Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Montag, 28. Februar 2011

Schnipsel vorhören: Noah And The Whale – Last night on earth

Das letzte Album der Band hieß “First days of spring” (wer sehnt sich diese nicht herbei?) und war großartig. Bald erscheint der Nachfolger “Last night on earth” und dort gibt es als Vorgeschmack das Album als Stream. Wer nicht auf der Insel wohnt, muss sich leider mit jeweils 30 Sekunden der Songs zufrieden geben, aber selbst diese steigern meine Vorfreude.

Sonntag, 27. Februar 2011

Musik: Say Hi – Um, uh oh

cover

Im Jahr 2002 gründete der gebürtige Kalifornier Eric Elbogen die Band Say Hi to Your Mom in New York. Seitdem war er recht fleißig, ist “Um, uh oh” doch tatsächlich bereits sein siebtes Album. Mit dem fünften Album reduzierte er den Bandnamen auf Say Hi. Warum? Dazu gibt es neben anderen interessanten Fakten Angaben auf der Website des Künstlers:

1. Please do not ask about the name change, it's been more than four years.
2. Any messages or emails employing LOL-speak or lazy spellings will not be answered.
3. Please do not trust what you've read on Wikipedia, most of it is incorrect.
4. Referring to the band as "them" or "you guys" is incorrect, there is only me.
5. The exception to #4 is when referencing a public performance (rock show).
6. No requests and no suggestions.
7. Words like 'inspiration' do not apply here. 'Imagination' is far more interesting.
8. Enjoy, and please know that I appreciate you listening.
9. Please do not ask about the name change, it's been more than four years.

Eric Elbogen kombiniert wunderbar lässigen Indierock mit Lo-Fi. Darüber hinaus gehört vor allem seiner Stimme nicht nur wegen ihrer Ähnlichkeit zu Win Butler von Arcade Fire Aufmerksamkeit geschenkt. Stellt The Strange Death Of Liberal England die Britpop-Alternative zu Arcade Fire dar, so ist Say Hi eine Lo Fi-Variante.

Nicht nur wegen der Kombination “Solomusiker/Band” erinnert mich Say Hi an die Eels. Eric Elbogen erscheint etwas weniger verschroben als Mark Oliver Everett, aber musikalisch weisen beide in die gleiche Richtung. “Um, uh oh” ist keine Offenbarung aber ein ungemein gefälliges, entspanntes und empfehlenswertes Indierock-Album mit einigen Songs, die sich im Kopf einnisten.

Das sehenswerte Video zum Song “Devils”:

Und zwar kein offizielles Video aber bewegte Bilder zum tollen Song “Take ya’ dancin’”:

Dort gibt es das gesamte Album als Stream.

Nicht auf dem Album aber auf der B-Seite zur Single “Devils” enthalten ist eine Cover-Version von “Kiss off”:

“Um, uh oh” klingt nach:

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Samstag, 26. Februar 2011

Konzert aus der Konserve: The Low Anthem @ The 6th and I synagogue in Washington, 24.02.2011

Das aktuelle Album “Smart Flash” der Band ist stellenweise recht ruhig geraten. Mein Urteil steht noch aus. Passend zur Veröffentlichung haben sich die Musiker in einer Synagoge eingefunden und ein 90 minütiges Konzert hingelegt, welches von NPRs “All songs considered” dort und als Podcast zur Verfügung gestellt wird. Viel Spaß!

Freitag, 25. Februar 2011

Musik: 206 - Republik der Heiserkeit

cover

Zur eigenen Standortbestimmung kann man immer mal wieder zu Musik greifen, die man ansonsten nicht auf dem Radar hat. Ich fasse mal einige Attribute zusammen, die mir bei der Recherche zum “Republik der Heiserkeit” zu Augen kamen:

  • Indie-Wave-Postpunk
  • In-Your-Face-Sound
  • Intelligente und verstörende deutsche Texte
  • Pop-Appeal
  • Gang Of Four
  • Frühe Fehlfarben
  • Steve Albini
  • Prä-NDW
  • Agitatorische Sekte
  • Irgendwo zwischen Joy Division, The Wipers, Dead Boys, Bowie und Abwärts
  • Schnittstelle von Independent-Sound zum Spät-70er Punk aus Deutschland
  • Intelligenter, außergewöhnlicher Minimalismus

Ach so, wenn man nicht Minister ist, sollte man ja die Quellen angeben: Amazon, Venue Music und Plastic Bomb.

