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Mittwoch, 24. August 2016

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: DJ Shadow feat. Run The Jewels - Nobody speak

Einer der stärksten Titel auf DJ Shadows aktuellem Album "The mountain will fall" ist "Nobody speak". Und jetzt gibt es dazu auch ein Video:

Dienstag, 23. August 2016

Musikalische Pubertät

Den Erwerb der Single auf der linken Seite kann nur nachvollziehen, wer die deutsche Musiklandschaft im Jahr 1990 bewusst erlebt hat.

Gut, dass bereits kurz danach musikalische Rettung aus Seattle kam. 

Montag, 22. August 2016

Musik: Thom Sonny Green - High anxiety
























Qualifizierte Soundspielereien des Alt-J Schlagzeugers. 

Thom Sonny Green ist Alt-Js Schlagzeuger. Mit der Erfolg der Indierock-Band hat er sich offensichtlich die Mittel und Freiheiten geschaffen, ein Solo-Album aufzunehmen. Dieses klingt ein wenig so, als würde eben der Alt-J-Schlagzeuger seine Spuren für die Band aufnehmen. Die verbleibenden Freiräume füllt er vornehmlich mit sphärischen Synthie-Klängen. Diese erzeugen esoterische bis beklemmende Stimmungen. Bis auf wenige Schnipsel handelt es sich bei "High anxiety" um ein Instumentalalbum. 

21 Tracks erscheinen auf den ersten Blick als abschreckend große Zahl, 71 Minuten Spieldauer relativieren die Erwartungshaltung ein Stück weit. Trotz der beschränkten musikalischen Mittel ist "High anxiety" recht abwechslungsreich geraten. Mit gefallen vor allem die düstereren Soundcollagen des Herrn Green. Namentlich sind das "System", "Ping", "Oakland" und "Grounds".

Alt-J Fans qualifizieren sich nicht automatisch als dankbare Hörer für "High anxiety". Dazu bedarf es schon einer Vorliebe für elektronische Musikspielereien oder eines Gemütszustands, in dem dem Konsumenten vieles egal ist. Zu allen Tracks des Albums gibt es auch Videos, welche die jeweiligen Stimmungen verstärken sollen.

"Ping":

"System":

Spaß machen die Spielereien auf Greens Website: Dort kann man selbst an einigen Tracks "rumschrauben". 

"High anxiety" ist:

Sonntag, 21. August 2016

Musik: Roosevelt - Roosevelt

























Synth-Pop-Disco aus Köln.

Da lange ich doch schon wieder bei einem Retro-Cover und Retro-Musik. Doch während ich bei Bear's Den enttäuscht war, kann ich Roosevelt bzw. seinem gleichnamigen Debüt unvoreingenommen begegnen. 

Roosevelt ist Marius Lauber, 25 Jahre jung und ursprünglich aus Viersen. Außer Till Brönner gab es bislang nicht viele Musiker aus dieser Stadt, deren Ruf auch über den Ozean hallte. Schon mit Beat!Beat!Beat! verschaffte er sich musikalisch Gehör, dort noch am Schlagzeug. Als Roosevelt macht er der Band wahrlich keine Konkurrenz, tritt er doch in einem gänzlich anderen Genre auf: Lauber hat seinen sweet spot zwischen Disco und (Synth-)Pop gefunden. Als Einfluss nennt er u.a. Caribou, mit Hot Chip war er bereits auf Tour und auf deren Label fand er auch Unterschlupf. Ich bin üblicherweise nicht besonders anfällig für Disco-Pop, aber Roosevelt klingt aktuell und das Retro-Feeling vermittelt er mit einem Augenzwinkern. Das klingt schon ganz schön souverän für ein Debüt. Vielleicht liegt das auch ein Stück weit an Chris Coadys Mix-Künsten, den auch Künstler wie !!!, Beach House, The Antlers, Yuck, Zola Jesus und TV On The Radio vertrauten.  

"Belong", "Colours" und "Fever" sind meine Empfehlungen für "Roosevelt". Disco-/Synthpop-Fans können das Album auch einfach mehrfach am Stück genießen. 

Das Doppelvideo zu "Colours / Moving on":


In den nächsten Wochen tritt Roosevelt noch auf zwei Festivals in Deutschland auf, anschließend macht er sich auf den Weg, die USA zu erobern. Im Herbst wird er dann wieder in deutschen Hallen unterwegs sein:

  • 31.08. Berlin - Pop Kultur Festival
  • 18.09. Darmstadt - Golden Leaves Festival
  • 14.10. München
  • 15.10. Leipzig
  • 17.10. Köln
  • 18.10. Hamburg
  • 29.10. Düsseldorf - New Fall Festival

"Roosevelt" ist:

Freitag, 19. August 2016

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Placebo - Jesus' son

Zwischen "Nancy boy" (nicht zu verschweigen die vier Singles davor) und "Jesus' son" liegen 20 Jahre:



Die Zeitspanne feiert Placebo mit einem 36 Tracks umfassenden "best of und so" Album namens "A place for us to dream". Dieses wird am 07.10. erscheinen und eine Tour dazu wurde auch angekündigt:

  • 31.10. Hamburg
  • 02.11. Köln
  • 04.11. München
  • 05.11. Leipzig
  • 07.11. Berlin
  • 23.11. Frankfurt
  • 24.11. Stuttgart

Donnerstag, 18. August 2016

Musik: .Klein - Bengal sparks

























Gar nicht so klein und ganz schön fein(sinnig).

