Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Montag, 23. Mai 2016

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Garbage - Empty

Garbage melden sich zurück. Regie für das Video zum neuen Song "Empty" führte Samuel Bayer, der in den 90er Jahren mit Nirvanas "Smells like teen spirit", Blind Melons "No rain", The Cranberries' "Zombie" aber auch mit Garbages "Stupid girl" und "Only happy when it rains" groß auftrumpfte. Und auch für das großartige "Bullet with butterfly wings" der Smashing Pumpkins war er verantwortlich.

Ich bin etwas abgeschweift. Zum Video



Das neue Album "Strange little birds" wird am 10.06. erscheinen und sich vermutlich nahtlos in die Reihe der Garbage-Werke einreihen. 

Musik: Car Seat Headrest - Teens of denial

























Frisch. 

Für mich hört sich "Teens of denial" nach einem frechen Debüt-Album an. Und dann blicke ich auf den Back-Katalog, sehe dass es zuvor "Teens of style" gab und dieses Songs einiger der elf seit 2010 veröffentlichten Vorgängeralben (alle erhältlich auf Bandcamp) enthält. Fleiß muss man Will Toledo, dem Kopf hinter Car Seat Headrest, zweifellos bescheinigen. Darüber hinaus gelang ihm mit "Teens of denial" ein wirklich erfrischendes und hörenswertes Album zwischen Indierock, Garage, Lo-Fi, Post-Punk und Power Pop. 

Die ersten Songs nahm der junge Mann aus Leesburg, Virgina auf dem Rücksitz eines Auto auf. Ein Blick nach vorne führte dann vermutlich zum Bandnamen. Inzwischen ist er ein paar Kilometer weiter in Richtung Seattle gezogen, hat eine Band um sich versammelt und einen Plattenvertrag unterschrieben. Sein Werdegang zeigt anschaulich, dass ein Musiker sich und seine Fan-Basis über Plattformen wie Bandcamp entwickeln kann. 

"Vincent", "Just what I needed / Not just what I needed", "Unforgiving girl (She's not an)", "Cosmic hero" und "The ballad of Costa Concordia" sind meine Empfehlungen auf "Teens of denial". Auch mit Spieldauern von über acht bzw. sogar über 11 Minuten wissen die Songs vortrefflich zu unterhalten. Bei solchen Songtiteln und Ideen darf man hinter der Band einen smarten Kopf vermuten. Ich hoffe in Zuunft noch viel von Will Toledo zu hören. 

"Vincent" (in zweifelhafter Tonqualität):


Im Juni wird die Band in Deutschland auftreten:

  • 14.06. Berlin
  • 18.06. Hamburg


Dieses "Tiny desk concert" enthält den aktuellen Titel "Drunk drivers/Killer whales":


"Teens of denial" ist:

Samstag, 21. Mai 2016

Kurzbesuch in Zürich

Ausblick auf den Zürichsee 


Ich finde jedes Hotelzimmer sollte mit einem Bluetooth-Lautsprecher ausgestattet sein. 

"Der Mist ist gekarrt"

Freitag, 20. Mai 2016

Potemkinsche Toilette

Ganz dunkel erinnere ich mich an Ankündigungen der Bahn bezüglich einer Überholung der Toiletten in älteren ICE. 

Nee, damit ist nicht diese Tapete gemeint, oder???

Donnerstag, 19. Mai 2016

Irland 2016 (9): Aaran Islands und Galway

Auf den Aran Islands gab es noch mehr Steine

Steinsammlung?










Am Abend bot Galway dann erneut Abwechslung, also Steine in anderer Form.




Mittwoch, 18. Mai 2016

Musik: Yak - Alas salvation


























Yak statt Yuck

Yucks drittes Album empfand ich als Enttäuschung. Doch kaum schreibe ich eine Londoner Band ab, steht schon die nächste in den Startlöchern. Yak bringt mit dem Debüt "Alas salvation" vielleicht noch keine Erlösung doch zumindest den frischen Wind und die Energie, die ich mir von Yuck erhoffte hatte. 

2015 hat Yak eine EP auf Jack Whites Label veröffentlicht. Neben allem Garage Rock, Post Rock und Post Punk hört man an einigen Stellen durchaus auch den Blues Rock, der White angelockt haben könnte. Mit den Referenzen muss man gleich mehrere Jahrzehnte abdecken: The Velvet Underground, The Stooges, The Strokes, Refused und auch Queens Of The Stone Age. 

Ich bin mir unsicher, ob die Yak bei ihrem Debüt einfach noch nicht so recht wussten, in welche Richtung sie gehen möchten oder ob die vielen Ideen einfach raus mussten. Auf jeden Fall hat der Pulp-Bassist Steve Mackey als Produzent (wie auch schon bei Florence & The Machine und Palma Violets) einen guten Job gemacht, indem er den jungen Herren keine engen Grenzen gesetzt hat. 

Yak wird in vielen Quellen über den Klee gelobt und mit einigen Superlativen bedacht. Bei Yuck war es vor wenigen Jahren nichts anders. Ich bin gespannt, ob Yak mit den nächsten Alben nachlegen kann.