Ob die Texte einen intellektuellen Anspruch erfüllen, sollen andere entscheiden. Mir begegnen einige pfiffige Textzeilen aber auch agitatorische Albernheiten. Musikalisch klingt das Trio etwas ausgereifter. Da trifft einigermaßen geschliffener Post-Punk auf Indierock und das wirkt wirklich stellenweise frech und frisch. Wenn der Sänger nicht so gezwungen heiser klingen und man nicht zu sehr mit der Provokation auffallen wollen würde, fiele mein Urteil wahrscheinlich enthusiastischer aus. Fans deutschsprachiger Musik sollten der Band aber ruhig mal ein Ohr leihen.

Die Band 206 kommt aus der Region Halle an der Saale und nach einer Ochsentour durch 70 Clubs veröffentlicht sie nun mit “Republik der Heiserkeit” ihr Debütalbum. Produziert wurde dieses von Tobias Levin, der auch schon Kante, Tocotronic und Gisbert Zu Knyphausen unter die Arme griff.

Die Single "Hallo Hoelle" gibt es dort als kostenlosen Download und hier als Video:

206 auf Tour (an einigen Terminen als Support):

  • 14.03.11 Jena
  • 15.03.11 Offenbach
  • 16.03.11 Oberhausen
  • 17.03.11 Köln
  • 18.03.11 Kassel
  • 19.03.11 Hamburg
  • 20.03.11 München
  • 25.03.11 Dresden
  • 26.03.11 Chemnitz
  • 31.03.11 Erfurt
  • 01.04.11 Hannover
  • 02.04.11 Berlin
  • 14.04.11 Bernburg
  • 15.04.11 Halle
  • 16.04.11 Bautzen
  • 19.04.11 Mainz

“Republik der Heiserkeit” ist:

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Donnerstag, 24. Februar 2011

Musik: Bright Eyes – The people’s key

cover

Keine bahnbrechenden Neuigkeiten aus Nebraska

Conor Oberst aus Omaha, Nebraska hat die Musiksammlungen vieler Menschen bereichert. Inklusive des aktuellen Albums brachte er es mit seiner Band Bright Eyes bereits auf sieben Alben. Angeblich handelt es sich bei “The people’s key” um das letzte Werk der Band. Nebenbei war er schon bei Monsters Of Folk, Conor Oberst and the Mystic Valley Band, Desaparecidos und einiger mehr aktiv. Seine Kollaboration beginne ich erst gar nicht aufzuzählen… Fans dürften also nicht zu besorgt bezüglich des künftigen Outputs des Musikers sein.

Das Intro zum Opener spannt einen großen Bogen: Fortschritt, Evolution, Bibelzitate, Universum…  man könnte erwarten, dass diesem Stile folgend ein großartiges Album die Vertonung der Weltformel darstellt. Doch nach einem wirklich starken Beginn mit “Firewall” und “Shell games” folgen recht zwangslose und entspannte und vor allem gewöhnliche Songs. Anscheinend ist Conor Oberst aktuell mit sich und der Welt im Reinen. Daraus entsteht ein “befriedigendes” bis “gutes” Indierock-Album, welches keinen glanzvollen Schlusspunkt setzt und wohl kaum viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde, wäre es das Debütalbum einer jungen Band aus Nebraska. Der Geschichte der Rockmusik hat Conor Oberst wohl aktuell nicht viel hinzuzufügen. Grundsätzlich begrüße ich die Abwesenheit ausschweifender Folkanleihen. Doch vielleicht hätte “The people’s key” mit einem weniger rockigen Ansatz Platz geschaffen für andere Stärken des hochgelobten Musikers.

