Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Donnerstag, 13. September 2007

Buch: Hilmar Bender – Die Schönheit der Chance

Wann ist die spannendste Zeit einer Band? Genau, wenn man gerade noch fast unbekannt ist, dann mit einem neuen Album überraschend großer Erfolg kommt und die Band selbst das alles noch gar nicht richtig begreifen kann. Spannend bleibt das so lange, bis dann plötzlich so gut wie jeder die Gruppe / den Künstler gut findet und entsprechendes „Grönemeyer“-Publikum auf Konzerten herumsteht, bei den Singles freudig mitsingt, ansonsten höflich klatscht und sich bei anderen Besuchern beschwert, sobald diese zu wild mittanzen (z. B. erlebt bei Fury In The Slaughterhouse, Wir sind Helden).

So wie Thees Uhlmann Tocotronic auf Tour begleitete machte dies Hilmar Bender mit Tomte. Er verdingte sich dabei meist als Hüter des Merchandising-Standes. Zu jedem Konzert gibt es ein paar Stories und Anekdoten. Neben einem Verweise auf ein Konzert in Hamburg im Jahr 1997 fanden die weiteren Konzerte zwischen Juni 2003 und Juni 2006 statt. Das war natürlich für Tomte eine spannende Zeit. Die Tour zu „Hinter all diesen Fenstern“, die „Hansen Band“ (aus dem Film „Keine Lieder über Liebe“) und natürlich die Veröffentlich von „Buchstaben über der Stadt“. Also genau die Zeit, die ich oben beschrieben habe. Da Bender nicht bei allen Konzerten dabei war, ergibt sich natürlich kein vollständiges Bild, aber die umfassende Bandbiographie kann ja irgendwann noch geschrieben werden.

Für Musik-Kenner und vor allem Freunde des Labels „Grand Hotel van Cleef“ (u. a. Kettcar, Pale, Olli Schulz) ist das Buch eine Bibel, für alle anderen ein schöner Einblick in das Tourleben. Sehr kurzweilig und extrem empfehlenswert.

Mittwoch, 12. September 2007

Bilderreise: Malmö

Von Kopenhagen erreicht man Malmö innerhalb von 30 Minuten mit dem Zug über die Öresund-Brücke. Die Stadt hat schöne Ecken zu bieten, aber die industrielle Vergangenheit zeigt noch ihre Spuren. Vor allem an der Küste hätte man sicher schöne Sachen machen können, wenn da nicht große Industrieflächen wären.

Das Highlight ist das höchste Gebäude Skandinaviens: Turning Torso:


Ein Rathaus gibt es natürlich auch:


Und einen wirklichen schönen "Dorfplatz" mit einigen kulinarischen Verlockungen und ansehnlichen Gebäuden: Lilla Torg

Dienstag, 11. September 2007

Eman(n)zipation

Gefunden in einem Schuhladen in Kopenhagen:


Meine Rede...

Montag, 10. September 2007

Buch: Jonathan Safran Foer – Extremely loud & incredibly close

Bei diesem Buch handelt es sich um das erste Buch in meinem Besitz auf dessen Cover die Worte „heartbreaking“ und „beautiful“ prangen.

Der neunjährige Sohn eines bei dem Anschlag auf das World Trade Center in NYC umgekommenen Familienvaters möchte ein von seinem Vater hinterlassenes Geheimnis lüften und streift dabei durch New York. Naive Beschreibungen und Erinnerungen aus Kindersicht treffen auf harte Realitäten.

Da die 9/11 Dramatik anscheinend nicht ausreicht, wird in einem weiteren Erzählstrang die Geschichte des Großvaters des Protagonisten geschildert, der seine Verlobte beim Angriff auf Dresden verlor.

Ich weiß nicht, ob zu dem Thema 9/11 Romane geschrieben werden müssen oder sollten. Aber wenn man sich auf nur EINEN Roman zu diesem Thema einigen müsste, wäre dieser hier ein heißer Aspirant.

Die Erzählweise des Autors ist sicher der Grund für meine Begeisterung. Ich weiß nicht, ob diese in der deutschen Übersetzung verloren geht und empfehle daher die Originalversion (zumal die Sprache eines neunjährigen Kindes wirklich gut lesbar ist).

Mittwoch, 5. September 2007

Bepisst...