Es fällt mir schwer, einige Songs hervorzuheben, da sich jeder Freund aktuellen Gitarren-Rocks das Debüt anhören sollte, um sich an der Vielfalt der Titel zu erfreuen. Besonders gefreut habe ich mich aber bei jedem Durchgang über "Hungry heart", "Take it", "Harbour the feeling" und "Smile". 

Die Videos zu "Harbour the feeling" und "Victorious (National anthem)" wollen nicht eingebettet werden. Statt dessen gibt es "Hungry heart" live:

Die Live-Qualitäten der Band werden gelobt, die Konzerte sollen rau und wild sein (nach dem Video mag ich es glauben). Bei folgenden Gelegenheiten kann diese Behauptung überprüft werden:
  • 01.06. Hamburg
  • 27.06. Köln (Support der Last Shadow Puppets)
  • 28.06. Dresden (Support der Last Shadow Puppets)
  • 13.08. Haldern Pop Festival
"Alas salvation" klingt nach:

Dienstag, 17. Mai 2016

Musik: Yuck - Stranger things

























Nachhaltig gezähmt nach nur zwei Alben.

Was war das doch für ein Hype um Yucks Debüt im Jahr 2011. Die Londoner Band zitierte erfolgreich Indierock-Bands der Vergangenheit wie Pavement, Dinosaur Jr. und Sonic Youth. Das war nicht eigenständig aber irgendwie klang es trotzdem zumindest erfrischend. Mit dem Gitarristen Daniel Blumberg verlor die Band aber selbst noch diesen Reiz. So konnte mich das Zweitwerk "Glow & behold" noch weniger erfreuen als das Debüt. 

Ich mache es kurz: Das aktuelle Album "Stranger things" führt leider den Weg in die Belanglosigkeit weiter fort. Man weiß nicht so recht, ob das Wesen auf dem Cover schläft oder verendet ist. Die teilweise langweiligen bis schwerfälligen Titel auf "Stranger things" könnten ihren Anteil daran haben. Die Titel "Like a moth", "As I walk away" und "Down" sind die Höhepunkte auf diesem ansonsten weitgehend harmlosen Longplayer. Als Referenzen kann ich leider kaum noch auf Alternative-Größen verweisen. Statt dessen fühle ich mich eher an Power Pop-Bands wie Weezer und austauchbare Indierock-Mitläufer erinnert. 

"Hearts in motion":

"Stranger things" klingt nach:

Montag, 16. Mai 2016

Früher liefen solche Sachen unter "Kinderunterhaltung": Coldplay - Up & up

Coldplay bleiben sich treu: Die Videos sind ähnlich albern wie die Songs.

Sonntag, 15. Mai 2016

Konzert: Dirk Darmstaedter in Ursulas und Dirks Wohnzimmer in Montabaur, 14.05.2016

Konzerte in Ursulas und Dirks Wohnzimmer in Montabaur haben mich zu einem Fan solcher Veranstaltungen werden lassen. Es gibt ansonsten kaum eine Möglichkeit, Künstlern und deren Musik derart nahe zu kommen und die Künster-individuelle Atmosphäre zu spüren. 

"Guten Abend Montabaur, mein Name ist Dirk Darmstaedter." Das konnte so bis gestern noch niemand sagen. Doch dann fand dank Ursula und Dirk mit Dirk Darmstaedter ein renommierter deutscher Musiker den Weg nach Montabaur. Bereits Ende der 80er Jahre hatte er Erfolge und Hits mit den Jeremy Days. Seit 1997 ist er als Solo-Künstler unterwegs und kann auf mehr als ein Dutzend veröffentlichter Alben zurückschauen und aus einem über fast 30 Jahre gewachsenen Pool aus Songs schöpfen. Kürzlich erschien mit "Beautiful criminals" neues Material. So ein wenig haftet Dirk Darmstaedter natürlich dieser "Singer/Songwriter"-Fluch an, da klingen einige Songs nun einmal ähnlich... wenn da nicht die Texte wären, für die der Hamburger gestern zu sensibilisieren wusste. 


Die ebenfalls gestern anwesenden Konzert-Profis Christoph und Ursula haben die Setlist veröffentlicht, daher spare ich mir diese Arbeit. Da weise ich lieber auf die Songs und Geschichten hin, die es mir gestern besonders angetan haben: 
  • "Learn to love what's killing me": Ja, Etap Hotels sind kein Spaß. 
  • "Pop guitars" ist für mich der Hit des aktuellen Albums. Der Refrain hatte sich mir schon vor dem Konzert eingebrannt. "Pop Musik kann leben retten". 
  • "Number one single": So sorgte Herr Darmstaedter für seine bislang erste # 1 Single.
  • "Julie through the blinds": "Oh Baby"... wirkt.
  • "Rome wasn't built in a day": Den Refrain habe ich seit ca. 1990 immer im Kopf.
Und wenn ich gestern eines gelernt habe, dann dieses: Bei Dirk Darmstaedter lohnt es sich wirklich, den Texten besondere Beachtung zu schenken. Und seine Unterhalter-Qualitäten sind unbestritten. 


Die Gäste des Konzerts schienen durchweg begeistert und kamen dem Angebot, sich im "Tourbook" zu verewigen gerne nach. Ich hoffe Dirk Darmstaedter behält den Abend in ähnlich guter Erinnerung wir das Publikum.


Danke, Dirk. Und danke, Ursula & Dirk!