Dessen Fans werden auf dem Album hörenswerte und erinnerungswürdige Songs und Momente finden. Darüber hinaus ist “The people’s key” keine zwingende Anschaffung.

Das Video zu “Shell games”:

“The people’s key” klingt nach:

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Mittwoch, 23. Februar 2011

Thom York @ GraphJam

Das Radioheads Musik nicht mehr wirklich greifbar ist, lässt sich aktuell in so gut wie jeder Rezension zum Album “The king of limbs” nachlesen.

Doch anscheinend lässt sich zumindest Thom Yorks Tanzstil als Grafik darstellen. So.

Dienstag, 22. Februar 2011

Konzert aus der Konserve: PJ Harvey – The last living rose @ De Laatste Show


PJ Harvey - The Last Living Rose (De laatste show)

Dort gefunden.

Buch: Don Winslow - The power of the dog

cover 

Der mexikanische Drogenkrieg schien mir ein spannendes Thema, daher wählte ich “The power of the dog” als Lektüre. Die Tatsache, dass der Autor fast sechs Jahre Recherchearbeit investiert hatte und die Vermutung, dass der daraus resultierende Roman entsprechende Ankerpunkte in der Realität aufwies, deuteten auf Leseunterhaltung nach meinem Geschmack hin. Doch als ich während der Lektüre eine Meldung las, dass 2010 ca. 15.000 Menschen im mexikanischen Drogenkrieg getötet wurden, bekam die Erzählung eine noch tiefere Bedeutung.

Don Winslow beschreibt über einen Zeitraum von fast 30 Jahren die Auswüchse des Drogenhandels anhand diverser Handlungsstränge. Den Rahmen bildet der Konflikt zwischen dem DEA-Agenten Art Keller und den Brüdern des Barrera Clans. Diese verdingen sich als “Drogenspediteure”. Doch nicht nur diese Tätigkeit lässt sie als “natürliche Feinde” zu Kellers Zielscheibe werden. Im Laufe des Konflikt findet Keller genug Gründe, eine private Vendetta zu veranstalten.

Dieser Rahmen macht die Geschichte für den Leser greifbar und weitgehend nachvollziehbar. Die persönlichen Motivationen werden in “The power of the dog” mit größeren Brocken verknüpft. Gab es doch tatsächlich die im Buch erwähnte “Operation Condor” (eine gemeinsame Bestrebung diverser südamerikanischer Länder und der USA, marxistischen Bewegungen entgegenzutreten) und natürlich den “War on drugs”. So lernt man nebenher noch etwas über Geschichte. Man weiß ja nie, in welcher Rateshow solches Wissen mal hilfreich sein wird.

Die Handlung von “The power of the dog” umfasst fast die gesamte Drogenlieferkette. Da geht es um Kontakte zu den Produzenten und um die Vernichtung der Anbaufelder, um den Schmuggel durch Mexiko in die USA und um die  New Yorker Mafia, die bei dem Geschäft auch verdienen möchte. Entsprechend viele Personen hat sich der Leser im Verlaufe der Handlung zu merken. So grausam einige der Morde sind, so willkommen ist manchmal das Ergebnis: Ein zu merkender Name fällt weg… Mit den teilweise langwierig angelegten Intrigen und Rachefeldzügen hat man immer noch genug Fäden, die in der Hand gehalten werden wollen. Definitionen von “gut” und “böse” werden im Verlauf der Handlung immer mal wieder auf die Probe gestellt. Die tatsächlichen Konstanten sind Art Keller und der Barrera-Klan. Trotz aller Brutalität bleibt genug Raum für die Schilderung dieser Persönlichkeiten.

Seit Herbst letzten Jahres ist das Buch auch als deutsche Übersetzung erhältlich. Ich empfehle jedoch die Originalversion… besonders die grausamen Sequenzen möchte man gar nicht in seiner Muttersprache lesen.

