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Samstag, 20. September 2014

Welcome back? Live

Bei Live habe ich wohl den Anschluss verpasst.

1. Die Band gibt es noch.

2. Sänger Ed Kowalczyk ist raus. Der Ersatz klingt ähnlich.

3. Ein neues Album erscheint bald.

4. Der Song “The way around is through” daraus schreckt mich nicht ab:

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Freitag, 19. September 2014

Musik: My Brightest Diamond-This is my hand

MBD

Toll.

Mal rockig, mal klassisch aber immer souverän: Shara Worden legt als My Brightest Diamond mit “This is my hand” ein hörenswertes Album vor welches fast so abwechslungsreich ist wie ihr Lebenlauf.

Wordens Weg zur Musik war vorgezeichnet: Ihr Vater beherrschte das Akkordeon und leitete einen Chor, ihre Mutter war als Organistin tätig. Ihr Onkel (Pianist und Komponist) unterrichtete sie am Klavier. Mit ihren Eltern wohnte sie in diversen amerikanischen Staaten bevor sie ihr Gesangsstudium in Angriff nahm. Anschließend lebte sie für ein Jahr in Moskau. In dieser Zeit schrieb sie Songs und veröffentlichte eine EP. Nach ihrer Rückkehr in die USA studierte sie Opernmusik in New York. 2009 zog sie nach Detroit.

Nach Veröffentlichung ihres Soloalbums “Words” nahm sie mit einem Partner als Awry zwei Alben auf. Seit 2006 machte sie sich als My Brightest Diamond einen Namen. Ihre Stimme durfte sie u. a. in Kollaborationen mit Sufjan Stevens, The Decemberists, David Byrne, Owen Pallett, Son Lux und Colin Stetson einbringen. All diese Künstler haben erkannt, wie mächtig Wordens Stimme ist.

Und diese Stimme bringt Worden auch auf ihrem fünften Album “This is my hand” wundervoll zur Geltung. Egal ob rockige oder elektronische Klänge, reduzierte oder orchestrale Klangteppiche zur Begleitung eingesetzt werden, Worden setzt sich immer perfekt in Szene und erhebt sich über Genregrenzen. 

Die Liste der empfehlenswerten Songs auf “This is my hand” ist recht lang: “Pressure”, “Before the words”, “This is my hand”, “Lover killer”, “I am not the bad guy”, … ui, das ist ja fast das komplette Album. Diese Tatsache sollte man als Empfehlung sich mit dem Album zu befassen interpretieren. Neben “St. Vincent” ist “This is my hand” eines der stärksten Alben einer weiblichen Künstlerin 2014.

Das Video zu “Pressure”:


My Brightest Diamond - "Pressure" (Official... von scdistribution

 

My Brightest Diamond auf Tour:

  • 21.10. Hamburg
  • 22.10. Berlin

 

“This is my hand” klingt nach:

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Donnerstag, 18. September 2014

Musik: JJ-V

V

Einen Tick zu entspannt.

Im Jahr 2009 gründeten Joakim Benon und Elin Kastlander die Band JJ. Anfänglich nummerierten die Schweden ihren musikalischen Output noch brav. Der erste Longplayer namens “no. 2” landete auf vielen Bestenlisten des Jahres 2009. Auch ich konnte mich für das Album begeistern, da darauf der Dreampop-Anteil geschickt umspielt und aufgewertet wurde. Seit “no. 3” im Jahr 2010 ging es bezüglich Veröffentlichungspolitik und auch musikalisch etwas weniger nachvollziehbar zu. Mit “V” erschein nun erneut ein komplettes Album. Leider ist dieses recht beliebig geraten und es erreicht das mit “no. 2”erreichte Niveau nicht.

Elin Kastlanders Stimme ist ein unverkennbares Markenzeichen der Band. Unfassbar dass es die stellenweise sphärisch sterile musikalische Untermalung schafft, dessen Wirkung zu torpedieren. Nüchtern betrachtet ist “V” kein schlechtes Album. Es kann in veträumte Welten entführen oder einfach dezent im Hintergrund vor sich hinplätschern. Doch wer “no. 2” kennt wird wahrscheinlich immer wieder dem älteren Werk den Vorzug geben. Und wer “no. 2” nicht kennt sollte das bald ändern.

Der Indierock Titel “All ways, always”, “All white everything” sowie “Dean & me” sind die Höhepunkte auf “V”.

“V” ist:

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Mittwoch, 17. September 2014

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: The Boxer Rebellion-Always

Ende September wird mit “Always” eine weitere Single aus dem vor über einem Jahr veröffentlichten Boxer Rebellion-Album “Promises” erscheinen. Das Video dazu gibt es schon jetzt:

Ob der Song das Interesse an dem Album noch einmal entfachen wird?

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Dienstag, 16. September 2014

Film: Guardians Of The Galaxy

Guardians

Ein amüsanter Einstieg in die Guardians Of The Galaxy-Welt.

