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Donnerstag, 23. Oktober 2014

“Unregelmäßigkeiten im Bahnbetrieb”

Diese Ausrede für Verspätungen ist mir neu. Aber wenn “Unregelmäßigkeiten im Bahnbetrieb” ein Grund für Verspätungen sind… warum sollte dann noch ein Zug pünktlich kommen?

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Mittwoch, 22. Oktober 2014

Als wäre eine Bahnfahrt nicht schon Unterhaltung genug

Das neue ICE Entertainmentsystem läuft offenbar im Testbetrieb. Der Zugang ist einfach und erfolgt ohne Log In.

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Die Filmauswahl ist (zumindest im Testbetrieb) sehr überschaubar, aber es sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein.

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Der Film startete unverzüglich nach Anwahl. Bild- und Tonqualität waren ok.

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Auch Nachrichten, Spiele, Musik (zumindest als Ankündigung), Kinderunterhaltung sowie Infos zum Speiseangebot und rund um die Reise werden geboten.

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Besonders nett aufbereitet ist die

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Bis auf die Umfrage klappte auch alles zuverlässig und störungsfrei.

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Dienstag, 21. Oktober 2014

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Foo Fighters-Something for nothing

Drei Jahre nach “Wasting light” seht das neue Foo Fighters-Album “Sonic highways” an. Üblicherweise klingen für mich Foo Fighters-Songs weitgehend gleich bis ähnlich. “Something for nothing” überrascht mich jedoch, zumindest der Beginn:

Jeder Song der neuen Platte wurde in einer anderen amerikanischen Stadt aufgenommen und der Weg dorthin (also zu den Songs, nicht zwangsläufig der in die Städte) wurde festgehalten und läuft aktuell als “Sonic Highways” auf HBO als Serie.

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Montag, 20. Oktober 2014

Konzert: Lasse Matthiessen im Café Glocksee in Hannover, 19.10.2014

Für manche Konzerte nahm ich schon Reisen über hunderte Kilometer auch mich. Und gestern wäre mein Besuch fast an dem miesen Wetter und der generellen Problematik von Konzerten am Sonntagabend gescheitert. Doch ich raffte mich auf und wurde nicht enttäuscht.

Den Abend eröffnete die Band Leaves & Trees aus Wedemark / Hannover. Die wegen eines freudigen Ereignisses an dem Abend um ein Mitglied reduzierte Band um Fabian Baumert bot gut 30 Minuten gepflegten Indierock / Indiefolk und somit eine passende Einstimmung.

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Die weiteren Schritte der Band sind bereits geplant: Am 21.11.14 wird die Band gemeinsam mit Lichtjahr in Wedemark auftreten und sich sicherlich über interessierte Besucher freuen. Ein Video wurde bereits vorbereitet und einige Songs sollen im nächsten Jahr aufgenommen werden.

Kurz vor 10 (das ist mein Problem mit Konzerten am Sonntag) betrat dann Lasse Matthiessen die Bühne. Was man als Soundcheck hätte vermuten können entpuppte sich mit “Broken” als der ruhige Beginn seines Sets. Vielleicht war der in Berlin lebende Däne wegen des Tourstarts etwas nervös. Seine erste Ansage erfolgte zumindest erst nach dem vierten Song. Im Lauf des Abend taute er aber merklich auf. Der Schwerpunkt des Abends lag eindeutig auf den Songs des aktuellen Albums. So wurde deutlich, was mir bereits zu “Wildfires” auffiel: Singer/Songwriter Titel sind die “Pflicht”, aber wirklich stark finde ich die Songs, bei denen Lasse die Kraft seiner Stimme, die Wucht der Band und die auch live wundervoll funktionierenden Harmonien nutzt. Bei aller Präsenz die Matthiessen allein an der Akustik-Gitarre demonstriert, wirkt er auf mich im Bandgefüge überzeugender.

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Gerade in Zeiten mittelmäßiger Mark Lanegan-Alben kann er sich von der Masse der Singer/Songwriter abheben. Vielleicht passt diese Wahrnehmung auch zu Lasses Erfahrungen in New York, wo er sich während seines mehrmonatigen Aufenthalts mit der stattlich Anzahl an Singer/Songwritern messen lassen musste. Ich begrüße den mit “Wildfires” eingeschlagenen Weg. Und mit der aktuellen Zusammensetzung inklusive überzeugender Gitarristin Johanna hat Matthiessen schon zum Tourstart eine gut funktionierende Einheit hinter bzw. neben sich.

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“Seven ravens” war in meinen Ohren der Höhepunkt des gut 100 minütigen Auftritts.