Wer auf Kriminalromane mit Bezug zu tatsächlichen kriminellen Machenschaften steht und nicht vor Brutalität zurückschreckt, kann sich dieses gut 500 Seiten starke Epos bedenkenlos eine Weile neben sein Bett legen. Neben Leseunterhaltung (den Ausdruck “Lesespaß” möchte ich in dem Zusammenhang nicht verwenden) brachte “The power of the dog” mir vor allem eine Erkenntnis: Auf eine Beendigung des Drogenkriegs in Südamerika wird man die nächsten Jahrzehnte wohl kaum hoffen können.

Sonntag, 20. Februar 2011

The Dark Knight - sweded

Irgendwie geriet die schöne Idee der “sweded” Filme aus “Be Kind Rewind” (oder “Abgedreht”) zu schnell in Vergessenheit. Daher hier “The Dark Knight”, natürlich “geschwedet”:

Samstag, 19. Februar 2011

From the outside to the inside

Falls das stimmt… wie alt ist inzwischen der Nacktschwimmer von “Nevermind”? Spielt er Gitarre?

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Freitag, 18. Februar 2011

Musik: The Blue Van – Love shot

cover

Müde und ausgelaugt von den “The king of limbs”-Durchläufen? Hier gibt es ein Gegenmittel!

Wäre eine Band auf Aufmerksamkeit bezüglich ihres aktuellen Albums aus, würde sie dieses wohl nicht am Erscheinungstag eines Radiohead-Werkes auf den Markt loslassen. Nun kommen Radiohead-Alben ja gerne mal überraschend um die Ecke, so dass man weder The Blue Van noch deren Management oder der Plattenfirma diesbezüglich einen Vorwurf machen kann. Und eigentlich passt das aktuelle Album “Love shot” sehr gut zu Radioheads neustem Frontalangriff auf die Musikszene: Es ist die ideale Abwechslung.

Ich erwähnte es bereits bei der Vorstellung des letzten Albums “Man up”: Die Musiker der Band The Blue Van kommen aus Dänemark und dort verehrt man noch immer die Veteranen von D.A.D.. Und trockene Rockmusik ist daher anscheinend weiter salonfähig. Doch auch international scheint die Band einen Nerv getroffen zu haben: Einige der Song aus “Man up” fanden ihren Weg in deutsche und amerikanische TV-Serien und Werbespots (mit “There goes my Love" wurde das iPad beworben).

Auch auf “Love shot” heißt das Motto “Rock”. Die Riffs und Blues-Rock haben im Vergleich zu “Man up” an Bedeutung gewonnen. Hier wird nichts neu erfunden sondern kess kombiniert und glaubhaft dargeboten. Heute Lust auf Rock ohne Radiohead-Anspruch? “Love shot” ist dann sicher nicht die schlechteste Wahl. Mit Songs wie “Loser takes it all” lassen sich verwundene Hirnwindungen durchspülen:

In The Blue Van kann live zu diesen Gelegenheiten “eingestiegen” werden:

  • 23.03.11 Zürich
  • 24.03.11 Wien
  • 26.03.11 Berlin
  • 27.03.11 Hamburg
  • 28.03.11 Köln
  • 29.03.11 Hamburg
  • 31.03.11 München

“Love shot” klingt nach:

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Das neue Radiohead-Album ist…

… zu kurz.

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Donnerstag, 17. Februar 2011

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Bright Eyes – Shell games

Bright Eyes’ aktuelles Album “The people’s key” ist bereits Teil meiner Rotation. Vielleicht lockt dieses Video zum Song “Shell games” auch weitere Interessenten an:

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Mittwoch, 16. Februar 2011

Konzert aus der Konserve: PJ Harvey @ La Maroquinerie in Paris, 14.02.2011

Ein paar der Songs des Album unterlegt mit bewegten Bildern des Auftritts in Paris:

Dort gefunden.