Vor jedem neuen Superhelden-Film denke ich: Na, ob das auch noch einmal ein Erfolg wird? Die Guardians Of the Galaxy kannte ich bislang nicht und die Aussicht auf einen kämpfenden Baum und einen waffengeilen Waschbär stimmte mich ebenso skeptisch wie die mir weitgehend unbekannten Schauspieler.

Auf diese Vorbehalte schien der ebenfalls recht unbekannte James Gunn vorbereitet zu sein. Schon in der zweiten Szene des Films wird klargestellt, dass man es mit einer augenzwinkernden Herangehensweise an diese Superhelden-Inkarnation zu tun hat. Und auch die prägende Einbeziehung der 70er und 80er Jahre Songs wird zu diesem frühen Zeitpunkt des Films schon eingeführt. Gerade der Kontrast zwischen futuristischer Welt und Songs aus vergangenen Jahrzehnten ist ein Glücksgriff. Und wenn Star-Lord gegen Ende Ronan zum “Dance Battle” auffordert, bekommt man fast Lust, sich “Footloose” tatsächlich mal anzuschauen. Es ist bezeichnend, dass sich “Guardians of the Galaxy: Awesome Mix Vol. 1” gar auf Platz 1 der Billboard Charts wiederfand. Ich freue mich schon auf “Awesome Mix Vol. 2”. Angekündigt ist der nächste Guardians Of The Galaxy Film bislang für 2017 und wenn die Schwemme der Superhelden-Filme das Interesse des Publikums an diesem Genre bis nicht ausgetrocknet hat, werden wir dann auch Film und Soundtrack erleben dürfen.

Die Aktion-Sequenzen und Computeranimationen sind zeitgemäß. Mal wieder überzeugen mich die Vorteile der 3D-Vorstellung nur in den wenigen Sequenzen mit räumlicher Tiefe. Ansonsten sind sie die Brille nicht wert.

Ich weiß nicht, was Guardians Of The Galaxy-Fans und –Kenner von dem Film halten. Als unbedarfter Gast dieser Parallelwelt fühle ich mich gut in diese eingeführt und dank des Humors auch mehr als gut unterhalten.

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Montag, 15. September 2014

Vorhören: Goat-Commune

Die Musik der schwedischen Band Goat lässt sich nur umständlich beschreiben. Das ist aber gar nicht nötig, denn den Stream des neuen Albums “Commune” gibt es dort.

Das Video zu “Hide from the sun”:

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Sonntag, 14. September 2014

Samstag, 13. September 2014

Freitag, 12. September 2014

Musik: Lasse Matthiessen-Wildfires

Wildfires

Lasse Matthiessen ist ein guter Grund, ein Label zu gründen.

Schon seit einigen Jahren widmet sich die Musiksendung TV Noir Singer/Songwritern. Zwischen den TV Noir Machern und dem in Berlin lebenden Dänen Lasse Matthiessen scheint sich eine besondere Chemie ergeben zu haben. TV Noir agiert nun auch als Label und dessen erste Veröffentlichung ist Matthiessens viertes Album “Wildfires”. Hier die Videobotschaft dazu und zur offensichtlich erfolgreich verlaufenen Crowdfunding Kampagne:

Mit den ruhigen Songs auf “Wildfires” ist die Singer/Songwriter Pflicht bestanden. Doch als Kür sprengt Matthiessen diese Grenzen mit seiner teilweise Mark Lanegan-wuchtigen Stimme und mächtigen Gitarren. Daraus ergibt sich eine stilistische Vielfalt zwischen Indierock, Alternative, Folk und Pop. Weil stets unvorhersehbar bleibt, wohin sich die Songs entwickeln und ob nicht doch noch eine Gitarre, eine Harfe oder ein Chor ertönt ist “Wildfires” keinen Moment langweilig. Produziert wurde das Album von Klez.e-Sänger und Gitarrist Tobias Siebert, der u.a. auch schon Enno Bunger, Kettcar und Phillip Boa in ähnlicher Weise unterstütze.

Der Terrorverlag:

LASSE MATTHIESSEN schafft erfolgreich eine Konvergenz der harmonischen und disharmonischen Klänge, welche die Feinheiten in der Welt der komplexen Gefühle widerspiegeln. Und doch strahlt die LP – trotz der vielen stillen Momente – eine unheimliche Kraft aus. Somit erschafft LASSE MATTHIESSEN mit seinen neuen Songs komplett neue, komplexe musikalische Grenzen, ohne dass er auf schwindelerregende Melodien und malerische Stille, die ihn sonst auszeichnet, verzichtet.

“Broken”, “Here with me tonight”, “Seven ravens” und der Titelsong sind für mich die hörenswertesten Titel auf “Wildfires”.

Das Video zum starken “Seven ravens”:

Lasse Matthiessen auf Tour:

  • 19.10. Hannover
  • 20.10. Hamburg
  • 21.10. Dresden
  • 23.10. St. Gallen (CH)
  • 24.10. Zürich (CH)
  • 25.10. Stuttgart
  • 26.10. Berlin

“Wildfires” klingt nach:

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