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Die Songs:

  • Broken
  • Falling
  • Of silver and gold
  • It hasn’t healed
  • Reverend
  • Wildfires
  • This time of year
  • Travelling song
  • Looking for a reason
  • In water and salt
  • I saw her face
  • Pulling away
  • Climb to bed
  • Seven ravens
  • Wintergut

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  • Dragons fly
  • Weitere Zugabe

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Die weiteren Station der aktuellen Tour:

  • 20.10. Hamburg
  • 21.10. Dresden
  • 23.10. St. Gallen
  • 24.10. Zürich
  • 25.10. Stuttgart
  • 26.10. Berlin

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Sonntag, 19. Oktober 2014

Französische Verhältnisse

Also wenn die deutschen Piloten und Lokführer das unter “savoir vivre” verstehen… geht es hier bald zu wie in Frankreich.

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Samstag, 18. Oktober 2014

Gesanggewordene Klingeltöne

Sting imitiert Klingentöne und singt eine Mailbox Nachricht. Gefällt mir besser als viele seiner jüngeren Songs.

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Freitag, 17. Oktober 2014

Musik: Shellac-Dude incredible

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Rock! Energie! Toll!

Steve Albini ist kein Weichspüler. Maßgeblich an der Enstehung von Nirvanas “In utero” beteiligt sagte er damals voraus, dass die Plattenfirma dieses Album wegen seiner Unzugänglichkeit nie veröffentlichten würde. Er irrte sich. Als Produzent von u. .a. The Auteurs’ “After murder park”, Helmets “Meantime”, The Pixies’ “Surfer rosa” und Joanna Newsoms “Ys” scheint er sich ansonsten musikalisch selten zu irren. Seine Ideen lebt er nicht nur am Mischpult sondern auch in der Band Shellac aus. 1992 mit Todd Trainer und Bob Weston in Chicago gegründet steht diese für anspruchsvolle bis angenehm anstrengende Rockmusik.

Sieben Jahre nach “Excellent Italian greyhound” erschien nun das fünfte Studioalbum der Band (“The futurist” in der Auflage von 779 Exemplaren zähle ich nicht mit). “Dude incredible” verbindet vertrackten Math Rock, kraftvollen Hardcore, erhabenen Post Rock und Alternative. Als Assoziationen notierte ich während der vielen Durchläufe Tool, Henry Rollins, Helmet und wegen “All the surveyors” auch Tenacious D.

The line of best fit” vergibt 10 von 10 Punkte:

It’s going to be hard for Albini, Weston and Trainer to ever top what we find on Dude Incredible. Worthy of filing alongside and above At Action Park and 1000 Hurts, it’s the sound of one of the great bands at the height of their powers.

Pitchfork.com kommt zu diesem Schluss:

What’s most impressive here, and what ties Shellac to their former peers who are either long gone at this point or grinding through the reunion treadmill, is the level of commitment involved. Albini’s a sweaty mess, Weston’s bass only gains more meat to it over the years, and Todd Trainer remains a drummer whose every hit sounds like it hurts a hundred times more than the last. It’s like they took a look at what they were doing and pulled everything apart, rediscovering the level of discomfort that drives them, and working out why they really need to be doing this in the process. Prior records often contained a track or two that were lost somewhere between inspiration, endurance tests, and technical feats (“Didn't We Deserve a Look at You the Way You Really Are” from Terraform ticks all those boxes), but there’s none of that here. Instead, Shellac go straight for your throat and don't loosen their grip until the bitter end.

Der Titelsong, “Riding bikes” und “All the surveyors” sind die stärksten Tracks auf diesem Anwärter auf den Titel “Rock Album des Jahres”.

“Dude incredible”:

 

“Dude incredible” klingt nach:

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Mittwoch, 15. Oktober 2014

Früher liefen solche Sachen im Musikfernsehen: Björk-Jóga

Mit Mark Bell wird Björk keine Musik mehr machen. Schade.

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Dienstag, 14. Oktober 2014

Buch: Andrew E. Kaufman-While the savage sleeps

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Spannend… da lässt man sich von einer unbefriedigenden Auflösung doch nicht stören.

Es ist lange her, dass mich ein Buch von Beginn an derart gefesselt hat. Ich gebe zu, es liegt an den grausamen Morden, aber sie bilden den Einstieg in eine spannende Geschichte und zwei Handlungsstränge die langsam zueinander finden. Erst ab ca. der Mitte des Buches fürchtet der Leser, dass es aus der Story eigentlich keinen befriedigenden Ausstieg mehr geben kann. Und die letzten 10% des Buchs inklusive der Auflösung hinterlassen einen faden Beigeschmack aber den überwiegend positiven Eindruck des Thrillers kann dieser nicht nachhaltig trüben.