Dienstag, 15. Februar 2011

Musik: PJ Harvey – Let England shake

cover

Auf PJ Harveys Musik stieß ich erstmals 1993. Im Rahmen des Grunge-Hypes wurde etwas später ihrem dritten Album “To bring you my love” viel Aufmerksamkeit zuteil. Auch der Nachfolger “Is This Desire?” hätte diese verdient gehabt, handelt es sich doch ebenfalls um ein sehr starkes Werk. Doch das alles wurde direkt anschließend übertrumpft durch “Stories from the City, Stories from the Sea” im Jahr 2000. Dabei handelt es sich um eines meiner Lieblingsalben. Dieses Niveau erreichten die Folgewerke des letzten Jahrzehnts nicht erneut.

Vor wenigen Tagen erschien nun mit “Let England shake” das achte Studioalbum der Engländerin. Zählt man auch die ausdrücklich namentlich gekennzeichneten Kollaborationen mit John Parish, so könnte man gar die zehnte Veröffentlichung feiern. “Let England shake” wurde in einer alten Kirche in Dorset aufgenommen. Zur Seite standen ihr dabei neben John Parish Mick Harvey (Nick Cave-sidekick) und Flood und damit weitgehend die Truppe, die bereits bei “To bring you my love” ganze Arbeit leistete.

Das Ergebnis ist: Toll. Thematisch um ihr Heimatland angesiedelt versammelt PJ zwölf Songs, die textlich eindimensional bis eindeutig in eine düstere Richtung weisen und von teilweise überraschend abwechslungsreich und fast freudig klingender Musik konterkariert werden. “Stories from the City, Stories from the Sea” war vielleicht romantischer und einen Tick eingängiger, “Let England shake” hat das Potential diese Aspekte mit Tief- und Abgründigkeit zu toppen. Der NME vergibt 10/10 Punkte. Für mein endgültiges Urteil benötige ich noch etwas Zeit. Jeder PJ Harvey-Fan hat das Album hoffentlich schon in seinem Besitz. Jeder Indierock-Fan sollte schon jetzt zugreifen, bevor er Ende 2011 eines der Alben des Jahres verpasst hat.

Leitet man aus der Zusammenarbeit mit John Parish ein Muster ab, so lautet dieses: “Solo-Album mit John Parish”, “Kollaboration-Album mit John Parish”, “Solo-Album mit John Parish”, “Album ohne John Parish”. Demzufolge wäre demnächst wieder ein “Album ohne John Parish” fällig. Das letzte am Ende einer solchen Folge war “Stories from the City, Stories from the Sea”. Ich bin gespannt, ob sich PJ nach dem starken “Let England shake” nochmals steigern kann.

Das Video zum Titelsong:

Die Tour der Dame ist bereits weitgehend ausverkauft. Für den 22.02. in Berlin gibt es wohl noch Tickets.

“Let England shake” ist:

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Montag, 14. Februar 2011

Vorhören: The Low Anthem – Smart flesh

Dort.

… und als wäre der Februar mit The Low Anthem, PJ Harvey und Bright Eyes noch nicht gepackt genug, kündigte nun noch eine britische Band namens Radiohead den digitalen Release ihres neues Album “The King Of Limbs” für Samstag (!) an.

Konzert aus der Konserve: Bob Dylan & Mumford & Sons & The Avett Brothers @ Grammy Awards 2011

Bei dieser Zusammenstellung sollte für fast jede Generation von Folk-Fans etwas dabei sein:


… und etwas peinlich komisch wirkt es auch…

Konzert aus der Konserve: Muse und Arcade Fire @ Grammy Awards 2011

“Uprising”:

“Ready to start”:

Und sonst? Es gab einen Grammy für Arcade Fire, einen für Muse, einen für Neil Young und die Black Keys kamen auch überraschend gut weg. Darüber hinaus wurden Danger Mouse, die Doors und noch ein paar andere bedacht.

Und wer zum Teufel ist Lady Antebellum?

Sonntag, 13. Februar 2011

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Say Hi - Take ya' dancin'

Zwar kein offizielles Video, aber ein toller Song:

Das Album werde ich hier wohl auch mal ausführlicher erwähnen müssen.

