Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Samstag, 6. Februar 2016

Freitag, 5. Februar 2016

Musik: Jacob Faurholt - Super glue

























Vielseitig und charmant. 

Zwei Aspekte zu Jacob Faurholts kürzlich veröffentlichtem Album “Super glue” finde ich besonders erwähnenswert:

1. Obwohl der Däne bereits seit mehr als zehn Jahren Musik unter seinem Namen und Crystal Shipsss veröffentlicht, brauchte es einige Alben bis er nun mit dem sechsten Solowerk sein erstes tatsächlich in einem dafür vorgesehenen Studio aufgenommenen vorlegen kann. Das spricht entweder für seinen Enthusiasmus oder für seine eigenen Aufnahmefähigkeiten.

2. Trotz der Möglichkeiten die ihm dieses Studio bot schaffte er es, den meisten seiner neuen Songs einen etwas feineren Schliff zu verpassen ohne jedoch den Charme der gekonnten Fragilität und die liebenswerte Verschrobenheit der früheren Alben zu verlieren.

Und so ist "Super glue" eine liebenswerte Singer/Songwriter-Platte angereicht mit Indiepop, Lo-Fi, Indierock und ein wenig Drone. 

Der indierockige Titelsong, "Future wife", "Sad world" und "One last goodbye" sind für mich die Highlights auf "Super glue". Außerdem zeigen diese vier Titel anschaulich die die Spannbreite von Faurholts Musik. 

Das Video zu "Floating in space":


"Super glue" klingt nach:

Donnerstag, 4. Februar 2016

Fünfbeinschweine

Nein, das ist nicht der Titel eines neuen Til Schweiger-Films. Aber offensichtlich gibt es Schweinshaxen nur im Fünferpack.

Mittwoch, 3. Februar 2016

Musik: Tindersticks - The waiting room

























Gepflegt aber nie langweilig.

Fast 25 Jahren nach ihrer Gründung erreichen die Tindersticks so langsam das Alter und die gelassene Souveränität, welche sie seit ihrem Debüt verkörpern. Immer thront Stuart Staples erhabene Stimme über den Songs zwischen fragiler Intimität und orchestraler Erhabenheit. Ich tue mich schwer mit der Genre-Bezeichnung "Kammerpop", aber die Tindersticks definieren diese für mich ein Stück weit. 

Während einige ältere Alben durchaus Längen aufweisen machen Staples Vocals, die melancholische Grundstimmung, die vielleicht noch einen Tick orchestraler geraten Arrangements, die schleppende Dynamik und die bereichernden Duette mit starken Frauen aus "The waiting room" ein fast durchgehend überzeugendes Album. 

Sowohl die Tindersticks als auch Staples solo belieferten in der Vergangenheit Filme mit Soundtracks. Für "The waiting room" ging man den umgekehrten Weg und ließ zu allen Songs Kurfilme anfertigen. Das Ergebnis wird als "The waiting room film project" aufgeführt. 

Aus dem homogenen Album stechen "Second chance man", das von einer markanten Bassline geprägte "Were we once lovers", "The waiting room" und das dramatische "We are dreamers" mit Gesang von Jehnny Beths von den Savages hervor. 

Das Video zu "Were we once lovers":


Für "Hey Lucinda" wurde auf Gesang der verstorbenen Lhasa de Sela zurückgegriffen:


Neben einigen Vorführungen des Film-Projekts bietet die Band auch Konzerte:
  • 13.02. Berlin
  • 14.02. Berlin
  • 11.03. München
  • 12.03. Stuttgart
  • 13.03. Köln
  • 14.03. Hamburg
"The waiting room" ist:

Dienstag, 2. Februar 2016

Musik: Tricky - Skilled mechanics

























Trip Hop: Offenbar zeitlos. 

Trickys und Massive Attacks musikalische Geschichten sind eng verwoben. Ende der 80er Jahre war Tricky ein Mitglied des "Wild Bunch" Kollektivs. Daraus ging u. a. Massive Attack hervor. An deren Debüt und dem Nachfolger "Protection" wirkte der als Adrian Nicholas Matthews Thaws geborene Engländer mit. Später startete er mit "Maxinquaye" solo durch. Massive Attack und Tricky stehen seitdem für Trip Hop.

