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Mittwoch, 10. April 2013

Wer Chew kennt…

Ich könnte jetzt einen pädagogisch wertvollen Eintrag verfassen. Oder ich widme mich dem neuen dritten Chew Sammelband.

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Dienstag, 9. April 2013

Musik: How To Destroy Angels-Welcome oblivion

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“Post Industrial meets Trip Hop”

Nein, bei “Welcome oblivion” handelt es sich weder um den Soundtrack noch um das Urteil der Kritiker zum Film mit Tom Cruise. “Welcome oblivion” ist das Debütalbum des Projekts How To Destroy Angels. Trent Reznor hatte mit zwei EPs seit 2010 den Weg für diese Platte bereitet.

Seitdem die Nine Inch Nails 2009 in den Winterschlaf geschickt wurden, nutzte Reznor vor allem Soundtracks als Katalysator und Ventile seiner Kreativität. Diese waren auch recht erfolgreich und wurden mit Preisen bedacht. Doch die meist Instrumental-lastigen  Tracks konnten mich nicht überzeugen. Im Vergleich zu den früheren NIN-Alben fehlte vor allem… eine Stimme. Anscheinend hatte auch Reznor Lust, seine Musik mal wieder um eine solche zu bereichern. Und was lag da näher als sich in seinem eigenen Haushalt umzuschauen und seine Frau Mariqueen Maandig mit ins Studio zu nehmen.  Gerade der Kontrast zwischen den Industrial-geprägten Sounds und Maandigs weitgehend unaufgeregtem Gesang macht den Reiz des Albums aus, obwohl man sich durch etwas charakteristischere Stimmen durchaus eine stärkere Wirkung vorstellen könnte.

Wohl auch wegen der beiden beteiligten und bereits NIN-erprobten Mitstreiter fällt “Welcome oblivion” musikalisch wenig überraschend aus. Doch ich sehe das Projekt als Teil von Trent Reznors “musikalischem Lebenszyklus”. Mit nun fast 50 war er vielleicht etwas alt für die endlose Fortführung der nun wirklich ausgetretenen und mit spätestens mit “Ghost I-IV” planierten NIN-Pfade. Die beiden Soundtrack zu “The Social Network” und “The Girl with the Dragon Tattoo” verschafften ihm Anerkennung und etwas Freiraum. “Welcome oblivion” ist allemal besser als gepflegte Instrumental-Langweile und als Teil der musikalischen Neuerfindung akzeptabel aber trotzdem bin ich gespannt, was aus dem angekündigten Nine Inch Nails-Reboot entstehen wird.

Die Songs “Keep it together”, “Ice age” und “How long” sehe ich als Highlights auf “Welcome oblivion” an.

Die Vinyl-Edition wurde um zwei Tracks ergänzt, die auch auf der beigefügten CD enthalten sind. Die iTunes-Version des Album kommt mit den sechs Tracks der 2010 kostenlos verteilten Debüt-EP.

Das Video zu “How long”:

“Welcome oblivion” klingt nach:

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Montag, 8. April 2013

Welcome back: The National

The National sind zurück. Hier der Song “Demons” vom neuen Album “Trouble will find me”.

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Vorhören: Iron & Wine-Ghost on ghost

Bislang fand ich Sam Beams Alben vor allem langweilig. Mal schauen, ob er seine Musik oder ich meinen Geschmack geändert haben. Dort gibt es Stream seines neuen Albums “Ghost in ghost”.

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Sonntag, 7. April 2013

Welcome back: Junip

José González’ Band Junip wird uns nach dem starken Debüt “Fields” bald mit ihrem zweiten Album “Junip” erfreuen. Das Video zum Song “Your life your call” steigert auf jeden Fall meine Vorfreude:

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Samstag, 6. April 2013

Out of time

Irgendwie ist mir noch nicht danach… aber Glühwein wäre ok…

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Freitag, 5. April 2013

Musik: The Knife-Shaking the habitual

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Jenseits aller Songstrukturen liefern die coolsten Schweden der Welt das Electro Album des Jahres.

Diese Musik ist so grell wie das Cover, das Album ein Monster. Nach drei regulären Studioalben und einem Soundtrack veröffentlichte The Knife 2010 mit “Tomorrow, in a year” ein ambitioniertes Album, welches ich damals als mutiges aber durchaus geglücktes Experiment verstand. Nun zeigt sich, dass The Knife damit nur den Weg bereitet haben für einen nicht minder mutigen Schritt. “Shaking the habitual” agiert jenseits üblicher Songstrukturen und es sprengt sogar das gar nicht so enge Korsett der Dance Music. Benötigte “Tomorrow, in a year” noch den Rahmen einer Oper, ist “Shaking the habitual” ein Schauspiel an sich.