... habe ich mich gestern fast, als ich einen Werbespott sah. Es war einer der seriöseren Privatsender und es war früher Abend. Vielleicht habe ich vor Schreck den entscheidenden Satz nicht ganz im Wortlaut aufgenommen, aber sinngemäß klang er so:

"Begegnen Sie der größten technischen Innovation, auf die ein Urinstrahl treffen kann."
Es handelte sich um eine Werbung für einen Schwangerschaftstest. Ohne eine Geschlechterdiskussion provozieren zu wollen: Ich kann mir einige Sachen vorstellen, die mindestens ebenso Innovativ sind wie ein Schwangerschaftstest. Und ich denke es bedarf nicht viel, um einen Urinstrahl z. B. auf einen Airbus 380 treffen zu lassen.

Um dies zu probieren, verabschiede ich mich in den Kurzurlaub.

Dienstag, 4. September 2007

Kunst?

Mit Kunst und den meisten ihrer Ausdrucksarten (abgesehen von Musik) tue ich mich manchmal etwas schwer. Hier ein Link zu einer Seite, die einige vielleicht als "Kunst" bezeichnen (ich bin im Design Museum London darauf gestoßen) und ich mindestens als "Unterhaltung" durchgehen lasse.

Funktioniert im IE und man muss ein wenig in den kleinen Icons und an den Figuren rumklicken, aber es lohnt sich.

Montag, 3. September 2007

Guerilla-Hunde (aka rondellhund)

Im Rahmen der aktuellen Flaggenverbrennungsaktionen (sehr schön auch die schwedische Flagge in "grün", die anscheinend in Ermangelung blauer Farbe gemalt wurde) in einigen durch die USA befriedeten Ländern bzw. deren Nachbarländern kam es an die breitere Öffentlichkeit: In Schweden tauchen seit einiger Zeit Hundeskulpturen in Verkehrskreiseln auf. Ausführlicher beschrieben wird dieses Phänomen hier. Diese "Roundabout dogs" scheinen sich zu einer festen Größe zu entwickeln. Ein Bild gibt es hier, und hier den Nachweis, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt.

Was das mit den brennenden Flaggen und Puppen zu tun hat? Die strittige Karikatur befasste sich mit dem Thema "rondellhund".

Ich vermute, dass Hundehasser diese Skulpturen aufstellen. Hunde sollen dadurch in die Kreisel gelockt und auf dem Weg dorthin von Autos erfasst werden. Böse, böse. Was würde eigentlich passieren, wenn man die Steine und Denkmäler, die immer wieder für Neonazi-Aufmärsche missbraucht werden in Verkehrskreisel verlegen würde?

Sonntag, 2. September 2007

Musik: Okkervil River - The Stage Names


Mit dem Album “Black Sheep Boy” und der Single “For real” gelangten Okkervil River recht weit nach oben auf meiner Liste der verheißungsvollen nächsten Alben. Viele Musik-Fans kennen die "Angst", die jemanden ereilen kann, wenn er dann tatsächlich das lang ersehnte neue Album vor sich hat. Ich habe in einer Kritik zu dem neuen Album eine m. E. treffende Beschreibung dieser Situation gefunden:

It’s like telling Michaelangelo, as he downs a PBR after finishing the Sistine Chapel, “Hey dude, there’s this other church a few clicks up the road. Could you bust over there and splash a little magnum opus on their ceiling, too?”
www.filter-mag.com
Schon bei der Ansicht der Cover des aktuellen Albums und dessen des Vorgängers fällt es auf: Man könnte beim Vergleich von „Black Sheep Boy“ mit „The Stage Names“ durchaus auf die Idee kommen, dass sich da etwas geändert hat. Und in der Tat, während “Black Sheep Boy” aus den Tiefen schöpfte, kommt das aktuelle Werk musikalisch (die Lyrics merken davon nicht viel) regelrecht „lebensbejahend“ daher. Schöne Melodien und nicht zu viele Country-Klänge (die sich bei einer Band aus Austin, Texas kaum vermeiden lassen) sorgen für eine unterhaltsame Scheibe.

“The Stage Names” wurde sowohl von “Visions” als auch “Musikexpess” zur Platte des Monats gekürt. Entscheidet selbst, ob es sich um einen Hype handelt oder Michaelangelo sein nächstes Meisterwerk produziert hat.

Das Album wird als Stream auf Myspace angeboten.

Samstag, 1. September 2007

Gelesen...

... habe ich das auf einem Plakat:


Erschaffen wurde es von Andreas Noga. Und ich werde bald mal wieder ein paar Bücher hier vorstellen, um zur Schaffung der notwendigen Voraussetzungen beizutragen.