Massive Attack kehrt in diesen Tagen mit der EP "Ritual spirit" und einer Tour zurück. Ein neues Album soll ebenfalls erscheinen. Der Song "Take it there" der EP stellt die erste Veröffentlichung mit Tricky seit 1994 dar:




Fast zeitlich mit der EP erschien ein weiteres Album mit Tricky-Beteiligung. "Skilled mechanics" ist eine Kollaboration mit u. a. DJ Milo, den er bereits seit Wild Bunch-Tagen kennt. Ebenfalls an Bord ist sein Tourdrummer Luke Harris. Tricky war in den letzten Jahren recht einfallsreich, was verschiedene musikalische Konstellationen anging. Doch egal mit wem er musizierte, das Ergebnis war meist unverkennbar. Auch "Skilled mechanics" fügt sich in diese Reihe ein. 

"Beijing to Berlin" mit der chinesischen Rapperin Ivy, "Boy", die überraschend unspektakuläre Version von Stone Sours "Bother" und "Here my dear" hinterließen bei den ersten Durchläufen bleibende Eindrücke bei mir. Daneben gibt es einige unscheinbare Titel so dass "Skilled mechanics" als weiteres gutes aber nicht wirklich durchschlagendes Tricky Werk in meiner Erinnerung bleiben wird.

Das Video zu "Diving away":


"Beijing to Berlin"


Tricky live:
  • 25.02. Köln
  • 26.02. Hamburg
  • 28.02. Frankfurt
  • 29.02. Berlin
"Skilled mechanics" klingt nach:

Montag, 1. Februar 2016

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: PJ Harvey - The wheel

Ja! PJ Harvey ist zurück. Hier der Vorbote des neuen Albums:

Sonntag, 31. Januar 2016

Oh Internet

Das Schicksal ist unerbittlich: Dann lese ich heute wie sich tatsächlich jemand darüber aufregt, dass zeitgleich Fußball Bundesliga und Handball läuft. 

Kürzlich kam mir einen Nachricht unter, nach der die deutschen Internetuser.... ah was soll ich drumherum reden, es sollen ja alle verstehen: Dass in Deutschland eben der Mob im Internet regiert. Scheint zu stimmen. 

Samstag, 30. Januar 2016

Musik: Sivert Høyem - Lioness


Düster und gut. 

Es ist schon kurios mit Sivert Høyem. Einerseits prägte er mit seiner Stimme die vor fast zehn Jahren aufgelöste Band Madrugada. Daher drängen sich bei seinen Solo-Alben stets entsprechende Vergleiche auf. Gleichzeitig erinnert seine Stimme an Nick Cave, Leonard Cohen und Stuart A. Staples von den Tindersticks. Gefangen zwischen diesen mächtigen Referenzpunkten bewegt sich Høyem souverän und er liefert mit "Lioness" ein überwiegend düsteres Singer/Songwriter/ Alternative-Werk ab. Weder im Stil noch in der Qualität weicht er somit maßgeblich von den  vorangeganenen Soloalben ab. So darf er auch gerne weitermachen. Titel wie "Sleepwalking man", "Fool to your crown", "Lioness", "V-O-I-D" und "The boss bossa nova" sind zeitlos schön. Einen erfrischenden Gegenpol zu Høyems Vocals stellt Marie Munroes Beitrag zu "My thieving heart" dar.

Das Video zu "Sleepwalking man":


Im März live in diesen Städten:
  • 10.03. Dresden
  • 11.03. Berlin
  • 12.03. Hamburg
  • 14.03. Köln
  • 18.03. Frankfurt
"Lioness" klingt nach:


Freitag, 29. Januar 2016

Konzert aus der Konserve: El Vy - Tiny desk concert

Matt Berninger und Brent Knopf mit diesen Song in einem "Tiny desk concert":
  • No time to crank the sun
  • Careless
  • Need a friend



Mehr dazu.