Lutz Nikolaus Kratze ist ein toller Name, aber es ist nachvollziehbar, dass der Musiker für seine musikalischen Ambitionen einen griffigeren Titel sucht. Mit .Klein würde er fündig. "Bengal sparks" ist der dritte Longplayer des Hamburgers.  


Mit "Bengal sparks" liefert .Klein ein unterhaltsames Album voller kleiner Indietronic-Perlen. Bei einigen Songs werden dem Hörer Mosaiksteinchen vorgeworfen und er muss daraus selbst etwas konstruieren. Bei anderen Titeln herrscht ein entspanntes Lo-Fi-Feeling, von welchem er sich angenehm berieseln lassen kann. Die Mischung dieser beiden Ausprägungen empfinde ich als gelungen. Hinzu kommen etwas Eels-Verschrobenheit, ein paar Notwist-/Console-Momente und ab und zu gar Beck-Einfälle. Da macht Herr Kratze schon vieles richtig. 

"Nicotine princess", "Parkinglot" und "Cages" sind meine Favoriten auf "Bengal sparks". Die beiden Remixe am Ende des Albums zeigen weitere Facetten des Künstlers. Ich halte diese für entbehrlich, aber als Track 14 und 15 sind sie ok. 


Das tolle Video zu "Nicotine princess":


Und das zu "Low rider":


"Silly you" live:


"Bengal sparks" klingt nach:

Mittwoch, 17. August 2016

Und am Anfang war... Seinfeld

Dort gibt es einen lesenswerten Artikel zur amerikanischen TV-Serienlandschaft und den Versuch, "alles" auf "Seinfeld" zurückzuführen.

Und hier noch weitere Gemeinsamkeiten zwischen "Seinfeld" und "Breaking Bad":

Dienstag, 16. August 2016

Paul Draper - "EP One"

Mansun-Sänger Paul Draper machte sich Jahre rar. Nun ist seine "EP One" draußen. Den Titel "The silence is deafening" gibt es aktuell dort gegen eine E-Mail Adresse als Download, den Song "No ideas" mit Steven Wilson und The Anchoress hier:

"Feeling my heart run slow" ist auch kein Geheimnis mehr:


Fehlt nur noch der Song als F.M.H.R.S. im The Twilight Sad-Remix. Ach nein, gibt es ja auch:


Etwas mehr hätte ich von der EP erwartet, aber genug Ideen für ein Album wären ja in den vier Titeln schon vorhanden. Fehlt nur noch der rote Faden.

Montag, 15. August 2016

Musik: My Jerusalem - A little death

























Überzeugend mit Versatzstücken aus Indierock und Alternative. 

Wo wir schon bei Songs zu TV-Serien sind... kürzlich lief mit "Death valley" ein Titel der US-Band My Jerusalem bei "Suits". Vermutlich halten sich einige Musiker vornehmlich mit Einnahmen aus solchen Quellen über Wasser. 

Die einzige Konstante bei My Jerusalem war bislang Jeff Klein, der musikalisch bei Touren und Studioaufnahmen "The Twilight Singers" und "The Gutter Twins" unterstützte. Hinzu kamen je nach Verfügbarkeit Musiker, die er u. a. aus seiner Arbeit für u. a. Okkervil River, und The Polyphonic Spree kannte. Für das aktuelle Album "A little death" operierte der Amerikaner mit einer festen Band und das Ergebnis spricht für sich. Jon Merz überzeugt mit seiner Gitarrenarbeit und auch weiteren Ideen und Fähigkeiten des Multiinstrumentalisten wurde Platz eingeräumt. Kyle Robarge am Bass und Grant Van Amburgh am Schlagzeug leisten solide Arbeit. Da wurde aus einigen Studiomusikern tatsächlich eine starke Band, welche verschiedenste Einflüsse von Indierock über Stoner Rock, Alternative und Post Rock routiniert verarbeitete. Die Pressemitteilung spricht von einer Mischung aus Nick Cave & The Bad Seeds und Echo & The Bunnymen und lässt mich zustimmend nicken und noch Mando Dia als weitere Referenz hinzufügen. 

Besonders gut gefällt mir der Titel "Eyes like a diamond mine"; selten verstanden sich Alternative und Indierock so gut wie bei diesem Song. Darüber hinaus können mich auch "Young leather", "Rabbit rabbit", "Done and dusted" und "Jive for protection" überzeugen. So kann und sollte Indierock 2016 klingen. 

Das Video zu "No one gonna give you love":


"A little death" klingt nach: