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Donnerstag, 5. März 2015

Musik: The Slow Show-White water

TSS

Der Name ist Programm.

Mit einer sanft eindringlichen Baritonstimme gesegnet und nach einem Song der Band benannt lässt sich der Vergleich mit The National nicht umgehen. Doch darüber hinaus bietet The Slow Show aus Manchester soliden Indierock mit Folk-Note. Bereits 2010 gegründet konnte die Band ein starkes Fundament legen und über gefeierte Gigs und starke Singles ideale Voraussetzungen schaffen für die Veröffentlichung ihres Debüts “White water”. Dieses ist düster, schwer und federleicht zugleich und eines der Alben des Jahres 2015. Anhören!

“Dresden”, “Bloodline”, “Augustine” und “Paint you like a rose” sind meine Lieblinge auf dieser Platte.

Das Video zu “Dresden”:

Und das zu “Bloodline”:

The Slow Show Shows auf deutschen Bühnen:

  • 21.05.15 Köln
  • 22.05.15 Haldern
  • 23.05.15 Dortmund
  • 24.05.15 Beverungen, Festival
  • 25.05.15 Hamburg
  • 26.05.15 Berlin
  • 27.05.15 Dresden
  • 29.05.15 München

“White water” klingt nach:

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Mittwoch, 4. März 2015

Jugendsünde

Ich bin entsetzt:

Dann doch lieber so:

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Dienstag, 3. März 2015

Konzert aus der Konserve: Sleater-Kinney@9:30 Club in Washington am 23.02.2015

Sleater-Kinney haben sich mit “No cities to love” eindrucksvoll zurückgemeldet. Dort und hier gibt es einen Mitschnitt ihres Konzerts in Washington:

Montag, 2. März 2015

Musik: Hanne Kolstø-Forever maybe

HK

Die nur bedingt erfreuliche Entdeckung der Farben.

Für die dritte Dame dieser Reihe geht es zurück nach Norwegen. Ebenso wie Susanne Sundfør war sie in der Vergangenheit bereits für den Spellemannprisen nominiert, der auch als "norwegischer Grammy" bezeichnet wird. Hanne Kolstø veröffentlicht seit 2011 im Jahrestakt Solo Alben. In ihrer Heimat erschien "Forever maybe" bereits Ende 2014. Bereits seit 2009 war sie in verschieden musikalischen Formationen u. a. als Thelma & Cylde aktiv.

Letztes Jahr erschien in Deutschland Kolstøs “Stillness and panic”, welches mir durch einige dunkle Stimmungen stellweise zu gefallen wusste. Das Plattencover gab diese Grundstimmung gut wieder.

KHa

Im direkten Vergleich fallen direkt die bunten Farben auf dem aktuellen “Forever maybe” auf. Für mich stehen diese für die Zuwendung zu erhebendem Synthpop auf diesem vierten Soloalbum. Leider klingt “Forever maybe” für mich dadurch wesentlich belangloser als der Vorgänger.

“Synnecrosis”, “The urge to repeat” und “All is contagious” sind in meinen Ohren die besseren Songs auf “Forever maybe”. Bezeichnenderweise ist der Hidden Track “Ways with sound” von Captain Knows Nothing der überraschendste und beste Titel auf diesem ansonsten spannungsarmen Album.

Das Video zu “We don’t see ourselves”:

Im April wird Hanne Kolstø in diesen deutschen Orten auftreten:

  • 08.04. Köln
  • 10.04. Berlin
  • 11.04. Münster
  • 13.04. Köln
  • 14.04. München
  • 16.04. Heidelberg
  • 17.04. Nürnberg

“Forever maybe” klingt nach:

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Samstag, 28. Februar 2015

Musik: Jacob Bellens-My convictions

BD_Jacob_Bellens_Cover

Wundervoll.

Es ist bemerkenswert, wie sich einige Alben trotz der großen Anzahl an parallelen Veröffentlichung Aufmerksamkeit verschaffen. In diesem Fall fiel mir nicht zuerst das Cover auf sondern ich klickte das Video an um mir einen ersten Eindruck zu verschaffen:

Der Song fesselte mich aus hoffentlich nachvollziehbaren Gründen schlagartig. Anschließend verglich ich das Albumcover mit den Pressebilder und freute mich darüber, dass das Cover den Künstler tatsächlich gut trifft.

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Es handelt sich um den Dänen Jacob Bellens, den man als Sänger der Bands Murder und I Got You On Tape kennen könnte. Mit “My convictions” erschien nun nach “The daisy age” aus dem Jahr 2012 sein zweites Soloalbum… und ich finde es ganz wundervoll. Bellens musiziert schon über 13 Jahre und in dieser Zeit hat er sich eine Gelassenheit angeeignet, welche in jeder Note der zehn aktuellen Songs mitschwingt. Er hat Geschichten zu erzählen, aber er jammert nicht. Als Singer/Songwriter setzt er seine Songideen zwischen Indiepop, Kammerpop und Lo-Fi souverän um.