Auf den älteren The Knife-Platten war vor allem Karin Dreijer Anderssons Gesang (bei dem ich nur raten kann, an welchen Stellen er elektronisch verfremdet wird) das starke und unwiderstehliche Alleinstellungsmerkmal. Inzwischen haben die messerscharfen bis donnernden Rhythmen mächtig aufgeholt und nun thronen sie gleichberechtigt daneben.  “Tomorrow, in a year” nahm Motive aus Charles Darwins Leben und aus dessen Evolutionstheorie auf. Anscheinend inspirierte das die Band: Fever Rays Debütalbum wirkte stellenweise düster und bedrohlich und The Knifes “Silent shout” kannte durchaus auch rhythmisch anspruchsvolle Wendungen. Doch mit “Shaking the habitual” werden buchstäblich Konventionen durcheinandergewirbelt und im The Knife-Universum eine neue Evolutionsstufe eingeleitet. Die schwedischen Geschwister Karin Dreijer Andersson und Olof Dreijer haben die 14 Jahre seit Bandgründung und die sieben Jahre seit “Silent shout” offenbar sehr gut genutzt und dank der Drone-Klänge und der herausfordernden Electro Beats eine unnachahmliche Stimmung geschaffen. Auf “Shaking the habitual” tanzen Körper und Hirn in vielen Momenten synchron nebeneinander und in den noch spannenderen Phasen werden sie von The Knife zu Duellen herausgefordert. Aktuell sehe ich in The Knife die Band, welche dem Jahrtausend die passende Elektromusik gibt. Gibt es eigentlich “Prog Electro”?

Während einige relativ monotone Passagen durchaus als Teil eines Spannungsbogens interpretiert werden können, muss man ein paar Stellen als Füllmaterial verstehen. Bei über 1,5 Stunden Spieldauer und einem Song über 20 Minuten ist das zwar nicht notwendig aber verzeihlich.

Besonders hervorheben möchte ich die Songs “A tooth for an eye”, “Full of fire”, “Without you my life would be boring”, “Raging lung” (dieser Titel bildet am ehesten die Brück zu Fever Ray) und “Ready to lose”. Empfehlen möchte ich aber den Konsum des kompletten Albums. Mehrmals. Laut.

Das Video zu “Full of fire”:

The Knife live sind definitiv ein Erlebnis (und die Tickets bereits weitgehend ausverkauft):

  • 26.04. Bremen
  • 27.04. Hamburg
  • 30.04. Zürich
  • 01.05. München
  • 02.05. Köln
  • 11.05. Berlin
  • 19.07. Melt Festival

“Shaking the habitual” klingt nach:

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Donnerstag, 4. April 2013

Musik: Kashmir-E.A.R

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Es gibt durchaus ein paar Ähnlichkeiten zwischen den Bands Radiohead und Kashmir:

  • Beide gibt es seit über 20 Jahren. Kashmir wurde allerdings erst 1991 gegründet.
  • Die individuellen Mitglieder sind den Bands treu geblieben. Kashmir verstärkte sich vor einigen Jahren um einen Keyboarder.
  • Sie kommen aus europäischen Staaten, die sich bislang gegen die Einführung des Euro bislang gewehrt haben.
  • Dafür verfügen die beiden Herkunfstsländer über Monarchien.
  • Radiohead bringt es bislang auf acht Studioalben, während sich Kashmir-Fans mit sieben begnügen müssen.
  • Beide Bands legten ihren ursprünglichen Namen zugunsten ihres aktuellen ab.
  • Bereits im letzten Jahrtausend legten beide Gruppen den Grundstein ihres Erfolges. Radiohead veröffentlichte 1997 “OK Computer”, während Kashmir 1999 mit “The good life” den Durchbruch schaffte und dadurch auch auf gesteigerte Aufmerksamkeit im Ausland stieß.
  • Ach ja: Kashmir wurde wegen Ähnlichkeiten ab uns zu mal “die dänischen Radiohead” bezeichnet.

Auch auf “E.A.R” fühlt man sich durchaus an der ein oder anderen Stelle an die erfolgreichere Band aus Oxford erinnert. Bei ähnlichem Gesang und einer Mischung aus Indierock und wohldosierten elektronischen Elementen lässt sich dieser Vergleich zwar vermeiden, aber er prägt das aktuelle Werk der Dänen nicht. Gepflegter Indierock mit stellenweise dezenten bis starken Melodien kann es eigentlich nie genug geben und davon liefert Kashmir eine gute Portion. Besonders die Songs “Piece of the sun”, das relativ poppige “Seraphina”, “Milk for the black hearted” und “Purple heart” sind mehr als eindrucksvolle Belege für die Eigenständigkeit der Band. Doch das Album ist weniger gefällig als “Trespassers” und benötigt daher mehr Zeit. Aber ich suche weiter nach den erhofften Tiefen.

“Piece of the sun” akustisch:

Kashmir live:

  • 09.04. Hamburg
  • 13.04. Köln
  • 15.04. Frankfurt
  • 17.04. Zürich
  • 18.05. München
  • 19.04. Wien
  • 20.04. Berlin
  • 21.06. Southside Festival
  • 23.06. Hurricane Festival

“E.A.R” klingt nach:

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Mittwoch, 3. April 2013

Stuttgart 21: Außenstelle Ulm

Nur die Erwartung der Ergebnisse von Stuttgart 21 erklären m. E. die Baumaßnahmen in Ulm:

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Mal sehen, wie es dort in ein paar Wochen ausschauen wird. Aber nein, Ulm baut keinen Kopfbahnhof…

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