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Samstag, 12. Februar 2011

PJ komplett

Nach vielen Vorabsongs und diesem Video zu “The last living rose”

gibt es nun endlich das Album “Let England shake” und passend dazu ein knapp 20-minütiges Interview als Podcast bei Guardians Music Weekly.

Freitag, 11. Februar 2011

Musik: Telekinesis - 12 Desperate straight lines

cover

Michael Benjamin Lerner kommt aus Seattle und er ist der Mastermind hinter Telekinesis. Für die Aufnahmen zu seinem zweiten Album reiste er nach Portland (es ist nicht bekannt, ob er seinen neuen Bass oder gar sich selbst mittels Telekinese dorthin beförderte) um dort Chris Walla zu treffen. Dieser im amerikanischen Indierock fast allgegenwärtige Produzent, Mixer und Tontechniker (u. a. für Nada Surf, The Decemberists, Ra Ra Riot, Tegan and Sara, Mates Of State, Hot Hot Heat) ist darüber hinaus für seine Beteiligung bei Death Cab for Cutie bekannt. 2009 nahm er mit Lerner das Debüt “Telekinesis!” auf und auch für den analog aufgenommen Nachfolger “12 Desperate straight lines” nahm er sich Zeit.

Obwohl Michael Benjamin Lerner mehr oder weniger als Einzelkämpfer agiert, klingt das Album nach einem echten Bandgefüge. Eine fröhliche Grundstimmung und indiepoppige Melodien lassen auf einen baldigen Frühlingsbeginn hoffen. Da wird man mal an die Fountains Of Wayne und mal an Weezer erinnert. Nur an Originalität fehlt es etwas.

“Please ask for help” (Mit The Cure-Gitarre) und “Fever chill”fallen auf, aber insgesamt hat Lerner ein Album ohne echte Höhen und Tiefen hingelegt. Zwei zwingende Hits und eine insgesamt etwas düstere Atmosphäre (also mehr “desperate” und weniger “straight”) hätten “12 Desperate straight lines” gut getan. So handelt es sich um recht gefälligen aber harmlosen Indiepoprock.

Der Song “Car crash”:

Bis zum 15.02. gibt es “12 Desperate straight lines” bei NPR als Stream.

“12 Desperate straight lines” ist:

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Donnerstag, 10. Februar 2011

Mittwoch, 9. Februar 2011

Seinfeld – Yo La Tengo’d

Während eines Austritts spielten die Musiker von Yo La Tengo und ihres Teams eine Seinfeld-Episode nach. Schöne Idee. Es handelt sich um die Episode, die komplett im Eingangs-/Wartebereich eines Restaurants spielte (“The Chinese Restaurant”).

Wie viele andere Episoden der Serie würde diese in dieser Form im Handyzeitalter nicht mehr funktionieren. Ich finde alle Seinfeld-Episoden sollten für das neue Jahrtausend “rebootet” werden.

Dort gefunden.

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Dienstag, 8. Februar 2011

Musik: Tu Fawning – Hearts on hold

cover

Joe Hage ist mit seinen Tätigkeiten für die Bands Menomena und 31 Knots und seiner Freundin Corinna Repp anscheinend nicht ausgelastet so dass er mit dieser und zwei weiteren Musikern das Album “Hearts on hold” einspielte und zu Beginn des Jahres veröffentlichte. Wenn man in Portland, Oregon lebt, hat man offensichtlich viele musikalische Ideen. Und all das und viele Instrumente ergeben das Konzept der Band Tu Fawning, deren Gründung auf das Jahr 2006 zurückging.

Einer greifbaren Kategorie lässt sich die Musik nicht zuordnen. Laut Myspace sieht sich die Band in oder zumindest zwischen den Schubladen “Glam Rock”, “Gospel” und “Grime”. Auch das Label "Antique-Dance-Tribal-Gospel" hängt sie sich angeblich an.  Ich nenne es “gefühlten Powerkammerindiepop mit starken Rhythmen”.