Besonders toll finde ich den Opener “Fireworks” und den Titelsong. Der Rest des Album ist pures Wohlgefallen mit Harfen, Glockenspiel und vielen kleinen Einfällen.

“My conviction” klingt nach:

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Freitag, 27. Februar 2015

Musik: Eivør-Bridges

E

Ruhige Töne von der “färörischen Björk”.

Eivør stammt von den Färöer Inseln. Zum Studium zog es sie nach Reykjavik und aktuell lebt sie in Kopenhagen. Musikalisch blieb Eivør Pálsdóttiraber definitiv ihrer Heimat verbunden. Obwohl sie erst Anfang 30 ist, blickt die Musikerin bereits auf eine ansehnliche Karriere zurück. Mit 13 gewann sie einen Gesangswettbewerb im färöischen TV, zwei Jahre später schloss sie sich der Band Clickhaze an. Wer sich deren Song "Indigo brow" anhört kann nachvollziehen, wie Eivør zu dem Beinamen "färöische Björk" kam.

Mit der berühmten Isländerin lässt sich neuestes Album “Bridges” allerdings kaum vergleichen. Eher ist es das entspannte Gegenmodell zur quirligen Björk. Stellenweise fühle ich mich eher an Nina Persson erinnert. “Bridges” bietet poppige Singer/Songwriter Perlen mit Folktronic. Damit schließt es an das 2012er Werk “Room” an.

Die Songs für “Bridges” hat Eivør auf Tour geschrieben. So stammt der Opener “Remember me” aus ihrer Zusammenarbeit mit Gavin Bryars für den sie in dessen Kammeroper “Marilyn forever” die Marilyn Monroe gab. Laut Promotext handeln die Titel “von mentalen Verbindungen zwischen Menschen oder Orten, zwischen der Heimat und der Ferne”. Eivør weiß zu bezaubern und ihre vielseitige Stimme in Szene zu setzen. Musikalisch kann “Bridges” ansonsten einen Tick zu gleichtönig wirken.

Mir gefallen besonders “Faithful friend”, der Titelsong , “Tides” und “On my way to somewhere”.

Das Video zum Opener “Remember me”:

Eivør nimmt sich viel Zeit für Konzerte in Deutschland und sie hat sich eine sehr außergewöhnlich logische Reiseroute zurechtgelegt:

  • 06.03. Flensburg
  • 07.03. Worpswede
  • 08.03. Hamburg
  • 10.03. Hannover
  • 11.03. Berlin
  • 12.03. Halle (Saale)
  • 13.03. Jena
  • 14.03. Dresden
  • 16.03. Nürnberg
  • 17.03. Frankfurt
  • 18.03. Köln
  • 19.03. Karlsruhe
  • 20.03. Freudenberg
  • 21.03. Stuttgart
  • 22.03. München

“Bridges” klingt nach:

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Mittwoch, 25. Februar 2015

Musik: Sizarr-Nurture

S

Indiepoprock auf internationalem Niveau aus der Pfalz.

Bekanntlich fällt es deutschen Bands nicht leicht, im Ausland Aufmerksamkeit zu erregen. Doch irgendwie gelang das Sizarr mit deren Debüt “Psycho boy happy” aus dem Jahr 2012. Beeindruckend liest sich die Liste der Künstler, für welche die jungen Herren aus Landau als Support Act auftreten durften: These New Puritans, Kele, Broken Bells, Woodkid, Vampire Weekend, Editors und Animal Collective. Darüber hinaus war die Band bereits auf einigen namhaften Festivals vertreten.

Musikalisch bietet sie auch auf ihrem Zweitwerk “Nurture” beschwingten Indierock/ Indiepop mit Electroeinschlägen und immer wieder erfreulich treibenden Rhythmen. Besonders wird die Band durch die Stimme des Sängers Fabian Altstötter. Als Referenzen dazu finden sich u.a. James Blake, Jeff Buckley, The Walkmen und auch David Byrne. Und manchmal klingt es sogar fast so schwülstig wie Bryan Ferry.

“Nurture” klingt noch selbstbewusster als “Psycho boy happy” und dürfte Sizarr helfen, die seit mehr als fünf Jahren vorbereitete Ernte einzufahren.

Das Video zu “Timesick”:

Und das zum ungewöhnlich ruhigen Titel “Untitled”:

Aus der Pfalz auf die Bühnen der Nation:

  • 26.03. Stuttgart
  • 27.03. Freiburg
  • 08.04. Bremen
  • 09.04. Hamburg
  • 10.04. Köln
  • 11.04. München
  • 12.04. Nürnberg
  • 13.04. Frankfurt
  • 15.04. Dresden
  • 16.04. Leipzig
  • 17.04. Berlin, Lido

“Nurture” klingt nach:

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Das Album wird Freitag erscheinen, doch als Stream gibt es dieses schon vorab. Für den Einstieg empfehle ich besonders die Titel “Clam”, “Timsick” und vor allem “Scooter accident”:

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