 30. Dezember 2014

Musik: Royal Blood-Royal blood

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Ein Rockhoffnung des Jahres 2014.

2014 habe ich Rock etwas vernachlässigt. Auch die von mir studierten Jahresbestenlisten lieferten mir nur wenig diesbezügliche Inspiration. Einen Lichtblick stellen allerding Royal Blood aus Brighton dar. Deren Debüt Single erschien vor gut einem Jahr, im Mai durften sie die Arctic Monkeys auf deren Tour supporten und im August folgte das gleichnamige Debüt Album. Dieses wurde sowohl bei potentiellen Fans (Platz 1 im UK und in Irland) und Kritikern weitgehend wohlwollend begrüßt.

Mike Kerr und Ben Thatcher bieten durch Blues Rock geerdeten Alternative Rock. Der Gitarren- und Basseinsatz erinnert mal an Muse, Stoner Rock, häufiger an Jack White und einige der tonnenschweren Riffs an Led Zeppelin. Der Garage Rock Anteil sorgt als Gegenpol zu diesen Riffs für eine gewisse Unbeschwertheit.

Lust auf Gitarren zum Jahreswechsel? “Royal blood” bietet einige davon. Bei einiger Spielzeit von weniger als 35 Minuten erübrigt es sich, einzelne Songs zu nennen.

Das Video zu “Figure it out”:

Im Januar vertreibt die Band die träge Jahreswechselstimmung mit einigen Konzerten in Deutschland:

  • 10.01. Köln
  • 11.01. Hamburg
  • 12.01. Berlin
  • 25.03. Bremen
  • 26.03. Stuttgart

“Royal blood” klingt nach:

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Samstag, 27. Dezember 2014

Where no man has gone before…

… zumindest nach dem letzten Schneefall.

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Freitag, 26. Dezember 2014

Musik: The War On Drugs-Lost in the dream

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Soll das Album des Jahres tatsächlich nach Bruce Springsteen und Bob Dylan klingen?

Ich kann nicht behaupten, dass das aktuelle The War On Drugs Album “Lost in the dream” komplett unbemerkt an mir vorüberzog. Doch die Referenzen “Bruce Springsteen” und “Bob Dylan” schreckten mich einfach ab.

Als ich mich mit diversen “Bestenlisten” befasst, stolperte ich aber immer wieder über dieses dritte Album der Band aus Philadelphia, PA. Für Spitzenpositionen oder zumindest Top 10 Plätze reichte es z. B. beim Q Magazine, Guardian, BBC Radio 6, Stereogum, NME und in unzähligen mehr. Offensichtlich kann man sich sowohl auf den britischen Inseln als auch im Heimatland der Band für “Lost in the dream” begeistern.

The War On Drugs wurde 2005 gegründet. Anfangs war noch Kurt Vile mit von der Partie, doch nach Veröffentlichung des Debüts “Wagonwheel Blues” begab er sich auf Solopfade. Mit den Musikern um Mastermind Adam Granduciel blieb eine offensichtlich funktionierende Band zurück, die seitdem zwei weitere Alben veröffentlichte. Und nebenbei unterstützten Granduciel und Bassist David Hartley Sharon Van Etten auf ihrem starken “Are we there”.

Ist das aktuelle Album “Lost in the dream” nun aufgefrischter Rock/Americana oder Indierock mit Vorliebe für einige alten Helden? Es könnte so wunderschön sein, klänge es nicht ab und zu eben zu sehr nach Bruce Springsteen oder Bob Dylan. “Lost in the dream” ist ein tolles und zeitloses Album. Aber für mich ist es nicht das Album des Jahres 2014, denn dafür klingt es zu sehr nach den letzten Jahrzehnten.

Mir gefallen vor allem die flotteren Titel auf “Lost in the dream”, also eher “Bruce Springsteen” als “Bob Dylan”. Nennen möchte ich den starken Opener “Under the pressure”, “Red eyes”, “An ocean in between the waves” und “Eyes to the wind”.

“An ocean in between the waves”:

“Lost in the dream” klingt nach:

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Dienstag, 23. Dezember 2014

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: St. Vincent-Birth in reverse

St. Vincent lieferte mir das Konzert des Jahres. Und nun noch das Video zu “Birth in reverse”:

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Montag, 22. Dezember 2014

Musik: Andy Burrows-Fall together again

AB

Ach ja, Andy Burrows hat auch wieder ein Album herausgebracht.

Andy Burrows war Schlagzeuger bei Razorlight und solo unter eigenem Namen und als I Am Arrows unterwegs. Außerdem veröffentlichte er mit Tom Smith von den Editors “Funny looking angels”. Ach ja, für den Soundtrack zu “The Snowman & the Snowdog” ist er auch verantwortlich. Und er agierte als Schlagzeuger der We Are Scientists. Irgendwie ist Andy Burrows ein “ach ja” Musiker. Und so klingt auch sein aktuelles Album “Fall together again”.

