Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und ich schreibe mit.

Mittwoch, 1. Juli 2015

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Coheed and Cambria-“Justice Scalia’s dissenting opinions”

Wenn jemand 1986 von Ronald Reagan als Richter an den Obersten Gerichtshof der USA berufen wurde, hat er vielleicht Probleme sich mit den gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte abzufinden. Coheed and Cambria kommentieren die Entwicklungen bezüglich der “Homo-Ehe” auf ihre Weise, indem sie Zitate des besagten Richters einsingen. Tolle Idee.

Coheed and Cambria Sing Justice Scalia's Dissenting Opinions from Funny Or Die

Die Band ist übrigens im August auf Tour in Deutschland:

  • 16.08. Schloß Holte-Stukenbrock – Serengeti Festival
  • 18.08. Frankfurt
  • 19.08. Köln

 

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Dienstag, 30. Juni 2015

Dunkler Bruder

Eines meiner Lieblings-IPAs (links) hat einen neuen dunklen Bruder (rechts). Lecker.

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Montag, 29. Juni 2015

Musik: Refused-Freedom

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Gezähmt aber noch immer gewaltig.

Refused aus Umeå waren eine sehr wütende Band. Vor allem Dennis Lyxzén trat sowohl mit seinem Gesang als auch mit seinen politischen Ansichten aus dem Umfeld des linken Rands des Parteienspektrums kompromisslos auf. 1991 gegründet veröffentlichten Refused bis zur ersten Auflösung im Jahr 1998 drei Alben. Mit “The shape of punk to come” und vor allem der starken Single “New noise” hinterließen die Schweden ein würdiges Erbe.

Einen großen Teil der Ernte dafür fuhren die Herren erst 2012 im Rahmen einer Reunion und einer Tour über 84 Auftritte ein. Ende 2012 gab die Band ihre erneute Auflösung bekannt. Doch bereits Ende 2014 überlegten es sich die Schweden anders und nun folgt mit “Freedom” endlich das erste neue Album seit 1998. Das aktuelle Line-up besteht aus Dennis Lyxzén, Kristofer Steen, David Sandström und Magnus Flagge.

Kompromisslos und erfolgsarm will die Band offensichtlich nicht mehr sein. Auch “Freedom” ist vorwiegend Hardcore und Punk, doch in einer gezähmten Variante. Der Alternative/Metal Anteil ist merklich größer geworden und unkontrollierte Ausbrüche wurden durch konventionellere Strukturen ersetzt. Bei zwei Songs (“Elektra” und “366”) durfte mit Shellback gar ein Pop-Produzent an die Regler, der auch schon für Taylor Swift, Pink, Maroon 5 und Avril Lavigne tätig war. Für die weiteren Titel ist diesbezüglich Nick Launay verantwortlich. Der konnte zuletzt u. a. mit Nick Caves “Push the sky away” überzeugen und kann eindrucksvolle Referenzen seit Anfang der 90er Jahre vorweisen (u. a. Killing Joke, INXS,Silverchair, Yeah Yeah Yeahs und Maxïmo Park).

Durch die verklärte Verehrung des Vorgängers “The shape of punk to come” wird “Freedom” viele Fans enttäuschen. Ich kann mir “Freedom” jedoch besser und “am Stück” anhören. Daher empfehle ich “Freedom” als eines der besten Alben des Jahres für Menschen, die laute Gitarren und Geschrei mögen. Vor allem wegen des Songs “Old friends / new war”.

Der Opener “Elektra”:

Das deutsche Publikum in Aufruhr versetzen wird die Band bei diesen Gelegenheiten:

  • 29.08. Gräfenhainichen (Festival)
  • 11.10. Hannover
  • 12.10. Stuttgart
  • 13.10. Stuttgart

“Freedom” klingt nach:

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Samstag, 27. Juni 2015

Recklinghausen

Sternwarten finde ich toll.

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Donnerstag, 25. Juni 2015

Musik: Lord Huron-Strange trails

LH

Nett und leider austauschbar.

Ben Schneider schrieb schon Songs, bevor er aus Michigan über Frankreich und New York nach Los Angeles zog. 2010 gründete er dann Lord Huron und veröffentlichte erste EPs. Nach und nach rekrutierte er seine Band. 2012 erschien das Debütalbum “Lonesome dreams”, nun legte Lord Huron mit “Strange trails” nach.

Seine Solo-Herkunft scheint in einigen Singer/Songwriter Songs und Passagen durch. Ansonsten steht Lord Huron aktuell für gefälligen Indiefolk. Wegen Ben Schneiders Stimme kommt man um Vergleiche mit Mumford & Sons und My Morning Jacket kaum herum.

Während man (vor allem in englischsprachigen Medien) überwiegend positive Reviews zu “Strange trails” findet, erscheinen mir die Mehrzahl der Songs auf diesem Album zu austauschbar, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Die erwähnenswerten Titel sind nach meinem Empfinden “Until the night turns”, “La belle fleur sauvage”, “The world ender”, “Meet me in the woods”, “The yawning grave” und der versöhnliche Abschluss mit “The night we met”. Während vorwiegend die flotteren Songs im Stile von Mumford & Sons überzeugen, reichte das Material offensichtlich nicht für 14 gute Songs.

“Meet me in the woods”:

“Strange trails” klingt nach:

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Mittwoch, 24. Juni 2015

Mengenbestimmungen wuseliger Objekte

Die Kernkompetenz der Aufsichtspersonen bei Schulausflügen scheint das Zählen der Schüler unter erschwerten Bedingungen zu sein. Die Zählobjekte wuseln aber auch wirklich unkontrolliert auf den Bahnsteigen herum.

Ist heute Wandertag in NRW?

Montag, 22. Juni 2015

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Father John Misty-I love you, honeybear

Das Album des ehemaligen Fleet Foxes-Schlagzeugers Joshua Tillman erschien bereits vor einigen Monaten, nun wird das Video zum Titelsong nachgereicht:

Father John Misty - I Love You, Honeybear from Bella Union on Vimeo.

Musik: Other Lives–Rituals

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Vielschichtig aber nie überladen.

Other Lives hieß am Anfang ihrer Karriere noch Kunek. Erst 2009 erfolgte die Umbenennung der Band aus Stillwater, Oklahoma. Die bis 2012 veröffentlichten Alben und EPs konnten weitgehend unter Folk und Americana eingeordnet werden. Kontakte bis hin zu Auftritten als Vorband für Radiohead und Atoms For Peace scheinen die Band um Jesse Tabish, Jonathon Mooney und Josh Onstott inspiriert zu haben.

Neben stellenweise verführerischen Melodien und packenden Harmonien im Stile der Fleet Foxes und The National Lässigkeit besticht die Band nun zusätzlich durch vielschichtige und durch Streicher angereicherte Arrangements. Und in den richtigen Momenten kommen dann noch Elektroelemente hinzu. Die Band hat viel Zeit und Energie in diese 14 Titel investiert. Und das hört man.

Die Liste der von mir besonders empfohlenen Songs gerät recht lang: Da sind “Pattern”, “Reconfiguration”, “Easy way out”, “Need a line”, “English summer” und vor allem “2 pyramids” zu nennen.

“Rituals” verlangt dem Hörer etwas Geduld ab, ist ein ein wirklich hörenswertes und vielseitiges Album.

“Easy way out”:

Other Lives live (z. T. auf Festivals):

  • 09.07. Hamburg
  • 10.07. Rüsselsheim
  • 13.07. Stuttgart
  • 17.07. München

“Rituals” klingt nach:

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Sonntag, 21. Juni 2015