Piano, Gitarren, Bläser, Streicher, weitere Samples und viel “Schlagwerk” bilden die verschnörkelte aber solide Basis von “Hearts on hold”. Jeder Song pulsiert mit seinem ganz eigenen Rhythmus der zwischen Tribalbeats und schleppendem Trip Hop liegen kann. Der Gesang kann mal sirenen- mal cabaretartig klingen,  er innert an diverse charismatische Sänger und Sängerinnen oder er betont als Sprechgesang den trockenen Charakter des ein oder anderen Songs.

All das macht “Hearts on hold” zu einem besonderen Album. Dieses fordert einiges vom Hörer ein, belohnt aber mit vielen Entdeckungen und theatralisch-dramatischen Eindrücken. Anhören!

Mein Lieblingssongs auf diesem Album sind “Sad story” und “Lonely nights”.

Dort gibt es den Song “The felt sense” als Download.

Das Video zu “I know you know”:

Die “Maiden Voyage across the pond” führt die Band auch nach Deutschland:

28.02.2011 München, Feierwerk
01.03.2011 Heidelberg, Karlstorbahnhof
02.03.2011 Nürnberg, MUZ
03.03.2011 Schorndorf, Manufaktur
04.03.2011 Hamburg, Hafenklang
05.03.2011 Berlin, Comet Club
07.03.2011 Amsterdam, Paradiso
08.03.2011 Duisburg, Steinbruch
11.03.2011 Offenbach, Hafen 2
12.03.2011 Leipzig, UT Connewitz

Hearts on hold” ist:

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Montag, 7. Februar 2011

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Missincat – I wish I could allow

Das Debütalbum “Back on my feet” klingt noch in meinen Ohren, da steht für Anfang März schon die Veröffentlichung des Nachfolger “Wow” von Missincat an. Einen Vorgeschmack gibt es in Form des Videos zum Song “I wish I could allow”:


Vorhören: PJ Harvey – Let England shake

Was soll ich sagen? Anhören!

Sonntag, 6. Februar 2011

STILL got the blues

Der Weg ist das Ziel

Bis eine durchschnittliche Reisegruppe (4-6 Personen) an einem Sonntagmorgen die finale Reiseposition einnimmt, kann es bis zu zwei ICE-Stationen dauern. Es gilt immerhin:

  • Den Wagen mit den Reservierungen zu finden. Dazu kann man locker in drei bis vier Wagen schon mal Stalingrad wegen besetzter reservierter Plätze nachspielen um dann festzustellen, dass man sich im Wagen vertan hat.
  • Ist der Wagen dann gefunden, muss man erst einmal die Plätze exakt so einnehmen, wir auf den individuellen Reservierungen angegeben.
  • Anschließend muss diese Ordnung an die Gegebenheiten angepasst werden. Es kann ja nicht jeder in Fahrtrichtung fahren. Bis zu zwölf Sitzplatzwechsel sind da schon mal locker drin.
  • Eine Bahnfahrt startet erst richtig, nachdem man den ersten Besuch der Toilette hinter sich gebracht hat. Hierbei ist es wichtig, dass sich NICHT die Person auf den Weg macht, die gerade wegen des Sitznachbarn aufstehen musste. Auch bei diesem Spaziergang geht es offensichtlich streng hierarchisch zu.
  • Ist das alles geschafft, wird die Marschverpflegung verteilt. Je älter die Pärchen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass der prüfende “Was gibt es denn”-Blick entfällt. Es gab die letzten Jahre immer die gleichen “Butterbrote”, daran wird sich ja wohl heute nichts geändert haben.
  • Wehe dem/der/das Schaffner, wenn er/sie/es die mühsam erstanden Fahrkarten nicht bei jedem Durchgang kontrolliert.
  • Es kommt durchaus vor, dass sich eine Reisegruppe erst entlang der Strecke komplettiert. Das kann sowohl durch geplante Zustiege als auch durch temporäre Verluste (“Ich war schon auf meinem reservierten Platz. Aber im falschen Wagen. Dass die das bei der Bahn nicht mal eindeutig kennzeichnen können…”) verursacht werden. Dann beginnt das Spiel u. U. erneut.