Andy Burrows setzt die Razorlight Tradition fort: Nette und stellenweise unausweichlich schmeichelnde Melodien sorgen für Songs mit Wiedererkennungswert aber ohne nachhaltigen Tiefgang. Wie bereits beim Vorgängeralbum “Company” setzt Burrows auf recht reinen Pop. Auch “Fall together again” wird ihm nicht den großen Erfolg und auch kaum Aufmerksamkeit außerhalb seiner Heimatinsel bringen, aber es zeigt, dass er nun wirklich mehr kann als nur “trommeln”.

Während der ersten Durchläufe erkannte ich bei “Derwen”, “All this I’vs heared before”, “Who are you now” und “Hearts and minds” den größten Wiedererkennungswert. Ach ja, bei “Watch me fall again” darf auch wieder Tom Smith unterstützen.

“As good as gone”:

“Fall together again” klingt nach:

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Sonntag, 21. Dezember 2014

Musik: Lamb-Backspace unwind

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Elektronischer denn je.

Ich bin etwas enttäuscht von den Vorschlagsfunktionen der einschlägigen Musikportale. Es ist keine Auszeichnung für diese oder für das aktuelle Plattenlabel, dass ich über das aktuelle Lamb-Album “Backspace unwind” erst einige Wochen nach Erscheinungstermin von einem Kollegen informiert werden musste.

Die 1996 von Lou Rhodes und Andy Barlow in Manchester gegründete Band veröffentlichte 2011 ihr Comeback-Album “5”. Dieses bot noch einige Verweise an die Trip Hop Vergangenheit des Duos und Singer/Songwriter Ausflügen wurde viel Platz eingeräumt.

Auf dem sechsten Album erfindet sich Lamb nun aber ein Stück weit neu. Selten (abgesehen vom Remix Album “Lamb Remixed”) klangen Rhodes und Barlow gemeinsam so elektronisch. Die subtilen Trip Hop Rhythmen weichen weitgehend wuchtigen Bässen. Vielleicht benötigt das Publikum die Message mit dem Dampfhammer und die poppigen Momente, um Lambs Brillanz zu erkennen. Aber einige der Lamb-Qualitäten treten dabei bescheiden in den Hintergrund.

“Backspace unwind” ist ein gutes Album, aber kein Lamb Meilenstein.

Besonders gefallen mir auf “Backspace unwind” der Titelsong, “As satellites go by”, “Shines like this”, “What makes us human” und “Seven sails”. Die beiden Abschlusstitel sind mir einen Tick zu ruhig geraten.

Ein inoffizielles Video zum Titelsong:

“Backspace unwind” klingt nach:

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Samstag, 20. Dezember 2014

Musik: Nils Petter Molvaer-Switch

NPM

Überzeugende Symbiose aus elektronischer und “organischer” Musik.

Nils Petter Molvaer ist ein begnadeter Trompeter. Alleine damit könnte er mich aber nicht beeindrucken. 1997 erschuf er mit “Khmer” ein grandioses Album. Mit seiner Mischung aus Jazz und Electro schuf 1997 in Form des Albums “Khmer” einen Meilenstein, den er bislang nicht toppen konnte. Für Abwechslung sorgt der Norweger, weil er sein Instrument in verschiedenen Kontexten einsetzt. Mal sehr elektronisch, mal rockig, in Remix-Versionen und in verschiedensten Kollaboration. In den letzten Jahren fielen da vor allem “1/1”, das mit Moritz von Oswald eingespielte Album sowie “Baboon moon” auf. Letzteres überzeugt ich vor allem wegen Stian Westerhus’ packender Gitarrenbeiträge.

“Switch” erschien bereits im Frühjahr 2014. Nils Petter Molvaer Alben muss ich immer etwas Zeit geben und davon hielten mich viele andere Veröffentlichungen ab. Stian Westhus war nicht an den Aufnahmen beteiligt, aber statt dessen mit Geir Sundstol ein Musiker an der Pedal Steel Gitarre. Diese verleiht einigen der Songs auf “Switch” einen Country Touch. Ansonsten leisten der Madrugada Schlagzeuger Erland Dahlen sowie Morten Qvenild und Jon Marius Aareskjold überzeugende Arbeit in der Electro-/Ambient Abteilung. “Switch” hatte gute Chance, in meinem musikalischen Jahresendspurt unterzugehen. “Khmer” und “Baboon moon” kann es in seiner Wirkung nicht erreichen, aber es ist 2014 ein einzigartiges Album und eine mehr als nur nette Abwechslung.

“The kit”, “Strange pillows” und “Bathroom” gefallen mir auf “Switch” am besten, da sie vor Energie und Spannung glühen. Wer die ruhigeren Momente sucht, sollte sich an die vier “Intrusion” Titel halten.

Der Titelsong:

“Switch” klingt nach:

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