Und schon sind die vier Stunden rum. Zumal man ca. 20 Minuten vor geplanter Ankunft alle Sachen (inklusive der umfangreichen Reiselektüre) einpacken und fix und fertig in der winterlichen Kleidung parat stehen muss. Es ist fantastisch, wie sehr sich die gefühlten Fahrtzeiten der Bahn in den letzten Jahren verkürzt haben…

Ich verlege in Zukunft meine Reisezeiten verstärkt auf den frühen Sonntag.

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Samstag, 5. Februar 2011

Musik: Cäthe – Señorita (EP)

cover

Frauenstimme, deutsche Texte, reißerisches Cover und ebenso reißerisches Video. Eigentlich ist man sich damit meiner Ignoranz sicher. Doch irgendwann spült ein mobiler Musikspieler Überraschungen an die Oberfläche.

Noch keine 30 Jahre auf dem Buckel, hat Cäthe in diversen Beschäftigungen und Regionen schon vielfältige Erfahrungen gesammelt. Musik war eine der Konstanten ihres Lebens. Cäthe komponiert Songs und eigentlich macht sie Popmusik. Doch dank der z. T. wuchtigen Rhythmen und ihrer verruchten Stimme hebt sich das Ergebnis aus dem Einheitsbrei dies- und jenseits von Ich & Ich & Co. ab.

Die EP um den aussagekräftigen Titelsong soll ein Vorgeschmack auf das für das Frühjahr angekündigte Debütalbum der Dame sein. Während “Señorita” und “Wahre Liebe” in die gleiche Kerbe schlagen, zeigen die drei weiteren Songs weitere Facetten der Künstlerin. “Blätter” ist gar ein Singer/Songwriter-Titel.

Auf so engem Raum sind das vielleicht ein paar Ideen mehr als nötig. Aber Cäthe soll mit der EP ruhig mal ihre Ambitionen zeigen und danach ein Album im Stil von “Señorita” und “Wahre Liebe” vorlegen und ein paar Klamotten mehr anziehen. Dann kann sie gerne da Rande der Radiolandschaft (warum heißt es eigentlich “Radiolandschaft” und nicht “Radioeinöde”) Fans angeln.

Das Video zu Titelsong der EP:

Die EP klingt nach:

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Freitag, 4. Februar 2011

Später Vorsatz für junge Jahr: Mehr TV schauen…

… um solche Werbespots nicht zu verpassen:

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Donnerstag, 3. Februar 2011

Rattenkönig 2.0

Durch Zufall kam mir mal der Begriff “Rattenkönig” unter. Ist eine recht interessante Geschichte. Man weiß nicht, ob das Phänomen wirklich auch an / mit lebendigen Rattenaufgetreten ist. Auf jeden Fall habe ich den Rattenkönig des Computerzeitalters entdeckt:P1030473 (Small)

Den Mäusekönig.

Zum direkten Vergleich ein Rattenkönig.

Mittwoch, 2. Februar 2011

Winterfebruarlektüre

Schön, dass der Winter wieder da ist. Da kann ich erneut das Buch “Thaddeus und der Februar” von Shane Jones empfehlen. Es passt hervorragend zu einem winterlichen Februar.

Dienstag, 1. Februar 2011

Achse der Bösen

Mir deucht Plattenfirmen (also die Major Label, Indie / kleine Label sind natürlich total süß und dufte) und deren Ruf hat in den letzten ein wenig gelitten. Und ist der Ruf erst ruiniert… macht es auch nichts mehr aus, wenn ein solches Label von einer Großbank (pfui, Fingerspitzen waschen gehen, weil ich das getippt habe) übernommen wird.

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“Oben bleiben”

Ich bin ja wirklich kein Fußball-Fan. Aber die Tabelle kann ich lesen und verstehen. Daher bin ich mir nicht sicher, ob es allen Demonstranten hinter dem Slogan “OBEN BLEIBEN” wirklich um den Bahnhof geht…